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Berlin: Das "Anti-Diskriminierungsgesetz” kann jetzt in Kraft treten

Bundespräsident Horst Köhler hat seine Unterschrift unter das nicht unumstrittene "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" gesetzt. Zuvor hatte er es zwei Wochen einer Prüfung unterzogen. Mit dem Gesetz sollen unter anderem Randgruppen geschützt werden.

Mit dem Anti-Diskriminierungsgesetz, wie es auch bezeichnet wird, erhalten Behinderte, alte Menschen aber auch Homosexuelle eine Handhabe, die sie bei Benachteiligungen, zum Beispiel wenn sie eine Reise buchen, schützen soll.

Nach langem Streit zwischen der SPD und der CDU, in dem es unter anderem darum ging, dass auch die sexuelle Identität ein Gleichbehandlungskriterium sein soll, kann es jetzt in Kraft treten.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Kraft, Diskriminierung
Quelle: de.today.reuters.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.08.2006 02:55 Uhr von la_iguana
 
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Ich sehr interessant. Bin mal gespannt, was da alles vor Gericht kommt, nachdem es dann in Kraft getreten ist. Den "Randgruppen" kann so zu mehr Identität verholfen werden.
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15.08.2006 11:40 Uhr von TeleMaster
 
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Randgruppen: >> Den "Randgruppen" kann so zu mehr Identität verholfen werden. <<

Oder erst recht zu Randgruppen machen...


Ich persönlich finde das Gesetzt nicht in Ordnung. Sicherlich, es schützt homosexuelle und behinderte; allerdings bin ich der Meinung, jeder (Unternehmen, Vermieter etc) soll sowohl objektiv, wie auch subjektiv das Recht haben ganz individuell zu entscheiden, wer entweder im Betrieb arbeiten, oder wer in einer Mietswohnung wohnen darf.

Möchte nun auch gar nicht wissen, wieviele das neue Gesetz missbrauchen.

Szenario: Vermieter: Tut mir leid, die Wohnung ist nur für alleinstehende ältere Herren gedacht. Behinderter/zufällig Homosexueller/Ausländer: Waaaahhhh das ist Diskreminierung, ich gehe zum Richter. (mögliche andere vergleichbare Szenarien kann sich jeder selbst ausdenken)...

Kurz: Schutz istr grundsätzlich in Ordnung, aber dieses Gesetz geht in meinen Augen viel zu weit in eine falsche Richtung.
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15.08.2006 11:41 Uhr von vst
 
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mal sehen: ich finde das gesetz unnötig.

es verkompliziert so ziemlich alles.
wieso muss ich jetzt einer frau die ich nicht einstelle beweisen, dass ich sie nicht einstellte weil sie schlechter ist als ihr männliches gegenüber und nicht weil sie eine frau ist?
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15.08.2006 12:37 Uhr von Tasko
 
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Schwachsinn wie so oft Ist das auch noch so, daß man sich als Arbeitgeber neutrale Begründungen für jeden Bewerber aus einer Randgruppe aufschreiben muß, weil der bei einer Ablehnung klagen könnte? Und wahrscheinlich sind unsere Sekten immer noch außen vor und dürfen nach Lust und Laune jeden rausschmeißen oder gar nicht erst einstellen, wenn er kein Sektenmitglied (mehr) ist.
Irgendwann kommt auch mal die Klage eines "Normalen" vor Gericht. Man wird ja mittlerweile schon benachteiligt, wenn man ein "normaler" männlicher Deutscher ist.
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15.08.2006 12:52 Uhr von TeleMaster
 
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VST: >>> wieso muss ich jetzt einer frau die ich nicht einstelle beweisen, dass ich sie nicht einstellte weil sie schlechter ist als ihr männliches gegenüber und nicht weil sie eine frau ist? <<<

Das Lustige ist ja...
Selbst wenn Du sie nicht einstellen willst "weil es eine Frau ist", ist das ja schon diskriminierend. Du kannst es drehen wie Du willst, Du müsstest - insofern ich das Gesetz richtig interpretiere - auf jeden Fall einstellen. Denn Du kannst nicht sagen weil es eine Frau ist und Du lieber einen Mann möchtest; und man kann auch nicht sagen, weil sie schlechter ist als das Männliche gegenüber.

Ich sehe schon die ganzen Mietnormaden, die ein potentieller neuer Vermieter nicht abweisen darf, obwohl die alte Wohnung versifft ist, das wäre es ja diskriminierend sie nicht in die neue Wohnung zu lassen.

Man versucht hier eigentlich gutes zu tun, aber im Grunde dreht man den gesamten Spieß nur um; diesmal sind halt nicht die WIRKLICH Diskriminierten im Nachteil (zum Beispiel Homosexuelle beim Blutspenden), sondern halt alle anderen...
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15.08.2006 13:10 Uhr von Iceman05
 
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Auch wenn ichs jetzt mal etwas überspitzt darstelle. Aber wenn ich eine Firma besitze dann stell ich ein wen ich für richtig halte. Und wenn ich mir ne Blonine einstellen will nur weil sie Dicke ****** ähh... eine Attraktive Figur hat dann stell ich die ein. Da hat sich der Staat nicht einzumischen. Dann steht in der Stellenanzeige halt das jemand mit Repräsentativem Auftreten gesucht wird.
Anderherum Stelle ich auch keine Blondine mit ****** auf denen man Nüsse knacken kann als Buchhalterin ein, nur weil sie ne Frau ist, wenn der Langweile typ im Pullunder besser ist. Ich will das nicht begründen müssen.

