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Bundesregierung hebt Preisbindung für Medikamente auf

In dem viel gescholtenen Entwurf zur Reform des Gesundheitswesens ist ein Aspekt bisher weitgehend unbeachtet geblieben: Die Festpreise für Medikamente sollen aufgehoben werden, es wird nur noch ein Höchstpreis festgelegt.

Apotheken können diese Summen beliebig unterbieten; ob der einzelne Apotheker dabei seine Gewinnspanne verringert oder sich mit anderen zusammenschließt, um gegenüber den Pharmaherstellern eine stärkere Position zu haben, bleibt jedem selbst überlassen.

Auslöser für diesen überraschenden Gesetzentwurf war die umstrittene Ansiedlung der für ihre Tiefpreise bekannten Internet-Apotheke DocMorris in Saarbrücken, wo nun ein Logistikzentrum für Medikamente entstehen soll.


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WebReporter: mercator
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Preis, Medikament, Bundesregierung
Quelle: de.internet.com

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.08.2006 19:55 Uhr von mercator
 
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Die Gesundheitsreform hat also auch ihre guten Seiten - es war ja nach dem Auftauchen von immer mehr Internet-Apotheken nur noch eine Frage der Zeit, wann die nicht mehr zeitgemäße Preisbindung für Medikamente aufgehoben würde. Die neue Konkurrenzsituation sollte, so ist zu hoffen, für einen allgemeinen Preisrückgang sorgen.
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05.08.2006 22:21 Uhr von PBernd
 
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was ist daran gut: Das führt dazu, das viele Apotheken sterben werden und der Service verschwindet. Nur das ich ein wenig einspare. Soviel gibt man ja nicht aus in Apotheken und an den Zuzahlungen wird das sicher nix ändern.
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05.08.2006 22:41 Uhr von matze319
 
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@PBernd: wenn du deine eine packung aspirin in der apotheke holst - einmal im jahr - dann gibste da nicht viel aus. das ist schon klar. aber haste mal drüber nachgedacht es das menschen gibt deren leben an medikamente hängt? für die sind das andere summen.

mal von abgesehen frag mal den apotheker deines vertrauens was die für preisaufschläge haben :-) meine frau kriegt von ner bekannsten apothekerin die pille für den einkauftspreis. das ist dann gerade mal nur noch halb so teuer ;-)

naja und von pharmakonzerne will ich mal gar nicht erst anfangen.
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05.08.2006 23:36 Uhr von shadow#
 
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ne endlich! @PBernd
sicher wird es möglicherweise zum "apothekensterben" kommen, allzutraurig stimmt mich das aber nicht.
das problem im moment ist: wir haben einfach zu viele davon!
es wäre zwar schade wenn in kleineren orten z.b. die einzige apotheke schließen müsste, aber in ballungsgebieten gibt es teilweise mehr apotheken als supermärkte.
es ist ganz einfach wirtschaftlicher unsinn, ganze heerschaaren an apothekern durchzufüttern, wo es mit weniger genausogut gehen würde.
wenn sich die apotheker weiterhin erfolgreich jeglichem wettbewerb juristisch entledigen, schadet das im endeffekt nur dem geldbeutel des patienten.
deshalb hoffe ich sehr, dass dieser gesetzesentwurf umgesetzt wird.
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06.08.2006 00:32 Uhr von ippich
 
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Apothekensterben? Gerne! zumindest wenn ich das aus meiner Sicht betrachte. Ich wohne in Hamburg, und man kann sich einen beliebigen Punkt wählen und in irgendeine Richtung gehen - nach 10 Minuten findet man eine Apotheke. An manchen Kreuzungen hat man sogar 3 oder 4 Apotheken... Ob es wohl auf dieser Welt ein Land gibt, in dem es weniger Einwohner pro Apotheke gibt?

Siehe auch http://www.daserste.de/...~uid,g06lb8gbuu6nmjhz~cm.asp
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06.08.2006 00:42 Uhr von Mazzi
 
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PBernd: in unserm "dorf" mit 36.000 funzen gibts aufem dorfplatz 6 apotheken im radius von 100 metern.
meinste mich jukt das wenn davon 4 zumachen? ich glaub es hakt hier. wir fahren eh meist nach frankreich mit unseren rezepten da wir dicht an der grenze wohnen. da kaufen wir dann billig noch dosen ein zum in die landschaft werfen weils da kein pfand gibt und holen uns die billigen arznei mit.
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06.08.2006 02:32 Uhr von orimbor
 
