06.08.06 17:20 Uhr
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Kuba rüstet sich gegen mögliche US-Invasion

Der Bruder von Fidel Castro, Raúl Castro, der zurzeit die Amtsgeschäfte des Präsidenten übernommen hat, ließ eine Bürgerwehr mobilisieren und rief Reservisten dazu auf, sich täglich beim Militär zu melden.

Hintergrund sind Befürchtungen, dass die USA die gesundheitlichen Probleme des Präsidenten ausnutzen wollen, um eine Invasion zu starten.

Die Bush-Regierung hat jedoch sämtliche Gerüchte zurückgewiesen. Man werde nicht die gesundheitliche Situation Fidel Castros ausnutzen, heißt es.


WebReporter: dicksuicide
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Kuba, Invasion
Quelle: www.gulf-daily-news.com

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51 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.08.2006 17:39 Uhr von aquarius565
 
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So leid es mir tut,: aber Bush wird Cuba annektieren, und dann behandeln, als wäre Cuba amerikanische Kolonie. Vor allem die arme Bevölkerung von Cuba muss dann unter einem vom "grossen weißen Vater in Washington" eingesetzten Despoten leiden. Ich seh vorraus dass Cuba ein Gefängnis wird.
MfG
Aqua 565
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06.08.2006 17:42 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Tröste dich die kubanische Bevölkerung leidet jetzt schon, schlimmer kann es nicht mehr werden.

Wenn Castro weg ist, wieder ein Diktator weniger, gut so.
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06.08.2006 18:05 Uhr von divadrebew
 
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@Æshættr: Gehe ich recht in der Annahme, daß du noch nie in Kuba warst?

wie kommst du bloß auf diese idiotische Idee, daß dort der Sozialismus funktionieren würde?
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06.08.2006 18:07 Uhr von ciaoextra
 
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ein: diktator weg und der andere in den startlöchern: castros bruder oder bush. fragt sich nur, welcher diktator schlimmer ist.
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06.08.2006 18:08 Uhr von jesse_james
 
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@Berliner Pflanze: "die kubanische Bevölkerung leidet jetzt schon, schlimmer kann es nicht mehr werden."

Ich sage zwar nicht das es alles perfekt sei in Kuba, aber trotzdem ist es unsinnig zu behaupten das es nicht noch schlimmer gehen könnte.

Der US-Präsident mag nicht die gesamte US-Bevölkerung repräsentieren, also in der Art wie ER sich verhält in der Welt, bzw. wie die USA es macht.
Aber wer einmal in den Staaten war, weiß das die Menschen dort die Vorfahren europäischer Abstammung haben und das ist die Mehrheit dort, nicht besonders positiv mit Menschen anderer Abstammung umgehen.
Weder die Indianer, Chinesen, Mexikaner, Schwarzen, noch die restlichen Südamerikaner, werden als Menschen gleichwertiger Klasse angesehen und behandelt.

Und den Kubanern geht es da nicht besser.
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06.08.2006 19:41 Uhr von Chimaira911
 
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@Æshættr: Lol, du hast ja mal gar keine Ahnung...

Ich war da, und denn Leuten da gehts wirklich nich besonders... nicht umsonst, und das wissen die wenigsten, ist Kuba ein Top-Ziel für Sex-Touristen, mir selbst wurden da zweimal ein Mädchen angeboten...
Ok, Havanna würde schön hergerichtet, aber fahr mal weg von den Touristencentren, dann läuft teilweise die Kloake auf den Strassen... und die zwar schönen, aber schrottreifen Autos fahren die Leute sicher nicht freiwillig..

Man sollte nicht der Chavez/Castro-Propaganda nicht alles glauben... Sozialismus hat nie funktioniert, und wird auch niemals funktionieren.. es scheitert am Menschen...
Denn das einzige was einen Menschen zu Leistungen antreibt ist und bleibt der eigene Vorteil...

Lustig ist das solche Leute dann immer als erster von "dummen Menschen " , die sich von amerikanischer Propaganda blenden lassen schreien, selbst aber absolut alles glauben, solange es sich mit der eigenen Meinung vereinbaren lässt... oh mann

Zur Meldung: Lächerlich.. die Amis ham mehr als genug Probleme.. da will wohl jemand nach dem Motto "Gefahr vereinigt" sein Volk hinter sich scharen... Aber da muss er glaube ich keine Angst haben.. viele Leute glauben da immer noch das ihnen die Revolution etwas gebracht hat, es wurde ihnen lange genug eingeimpft, profitiert haben aber nur die oberen 1000..

