07.08.06 15:29 Uhr
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Krankenkassen: Beiträge steigen in Zukunft auf 15,6 Prozent

Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten in den kommenden Jahren Fehlbeträge in Milliardenhöhe. Dies wird mit den steigenden Kosten und Ausgaben begründet.

Derzeit liegt der Schnitt bei 14,2 Prozent des Bruttolohns. Weitere Gründe für die steigenden Kosten sind unter anderem die steigende Mehrwertsteuer sowie die sinkenden Zuschüsse seitens des Staates.


WebReporter: Geater125
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozent, Zukunft, Krank, Krankenkasse, Beitrag
Quelle: www.deutschesaerzteblatt.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.08.2006 15:24 Uhr von Geater125
 
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Solange kein vernünftiger Konsens bei der Gesundheitsreform gefunden wird, kann man sich nicht wundern wenn solche Nachrichten in nächster Zeit öfters über den Ticker laufen werden.
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07.08.2006 15:53 Uhr von 666leslie666
 
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Bald alles Privat: Glaubt mir das wird kommen.

Man muss eh heutzutage schon alles selbst bezahlen.

Mfg jp
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07.08.2006 16:29 Uhr von msi999
 
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deutsches Ärzteblatt vielleicht sollten die mal drüber nachdenken, wie man das System verändern kann. Z.B. die Kassenärztlichen Vereinigung ist teuer und uneffektiv.
Das hier ist nur Stimmungsmache, jeder fordert mehr Geld und am Ende ist der Versicherte froh, wenn die Beiträge statt auf 15,6 nur auf 15,3 Prozent steigen.
Durchschaubar und widerlich.
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07.08.2006 16:29 Uhr von OxKing
 
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Wozu bezahle ich denn bei fast jedem Arztbesuch 10 Euro?
(Wer kommt schon öfters als alle 3 Monate zum Arzt.)

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07.08.2006 16:46 Uhr von opppa
 
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OxKing: Die € 10,00 bezahlst Du, weil sich "unsere" Bundesregierungen so schnell wie möglich vom Solidaritätsprinzip bei der Sozialversicherung verabschieden wollen.

Das bedeutet auf deutsch: Demnächst bezahlst Du Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung ganz alleine und zwar o h n e Arbeitgeberanteil! Als nächstes werden dann noch die Beiträge zur Berufsgenossenschaft auch noch vom Arbeitnehmer zu zahlen sein.

Die Lobby der Wirtschaft wird dann wahrscheinlich an den weiter steigenden Gewinnen beteiligt werden. Der letzte Satz war nur notwendig, damit wirklich jeder merkt, wo unser Geld bleibt!
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07.08.2006 17:03 Uhr von Geater125
 
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Populismus pur? So klingen zumindest die bisherigen Beiträge. Man sollte das ganze ein wenig differenzierter betrachten, die Finanzierung IST wackelig und wir brauchen einen guten Zukunftsfähigen Konsens. Das die Entwicklung im Moment in die falsche Richtung geht...naja, nicht unbedingt mein Wunsch
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07.08.2006 18:27 Uhr von Tasko
 
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Möglichkeiten Reduzierung der Krankenkassen auf ein paar einzelne, um den Wasserkopf zu verringern, und vor allem Abschaffen der kleinen Ortsfilialen. Wozu muß in jeder Kleinstatt eine Filiale sein, für die oft noch ein neues Gebäude gebaut wurde? Wenn in jeder Landeshauptstadt eine Filiale wäre, wär´ das schon reichlich...
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07.08.2006 18:47 Uhr von msi999
 
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Geater125 - grundlegende Systemänderungen: Dein Beitrag dagegen strotzt nur so vor differenzierten Idee ... :-)
Dass die Materie kompliziert ist, weiss ich auch. Mir war auch schon vor der letzten Wahl klar, dass keines der zur Wahl stehenden Modelle sauber durchgerechnet war. Die Quittung bekommen wir jetzt.
ABER:
Was allen fehlt, ist der Mut zu Systemänderungen. Da kann man nicht hier und da ein bissel kürzen und versuchen, niemanden weh zu tun. Da muss man z.B. alle in das System einbeziehen und auch alle Einkommensarten. Natürlich bis zu einem Deckel.
Das wäre dann z.B. der Tod der PKV. Und das traut sich niemand - und auch hier werden mich sicher einige dafür steinigen.
Und dann muss man an alle Privilegien ran. Das wird weh tun. Die Kassenärztliche Vereinigung ist ein Punkt. Eine andere Frage ist, ob eine Stadt mit 50 000 Einwohnern 50 Apotheken braucht, oder ob nicht auch 5 ausreichen.

