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USA: Freispruch trotz nachweisbarer Schuld

Obwohl gegen den Angeklagten Jason Kyle K. genug Beweismaterial vorlag, um ihn in 13 Fällen wegen Tötungsdelikten und Trunkenheit am Steuer zu verurteilen, wurde er von Richter Ronald Eckiss auf freien Fuß gesetzt.

Der Freispruch erfolgte aufgrund der Rechtslage im Bundesstaat Illinois, die vorschreibt, dass ein Angeklagter prozessfähig zu sein hat oder die Anklage fallen zu lassen ist. Genau diese Prozessfähigkeit lag nach Meinung des Gerichts nicht vor.

Folglich verließ K. das Gerichtsgebäude als freier Mann und muss sich weder für seine Taten verantworten noch sich einer psychiatrischen Behandlung unterziehen.


WebReporter: KleinMatthias
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Schuld, Freispruch
Quelle: www.southernillinoisan.com

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.08.2006 10:55 Uhr von KleinMatthias
 
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Aha. Prozessunfähig. Aber fähig, einen Führerschein zu besitzen, ein Auto zu fahren und in 13 Fällen sturzbesoffen damit zu fahren und Menschen zu töten. Tolles "Rechts"-System...
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14.08.2006 12:02 Uhr von bac_superior
 
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Das ist ja mal wieder typisch Ami Werden normale Tötungsdelikte gar nicht mehr verfolgt? Haben die nur noch "Terroristen" -Jagt im Kopf? Manche Leute werden wegen Bagatellen und nicht nachvollziebaren Gründen verurteilt (man nehme die Familie, die Haftbar für die Höllenqualen gemacht wurde, die ein Mann durch die Nahrung, die ihm die Familie nicht bereit gestellt hat, als sie im Urlaub war und er sich nach den Einbruch in deren Haus in ihrer Garage eingeschlossen hat und sich von Katzenfutter ernähren musste).
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14.08.2006 12:17 Uhr von BILDungiswichtich
 
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Hab nur die News geklickt, um zu sehen, wann das erste "typisch Amerika"-Posting kommt. Und siehe da, gleich im Titel von Posting #1
:-D
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14.08.2006 12:29 Uhr von jesusschmidt
 
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nachricht eine ente? hoffe ich zumindest. :)
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14.08.2006 12:33 Uhr von JustMe27
 
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Was soll das mit dem Namen? erst abkürzen, dann ausschreiben... Oder war die Zeile für Abschnitt 1 voll?
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14.08.2006 12:36 Uhr von summertime
 
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bac_superior: typisch hohle Überschrift. Bist einer von vielen ;)
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14.08.2006 12:38 Uhr von necesite
 
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@bac_superior: Jagt schreibt man mit "D" am Ende.

Typisch deutscher Besserwisser und pauschalisierender Über-den-Kamm-Scherer...
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14.08.2006 12:57 Uhr von KleinMatthias
 
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@JustMe: Bei der Einlieferung habe ich den Namen des Angeklagten in beiden Fällen voll ausgeschrieben.
Der Checker hat den dann in einem Fall offenbar abgekürzt, den anderen jedoch so belassen. Das wurde scheinbar gerade vom CM korrigiert.
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14.08.2006 13:57 Uhr von Gabriel80
 
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Warum die Aufregung?: In Deutschland hätte er wegen verminderter Schuld 2 Jahre auf Bewährung bekommen und wäre auch auf freiem Fuss.
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14.08.2006 14:20 Uhr von christianwerner
 
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15 Minuten Ruhm kam gestern Nacht erst auf Pro7 und hatte das gleiche Thema. Dort allerdings wurde der Mörder für nicht zurechnungsfähig erklärt und sollte in eine psychatrische Anstalt eingeliefert werden.

Wo ist denn nun aber der Unterschied zur Prozessunfähigkeit?
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14.08.2006 15:50 Uhr von KleinMatthias
 
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@christianwerner: Der Unterschied ist:
Der Typ auf Pro7 kam in die geschlossene Psychiatrie, läuft also nicht mehr frei herum.

Der Heini aus dieser News hingegen läuft nach wie vor herum, als wäre nichts passiert. Keine Anklage, kein Knast, keine psychiatrische Behandlung. Nicht mal den Führerschein kann man ihm abnehmen (obwohl er im Suff mit seinem Auto Menschen getötet hat).

DAS ist der Unterschied.
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14.08.2006 16:14 Uhr von KillA SharK
 
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amerika-untypisch: da man nach amerikanischen Recht seine Unschuld beweisen muss, wenn genügend Indizien gegen den Angeklagten sprechen.

Motto: lieber einen Unschuldigen verurteilen,
als einen Verbrecher frei herumlaufen lassen.
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14.08.2006 16:26 Uhr von Hämorrhoidenkönig
 
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Cool: das heist, ich lass dort die Sau raushängen und benehme mich auch wie eine, sauf mich zu oder mach sonst was, damit ich nicht prozessfähig bin und dann mache, kaum bin ich aus dem gerichtsaal drausen, das gleiche nochmal
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14.08.2006 16:53 Uhr von Gregsen
 
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das hat nichts mit typisch amerika zu tun im gegenteil, die amis haben deutlich härtere gesetze als wir. So werden z.b. bei mord, vergewaltigungen und ähnlichen schweren verbrechen die haftstrafen adiert. D.h. für einen doppelmord oder, mehrfache vergewaltigung gibts bei den amis strafen wie 5x lebenslänglich.