Naja, ich reg mich da immer auf..

MfG
Chimaira
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06.08.2006 20:02 Uhr von Mitmirnicht
 
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Vertut euch nicht: Fidels Bruder ist radikaler,als Fidel jemals war.
Der Bursche ist gefährlich,das sieht man schon an dieser ersten Aktion.
Von dem wird man noch einiges hören,bevor er den Löffel abgibt.
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06.08.2006 20:03 Uhr von jack200034
 
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warum sollte die USA in Kuba einmaschieren ?? Dort existiert eine international isolierte Diktatur, die keine Gefahr mehr für die USA darstellt. Selbst die Bodenschätze würden den internationalen Aufschrei nicht wettmachen.


Castro hat einen Freundschaftspakt mit Weißrussland geschlossen... 2 Dikatoren unter sich...... Selbst Putin würde sich die Finger an Kuba nicht mehr verbrennen....

Es ist schön hier zu sehen, wie manche einen kubanischen Diktator verteidigen, wenn es in ihr antiamerikanisches Weltbild passt



Kuba ist wirtschaftlich schon lange am Ende und wird nach Fidels Tod sicher eine Annäherung an den Westen durchführen
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06.08.2006 20:36 Uhr von In Extremo
 
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@jack200034: Was denkste, warum die Wirtschaft von Kuba so am Boden liegt?

Die USA haben doch schon lange ein Handelsembargo gegen Kuba ausgesprochen, wobei viele auch noch mitziehen müssen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/...


Das die Wirtschaft besser wird, nach dem Sturz des Systems, is ja dann relativ klar.


Und das Lebenstandart von Kuba ist auch über dem vieler Lateinamerikanischer Länder.
Wobei ich letztes Jahr irgendwo gelsesn hab, das es denen da so wie uns geht, sprich: sie leben über ihren Verhältnissen.
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06.08.2006 21:16 Uhr von quansuey
 
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Was ist die Alternative: eines menschenwürdigen Lebens im Karibischen Raum? Etwa die Dom.Rep.? Oder Haiti? Puerto Rico? Grenada (US-Invasion 1983)? Jamaica? Das sind alles Länder wo ein sehr geringer Bildungsstand herrscht, wo es kein Gesundheits- geschweige denn ein Sozialsystem gibt. Wo man sich nicht allein aus den bewachten Hotelanlagen herauswagen kann ohne Gefahr um Leib und Gut. Im Vergleich zu den anderen Ländern im "Hinterhof" der USA geht es den Kubanern verdammt gut.
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06.08.2006 23:09 Uhr von delauer
 
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@Chimaira: Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen.
Den Kubanern geht es wirklich nicht gut. Was haben die da schon? Die fahren Schrottkarren, haben wenig gute Häuser und die guten Häuser sind die Touristencenter!

Wahrscheinlich habt ihr alle nur von Reisbüros oder sonstiges gesehen, wie es auf Kuba aussehen soll.

Doch wo Schön draufsteht, muss nicht zwangsläufig schön drin sein!
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06.08.2006 23:18 Uhr von moddey
 
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@delauer: ->"Den Kubanern geht es wirklich nicht gut. Was haben die da schon?"

Warum wird "Reichtum" eigentlich immer in Häuser, Autos und Bankkonten gemessen und dann mit Zufriedenheit und Wohlbefinden gleichgesetzt? Kann es einem nicht gut gehen ohne diesen Übertrieben Materiellen Mist?

Leute die "Weniger" haben sind oftmals "Zufriedener"!

Und was soll sich bessern wenn die Amis da die Macht übernehmen?

Von den USA kommt doch seid Jahrzehnten nichts mehr gutes. Die haben sich zu den größten Verbrechern der Gegenwart gemausert.
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06.08.2006 23:27 Uhr von ggggtttt
 
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@Chimaira: Danke, dein Kommentar trifft die Sache sehr gut. Besonders das Fazit ist absolut richtig:

"Sozialismus hat nie funktioniert, und wird auch niemals funktionieren.. es scheitert am Menschen..."

das stimmt uneingeschränkt. Alle Versuche sich mit Gewalt der "Dummheit der Menschen" zu entledigen enden in der Diktatur.