So - und jetzt schlagt zu ... :-)
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07.08.2006 18:56 Uhr von Troll-Collect
 
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@msi: "So - und jetzt schlagt zu ... "

wieso? stehst du drauf?

Dein Beitrag ist ganz gut, kommt der Sache schon näher. Das Bashing gegen die Krankenkasse ist nur Ablenkung. Deren verwaltungskosten sind zum großen Teil durch gesetzliche Vorgaben bedingt, die infantile Rumreiterei auf "Glaspalästen" ist alben (in unserer Kreisstadt hat die AOK ihre Butze aus den frühen 70ern, die anderen Kassen haben Büroräume in Gebäuden allgemeinen Gewerberäumen angemietet, woanders wirds kaum anders sein. Außerdem: Residieren die PKV in Wellblechhütten?)

Der Kern des Problems liegt woanders, habe in meinem Userforum ne Artikelsammlung zusammengestellt:
http://shortnews.stern.de/...
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08.08.2006 01:14 Uhr von Zeroslammer
 
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recht hat er @ msi: du hast recht mit deinen festellungen ABER wer kam vor wenigen wochen damit das die beiträge nur um 0,5% steigen und es dann nen tollen gemeinsamen fonds gibt?richtig unsere bundeskanzlerin merkel die alte krähe !!! toll!!!stellt sich jetzt auch wieder raus was da fürn wahrheitsgehalt drin war...
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08.08.2006 03:02 Uhr von Borgir
 
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warum so hoch? ich zahle gerade 11,9 Prozent. Ein Anheben um vier Prozent halte ich für eine sehr gewagte Behauptung.
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08.08.2006 10:33 Uhr von Tasko
 
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@msi999: An welche "Priviligierten" willst Du wie ran?
Und nach was werden Apotheken bezahlt? Nur nach verkauften Medikamenten? Oder kriegen die etwa noch eine Art "Grundgehalt"?

Und @Troll Collect: Wozu brauchen KraKas überhaupt Niederlassungen in jeder Kleinstadt? Egal, ob die Büros gemietet oder neu hochgezogen werde: es kostet wieder Geld und es wird gleichzeitig gejammert, daß das Geld nicht reicht. Ich habe hier die Stadt Wurzen mit 15.000 Einwohner in Hinterkopf, in 30 min ist man mit der S-Bahn in Leipzig, in 75 min in Dresden. In ebenfalls 30 min ist man mit dem Bus in der Kreisstadt. Und wer braucht überhaupt die Filialen vor Ort? Nicht vergessen darf man, daß auch die räumliche Trennung Mehrkosten verursacht.
Wenn es in jeder Stadt mit 15.000 Einwohnern so ist, kann man sich das ja mal hochrechnen...
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08.08.2006 14:16 Uhr von Troll-Collect
 
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@Tasko: "Egal, ob die Büros gemietet oder neu hochgezogen werde"
naja, es ist schon ein unterschied, ob in einem fremden Gebäude Büroroäume gemietet sind, oder wie oft behauptet ein ganzer "Glaspalast" neu gebaut wurde.

Aber seis drum. Es gibt immer noch Leute, die sich (zu recht oder vermeintlich) nicht zutrauen, die Angelegenheiten mit der Kasse per Telefon oder Internet zu regeln. Und wenn es die Oma ist, die einmal im Jahr mit dem Schuhkarton voller Zuzahlungsbelege in die AOK-Filiale geht, um die Zuzahlungsbefreiung zu bekommen.

Aber das ist ja da gute am bisherigen System: Jeder kann selbst entscheiden, ob er das braucht und somit 13,5% bei der AOK oder 12% bei der IKK-Direkt bezahlt.

Verwaltungskosten zu senken ist natürlich immer gut. Aber mit durchschnittlich 5% sind die nicht übermäßig hoch und dienen nur als Ablenkung, damit die Besitzstandswahrer in Pharmaindustrie, Kassenärztlichen Vereinigungen, Apotheken, Gesundheitsindustrie usw. ihre Schäflein im Trockenen behalten.
Dort werden die Milliarden verbrannt, aber dort wird nichts angegangen.
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08.08.2006 14:52 Uhr von msi999
 
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@Tasko: "An welche "Priviligierten" willst Du wie ran?"

