08.08.06 09:29 Uhr
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LKW-Mautsystem ist auch für PKW-Vignetten geeignet

Nach Auffassung der CSU lässt sich das von Toll Collect entwickelte Mautsystem für LKW mit einer Änderung der Software auch für die Ausgabe von PKW-Vignetten verwenden. Die Einbuchungsautomaten müssten nur entsprechend umgerüstet werden.

Toll Collect kommentiert den Vorschlag nicht und verweist darauf, dass der Verkehrsminister gegen die Einführung einer PKW-Maut sei. Auch der ADAC hält nichts von der PKW-Maut und schlägt eine autonome Straßen-Finanzierungsgesellschaft vor.

Da eine Vignette nur 3 Milliarden einbringe, die zum Ausgleich dafür vorgeschlagenen Senkung der Mineralölsteuer den Staat aber bis zu 10 Milliarden koste, sollten besser LKW-Maut und Mineralölsteuer in die neue Finanzierungsgesellschaft fließen.


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WebReporter: mercator
Rubrik:   Politik
Schlagworte: LKW, PKW, Vignette
Quelle: de.internet.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2006 01:16 Uhr von mercator
 
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Es war klar, dass das nach mühsamem Start jetzt recht erfolgreiche Toll Collect-System Begehrlichkeiten wecken würde. Noch wiegelt die Bundesregierung ab, aber die Frage ist, wie lange die Bearbeiter des "Sanierungsfalls" Deutschland noch auf eine PKW-Maut ohne Kompensation verzichten können und wollen.
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08.08.2006 09:50 Uhr von Lonni
 
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@ Autor: Richtige Meinung!

Wer hat denn im Ernst gedacht, dass die Anlagen nur für LKW`s entwickelt worden.
;)
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08.08.2006 09:51 Uhr von _BigFun_
 
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finde es nicht falsch das auch PKW Maut zahlen sollen - NUR - dann müßte auch mal was sinnvolles mit dem Geld gemacht werden.
Die zustände auf Deutschen Straßen sind ja stellenweise unter aller Sau - würden da die Gelder reingesteckt werden - OK - aber nicht um den maroden Staathaushalt zu sanieren.
Übrigends - könnten dann auch endlich mal Franzosen - Schweizer - usw zur Kasse gebeten werden - die Knöpfen uns ja auch ganz schön was ab.
Das die an der Mineralölsteuer was drehen, da glaub ich nicht dran - eher wird der Papst papa.
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08.08.2006 09:54 Uhr von asmodai
 
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Melkkuh Autofahrer: Neulich sprach ich mit einem Kanadier, der gar nicht fassen konnte, dass wir erst beim Kauf eines Kraftfahrzeugs Mehrwertsteuer, dann Kraftfahrzeugsteuer und schließlich auch noch Mineralölsteuer zahlen. Er meinte kopfschüttelnd, uns sei wohl nicht zu helfen, wenn wir das mit uns machen lassen. Er hat Recht. Gegen eine PKW-Vignette wäre ja nichts einzuwenden, aber nur wenn damit gleichzeitig die Kraftfahrzeugsteuer und die Mineralölsteuer wegfallen würde..
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08.08.2006 10:08 Uhr von Lonni
 
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Was hier: schief läuft ist vor allem die Abzockerei derer, die auf Ihr Auto angewiesen sind. Damit meine ich nicht die Jugendlichen, die Stundenland mit lauter Musik um den Block fahren oder die Rentner, die ein Stück Butter von 20km weit weg holen, obwohl wir 4 Supermärkte in der Stadt haben. Auch Kleinunternehmen ist das nicht mehr zuzumuten. Sie müssen halt alle Kosten weiter geben und die Zeche zahlt der Endverbraucher. (wenn er noch dazu bereit ist).

Und damit wird die Wirtschaft gegen die Wand gefahren. Ich kann jeden der seinen Firmensitz ins Ausland verlagert verstehen.
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08.08.2006 10:38 Uhr von jens3001
 
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Wie wäre es die PKW-Vignette wie in Österreich einzuführen?