Wobei ich dazu sagen muss (auf Kuba bezogen), dass es in anderen (kapitalisitsch geführten) Ländern Lateinamerikas, die hier auch bereits genannt wurden, noch schlechter geht. Castros Kuba ist in der Hinsicht positiv zu betrachen (was so ziemlich das einzig Positive ist), dass Castro sich am Geld des Volkes meines Wissens nach kaum bedient, nicht wie in anderen kommunistischen Staaten, wo erst mal die Politiker Kaste edel durchgefüttert wurde. Das Geld verwendet er eher für soziale Zwecke. Er lebt somit quasi sein sozialistisches Ideal. Nicht zu vergessen ist aber, dass er ein Narzist ist und jeden Widersacher "der Revolution" aus dem Weg räumen lässt. Intessant ist zu diesem Thema der folgende Artikel:

http://www.spiegel.de/...

Gruß
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06.08.2006 23:32 Uhr von jesse_james
 
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@ggggtttt: """Sozialismus hat nie funktioniert, und wird auch niemals funktionieren.. es scheitert am Menschen..."

das stimmt uneingeschränkt. Alle Versuche sich mit Gewalt der "Dummheit der Menschen" zu entledigen enden in der Diktatur.""

Wenn es danach ginge, dann ist bis heute jedes System gescheitert, denn kein einziges System wurde bis heute so angewand wie es vorgesehen ist.

Weder der Kommunismus, noch der Sozialismus, auch nicht die Demokratie oder Nationalismus.

Sie sind alle gescheitert, immer und immer wieder, die einen schneller die anderen brauchten nur mehr Zeit.
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06.08.2006 23:58 Uhr von muetze84
 
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Zwei Seiten der Medaille: Also ich war sowohl in den USA und auf Kuba und ich kann sagen, dass wohl nicht alle weissen Amerikaner Rassisten sind die die Südamerikaner und Negride als weniger wert ansehen. Man muss schon differenzieren zwischen dem Land USA und der für doch sehr agressiven und beschränkten Regierung. Jedoch glaube ich nicht dass die Amis eine Invasion planen, denn das hieße ja Krieg direkt vor der Haustür und darüberhinaus sind so einige Länder in Südamerika mit Kuba verbündet.
Ausserdem besitzen die Amis ja schon Guantanamo.



Die Situation auf Kuba hat nicht zwingend etwas mit dem Sozialismus zu tun. Ich war auf Kuba und habe auch die Armenviertel gesehen aber das sieht nicht viel anders aus als einige Ecken in Osteuropa, und die haben doch "Demokratie". Die Handelsblockade der Amerikaner tut ihr übriges für Kuba. Die wollen nur das Kuba langsam ausblutet und in spätestens 10Jahren an jeder Ecke ein MCDoof und Burger King steht. So stell ich mir Kuba vor

Danke Amerika
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07.08.2006 01:33 Uhr von gehirntumor001
 
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Also mal langsam: Ich will hier nicht gluckscheißen, aber ich hab 10 Jahre in der Karibik gelebt und war auf fast allen Insel gewesen. Ich gehe auch noch mehrmals jährlich aus beruflichen wie privaten Gründen wieder hin.

So jetzt will mir jemand erzählen das es den Leuten in Kuba besser geht als in Puerto Rico?? Dann war ich wohl wahrscheinlich auf der falschen Insel.

Ernsthaft, den Leuten gehts da echt nicht gut und damit meine ich nicht das sie Hungern müssen oder ähnliches, sondern das die Menschen dort geistig sehr sehr arm sind (ich meine nicht dumm oder blöd). Ich komme mir da immer wieder vor, als ob die Menschen dort die letzten 50 Jahre nicht mitgemacht haben. Dies ist ganz schwer zu erklären, aber es ist ähnlich mit den Menschen in Suriname.
Und der Sozialismus hat nur für einfache Menschen auf Kuba funktioniert, wenn einige hier wüßten wieviel dort verschleiert wird, würden sie auch ganz ruhig.


who has not been a socialist before he´s thirty has no heart.
who´s still a socialist after thirty has no brain.
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07.08.2006 08:34 Uhr von «azero»
 
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Zunächst einmal, liebe Berliner_Pflanze, hat Herr Castro für sein Land zu keinem Zeitpunkt jemals "den Sozialismus" reklamiert. Im Gegenteil: Die Tatsache, dass er es nicht tat, hätte ihm in den 60er Jahren beinahe das Genick gebrochen.

