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USA/Studie: Einbettung von Journalisten gefährdet Neutralität der Berichterstattung

In einer US-Studie zur Berichterstattung des Irak-Krieges wurden zwischen März und Mai 2003 rund 750 Artikel auf ihren Inhalt hin untersucht.

Dabei stellte der Forscher A. Lindner fest, dass die sogenannten "embedded journalists", also die vom US-Militär begleiteten Reporter, überwiegend Schicksale von US-Soldaten schilderten und weniger das Leben der Zivilbevölkerung thematisierten.

Dieser Trend sei zwar auch bei unabhängigen Reportern festzustellen, jedoch in geringerem Umfang. Zudem ergab die Studie, dass die Mehrzahl der US-Zeitungen auf eingebettete Journalisten zurückgreift - die "USA Today" sogar zu hundert Prozent.


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WebReporter: ggggtttt
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: USA, Studie, Gefahr, Bericht, Journalist, Berichterstattung
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2006 16:11 Uhr von JCR
 
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Welche Neutralität? ;)
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15.08.2006 16:38 Uhr von maki
 
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Sdudien, die die Welt nicht braucht :-): Genau dafür wurden doch diese Schönfärber mitgenommen...
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15.08.2006 16:52 Uhr von johagle
 
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naja maki wer will schon die Hauszeitung von Guantanamo schreiben?
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15.08.2006 16:52 Uhr von Whitechariot
 
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ach ne: Das hätte sich nicht nur jeder denken können irgendwie, das dürfte ja wohl auch beabsichtigt sein.

Dennoch finde ich es gut, dass solche Berichterstattung auch möglich gemacht und erlaubt wird - der "Endverbraucher" darf natürlich nur nicht alles von einer Seite allein aus betrachten.
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15.08.2006 16:55 Uhr von Malik2000
 
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Dafür eine Studie? Das konnte ich schon sagen, als ich das erste mal von embedded Jouranlists gehört habe.

"Die Hand die einen füttert, schlägt man nicht"
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15.08.2006 17:13 Uhr von Jerry Fletcher
 
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"embedded journalists", und wer hats erfunden?
genau .. die amis.. also wunderts etwa einen hier ??
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15.08.2006 19:03 Uhr von India.Arie
 
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Ist bekannt: Journalisten werden seit Vietnam zwar in den Krieg einbezogen, aber eben immer schön abgeschottet. Im Allgemeinen spricht man von den folgenden Instrumenten des "Political News Management" im Rahmen der sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit der USA in Kriegssituationen:
- Coalition Information Centre
- Media Operation Centre
- Information Pool
- Einbettung
- Zensur, Desinformation, Inszenierung: Pseudo-Ereignisse

Das ist allgemein bekannt und wird z.B. auch an der Uni gelehrt.

Insgesamt sind amerikanische Medien um ein vielfaches emotionalisierter, als die Medien hier in Deutschland. Das merkt man ganz deutlich. Ihr müsst nur mal 5 min amerikanische Nachrichten schauen. Das ist echt schlimm! Und ich persönlich rege mich jedes mal wieder darüber auf.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich die deutschen Medien diesem Konzept nicht anschließen. Im Moment steht die Emotionalisierung bei uns auf jeden Fall noch unter objektiver Berichterstattung auf der Agenda.

Grüße
India
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16.08.2006 05:21 Uhr von shadow#
 
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was ist denn das für eine beschissene studie? Die mangelnde Neutralität ist kein zufälliger Nebeneffekt, es ist einer der Hauptgründe für das ´embedded journalists´ Programm.

Dass die meisten Zeitungen auf das Angebot zurückgreifen ist klar: kein Schwein in god´s own country interessiert sich für irakische Zivilisten, patriotische Schmierenblätter verkaufen sich besser und ausserdem werden die richtigen Journalisten dauernd vom eigenen Militär abgeknallt...
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16.08.2006 06:19 Uhr von mort76
 
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Saddam: Wenn man bedenkt, daß z.B. der Sturz der Saddam-Statue, die "Befreiung aus dem Krankenhaus" und der Fund Saddams im Erdloch nur Medienfakes waren, wird klar, was die mit "seudoereignissen" meinen.
Schönes Theater. Danke, Weltpresse.
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16.08.2006 11:18 Uhr von Garviel
 
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Was ist daran eine "News"??? Das ist doch
a) offensichtlich und
b) nicht erst seit jetzt so.
Asbach Uralt, sonst nix.
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17.08.2006 22:35 Uhr von BreakingNews
 
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Die Haupteigenschaft des embedded journalisms ist es doch gerade nicht, objektiv oder neutral zu sein!!!! Du sperrst einen Reporter mit 4 Mann in einem Panzer für zwei Wochen, um dem Zuschauer das Gefühl zu geben ganz nah an seinen Soldaten-Söhnen zu sein... wie soll man da bitte Neutralität wahren???
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18.08.2006 23:02 Uhr von md2003
 
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eigentlich ist doch klar, dass diese "eingebetteten" Journalisten nicht objektiv berichten.... ist doch von der Army so geplant... und funktioniert auch sehr gut, da sich die Journalisten so schön instrumentalisieren lassen - und sie merken es nicht einmal:-((((

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