Allerdings müssten deutsche Autofahrer dann bevorteilt werden (z.B. geringere oder keine Mineralösteuer, geringere oder keine KFZ-Steuer, etc.).
Ausländische Autofahrer müssten dann analog zu den Vorbildern in Österreich (hätte nie gedacht das ich Austria mal als "Vorbild" bezeichne *g*) mehr blechen um auf deutschen Autobahnen zu fahren.
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08.08.2006 11:11 Uhr von Ophiuchus
 
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@jens: "...Allerdings müssten deutsche Autofahrer dann bevorteilt werden (z.B. geringere oder keine Mineralösteuer, geringere oder keine KFZ-Steuer, etc.)."

Gute Idee.. ich fürchte nur, genau das wird die EU auf keinen Fall zulassen.
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08.08.2006 12:40 Uhr von jens3001
 
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@ophiuchus: Warum nicht? In Österreich läuft das doch schon so (ähnlich).

Aber stimmt schon.
1. Wäre das System viel zu einfach umzusetzen (siehe Toll-Collect.. es muss ja immer was technisch hochentwickeltes sein)
2. Würde man ja so den dt. Autofahrer nicht mehr so stark zur Ader lassen können.
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08.08.2006 13:46 Uhr von Cpt.Proton
 
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Fakt ist: eine Autobahnmaut muß her. Kann nicht angehen, daß ausländische Autobahnbenutzer nix für die Benutzung der Straßen eines Transitlandes zahlen müssen.

Dabei finde ich eine nutzungsabhängige Maut besser als eine Flatrate... also besser Toll Collect als Vignette.
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08.08.2006 15:28 Uhr von Pitbullowner576
 
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"Es war klar, dass das nach mühsamem Start jetzt recht erfolgreiche Toll Collect-System Begehrlichkeiten wecken würde"

selten so gelacht, das system ist ungefähr so zuverlässig wie ein LG brenner, garnicht...

mehrere teste (u.a. von SternTV) haben gezeigt das das system garnicht funktioniert, die haben dick auf nen LKW "Mautpreller" geschrieben und sind mehrmals quer durch deutschland, es kam keine rechnung, keine strafe, kein garnichts.. auf ne anfrage hin wurd denen mit ner Klage gedroht..

da ist ne Windows 95 Alpha version zuverlässiger
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08.08.2006 17:22 Uhr von eros007
 
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Ophiuchus: "Gute Idee.. ich fürchte nur, genau das wird die EU auf keinen Fall zulassen."

Warum nicht? Wenn wir die Kfz-Steuer abschaffen, kann die EU gar nichts machen. Schließlich ist das nur unser Geld und einen Rechtsanspruch auf eine solche Steuer hat die EU (noch) nicht. Wenn wir die Mineralölsteuern senken, hat die EU auch nichts dagegen. Die hat nur was dagegen, wenn etwa Deutsche zu anderen Preisen tanken können als Ausländer, also wenn Inländer anders behandelt werden als EU-Ausländer. Das machen zwar Österreicher immer wieder (Stichwort: Medizinstudenten), aber dafür werden sie auch immer wieder abgestraft, sodass sie sich neue Maßnahmen ersinnen.

Auch ich bin für Einführung einer streckenbezogenen Maut, und falls ja, dann nur mit dem Toll-Collect-System. Wir haben Milliarden an Steuergeldern bezahlt, damit das System erforscht und halbwegs praxistauglich gemacht wird. Wer dann als Alternative ein anderes Verfahren (das italienische beispielsweise) vorschlägt, schneidet sich nur ins eigene Bein. Das wäre wie beim Transrapid. Erst teuer entwickeln, und wenn das Gerät dann praxistauglich und ziemlich konkurrenzfähig ist (der Transrapid ist von den Baulichkeiten nicht teurer als eine 300 km/h-ICE-Strecke, fährt aber 500 km/h), dann verwerfen wir es, weil es doch nicht die eierlegende Wollmilchsau ist, sondern nur ein Produkt, von Menschen geschaffen.