Dass man Kuba zu einem "sozialistischen" Land erklärt, liegt vor allem daran, dass es für diese Art der Führung keine eindeutige Definition gibt. Es ist halt von vielem ein bisschen: Ein bisschen andauernde Revolution, ein bisschen Sozialismus, ein bisschen Diktatur, ...

Im Übrigen gebe ich dir zu bedenken (falls du denn überhaupt willens bist, zu denken, bevor du redest), dass Herr Castro einen proamerikanischen Diktator abgelöst hat. Und davor putschten sich die proamerikanischen Dikatoren - stets mit amerikanischer Unterstützung - gegenseitig weg. Wer oder was gibt dir also Veranlassung zu glauben, dass die Entfernung eines Diktators dazu führen würde, dass "... wieder ein Diktator weniger, gut so."?!

Vielmehr, und das würdest du wissen, wenn du dich wenigstens ansatzweise mit der Geschichte dieses Landes auseinandergesetzt hättest, hat man Kuba systematisch genötigt, extreme Maßnahmen zu ergreifen. Dazu gehört auch, dass - ähnlich wie in Nordkorea - ein nahezu allumfassendes Handelsembargo nicht wirklich dazu beiträgt, die allgemeine Lebenssituation der Bevölkerung (auf die man in der "westlichen, freien" Welt ja ach so viel gibt) zu verbessern.

Niemand, der bei klarem Verstand ist, würde behaupten, Kuba wird auch nur annähernd perfekt regiert. Und dennoch: Angesichts der vorhandenen (Un-)Möglichkeiten (Im Jahr 1992 wurde das Handelsembargo nochmals verschärft und zur totalen Blockade ausgeweitet.) ist es ein Wunder, dass Herr Castro es schaffte, dass ihm eben NICHT ganze Heerscharen von Einwohnern verrecken. Und es ist ein noch größeres Wunder, glaubt man der Weltpresse, dass die Kubaner überaus betroffen davon sind, dass "ihr Diktator" sich einer so gefährlichen Operation unterziehen und das Land einer derartigen Ungewissheit aussetzen muss.

Und WIEDER sind es die USA, die, kraft ihrer Wassersuppe, tönen, das Land "demokratisieren" zu wollen, indem sie äußerst unmenschliche Methoden - nein, Berliner_Pflanze, nicht nur "anbieten", sondern auch konsequent durchsetzen.

Es stellt sich also die Frage: Wer ist per definitionem der eigentliche Diktator?!

"In Diktaturen besteht die Gefahr der regelmäßigen Verletzung der Menschenrechte zum Zwecke der Machterhaltung. Das reicht von Einschränkungen der freien Meinungsäußerung bis hin zur gewaltsamen Verfolgung politischer Gegner oder ganzer Bevölkerungsgruppen. Eine Gewaltenteilung gibt es hier nicht, so dass eine Kontrolle des Diktators, sei es eine einzelne Person oder eine Gruppe, kaum stattfindet."
http://de.wikipedia.org/...

Worin besteht der Unterschied zur USA, Deutschland, Großritannien und anderen "westlich-demokratischen" Staaten, Berliner_Pflanze?! Und wenn es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Kuba und den genannten Ländern gibt, ist Kuba dann "demokratisch" oder sind die anderen Länder "Bananenrepubliken" und "Diktaturen"?!
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07.08.2006 08:38 Uhr von jens3001
 
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@HDG: "Dann die Demokratie. Im Gegensatz zu den anderen Systemen folgt die Demokratie keiner Ideologie und ist was die Möglichkeiten angeht das toleranteste System. Nicht in Bezug auf Behandlung von Menschen, sonder der Möglichkeiten. Denn eine Demokratie kann man immer anpassen und es bleibt immer noch eine Demokratie. Wenn etwas nicht passt, dann einfach ändern. Es bleibt trotzdem eine Demokratie. Die anderen Systeme dagegen müssen konsequent sein oder sie verfälschen sich.

Deshalb wird die Demokratie nie untergehen. Mag sein, daß sie ausgesetzt wird und in 300 Jahren anders aussieht wie heute, aber da sie ein natürliches System ist, das die größte Gerechtigkeit bietet, wird sie immer wieder kommen."

