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Kunsthistoriker bezeichnet Breker-Ausstellung als eine "verbrämte Apologie"

Die umstrittene Ausstellung der Werke des Lieblingsbildhauers von Hitler, Arno Breker (ssn berichtete), bringt das Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin bis in die Titelzeilen der New York Times. Die Organisatoren sind über diesen Effekt nicht unglücklich.

Trotz der Kritik an der angreifbaren Präsentation des Lebenswerks Brekers - der Kunsthistoriker Christoph Zuschlag spricht von einer Verteidigung, einer "verbrämten Apologie" des Künstlers - wird sie nicht geschlossen werden.

Für Schwerins Kulturdezernenten ist es ein Erfolg, dass die Diskussion über das Spannungsfeld zwischen Kunst und Ideologie angestoßen wurde. Breker hatte nach einem Bericht des "Stern" seine Beziehungen zu Rechtsextremen auch im Alter aufrecht erhalten.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Ausstellung, Kunst
Quelle: www.stern.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2006 02:48 Uhr von la_iguana
 
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Die Diskussion kam auch bei ssn recht heftig in Gang. Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Ausstellung erst dann eine Daseinsberechtigung hat, wenn sie umfassend informiert. Und leistet sie eben leider nicht.
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08.08.2006 10:09 Uhr von Griesgram_DU
 
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ich bin der Meinung: das Kunst Politik und Geschichtslos ist,nur weil ein Machwerk von einem vermeindlichen "Nazisympathiesant" ist ,ist die Kunst doch nicht schlecht . Die Auto´bahnen die von der NSDAP gebaut worden sind reißt man ja auch nicht ab.
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08.08.2006 11:15 Uhr von Iceman05
 
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Wenn man jeden Künstler: nach seinen Politischen Ansichten beurteilt und anhand dessen festlegt ob er Ausgestellt werden darf oder nicht, dann wären viele Museen ziemlich leer. Kunst sollte jeder Mensch für sich beurteilen.
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08.08.2006 12:05 Uhr von la_iguana
 
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Nicht alle Besucher: sind so fit um Kunst für sich beurteilen zu können. Wie im Artikel auch geschrieben, können zum Beispiel Schüler, die lernen wollen, einen falsches Bild mit nach Hause nehmen. Das gilt wahrscheinlich nicht nur für Schülerinnen und Schüler.
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08.08.2006 12:46 Uhr von Iceman05
 
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Nichts desto trotz halte ich es für falsch etwas zu verbieten nur weil der Künstler vielleicht die falsche politische Einstellung hatte. Ich will nicht soweit gehen und von Zensur reden, aber ich halte es für bedenklich wenn Menschen bestimmtes wissen vorenthalten wird. Denn Unwissenheit ist oft der Ursprung für eine bestimmte Weltanschauung.
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09.08.2006 22:51 Uhr von ankinick
 
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aber @ iceman05: Man sollte schon auch alle wichtigen Hintergründe in einer solchen Austellung erfahren. Das ist schon auch ein Anspruch an Kunst und vorallem an seine "Darbietung".

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