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Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU und SPD wollen keinen Wahl-O-Mat

Anders als bei vorhergegangenen Wahlen wird es für die kommende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern keinen "Wahl-O-Mat" im Internet geben.

Ursache: SPD und Union verständigten sich untereinander darauf, die Fragen der Bundeszentrale für politische Bildung nicht zu beantworten. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass Fragen zu unprofessionell gestellt wurden.

Politiker der anderen Parteien zeigten sich empört und erklärten, CDU und SPD hätten Angst vor der Offenlegung ihrer Programme, da sich diese inhaltlich nicht unterschieden.


WebReporter: M:H:S
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, CDU, Wahl, Landtag, Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahl
Quelle: www.heise.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2006 23:32 Uhr von P. Panzer
 
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da ist was Faul! "Begründet wurde dieser Schritt damit, dass Fragen zu unprofessionell gestellt wurden."

Dann lasst euch die Fragen professionell stellen!

"Politiker der anderen Parteien zeigten sich empört und erklärten, CDU und SPD hätten Angst vor der Offenlegung ihrer Programme, da sich diese inhaltlich nicht unterschieden."

Da könnte in der Ttat was dran sein!
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09.08.2006 23:53 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Faul? Nein. Es wird wohl eher so sein, dass deren Änderungen die die machen wollen den meisten Bundesbürgern mißfällt und dadurch die anderen Parteien mehr "Prozente" bekommen!
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10.08.2006 02:45 Uhr von Dr.G0nz0
 
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ich nehme doch an, dass beide parteien jeweils über ein programm verfügen. und diese sind ja wohl bestimmt auch einsehbar. warum also müssen fragen beantwortet werden, wenn man alles nachlesen kann. da kann sich die bundeszentrablabla doch wohl hinsetzen und das einfach nachlesen.

der wahlomat ist ne gute sache und wichtig grade für jugendliche und andere die zu faul sind sich mit programmen auseinanderzusetzen.
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10.08.2006 11:38 Uhr von zenon
 
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zu unprofessionell bedeutet in dem Zug wahrscheinlich, daß die Parteien gezwungen wären zu lügen um doch noch gewählt zu werden....
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10.08.2006 11:59 Uhr von Tyfoon
 
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Das ich nicht lache dieser "Wahl-O-Mat" ist doch das Allerletzte und ich kann echt nicht glauben dass es Menschen gibt, die vom Ergebnis dessen ihr Wahlergebnis abhängig machen.
Aber scheinbar ist es wirklich so, wenn man nicht weiß was man wählen soll wählt man die Partei die einem den Himmel am blauesten darstellt.
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10.08.2006 17:12 Uhr von Wahlomatist
 
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Um für eine Klarstellung zu sorgen: Ich bin Mitglied der "Jungredaktion" und ich muss sagen, dass einige Kommentare mehr als unfair formuliert wurden.
Dass SPD und CDU sich beschweren, dass die Fragen zu unprofessionell gestellt seien, liegt nur daran, dass wir sie mit Absicht unprofessionell gestellt haben.
Der Wahl-O-Mat ist vor allem für Jugendliche und für Erstwähler gedacht. Und da es der Regelfall ist, dass nicht jeder Jugendliche eine elitäre Ausbildung genießt(und somit auch mit dem "Fachkauderwelsch" der Wahglprogramme nichts anfangen kann), haben wir versucht die Fragen so einfach, aber nicht so allgemein wie möglich zu stellen. Und die Wahl-O-Mate der letzten Wahlen haben ein gutes Echo wiedergegeben.
Würden wir einfach aus den Programmen zitieren, bräuchten sich BPB und LPB-MV nicht die Mühe machen, ein solches Vorhaben aus dem Boden zu stampfen. Sie bräuchten dann nur auf die expliziten Wahlprogramme verweisen.
Und das die beiden Parteien sich an einer "unprofessionalität" stören zeigt eigentlich nur, wie unflexibel sie sich darstellen(wollen)
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11.08.2006 11:10 Uhr von «azero»
 
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Ach Dr.G0nz0, würdest du deinem Titel gerecht werden, wärst du allein darauf gestoßen, warum die BPB explizit (annähernd) geschlossene Fragen stellt. ;)

Du willst ein Beispiel?
Abstrakt: Die Handlungen der Partei stehen zum Teil in erheblicher Dissonanz zu ihren Programmen. Da Wahlbetrug nicht strafbar ist, handelt es sich hier nicht um einen Betrug, wohl aber um eine vorsätzliche Irreführung zum Zwecke der parteilichen Vorteilsnahme.