Das habe ich doch ganz klar gesagt: An alle, die das System teurer machen, als es in anderen Ländern ist.

Warum sind Medikamente in Deutschland teurer als im europäischen Ausland? Jeder Apotheker muss seine Kosten (die Immobilien liegen in der Regel in bester Innenstadtlage) auf die vergleichsweise wenigen verkauften Medikamente umlegen.

Krankenkassen, Verbände, Kassenärztliche Vereinigungen, all das kostet Geld, was dem System in irgendeiner Weise entnommen wird.

Aber - und hier sind wir wieder bei Privilegien - das wichtigste bei all dem ist, ALLE in das System einzubeziehen. Das Privatversicherte, Beamte, etc. sich dem System entziehen, weniger bezahlen und deutlich mehr Leistungen bekommen, weil sie die solidarischen Aufgaben für die Leistungsschwächeren, die die GKV allein tragen, nicht finanzieren müssen, DAS ist das eigentliche Problem. Und wenn man dann selber zum Solidarfall wird, dann sucht (und findet) man Löcher im System, um wieder in das System der GKV zurückzukehren. Ich kenne nicht nur ein Beispiel....

Aber die PKV hat eine derart große Lobby (vor allem bei CDU/CSU und FDP), dass sie hier keine Veränderungen fürchten muss.
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08.08.2006 17:22 Uhr von Tasko
 
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@Troll-Collect: Dann sollte sich die Oma mal an die gute alte Post wenden. Die Barmer hat 1000 Filialen. Wozu? Jede Filiale braucht gemietete/gekaufte Büros, wieder hängen irgendwelche filialleiter rum, die sich mit der selbst verordneten Bürokratie rumärgern, alleine die rechentechnische Anbindung kostet oft einiges an Geld, ganz zu schweigen davon, daß das Zeug IMO letzten Endes doch an die Zentrale geht. Die ganze Kommunikation mit der Zentrale kostet zusätzlich. Sicher gibt es größere Einsparpotentiale, aber das wäre ein Anfang.
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08.08.2006 17:38 Uhr von Tasko
 
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@msi999: Apotheker (die, denen die Apotheke gehört) nagen nicht gerade am Hungertuch. Ok, zumindest nicht die Fälle, von denen ich weiß...;-) Mir war auch so, als ob es eine Preisbindung bei Medikamenten gäbe, aber eher in der Art Mindestpreisvorgabe.
Achso: In der Apotheke bei meinem Hausarzt um die Ecke stand ich bisher immer in einer kleinen Schlange. Soll heißen, wenn da noch Kunden anderer Apotheken kommen, könnten diese gar nicht bedient werden. Ist aber natürlich von Laden zu Laden verschieden.

Und wieviele Millarden Euro löhnen die PKV noch mal pro Jahr an die gesetzlichen? Und warum sollte einer, der 2 mal im Jahr zum Arzt geht, dafür 500€/Monat löhnen, wo er das doch auch für (ab) 150€ versichern könnte oder die 100€ gleich selbst zahlt?

Wenn nicht wieder die Gefahr der typpischen Ineffizienz gesetzlicher Behörden bestehen würde, wäre ich für eine einzige staatliche Krankenkasse mit einem realistischen Kopfgeld und notfalls Zuschüssen aus dem Steuertopf.


Nachtrag @Troll-Collect
Das Problem ist, daß derjenige, der das nicht braucht, diese Verschwendung trotzdem mit bezahlt. So ziemlich alle KraKas zahlen doch an die AOK. Einige Krankenkassen müssen auch die Beiträge nur deshalb erhöhen, weil andere Krankenkassen ziemlich viel Geld "benötigen"
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08.08.2006 17:41 Uhr von eros007
 
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OxKing: Abgesehen von all den anderen nötigen Einsparmöglichkeiten, nur was hierzu:

"...bezahle ich denn bei fast jedem Arztbesuch 10 Euro?"