Entschuldigt die etwas drastische Ausdrucksweise, aber ich denke das passt zum Thema und macht deutlich was ich von diesem Gesetz halte.
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15.08.2006 13:17 Uhr von la_iguana
 
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Im Nachteil sind jetzt: die andern: Die "positive Diskriminierung" der "anderen" bewirkt, dass zumindest Hinterfragt wird, und so eine Ungleichbehandlung vermieden werden kann. Ich denke nicht, dass damit z.B. Arbeitgebern eine Personalauswahl erschwert wird. Eine Abweisung muss eben nachvollziehbar sein.
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15.08.2006 14:04 Uhr von Iceman05
 
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@la_iguana: da muss ich dir Widersprechen.

Leider aus Erfahrung.

Ich bin im Öffentlichen Dienst und da gibts schon seit geraumer Zeit Regelungen die dem Antidiskriminierungsgesetz ähneln. Bei uns wurde bereits jemand eingestellt nur weil er behindert ist und nicht weil er der beste im Einstellungstest war. (Denn das war bei weitem nicht der Fall)
Wir haben inzwischen mehr "Beauftragte" für bestimmten Bevölkerungsgruppen als ein Hund Flöhe, und jeder hat bei Einstellungen ein Mitspracherecht. Dann gibts nich sogennannte "Quoten" die erfüllt werden "sollen". Und und und...

Das Antidiskriminierungsgesetz ist der erste (große) Schritt sowas auch in der freien Wirtschaft durchzusetzen. Wir können auch nicht mal eben spontan Einstellen, weil durch die ganzen Mitspracherechte ein Rattenschwanz an Verpflichtungen einhergeht und sich dadurch ein Auswahlverfahren schonmal Wochen, oder wie neulich, Monate hinziehen kann. Noch dazu wenn einer der nicht Eingestellten klagt(wozu er auch in der Wirtschaft mit dem Gesetz die Möglichkeit hätte). Folgen sind (noch) weiter explodierende Personalkosten und das der Personalchef als solcher eigentlich kaum noch die Befugniss hat nach Bedarf und Anforderung zu entscheiden.

Das ist jetzt keine Rassistisch gemeinte Aussage, sondern mehr eine im Kabarettistischem Sinne überspitzte Darstellung des Themas:
"Geh als Schwarze behinderte lesbische Frau zu einem Bewebungsgespräch und du hast den Job sicher"
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15.08.2006 14:19 Uhr von jesse_james
 
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@Iceman: Ich glaube weniger das es darum geht wer WEN einstellt, sondern darum das Menschen nicht aufgrund ihrer Persönlichkeit oder Hautfarbe oder sonstiger Nebensächlichkeiten aussortiert werden obwohl sie die Qualifikation haben.

Denn es dürfte wohl Diskriminierung sein wenn man (um es mit dem in der News genannten Beispiel zu sagen) z.B. von 2 Bewerbern der eine Homosexuell und sehr gut qualifiziert, der andere Heterosexuell und nur gut qualifiziert, denjenigen der Homosexuell ist ablehnt und den Heterosexuellen nimmt nur weil man etwas gegen homosexuell orientierte Menschen hat, obwohl dieser wesentlich besser geeignet wäre für die Stelle.

Ich hoffe mal du erkennst was ich damit sagen will.

Man kann das gleiche Schema auch auf alte und junge Bewerber beziehen.
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15.08.2006 14:43 Uhr von Iceman05
 
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@jesse_james: lustig jetzt diskutieren wir schon 2 verschiednen Foren :).

Mal zum Thema:
Du hast absolut recht. Leider ist dieses Gesetz so bescheiden angelegt das es den Umkehrschluss genauso zulässt. Jeder Personalchef wird sich dannach bewerten lassen müssen warum er den oder den Bewerber ausgewählt hat. Teilweise liegen Entscheidungen nicht nur in der Leistungsfähigkeit. Was bringt einem eine perfekte Buchhalterin wenn sie völlig Sozial Inkompetent ist und nur Unruhe in die Firma bringt? Mal angenommen 2 Bewerber die Buchhalterin von eben und ein Anderer der ein wenig schlechter ist, aber dafür einen Sozial starken Eindruck macht. Ich entscheide mich für den schlechteren weil ich davon ausgehe dass damit der Betriebfrieden gewahrt bleibt. Dann muss ich mit aber die Frage stellen lassen warum ich trotz besserer Leistung nicht die Frau genommen hab. Ein Objektiver Eindruck lässt sich nunmal nicht Messen. Die Frau hätte dann die Möglichkeit zu klagen da sie ja auf dem Papier die besseren Argumente hat.

Das ist das Problem. Es ist undurchdacht.

Ich hoffe du verstehst jetzt was ich damit sagen will ;) .
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15.08.2006 17:41 Uhr von Mr.E Nigma
 
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ich warte auf den ersten Sexualstraftäter der Klagt, weil er nicht im Kindergarten arbeiten darf !
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16.08.2006 17:54 Uhr von Mitmirnicht
 
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Raucher werden dagegen behandelt: wie Juden in den 40 Jahren,schwarze in den 50er Jahren und wie Leprakranke im alten Rom.
Tja,ist schon was schönes,so ein Antidingsbums,oder ?;)
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17.08.2006 09:25 Uhr von vst
 
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darf ich dann klagen: weil ich eine wohnung oder einen job nicht bekomme weil ich rauche?
weil mich meine nachbarin nicht heiratet weil ich rauche?
wär doch mal interessant :-)

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