Da muss ich dir widersprechen.

Weiter oben in deinem Text schreibst du, das für den Sozialismus bzw. Kommunismus die Einstellung und Unterstützung der Menschen benötigt wird.
Das Selbe gilt auch für die Demokratie. Genau deswegen behaupte ich ganz frecht das auch die Demokratie nicht ewig dauern wird.

Die Demokratie ist ein gutes System, das vom Prinzip her für Stadtstaaten entwickelt wurde. Auf kleinem Raum mag sie auch funktionieren. Aber je grösser ein Staat wird, desto unübersichtlicher wird das Ganze.
Nehmen wir als Beispiel mal die Demokratie in Deutschland.

Sie funktioniert super solange die Mehrzahl der Bevölkerung das hat was sie will...
Arbeit, Essen, Geld, Statussymbole, etc.

Allerdings befindet sich Deutschland momentan in einem Wandel. Die Parteien in der Regierung arbeiten nicht mehr dem Wohl des Volkes zu, sondern ihrem eigenen bzw. den Firmen.

Wie kann man was dran ändern? Die derzeitige (bzw. die letzten) Regierungen schaufeln das Geld eher nach oben als nach unten.
Das was das Volk sich wünscht wäre eine Regierung die einerseits in der Lage ist unpopuläre Entscheidungen zu treffen, andererseits das Volk bevorzugt.
Ein Gedanke der sich langsam formt, der aber noch nicht vollständig aufgekommen ist, ist der woraus sich unsere Regierung zusammensetzt.
Aus Lobbyisten, Elite-ex-Studenten und anderen die nicht direkt aus dem Volk stammen, sondern von vorneherein einen höheren Status hatten.

Und das ist etwas das dem Volk (das grösstenteils nicht diesen höheren Kreisen angehört) nicht gefällt.

Nehmen wir als Beispiel einmal einen jungen, aufstrebenden Mann (von mir aus auch Frau). Er ist intelligent, kann Entscheidungen treffen, usw.
Aber er will sich keiner Partei anschliessen die derzeit in Deutschland an der Regierung Anteil hat.
Warum? Weil er ihre Vorstellungen, Ansichten und Motive nicht teilt.
Er selbst wäre durchaus in der Lage ein hohes politisches Amt zu bekleiden.
Aber er wird es niemals erreichen. WArum? Nicht weil er nicht dazu befähigt wäre.. nicht weil er es nicht dürfte (gesetz-technisch), sondern nur weil er nicht das Geld hat einen Wahlkampf zu führen. Weil er nie genügend Unterstützung von anderen Politikern erhalten wird.

Soll heissen, es kann nie einen einflussreichen Politiker direkt "aus dem Volk" geben, weil bereits andere aus höheren Kreisen da sind um ihre eigenen Leute voranzubringen.
Den Regierenden (oder an der Regierung Anteil habenden) geht es gar nicht um Demokratie, sprich das das Volk die Macht hat, sondern einzig darum ihren Stand und Status zu behalten. Daher wird ein Aussenstehender der sich nicht in das bestehende System integrieren will nie nach oben kommen.

Und das ist etwas das gegen die Demokratie spricht. So wie im Sozialismus bzw. Kommunismus irgendwann der/die Regierende zumeist reich ist, während andere in Armut leben; so wie im Nationalismus "andersartige" ausgegrenzt werden, so zerbröckelt auch die Demokratie an dem Egoismus der Regierenden.

Traurig aber wahr. Demokratie mag uns im Moment wie die Erlösung von Nationalismus, Sozialismus, etc. erscheinen.
Aber in wenigen Jahren (lasst es Jahrzehnten sein) wird sich herausstellen, das aus Demokratie doch nur eine andere Form der Diktatur wird.
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07.08.2006 09:06 Uhr von «azero»
 
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*lol, Chimaira911, bist du wirklich so einfältig, wie du dich hier gibst?!

> Ich war da, und denn Leuten da gehts wirklich
> nich besonders... nicht umsonst, und das wissen
> die wenigsten, ist Kuba ein Top-Ziel für
> Sex-Touristen, mir selbst wurden da zweimal ein
> Mädchen angeboten...

Du wirst es nicht glauben: Das gibt´s sogar in Deutschland. Von Thailand, den USA und jeder Menge anderer "demokratischer" Staaten rede ich nicht einmal...