Hier ist die Idee gut, aber die Umsetzung schlecht. Ziel ist, dass die Leute nicht wegen jedes Wehwehchens zum Arzt laufen. Das leisten die 10 Euro nicht. Zunächst will man das Geld sparen und geht nicht hin, und wenn´s dann sein muss, geht man auch öfter hin, weil man es ja ausnutzen muss, dass man gezahlt hat.

Besser fände ich, wenn man für jeden Arztbesuch beispielsweise 2 Euro zahlen müsste, aber nicht mehr als beispielsweise 20 Euro im Quartal. Der Beitrag bei jedem Besuch stellt sicher, dass der Arztbesuch notwendig ist, die geringe Höhe, dass auch jeder dann hingeht, wenn es nötig ist. Über Härtefälle wie Hartz-4-Empfänger, für die auch 2 Euro ein Loch in die Kasse schlagen, könnte man nachdenken. Außerdem wäre es erwägenswert, wenn man einen Teil der Arztkosten selbst trägt. Nicht viel, beispielsweise 5%, und gedeckelt durch einen Höchstbetrag. Der Sinn wäre hier, dass der Kunde nur dann hinsieht, was der Arzt alles abrechnet, wenn er auch selbst zahlt. Dasselbe gilt für Medikamente. All das würde - entsprechend umgesetzt - niemanden benachteiligen, aber unnötige Leistungen vermeiden. Andere Länder wie etwa Dänemark fahren gut mit dem System. Die Versorgung ist nicht schlechter (eher besser), kostet aber deutlich weniger. Außerdem können Klinikärzte dort "normal" bezahlt werden, was bei uns nicht unbedingt der Fall ist.
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08.08.2006 18:08 Uhr von msi999
 
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@Tasko: Soweit ich weiss, zahlt die PKV nichts an die GKV. Das einzige Argument, was immer wieder gebracht wird, ist dass sie an die Ärzte und Krankenhäuser den 2 bis 3 fachen Satz zahlt und diese nur damit kostendeckend arbeiten können. WEIL das aber so ist, leiten die Privatversicherten damit natürlich das Recht auf eine deutlich bessere Versorgung ab.

Ich habe an anderer Stelle schon mal gesagt: Es ist das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft, dass jeder nach seinen Möglichkeiten zu den Aufgaben der Allgemeinheit beiträgt. Und zu diesen Aufgaben gehört eine medizinische Grundversorgung der sozial Schwachen. Diese Aufgabe tragen derzeit nur die gesetzlich Versicherten und gerade die sozial Starken entziehen sich dieser Aufgabe.

Kopfpauschale: Sicher ein möglicher Weg. ABER: Wer dazu Steuermittel zuschießen will, der muss sagen, welche Steuer er ERHÖHEN will. Aus dem normalen Haushalt ist dies nicht zu finanzieren. DAS war die größte Wahllüge der CDU, die uns dies glauben machen wollte. Und die Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung zeigt, dass Steuererhöungen in Deutschland derzeit schwer durchzusetzen sind.

Letztlich ist mir egal, ob Kopfpauschale oder Bürgerversicherung. Wichtig ist, dass es konsequent durchgezogen und sauber finanziert wird. Und da werden 150 EUR pro Kopf mit Sicherheit nicht reichen.
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08.08.2006 18:58 Uhr von Troll-Collect
 
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@Tasko: "Dann sollte sich die Oma mal an die gute alte Post wenden."

Wieso? Erklärt die Post, wie sie das Formular ausfüllen soll?

"Dann sollte sich die Oma mal an die gute alte Post wenden."
Man fängt nicht da an, wo es wenig bringt.
Die anstehenden Beitragserhöhungen sind größtenteils hausgemacht, etwa durch die Streichung des Zuschusses für versicherungsfremde Leistungen, das macht alleine 4 Milliarden Euro im Jahr aus.


Weiter Punkte etwa hier:
http://www.heise.de/...

oder

"Hätten wir eine Strukturreform, die konsequent alle Wirtschaftlichkeitsreserven nutzt, so ließen sich über die nächsten 10 Jahre 20 Milliarden Euro sparen."
http://www.wdr.de/...

Die geplante Erhöhung der Krankenkassenbeiträge könnte durch Einsparungen im Pharmasektor aufgefangen und damit überflüssig werden
http://www.daserste.de/...~uid,MDR_3155710%20%20%20%20%20~cm.asp

Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International hat das deutsche Gesundheitswesen unter die Lupe genommen und kommt zu einem vernichtenden Schluss: Durch Misswirtschaft, Betrug und Korruption gingen jedes Jahr bis zu 24 Milliarden Euro verloren.
http://www.handelsblatt.com/...

