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Studentin kopiert ihre Arbeit aus dem Internet: 50.000 Euro Strafe?

Die Universität Münster muss in den nächsten Tagen entscheiden, was mit einer Studentin geschehen soll, deren Magisterarbeit sich aus lauter Kopien aus dem Internet zusammensetzt.

Entweder soll ein Ordnungsgeld von 50.000 Euro verhängt werden oder die junge Frau soll exmatrikuliert werden.

Das Kopieren aus dem Netz wird für die Universitäten zu einem immer größeren Problem. 60 Prozent der Studenten in Münster haben zugegeben, sich schon im Internet bedient zu haben, 20 Prozent haben sogar längere Passagen übernommen.


WebReporter: mercator
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Internet, Arbeit, Strafe, Student
Quelle: de.internet.com
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.08.2006 00:50 Uhr von mercator
 
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Das ist jetzt Wasser auf die Mühlen der Raubkopierer-Fraktion - endlich haben sie ein Argument dafür, dass in Deutschland kaum etwas schlimmer bestraft wird als das Kopieren... Aber ich halte die Strafen auch für unverhältnismäßig hoch: Eine 6 für die Arbeit mit nur einer Möglichkeit, sie zu wiederholen, müsste es auch tun. 50.000 kann eine Studentin nicht aufbringen, und der Rauswurf aus der Uni macht ihr einen Einstieg ins Berufsleben ungeheuer schwer.
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08.08.2006 09:29 Uhr von Runeblade
 
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@autor das eine hat doch mit dem anderen überhaupt nix zu tun. Raubkopien in "unserem" Sinne sind Kopien von künstlerischen Werten wie Computerspielen / Musik / Filmen oder Ähnlichem... Diese Dame hat sich jedoch nichts "raub"-kopiert, da diese Daten wohl öffentlich im Netz verfügbar waren. Wohl auch zum Gebrauch eben zur Verfügung standen. Dieses Material ungeändert oder nur leicht abgeändert in seine eigene Magisterarbeit einzusetzen, ist das einzige verwerfbare. Denn im Endeffekt nutzt jeder einen geistigen Fundus aus verschiedenen Quellen des Wissens wie dem Internet / Fernsehen / Lehrbüchern um an Informationen zu kommen, die er/sie dann als Material für seine eigenen Arbeiten hernimmt. Mit Raubkopien hat das überhaupt nichts zu tun.
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08.08.2006 09:42 Uhr von Lostscout
 
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Der Unterschied wenn ich Passagen von anderen Autoren übernehme ist, dass ich dies dem Leser kenntlich mache und mich somit nicht mit fremden Federn schmücke!
Es ist ja nicht verboten wenn es zur Verdeutlichung eigener Gedankengänge u.ä. gilt.

Die Frau hat betrogen.
Sie hat eine gefälschte Magisterarbeit (Dokument) eingereicht und versucht sich somit einen Titel/Magister zu erwerben.

Ich halte die Strafe Exmatrikulation für angemessen, dass Sie jetzt Probleme hat Ihren Lebenslauf zu erklären ist Ihr Problem und darüber hätte Sie sich früher gedanken machen müssen.
Stimmt ja, macht Sie ja nicht sondern sie übernimmt die Gedanken anderer!
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08.08.2006 15:10 Uhr von inselaffe
 
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nur gerecht! ich kann mich dem Teil meines Vorredners nur anschliessen das sie sich das hätte früher überlegen müssen!

Ich bin dafür das jeder der so vorsätzlich bescheisst, erstmal für mindestens 5 Jahre von der Uni fliegt jedoch gleichzeitig weiter Studiengebühren bezahlen muss. Danach darf er / sie es dann nochmal probieren.
Weiterhin bin ich dafür das das Foto jedes/jeder Cheaters auf dem Campus mit Namen ausgehängt wird!

Die Leute versuchen sich ja nicht nur durchzuschummeln, die betrügen ganz offensichtlich und kassieren die Loorbeeren anderer.
Schlimmer noch - sie senken das Ansehen der Uni bzw. deren Absolventen. Wenn irgendeine(r) der/die nix drauf hat sich durchmogelt und mit ner 2 da rausgeht und in die Industrie geht wird da logischerweise nach Leistung eingestuft. Da das so ne Niete ist werden die anderen, die auch mit 2 da rausgehen, in eine gleiche Qualitätsklasse gesteckt. Vor allem wenn sich so was häuft ist der gute Ruf einer Uni schnell da hin ("Wie, so einer hat da ne 2 bekommen? Was machen die denn heute noch an der Uni?")

Ich gebe offen zu das ich da Hardliner bin aber wenn ich sehe wieviel beschissen wird (grad bei in englischen Unis sind die Chinesen da Kandidat Nr 1) kommt mir der kalte Hass hoch.
Wer nix drauf hat soll auch nix bekommen und ehrlichgesagt find ich die 50.000 Euro auch nicht daneben. Strafe muss sein. Einmal ein Exempel statuiert - auch wenn es für die Betroffene hart sein mag - wirkt für die nächsten 5 Studigenerationen nach.

So und jetzt steinigt mich dafür!
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09.08.2006 22:31 Uhr von identitaet
 
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Völlig gerechtfertigt - mehr als nur kopiert: Das hat mit Raubkopieren nur marginal zu tun. Beim Raubkopieren werden lediglich die Verfasser von Originalen geschädigt. Hier geht es zusätzlich um die Verletzung von wissenschaftlichen Prinzipien. Wer abschreibt, hat damit bewiesen, dass er nicht kapiert hat, worum es an einer Uni geht - nämlich Wissen zu vermehren - und nicht Texte zu vervielfältigen. Dafür gibt es nämlich Druckereien, Tauschbörsen, das Internet usw... solche Leute haben m.E. an der Uni nichts zu suchen.

Außerdem hat die Dame eine auf der ersten Seite ihrer Magisterarbeit eine eidesstattliche Erklärung unterschrieben, in der sie versichert, dass die Arbeit ohne unerlaubte Hilfen erstellt wurde (gehört vor jede Magisterarbeit - sonst wird sie nicht angenommen). Es sieht also zu Recht schlecht für sie aus.

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