Dieses urteil kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen. Zwar weiß ich, dass man nicht verurteilt werden kann wenn man für schuldunfähig befunden wurde (was hier in D übrigens genauso ist)
Dann wird man aber normalerweise in eine Anstalt eingewiesen... ich möchte nicht mutmaßen, aber wenn die news schon verschweigt, wofür er genau verurteilt wurde (12fache tötung kann alles möglich sein) halte ichs doch eher für ne ente oder zumindest für verschwiegene tatsachen.
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14.08.2006 17:08 Uhr von tvschaumburg
 
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Boah: Naja ich sag ja immer die Amerikaner Spinnen, nicht die Römer aber mir will ja keiner glauben :)
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14.08.2006 17:28 Uhr von ferry73
 
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das wird schon: hoffe auf ein update der news, kann mir nicht vorstellen das dieser mensch ungeschoren davonkommt.
die amis haben wirklich härtere gesetze und durch den öffentlichen druck wird es wohl zu einer erneuten anklage kommen und somit auch zu einer verurteilung.
vielleicht überhöhte geschwindigkeit?
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14.08.2006 18:22 Uhr von Henniksen
 
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Freischein zum Töten ? Hat er jetzt einen Freischein zum töten ?
Wenn er heute wieder einen Fussgänger totfährt... Wieso sollte er jetzt plötzlich prozessfähig sein ?

Naja, so ganz glauben kann ich das eher nihct, vielleicht war der Richter sein Kumpel oder so.
Wei die Gesetze dort kann man immer so drehen damit den hohen Herren ncihts passiert.
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14.08.2006 18:38 Uhr von flc.gizmo
 
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Moment mal Ich verstehe den Sinn nicht so ganz. Wenn er nicht prozessfähig ist müsste er doch gerade dann eine psychatrische Behandlung kommen oder nicht? Naja, 13 Menschen reichen wohl nicht..
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14.08.2006 18:42 Uhr von ciaoextra
 
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Freispruch: wegen Verfahrensfehler. Ist auch hier üblich.
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15.08.2006 00:24 Uhr von India.Arie
 
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Ja was heißt denn nun bitte "prozessunfähig"? Das wird nicht mal in der Quelle näher erläutert. War er zur Verhandlung auch besoffen, oder was?

Zum Thema: Ich finde dieses Urteil unfassbar. Aber ... auch wenn ich jetzt gleich wieder von USA-Fans gehauen werde ... das ist TYPISCH.
Die USA haben zwei große Probleme: eine Verfassung, die nur wenige Seiten lang ist und etliche Bundesstaaten ohne einheitliches Rechtssystem. Da sagen die Amis über sich selbst, sie wären fortschrittlich und sind in Wahrheit in vielerlei Hinsicht total veraltet und verstaubt.
Da lob ich mir doch unser deutsches Recht. Mag sein, dass es nicht perfekt ist, mag sein, dass es schwerfällig ist, aber wenigstens kommt es doch weniger als selten vor, dass etwas nicht oder dermaßen schlecht/veraltet geregelt ist.
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15.08.2006 00:34 Uhr von DemonBuster
 
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Richtiges Urteil: Absolut richtig die Entscheidung. Wenn tatsaechlich der Prozess gefuehrt wurde, als er prozessunfaehig war, ist es ganz klar, dass er einen Freispruch erhaelt. Man stelle sich vor, man zwingt einen Angeklagten, Drogen zu nehmen, und dieser kommt zum Prozess und laesst sich im Vollrausch ein falsches Gestaendnis ablocken, weil er garnicht mehr kapiert was eigentlich um ihn herum passiert.
Sowas darf auf KEINEN FALL sein! Man kann sonst ganz einfach Leute auschalten, besonders in Systemen in denen es die Todesstrafe gibt. Sowas kann JEDEM von uns passieren! Der wuetende Mob mit den Mistgabeln sollte sich lieber mal zurueckhalten und eine gewisse Objektivitaet bewahren.
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15.08.2006 02:33 Uhr von Borgir
 
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AMerika halt: mehr kann und will man dazu echt nicht sagen. Wegen klauen 20 Jahre, wegen Mordes freispruch... ts ts ts
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15.08.2006 07:19 Uhr von supermeier
 
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Prozessunfähig: heißt z.B., Krebs im Endstadium und auf der Trage am Tropf in den Gerichtssaal geschoben werden. Dann würde auch in D der Prozess abgebrochen.
Gleiches Prinzip gilt auch für Haftunfähigkeit, d.h. selbst wenn verurteilt aber Haftunfähig = Freiheit.
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15.08.2006 13:09 Uhr von KleinMatthias
 
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Mehr Info gibt es hier:

http://www.wbbm780.com/...

Da steht beispielsweise, dass er unter Alkoholeinfluss einen Verkehrsunfall verursacht und dabei 5 Menschen getötet hat.

Auch steht dort, dass, solange ein Berufungsverfahren das Urteil nicht revidiert, der Angeklagte bis zu seinem Lebensende von allen Anklagepunkten befreit ist. Sprich: er kann nie wieder dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Er ist frei, als wäre nichts passiert.

Die Familien der Opfer legen nun Berufung ein.

Und dann noch der Grund für die Freilassung: "Eckiss explained that though there was enough evidence to find King guilty, the man´s brain-damaged condition and the apparent lack of possible treatment forced him to release King." -> Hirnschaden beim Angeklagten.
Wieso er aber offenbar nicht hirngeschädigt genug ist, um Auto zu fahren und sich zu zu saufen steht da leider nicht.

Lustig ist auch, dass er NACH dem Unfall noch für fähig befunden wurde, sich selbst in seinem Scheidungsfalle zu vertreten. Sprich: er war "fit for trial" während seiner Scheidung, ein paar Wochen später jedoch "unfit". Das versteh mal einer...

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