Der Schaden durch Abrechnungsbetrug werde auf etwa fünf Milliarden Euro pro Jahr geschätzt, sagte er dem ZDF-Magazin Frontal21. Diese Summe entspreche geplanten Beitragserhöhungen für Versicherte
http://www.zdf.de/...


"So ziemlich alle KraKas zahlen doch an die AOK"
Falls du den Risikostrukturausgleich meinst - der liegt nicht an etwaigen Fillialen, sondern in unterschiedlichen Mitgliedstrukturen, die aufgrund unterschiedlicher Einkommensituationen und Gesundheitsprofile unterschiedliche Einnahme- und Ausgabestrukturen zur Folge haben.
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08.08.2006 19:03 Uhr von Troll-Collect
 
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@msi: "Und da werden 150 EUR pro Kopf mit Sicherheit nicht reichen."

Natürlich reichen die nicht. Das sind plakative Aushängebeispiele für junge, gesunde Neuversicherte, meistens Tarife mit hohen Selbstbeteiligungen.
Wird bei über 30jährigen oder Personen, die schon einmal krank waren sieht es gleich ganz anders aus.
Ich habe die Tarifsoftware einiger Gesellschaften.

Überhaupt werden hier immer Äpfel mit Birnen verglichen. Beitragsvorteile ergeben sich bestenfalls für Personen mit hohen Einkommen durch die unterschiedlichen Beitragssysteme.

Insgesamt ist die PKV deutlich teuerer und ineffizienter .
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09.08.2006 12:10 Uhr von Tasko
 
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@msi999: Da das gesamte System reformiert werden müßte, kann man nicht mal so eben konkret werden und sagen, welche Steuer erhöht werden müßte. Immer nur die Symptome eines einzelnen versagenden Systems bekämpfen bringt auf Dauer nix. Ansonsten kann die Einkommenssteuer sein oder auch die Märchensteuer. Letztere trifft zwar alle, also auch sozial schwache, aber auf Grund des Einkaufsverhaltens dennoch überproportional die Besserverdienenden (die kaufen nun mal oft mehr und/oder teurere Dinge).
Und 90% der Krankenkassen sollten IMO erstmal aufgelöst werden. Damit dürfte sich dann der Wasserkopf schon mal drastisch veringern. Zusammen mit den von Troll Collect gebrachten Einsparmöglichkeiten ist vielleicht gar keine Steuererhöhung in dem Sinne nötig. Einige der Links (ich habe nicht mal alle angeschaut) bringen mein Weltbild doch arg ins Schwanken. Z.B. dachte ich, daß die Praxissoftware von neutralen Herstellern kommt...

Und was den Geldfluß PKV->GKV angeht: Mag sein, daß damit nur die Subventionierung gemeint ist. Ist halt so ´ne Sache, wenn man nur mit dem halben Ohr hinhört...;-) Und die 150€ waren nur ein Beispiel für die aktuellen Beiträge. Daß das kein Beitrag für die gesamte Bevölkerung ist, ist ja wohl klar. Aber ebenso bin ich nicht bereit, 500€ zu zahlen.
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09.08.2006 12:32 Uhr von Tasko
 
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@Troll-Collect: Da muß die Oma mal zum Telefon greifen oder ihre Verwandten fragen oder auch mal eine Reise machen, je nach Möglichkeiten. Und wenn sie anruft und jemand vorbeikommt. Davon abgesehen: von welchen Formularen sprichst Du? Ich kann mich nicht erinnern, jemals irgendwelche Formulare während einer Mitgliedschaft ausgefüllt zu haben...

