07.08.06 11:36 Uhr
 1.901
 

Kindermörder Magnus Gäfgen will mit Stiftung Gewaltopfern helfen

Der heute 31-jährige Magnus Gäfgen hatte den Frankfurter Bankierssohn Jakob von Metzler im September 2002 entführt und umgebracht und wurde dafür zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Jetzt will er eine Stiftung gründen.

Ziel der Stiftung, welche "Horizonte - Kinder und Jugendhilfsstiftung" oder "Magnus-Gäfgen-Stiftung" heißen soll, sei es, Kindern und Jugendlichen zu helfen, welche Opfer von Gewalt geworden sind.

Es soll Gespräche mit Wohlfahrtsorganisationen zum Zweck einer Zusammenarbeit mit der Stiftung geben. Der ehemalige nordrhein-westfälische FDP-Chef Joachim Schultz-Tornau hält das Stiftungsprojekt für ein "sinnvolles Zeichen von Reue".


WebReporter: Tira2
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kind, Gewalt, Stiftung
Quelle: www.tagesspiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nach Papst-Kritik an Übersetzung: Deutsches Vaterunser wird nicht verändert
"Mahnmal"-Künstler muss Abstand zu Haus von AfD-Politiker Björn Höcke halten
Australien: Zölibat-Abschaffung wegen Kindesmissbrauchsfällen empfohlen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.08.2006 11:30 Uhr von Tira2
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der gute Mann scheint offenbar schon einen Knast-Koller zu haben. Ich halte es ja im Allgemeinen für gut, wenn sich Kriminell in Reue üben und dafür auch aktiv werden, aber in diesem Fall scheint mir das Ganze im Hinblick auf die Schwere des Verbrechens etwas unglaubwürdig, Gäfgen war zur Tatzeit immerhin schon 27 Jahre und hätte wissen müssen, was er tut.
Kommentar ansehen
07.08.2006 11:56 Uhr von pippin
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich weiß nicht: Mir geht es auch so wie dir, Tira2.
In diesem Fall will nicht wirklich Begeisterung für diese Stiftung aufkommen.
Es hat so ein wenig den Beigeschmack von "Reinwaschen".
Wenn die Stiftung dann auch noch den Namen eines Mörders tragen soll, dann schrumpft mein Verständnis dafür noch weiter.

Stiftungen, die von Hinterbliebenen gegründet werden, um zu helfen halte ich in den meisten Fällen für sinnvoll, aber wenn es von den Tätern ausgeht, dann bleibt ebenimmer ein schaler Beigeschmack.
Kommentar ansehen
07.08.2006 12:42 Uhr von Summersunset
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zwiespältig: Mir fällt da als erstes ein Bericht ein, in dem es über Neo-Nazis ging, die einen Kindergarten renovieren wollten.

Die Sache an sich ist gut aber die Menschen die dahinte stehen wiederum nicht...

Was mir in diesem Fall besonders komisch vorkommt, war die frühere Uneinsicht von Gäfgen.
Es gab doch diesen riesen Skandal, erst als im Gewalt angedroht wurde, gab er den Platz der Leiche bekannt. Und darüber hinaus brachte er sein Opfer direkt um und versuchte dann Lösegeld zu erpressen. Das alles zeugt von extremer kaltblütigkeit und keinem "armen verwirrten Mörder", der doch so gar nicht richtig wusste, was er tat.

ich finde, die Stiftung sollte ihm nicht gestattet werden. Er kann sich sicher auch für eine bereits bestehende Stiftung dieser Art einbringen, in dem er z.B. anonym Geld spendet und/oder vom Gefängnis aus ehrenamtliche Arbeit tut.

Das würde in meinen Augen viel mehr für Reue sprechen, als eine groß angekündigte Stiftung mit dem eigenen Namen. Das hört sich für mich schon sehr nach "Namen wieder reinwaschen aus".

Mfg Alex
Kommentar ansehen
07.08.2006 13:20 Uhr von alice in the shell
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Bah, zynische Sache: Zu schade, dass man ihm das vermutlich nicht verbieten kann! Sogar *wer* gefördert wird, darf er dann vom Knast aus aussuchen, stand in einer Quelle dazu - das ist doch nur gruslig.

Das *kann* überhaupt kein gutes Motiv sein - vermutlich ist ihm langweilig und er ist auf ein bißchen Publicity aus. Wenn er wirklich Reue empfinden würde, könnte er sein Geld (hat er das nicht damals auch noch - abgebrüht genug - eingeklagt, weil man ihn beim Verhör Schmerz angedroht hat?) genauso an existierende Organisationen, anonym und ganz ohne Medieninteresse spenden; aber nein, eine Stiftung muss es sein, am besten auch noch unter dem Namen des Mörders. Damit wenigstens er "unsterblich" wird, wohingegen sein Opfer nicht mal das Glück hatte, 12 Jahre alt zu werden...
Kommentar ansehen
07.08.2006 13:21 Uhr von cyberdriver
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wo hat er überhaupt das Geld für eine Stiftung her?
Kommentar ansehen
07.08.2006 13:39 Uhr von inselaffe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
pervers: Also wenn die Stiftung (welche ich an sich eine gute Sache finden würde) "Magnus-Gäfgen-Stiftung"
heissen würde wäre das meiner Meinung nach Ähnlich pervers und vermessen wie der Schriftzug
"Arbeit mach frei" an dem Tor des KZ Auschwitz.
Kommentar ansehen
07.08.2006 14:22 Uhr von Airstream
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Oha: Naja ich sehe das wohl wie ihr... Gerade er und unter seinen eigenen Namen eine Stiftung... Alleine der gesunde Menschenverstand würde da sagen "Lieber nicht" und wenn er wirklich Bereuhen würde, würde er sich wirklich anderweitig Betätigen, beispielsweise eben als Spender für eine bestehende Stiftung.
Kommentar ansehen
07.08.2006 14:23 Uhr von denksport
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der sollte sich schämen überhaupt noch mal das Maul aufzureissen und irgendwas zu wollen. Hätte man den früh genug gefoltert, wäre evtl. sein Nachbarsbub noch am Leben.
Der will sich wohl ein Denkmal setzen.
Kommentar ansehen
07.08.2006 16:16 Uhr von JCR
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Und Saddam Hussein gründet eine Stiftung für Opfer von chemischen Waffen.

