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Verpönt, unberechenbar aber "absolut treu": Bert Brecht starb vor 50 Jahren

Boykottiert, beschimpft, geschmäht, geliebt. Am 14. August jährt sich zum fünfzigsten Mal der Todestag des Schriftstellers, Theatermachers und weltweit aufgeführten und diskutierten Dramatikers Bert Brecht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg produzierte der oft doppelbödige Dichter im eigenen Schiffbauerdamm-Theater sein "Material", das ihn für die einen zum Papst der Linken machte, andere verpönten ihn als DDR-Schriftsteller.

Brecht schätzte sich selbst als nicht berechenbar ein: "In mir habt ihr einen, auf den könnt ihr nicht bauen", so er über sich. Für die Schauspielerin und Brechts Ehefrau, Helene Weigel, war ihr Mann absolut treu - aber "zu vielen".


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jahr
Quelle: www.mittelbayerische.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.08.2006 13:15 Uhr von la_iguana
 
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Brecht hat seine Lebensform und seine Haltung nicht als alleinige Wahrheit gesehen. Er schuf im Dialog mit anderen. Wenn ich das jetzt lese könnte doch grad wieder die Diskussion um „Kunst und Ideologie“ neu aufgemacht werden.
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09.08.2006 14:00 Uhr von Cenor_de
 
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Ich muss leider zugeben: daß mir Brecht heute nur noch wenig sagt. Habe die Lyrik aber in jungen Jahren sehr gern gelesen.
Einige der Thaterstücke sind natürlich grossartig.
(ich hab mir in den letzten Jahren 3GO und Mahagoni nochmal gegeben und überlege ob es lohnt Campino als MM zu sehen.)
Was ich niemals mochte sind die unseligen Geschichten von Hern Keuner. Konfuzius im Stalinismus zu suchen, scheint mir nach wie vor abwegig ;)

Meine Werkausgabe steht immer noch im Regal wurde aber seit Jahrzehnten nur noch beim Umzug herausgenommen.
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09.08.2006 14:30 Uhr von la_iguana
 
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@cenor_de: Yep, bei mir stehen die Bände auch im Schrank... Vielleicht nehmen sie sich später wieder mal meine kids vor. "In" ist brecht derzeit nicht - oder müsste neu entdeckt werden (Immerhin sind doch aber kriege noch "in" - gerade wenn ich an "Mutter Courage und ihre Kinder" denke). Heutzutage ist der Klassenkampf aus der so Literatur ziemlich verschwunden.
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09.08.2006 19:14 Uhr von jesusschmidt
 
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resolution der kommunarden: finde ich klasse. besonders in der version von 3. wahl. :)
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09.08.2006 21:39 Uhr von johagle
 
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immer noch aktuell Blut und Dreck in Wahlverwandtschaft
Zog das durch die deutsche Landschaft
Rülpste, kotzte, stank und schrie:
Freiheit und Democracy!

(der anachronistische Zug)

"Die Armen sind auf Gerechtigkeit angewiesen, die Reichen auf Ungerechtigkeit."


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