> Ok, Havanna würde schön hergerichtet, aber
> fahr mal weg von den Touristencentren, dann
> läuft teilweise die Kloake auf den Strassen...
> und die zwar schönen, aber schrottreifen
> Autos fahren die Leute sicher nicht freiwillig..

Ich schätze, du bist typischer Pauschaltourist. Würdest du auch nur annähernd eine Ahnung haben, wovon du sprichst, wäre dir aufgefallen, dass es in JEDEM VERDAMMTEN LAND dieser Welt, egal ob "zivilisiert-demokratisch", "islamistisch-terroristisch" oder "sozialistisch-diktatorisch", VÖLLIG IDENTISCH aussieht: Für die Reichen/Touristen werden Inseln des Glücks geschaffen, während die Slums nur wenige Kilometer entfernt sind. Das betrifft so nette Orte, wie South Philly in den USA, ebenso, wie die Slums ALLER ach so demokratischen Länder, die ich nicht einmal bei Tag betreten würde. Selbst in Deutschland gibt es zunehmend Gegenden, die ich bewusst und weiträumig meide, weil dort Menschen leben, denen es ... Wie nennst du es so zynisch? ... "nicht gut" geht.

Und zu allem Überfluss vergleichen wir hier mal so ganz nebenbei die REICHSTEN Staaten dieser Erde mit den ÄRMSTEN dieser Welt --- und stellen doch nicht den geringsten Unterschied fest.

> Man sollte nicht der Chavez/Castro-Propaganda
> nicht alles glauben...

Vielleicht sollte man aber auch der BILD nicht alles glauben, was denkst du, Chimaira911?! Oder denkst du nicht?

> Denn das einzige was einen Menschen zu
> Leistungen antreibt ist und bleibt der
> eigene Vorteil...

Gott sei dank beweisen etliche Millionen Menschen das Gegenteil. Ironischerweise gehören all diese Menschen aber zu einer speziellen Gruppe "Mensch": Sie können denken. Und sie machen von dieser Fähigkeit reichlich Gebrauch. Im Gegensatz zu so einigen anderen. ;)

> viele Leute glauben da immer noch das ihnen
> die Revolution etwas gebracht hat, es wurde
> ihnen lange genug eingeimpft, profitiert haben
> aber nur die oberen 1000..

... Warum erinnert mich das nur so vehement an die aktuellen "Sozialreformen in Deutschland"?
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07.08.2006 10:23 Uhr von maki
 
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*lol*: *Zitateinfachübernehm*

"> Ich war da, und denn Leuten da gehts wirklich
> nich besonders... nicht umsonst, und das wissen
> die wenigsten, ist Kuba ein Top-Ziel für
> Sex-Touristen, mir selbst wurden da zweimal ein
> Mädchen angeboten...

> Ok, Havanna würde schön hergerichtet, aber
> fahr mal weg von den Touristencentren, dann
> läuft teilweise die Kloake auf den Strassen...
> und die zwar schönen, aber schrottreifen
> Autos fahren die Leute sicher nicht freiwillig.."

Wie sieht denn die Alternative aus? Auf jeden Fall noch beschissener! Denn diese Zustände kann man toppen, indem man dem Ami freie Hand lässt.

Und das mit den Autos:
- daran würde sich auch nach Castro nichts ändern, ausser dass sie sich dann den Unterhalt / Erhalt überhaupt nicht mehr leisten können

und (Extrembeispiel)

- unter einer "Demokratie" nach deutschem Muster würden die dann praktisch gar keine Autos mehr fahren
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07.08.2006 10:30 Uhr von Gnomeo
 
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sonst gehts noch? Den Kubanern könnte es nicht schlechter gehen? WIE BITTE?! Mach mal bitte die Augen auf!
Den Kubanern geht es einigermaßen gut, wenn man bedenkt, dass der Rest der Welt sie so gut es geht isoliert hat. Wenn wir nicht immernoch diese gestörten Embargos durchsetzen würden, dann würde es der Gesamtbevölkerung auch noch besser gehen und wir hätten in Kuba ein annehmbares Lebensniveau, aber das können wir uns natürlich nicht leisten, schließlich dürfen die Leute nie auf die Idee kommen, dass andere Formen der Staatsführung vielleicht mehr taugen könnten als solche, die den Kapitalismus über alle Maßen fördern.
Glaubt ihr denn im Ernst immernoch mit Demokratie und Kapitalismus gehts ALLEN besser? Nur weils EUCH persönlich gut geht heißt das nicht, dass es anderen nicht unheimlich dreckig geht.