Eigentlich erstaunlich, dass es überhaupt noch so viele innovative Ideen in Deutschland gibt (bei Patentanmeldungen/Einwohner liegen wir unter den besten 3 Ländern der Welt, glaube ich). Aber wir tun ja unser Bestes, damit es nicht so bleibt. Verscheuchen unsere besten Leute, kürzen an der Forschung und hassen ausgereifte Produkte aus unserem Land, weil sie zwar besser sind als das Bisherige, aber nicht gut genug. In den meisten Fällen handelt es sich bei den Kritikern um Leute, die von der Materie nicht so viel Ahnung haben...

Kein Wunder, dass die Löhne seit Jahren nicht steigen. Wie auch, wenn wir Jahr für Jahr an Innovationsfähigkeit einbüßen durch Fehlverhaltungen und/oder fehlende Investitionen?

Meinen Kindern werde ich mal von einem Land erzählen können, das reich war, aber nicht wusste, worauf der Reichtum begründet war. Damit stürzte es sich in einen ruinösen Wettbewerb mit "Billiglohnländern". Gepaart mit Fehlentscheidungen der Führungskräfte kam es dann zum Absturz. Wahrscheinlich wird mein Kind dann fragen, warum die Leute ihren Fehler nicht bemerkt haben. Darauf wüsste ich heute noch keine Antwort.

P.S. Natürlich gibt es Verbesserungsmöglichkeiten bei Toll-Collect. Aber das System ist innovativ und hat gute Chancen. Auch wenn es hier um´s Geldeintreiben geht. Auch das will gelernt sein. Immer noch besser, als selbst das nicht zu beherrschen.
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14.08.2006 13:38 Uhr von dickerdelfin
 
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Ja, der ADAC Vorschlag: ist gut. Bei einer Finanzierungsgesellschaft, wo
auch die Mineralölsteuer einbezogen wuerde,
wuerde endlich mal die Dimensionen der gegenwärtigen Autofahrerabzocke transparent !
Und dann kann man mal darüber diskutieren, was
aus einer Steuer, die nur Autofahrer blechen, so
alles für Haushaltszwecke, welche eigentlich von allen bezahlt werden müßten, abgezweigt wird !!
Dieses Argument der Mautwoller, daß nur Straßenbenutzer Straßen zahlen sollen, zieht erst dann, wenn Autofahrer im Gegenzug von allgemeinen Aufgaben, die aus der Mineralölsteuer
finanziert werden, entlastet werden. Denn über die Mineralölsteuer wird viel mehr Geld eingenommen,
als die Straßeninfrastruktur kostet.
@eros007
selten so viel müll gelesen,
ein abkassiersystem als innovativ zu bezeichnen.
fakt ist, autofahren ist hierzulande durch politische fehlentwicklungen schon jetzt zu teuer. Und Leute,
die kein Auto fahren, sollten mal den Mund halten, weil die Autofahrer durch ihre Steuern, vor allem Mineralöl/Ökosteuern, viel mehr zahlen, als die Straßeninfrastruktur kostet. Das müßten die
Nichtautofahrer sonst nämlich durch höhere Steuern auf irgend was anderes bezahlen.
Wer hierzulande kein Auto hat, kann finanziell gesehen nur ins Fäustchen lachen und hat in Bezug auf viele andere schöne Dinge eine viel höhere Kaufkraft. Wenn man nur mal Kommunikationskosten und Mobilitätskosten
vergleicht.
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14.08.2006 15:22 Uhr von eros007
 
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dickerdelfin: "fakt ist, autofahren ist hierzulande durch politische fehlentwicklungen schon jetzt zu teuer."

Du weißt, dass dich ein Blick auf die Straße jederzeit vom Gegenteil überzeugen könnte? Wie viele unnütze Fahrten in Deutschland gefahren werden? Wie oft es vorkommt, dass zwei Leute aus der gleichen Wohnsiedlung zum selben Arbeitsplatz mit zwei Autos fahren, nur weil der eine 20 Minuten später anfängt zu arbeiten? Schau mal auf die Straße und mach eine Statistik, wie viele Leute in den Fahrzeugen sitzen. Ich hab so was mal an einer Bundesstraße gemacht. Heraus kam, dass in 75% der Fahrzeugen nur eine Person saß und in knapp 20% der Fahrzeugen zwei. Der Großteil davon Berufsverkehr (jedenfalls nach den Kleidern der Leute zu urteilen). Erzähl mir bitte nicht, jede dieser Fahrten wäre so zwingend nötig!