Oder erwartet der Typ, dass er deswegen in 2 Jahren aus der Haft entlassen wird ?
Kommentar ansehen
07.08.2006 16:21 Uhr von India.Arie
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Absurd: Ich finde das völlig daneben. Wie kann er überhaupt auf diese Idee kommen, nachdem er den Junge ohne mit der Wimper zu zucken ermordet hat? Das ist wirklich geschmacklos. Es sollte ihm schlicht und einfach nicht gestattet werden. Am Ende würde er deswegen noch frühzeitig entlassen werden. Und das muss auf jeden Fall verhindert werden. Manche Dinge kann man einfach nicht mehr gut machen!
Kommentar ansehen
07.08.2006 19:41 Uhr von beisser1
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Dieser Kinderficker __Gelöscht, Verwarnung an den User, entsprechender interner Vermerk zu diesem Account wurde erstellt, kwikkwok*__
Kommentar ansehen
07.08.2006 20:24 Uhr von jurij1980
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Pervers dieser Kindermörder, glaubt er wirklich er kann damit beeindrucken und sich Hafterleichterungen oder vorzeitige Haftentlassung erkaufen. Da habe ich ja nun volles Vertrauen in die deutsche Justiz, die werden diesem Kindermörder schon seine derzeitigen Möglichkeiten erklären. Naja, bei den Amis wäre es einfacher gewesen, da erhalten solche Mörder eine gerechtere Strafe! Achja, in der VR-China ja auch, da geht es nur noch schneller und perfekter.
Kommentar ansehen
07.08.2006 22:36 Uhr von stellung69
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Magnus-Gäfgen-Stiftung"?? Das ist ja wohl der blanke Hohn für alle Opfer solcher Verbrechen; dann sollte man die Stiftung lieber "Wolfgang-Daschner-Stiftung" nennen, nach dem damaligen stellvertretenden Polizeipräsidenten, der sein Amt riskierte, indem er durch Folter-Androhung versuchte, das Leben des Entführten zu retten.
Kommentar ansehen
07.08.2006 23:04 Uhr von jurij1980
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@stellung69: tja, der heutige Zeitgeist in Deutschland hat eben mehr Verständnis mit den "armen Tätern" als mit den bedauernswerten Opfern und deren Familien.
In der VR-China geht es zum Glück noch anderst herum, da werden die Mörder noch wie Mörder behandelt,Hop und Top und aus die Maus.
Schnell und gründlich, ohne langes Gelabere. Gutmenschen haben die zum Glück auch kaum!
Kommentar ansehen
08.08.2006 17:44 Uhr von Schattenlos
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Doppelmoral: Schwule Priester die anschließend die ihnen anvertrauten Kinder vergewaltigen dürfen sich auch mit Kindern beschäftigen - ihnen werden die Kinder so freiwillig anvertraut!
Kommentar ansehen
08.08.2006 23:47 Uhr von DorianArcher
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Merkwürdig Das finde ich dann doch reichlich merkwürdig. Aber das gibt es ja oft, den "reuigen Sünder"...
Kommentar ansehen
09.08.2006 08:03 Uhr von indoxo
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Makaber aber in einem Land wo Leute mit soviel "Dreck am Stecken" sogar Innenminister werden können, wundert mich gar nichts...
Kommentar ansehen
09.08.2006 22:46 Uhr von identitaet
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn das klappt, hat Gäfgen gewonnen: Wenn sich tatsächlich Politiker oder sonstige Wohltäter finden sollten, die darauf reinfallen, hat sich der Mord für Gäfgen gelohnt.

Wenn er sich jetzt auch nicht über das Geld profilieren kann, das ihm die Entführung einbringen sollte (darum ging es ihm schließlich), könnte er das jetzt als Namensgeber einer Stiftung erreichen.

Allerdings beweist er mit dieser Aktion mal wieder, dass er nicht ist. M. E. sollte man ihn im völlig ignorieren - um nicht zu sagen: im Knast vergessen.
Kommentar ansehen
09.08.2006 22:58 Uhr von gpu2000
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Dieser perverse Kindermörder: sucht doch nur erneut Aufmerksamkeit. Hoffentlich gibt ihm das Gericht die passende Antwort auf seine Unverschämtheit. Dieser abartige, kranke Kindermörder gehört in die Psychiatrie und dort für die nächsten 100Jahre sonderbehandelt.

Refresh |<-- <-   1-19/19   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

München: Sozialarbeiter dürfen nicht mehr alleine in Flüchtlingsunterkünfte
Düsseldorf/ Tischtennis-WM: 13-Jähriger im Achtelfinale
Nach Papst-Kritik an Übersetzung: Deutsches Vaterunser wird nicht verändert


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?