P.S. In all den Jahren Schule und Fernsehen wurdet auch ihr indoktriniert bis oben hin, also tut nicht immer so, als würde es sowas nur in Diktaturen geben.
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07.08.2006 11:14 Uhr von johagle
 
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@maki: > und die zwar schönen, aber schrottreifen
> Autos fahren die Leute sicher nicht freiwillig..

Das war aber mein Lieblingssatz von Chimaira911!

Ich hab mal einen Bericht über diese Autos gesehen.. Oldtimer aus den 50ern die bei uns sechsstellige Beträge bringen würden! Alles Cadillacs und viele TOP gepflegt!

Beispiel:

http://de.search.yahoo.com/...
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07.08.2006 11:22 Uhr von maki
 
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Du meinst,: es geht bei der gewünschten Zwangsdemokratisierung Kubas nur darum, diesen Fahrzeugbestand kostengünstig abzuschöpfen?

*würgs* - der kapitalistischen Gesellschaft trau ich alles zu, am Ende sind die Dinger in ihrer Gesamtheit vielleicht wertvoller als eventuelle Bodenschätze und tatsächlich ein Grund (für gewisse Kreise), Kuba zu globalisieren (für "uns" die o.g. Werte und für Kuba - *grübel* - nix).
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07.08.2006 12:05 Uhr von johagle
 
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maki: <<<Zwangsdemokratisierung>>>

na ja… ich nenn es Zwangskolonialisierung!

Kuba ist die perfekte Kloschüssel der USA! Alles was für den christlichen Fundamentalismus unakzeptabel ist, schafft man nach Kuba… Folter.. Glücksspiel … Prostitution… wie früher! Und das eigene Land hält man klinisch rein… ist doch ein super Plan!
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07.08.2006 12:07 Uhr von jens3001
 
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@HDG: Anscheinend haben wir eine ähnliche Ansicht. Allerdings kommen wir nicht zum Gleichen Schluss.

Eine Demokratie so wie du sie meinst (sprich, das Volk hat jederzeit die Möglichkeit den/die "Führer" abzuwählen) ist in der Grössenordnung schon von Deutschland utopisch.

Ein Volksentscheid benötigt immer
- Zeit
- Initiatioren
- Unterstützung
- Grundlage

Und weder das eine noch das andere Kriterium wird auf Dauer erfüllbar sein.

Demokratie ist ein schönes Märchen. Mehr aber auch nicht. Funktionieren würde sie am ehesten in kleinem Umfeld (Städte z.B.).
Bei mehreren Millionen Einwohnern versagt sie aber. Denn allein die Masse selbst würde sich behindern.

Was nötig wäre, wäre eine Regelung das "wichtige" Entscheidungen nur per Volksentscheid mit einer Mindestanzahl an abgegebenen Stimmen zustande kommen dürfen.
Wobei es da schon wieder schwierig wird das "wichtig" zu definieren.

Des Weiteren dürfen Regierende in keinerlei Abhängigkeit zu Dritten stehen.

Die Herkunft, der finanzielle Hintergrund, etc. einer Gruppe / Person die die Führung des Staates anstrebt darf keine Rolle spielen.

Eine Regierung darf nicht zustandekommen indem die grossen Parteien eine Person aussuchen und dem Volk als Wahlmöglichkeit präsentieren.
Wenn eine Wahl stattfindet muss jeder der in der Lage ist die Position zu besetzen (wieder ein fast unmögliches Kriterium) die Möglichkeit haben gewählt zu werden.

Ausserdem müssen Entscheidungen in einer "echten" Demokratie immer in vorderster Linie pro Volk gemacht werden.

Schwer das alles umzusetzen. Richtig. Wenn nicht sogar unmöglich.

Eine Regierungsform die die Kriterien zu 100% erfüllt und das auf Dauer kenne ich nicht.

Die Demokratie mag nicht am Ende sein.. vielleicht entwickelt sie sich.
Am wahrscheinlichsten ist aber das die Menschen einfach etwas brauchen das sie aufbauen, loben, kritisieren, forcieren und am Ende zerstören können um dann wieder von vorne zu beginnen.

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