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Apothekensterben ? Nein nicht die Apotheken sterben . Hoffentlich und Endlich diese elende Standesvertretung der Apotheker die durch ihr "Standesrecht" (anderes Wort für Monopol) Apothekenketten und Billigapotheken blockiert und verbieten lässt sowie Neugründungen letztendlich durch sie genehmigt werden. Allerdings welche Krähe hackt der anderen schon ein Auge aus ? Ohne diesen sauberen Verein werden preiswerte Apotheken wie Pilze aus der Erde schiessen während die vermuffelten "Traditionsapotheken" in der Versenkung verschwinden werden. Aber es ist seid je her bekannt das die grösten Gewinne im Drogenhandel gemacht werden.
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06.08.2006 03:25 Uhr von Kid Rob
 
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Sparen? Warum nicht.
Klar gibts dann Probleme mit der Lagerhaltung - aber was solls, muss die eine Apo halt die Lagerräume der anderen übernehmen! Wir haben hier genau 2 Apotheken vor den Toren von Frankfurt a.M., und die sind höchstens 1 1/2 km Luftlinie voneinander entfernt.
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06.08.2006 11:40 Uhr von orimbor
 
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@Kid Rob: Lagerhaltung ?
Eine Apotheke brauch keine grosse Lagerhaltung die werden mit unter mehrfach am Tag vom Grosshandel beliefert. Die sind Flächendeckend über ganz Deutschland verteilt. Binnen 1 Stunde kann jede Apotheke alles haben überall.
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06.08.2006 11:52 Uhr von Buster_
 
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@Mazzi: "da kaufen wir dann billig noch dosen ein zum in die landschaft werfen weils da kein pfand gibt"

Du bist ja ein richtiger Rebell.
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06.08.2006 11:54 Uhr von wixbubi
 
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wie wird sich diese Reform auf den Großhandel auswirken?
Im Grunde dürfte sich dort nix ändern, oder?

PS: ne Stunde aber nur in Nähe der Pharmahändler.
Die brauchen gute 50 Minuten um nen Auftrag zu verarbeiten und dann fährt der Wagen zur Apotheke..
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06.08.2006 12:41 Uhr von karlauer
 
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Na und? Sicherlich sind Einsparungen im Gesundheitssektor sinnvoll, solange sie nicht die Qualität verringern. Ich will hier nicht den Untergang der Apotheken durch das Aufheben der Preisbindung prophezeien, aber ich bin mir sicher, dass der Spareffekt, wie immer, schnell verpufft und die Qualität der Versorgung am Ende weiter gesunken ist. Wenn jemand wirklich krank ist und nach dem Arztbesuch seine Medikamente haben möchte, dann ist er froh, dass er schnell zur nächsten Apotheke kommt und dort auch die verschriebenen Arzneien sofort mitnehmen kann oder als kostenlosen Service (den fast alle Apotheke anbieten) gebracht bekommt. Klar kann man auch bei DocMorris o.ä. bestellen, nur kommen dann die Medikamente wohl erst an, wenn die akute Phase der Krankheit bereits vorbei ist. Für Leute mit vorhersehbarem Medikamentenbedarf sind diese Angebote natürlich gut.

Ganz davon abgesehen sind die meisten Medikamente bereits frei von einer Preisbindung und alle preisgebundenen Arzneimittel, die rezeptpflichtigen, haben einen festen Aufschlag von 8,25€ bzw. 6,25€ (privat/gesetzlich) und 3%. Klar macht das bei pressewirksamen Schmerzmittel für 0,50€ Einkauf und 9€ Verkauf einen exorbitanten Aufschlag, aber bei einem Medikament für 250€ würde jeder Händler anderer Waren ob des müden Aufschlages von gerade mal 6% laut lachen und den Handel anderen dummen überlassen.

Letztlich kommt es wie es immer kommt, die kleinen meist aber serviceorientierten Apotheke werden wohl dichtmachen und die großen noch größer. Die Qualität wird sinken und billiger wird es nicht, zumindest darauf würde ich wetten.

Wenn man zusätzlich noch bedenkt, das mittlerweile weniger Geld bei Apotheken und Großhandel bleibt, als für die Verwaltung der Krankenkassen ausgegeben wird, dann sollte man sich auch mal fragen, ob nicht der extreme bürokratische Moloch, den die Politik die letzten 30 Jahre geschaffen hat mal gründlich reformiert werden sollte, anstatt immer weitere Minischritte zu versuchen, die keine Besserung versprechen.
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06.08.2006 14:27 Uhr von maki
 
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Täusche ich mich, oder haben die Sackgesichter: jetzt nicht (MIT grösserem Medienrummel) einfach nur den Mist rückgängig gemacht, den sie vor ca. nem Jahr (OHNE grösseren Medienrummel) erst eingeführt haben???

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