Die AOK ist IMO nicht nur wegen ihrer Mitgliederstruktur so teuer. Ich könnte mir gut vorstellen, daß ihre "Selbstverwaltung" Kosten produziert. Aber die AOK-Mitglieder sind natürlich der Grund, warum PKV für alle zu vernünftigen Beiträgen nicht funktionieren _kann_. Aus diesem Grund sollten KraKas staatlich sein. Dagegen spricht aber wieder die drohende typische Ineffizienz staatlicher Organe...
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10.08.2006 10:27 Uhr von msi999
 
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@Tasko: Die 150 EUR waren nicht der aktuellen Beitrag der PKV für einen 25 jährigen, sondern war eine obere Grenze für das, was unser aller Kanzlerin im Wahlkampf ("ich sage vorher ehrlich, was ich hinterher mache") als Kopfpauschale für alle angegeben hat. Ich glaube der genaue Betrag lag um die 130 EUR, also für eine 5 köpfige Familie mit 3 Kindern 260 EUR. Kein Mensch hat diese Zahlen damals öffentlich in Zweifel gezogen. (Naja, ihr Vorvorgänger wollte die deutsche Einheit aus der Portokasse bezahlen - den Soli zahle ich heute noch...)

Wer Steuermittel im Millardenhöhe in das System pumpen will (wer das nicht will, muss vielleicht 250 bis 300 EUR pro Kopf nehmen und dann den Sozialausgleich auch wieder über Steuer finanzieren --> Schleife), der muss zumindest sagen DAS er die Steuer erhöhen muss. Das wäre dann noch mal 3 % Mehrwertsteuer rauf, und auch den ermäßigten Satz um 3 % rauf - den Aufschrei in Deutschland möchte ich erleben. Aber so sind die realistischen Zahlen! Und wenn Du sagst, dass das vielleicht über Einsparungen geht - sorry, das ist Augenwischerei, auf dem gleichen Niveau wie "deutsche Einheit aus dem Wachstum finanzieren".
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10.08.2006 11:09 Uhr von Tasko
 
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@msi999: [150€]
Achso... Ich dachte Du spielst auf die von mir genannten 150€ an. 150 für jeden ist natürlich Blödsinn, es sei denn, man stockt das über die Steuern auf und der Beitrag hat nur Alibi-Funktion. Da kann man es aber auch gleich beim derzeitigen System belassen.
Das größte Problem in Deutschland ist doch, daß unsere Politiker gegenüber der Bevölkerung nicht ehrlich sind/waren und ihnen nicht mehr geglaubt werden kann. Natürlich würde der Mob bei einer angekündigten Steuererhöhung schreien, selbst wenn er lt. Ankündigung hinterher sparen würde. Bisher war´s nun mal die Regel, nur den für´s Volk negativen Teil umzusetzen.

Hast Du Dir die Links betreffs Einsparpotential/Verschwendung mal angeschaut? Das Potential scheint da zu sein. Ob´s wegen dem Einfluß der zugehörigen Menschen/Firmen auch genutzt werden kann, weiß ich nicht.

Und wie gesagt. Es ist schon lange zu spät, um in Deutschland nur einzelne Symptome verändern zu wollen.
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10.08.2006 13:19 Uhr von msi999
 
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@Troll-Collect: Grundsätzliche Zustimmung.

Die Einsparmöglichkeiten sind auf dem Papier sicher vorhanden, aber:

- Die genannten Beträge sind alle geschätzt und können - je nach politischem Interesse - hoch oder runtergerechnet werden

- Wenn man an die einzelnen Punkte wirklich rangeht, wird man merken, wie schwer die Umsetzung ist. Wer will wirklich eine Scheininovation von einer wirklichen Inovation unterscheiden? Wie kompliziert dies im Bereich Gesundheit ist, sieht man an den alternativen Heilmethoden. Wann immer die Wissenschaft sagt, dass eine Methode unwirksam ist, finden sich Hunderte Patienten, die schören, bei Ihnen hilft das und nur das. Wer immer da zu entscheiden hat, ist wieder anfällig für verdeckte Korruption. Auch hier: Pharmafirmen sind sehr kreativ, wenn es darum geht, Ärzte zu "informieren". Was ist erlaubt, wo fängt Bestechlichkeit an?

Will sagen: Auf dem Papier kann ich sehr schnell sagen, hier sind 5 Mrd und da 12 Mrd einzusparen. Am Ende kostet Gesundheit und medizinischer Fortschritt Geld, und das muss irgendwo herkommen. Das man die Lecks im System möglichst schließen muss, ist unbestritten. Einen relativ einfachen Punkt (Kassenärzliche Vereinigung streichen) habe ich am Anfang dieses Thread genannt. Wenn man nicht einmal diese einfachen Punkte hinbekommt, brauchen wir von dem in den Link genannten Einsparpotentialen gar nicht träumen.

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