Speziell: Im Programm der SPD findest du ein eindeutiges Bekenntnis zum Sozialismus und zu sozialer Gerechtigkeit. In den Entscheidungen der Partei wird dieses jedoch nicht transparent.

Die entstehenden Differenzen KÖNNEN NUR die Parteien selbst - und hier am einfachsten durch "Farbbekenntnis" - erklären. Doch genau davor drücken sie sich. Und das nicht erst seit gestern. ;) Hätten sie also nur die Fragestellung zu beanstanden, wäre mittlerweile mehr als ein Jahr Zeit gewesen, diesem Mangel abzuhelfen. Anscheinend versagen die "Volksparteien" aber sogar dabei, sich selbst dem Volk, das zu vertreten sie vorgeben, nahe zu bringen:

"So sollen für einige Thesen die hinterlegten Standpunkte der fünf teilnehmenden Parteien und Gruppierungen teilweise nicht mit den offiziellen Aussagen in den jeweiligen Wahlprogrammen übereinstimmen -- was den Politikern allerdings recht spät auffällt, schließlich ist der Wahl-O-Mat schon seit Wochen im Einsatz; zudem wurden die einzelnen Standpunkte von den Parteien selbst autorisiert."
http://www.heise.de/...

Noch drolliger wird´s, betrachten wir den Bastrock-und-Birkenstock-Verein:

"Eine Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen bemängelte gegenüber heise online, die Fragen seien teilweise unklar oder zu kompakt formuliert gewesen. So setze man sich beispielsweise zwar generell für ein Tempolimit auf Autobahnen ein, dies heiße aber nicht, dass auf allen Autobahnen dasselbe Limit gelten solle. Deshalb habe man die These zum Tempolimit auf Autobahnen nicht mit "ja", sondern neutral beantwortet und den differenzierten Standpunkt im Kommentar zu der Frage hinterlassen."
http://www.heise.de/...

Und richtig verlogen wird´s dann hier --- jedenfalls, wenn man bedenkt, dass zwischenzeitlich nahezu EIN GANZES JAHR vergangen ist.

"Für die nächste Wahl wünsche man sich, dass die für die Konzeption des Wahl-O-Mat verantwortliche Redaktion die Thesen gemeinsam mit den Parteien ausformuliere, um eine klarere Situation für Parteien und Wähler zu schaffen. Mit der kurzen Vorbereitungszeit vor der diesjährigen Wahl seien alle politischen Organe unter extremen Zeitdruck gewesen. Dennoch begrüße man den Wahl-O-Mat als Entscheidungshilfe für Wähler."
http://www.heise.de/...
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12.08.2006 04:19 Uhr von milesmoeller
 
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Wahl-O-Mat: Also prinzipiell finde ich den Wahl-O-Mat ganz gut, allerdings muss ich den beiden Parteien teilweise Recht geben!

Die bisher gestellten Fragen, lassen keine echte Aussage zu, was man wählen "sollte"!

Ich hatte häufiger den Fall, dass man gerade durch die "Egal"-Antworten, das Ergebnis komplett kippen kann...

Beantwortet man Frage X so, kommt das raus, wenn man die Frage anders beantwortet, kommt ein ganz anderes Ergebnis bei raus....

Und das kann so nicht ganz richtig sein, da eine einzige Frage nicht so stark gewichtet sein darf, gerade wenn Fragen mit "Egal" beantwortet werden...

Wie gesagt: Die Idee prinzipiell finde ich nicht schlecht! An der Umsetzung sollte allerdings noch ein wenig gearbeitet werden, damit die Ergebnisse realitätsnaher werden!

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