Ich sehe jedenfalls viel Einsparpotential. Wenn ich mir den Verkehr wünschen könnte, würde ich eine folgende Zusammensetzung der Autos bevorzugen: 30% Alleinfahrer, 35% zwei Leute, 20 % drei Leute und die restlichen 15% mit vier oder mehr (hängt natürlich von der Strecke und der Tageszeit ab). Von all den Fahrten, die sich auf öffentliche Verkehrsmittel verlagern ließen (weil diese "günstiger" wären, weniger Platz brauchten und eigentlich auch zeitlich nicht schlechter) oder gar überflüssigen Fahrten, will ich erst gar nicht reden.

Ja, ich besitze kein Auto. Aber ich fahre ja trotzdem mit Verkehrsmitteln. Zahle ich mit öffentlichen Verkehrsmittel (Bussen beispielsweise) nicht just dieselben Mineralöl- und Ökosteuer? Kläre mich auf, wenn ich falsch liege!

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Autofahrer mit der Mineralöl- und Ökosteuer mehr zahlen als das Streckensystem (außerdem werden darüber auch Güter transportiert). Aber der Unterschied ist keineswegs so groß. Dass Polizeikosten auch mit reinfallen, müsste man ebenso berücksichtigen.

Unter dem Strich können so schon 5 oder 10 Milliarden Euro rauskommen, die mobile Leute (nicht nur Autofahrer) über die genannten Steuern in den allgemeinen Topf einzahlen. Man könnte sich also überlegen, ob man sie nicht um diesen Betrag entlastet. Bei genauerer Überlegung stoße ich immer wieder auf einen Punkt: Der Verkehr ist sehr unregelmäßig. So gibt es Gegenden, wo die Straßen leer sind und nur sporadisch befahren werden, während in den Ballungszentren gerade in Zeiten mit Berufsverkehr gar nichts mehr geht. Deshalb drängt es sich für mich geradezu auf, strecken- und zeitabhängige Straßenbenutzungsgebühren einzuführen. Einerseits wegen der ermöglichten Steuerbarkeit des Verkehrsflusses ohne Staus (wovon schließlich auch die Autofahrer profitieren), andererseits weil so eine gewisse Reduktion stattfinden kann. Auf dem Land, wo man ohne Auto kaum leben kann, zahlt man nichts für die Benutzung der Straßen (nur eine mäßige Mineralölsteuer, auf dem Niveau des billigsten Nachbarlandes), während in Ballungsräumen während der Rush-Hour entsprechend viel gezahlt wird. Somit erfolgt eine Verlagerung von viel gefahrenen Strecken zu wenig gefahrenen Strecken, genau so, wie es sich für ein soziales Land wie das unsere gehört. Eine Querfinanzierung von Bahnstrecken und U-Bahnen könnte überlegt werden, ist mir aber nicht so wichtig. Warum eine solche? Wir haben immer stärker mit Platzproblemen zu kämpfen, und U-Bahnen und Züge brauchen nun einmal deutlich weniger Platz als Autobahnen (pro beförderter Person). In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland müsste man auch solche Maßnahmen unterstützen, die Platz sparen.

Und ja, ich erfreue mich an der höheren Kaufkraft. Wozu soll ich so dumm sein und mir ein Auto zulegen, wenn es ohne doch so viel billiger ist und es sich daher besser lebt? Ich schätze mal, dass mindestens 80% der Deutschen für die Fahrt zur Arbeit nicht auf ihr Auto angewiesen sind. Alle die könnten sparen (zum in-den-Urlaub-fahren ist es nämlich billiger, in einem Car-Sharing zu sein oder sich sein Auto gleich zu mieten). Niemand zwingt dich, mit dem Auto den Staatshaushalt zu sanieren. Verkauf deins doch einfach!

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