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Fehler bei Erster Hilfe - Ärzte haften nicht stärker als Bürger

Ein Gynäkologe wurde im Urlaub zu einem für ihn mutmaßlich ertrunkenen Mädchen gerufen. Da er es für tot hielt, unterließ er es, wiederbelebende Maßnahmen einzuleiten, bis der eingetroffene Notarzt das Kind wiederbeleben konnte.

Durch die frühzeitige ausgebliebene Reanimation erlitt das zweijährige Kind einen Hirnschaden. Die Eltern verklagten den Gynäkologen auf Schmerzensgeld und Schadensersatz auf Grund der unterlassenen Hilfeleistung.

Laut OLG München haften Ärzte nicht, die privat unterwegs sind. Sie sind als "vorbeikommende Dritte" zu bewerten. In der Regel verfügen Ärzte in der Freizeit auch nicht über ihre medizinischen Hilfsmittel. Der Arzt wurde freigesprochen.


WebReporter: sandkastengeneral
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Hilfe, Bürger, Fehler
Quelle: www.n-tv.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2006 15:05 Uhr von sandkastengeneral
 
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Traurig und schade. Leider sind Menschen keine Maschinen und machen wie in diesem Fall tragische Fehler. In der Quelle steht zudem das Ärzte nur bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten haften, was in dem Fall anscheinend nicht vorliegt.
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02.08.2006 15:46 Uhr von meyerh
 
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Privat unterwegs? Im Klartext heist das also, wenn er nicht im Dienst ist kann er sein Hirn und somit auch sein fachliches Wissen abschalten obwohl er ein Fachmann ist. Schon irgendwie grotesk oder?
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02.08.2006 16:49 Uhr von sandkastengeneral
 
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du bist bürger: amtliche stellen sehen jeden als bürger. deswegen du bist bürger :D
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02.08.2006 17:35 Uhr von Tasko
 
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Immer nur andere verklagen: Warum haben die Eltern nicht selbst versucht, ihre Tochter zu reanimieren? Ich hätte mich als Vater wahrscheinlich nicht mit einen "die ist tot" abgefunden. Vielleicht klappt die Reanimation nicht unbedingt, aber alleine durch das Beatmen und die Herzmassage wäre vielleicht der Hirnschaden vermieden oder wenigstens vermindert worden.
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02.08.2006 18:22 Uhr von summersunset
 
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gutes Urteil: Es ist zwar tragisch, was passiert ist, nur müsste mal als Arzt ja dann andauernd Angst haben, dass man in so eine Situation kommt.

Stellt euch mal vor als Arzt steht ihr im Supermarkt, plötzlich klappt die Oma neben euch zusammen. Ihr denkt Herzinfarkt, dabei hatte die Oma eine Übermedikamentierung. Sie stirbt und dann werdet ihr von deren Familie auf 30.000 Euro Schmerzensgeld verklagt...

Dann würde es sicher nicht mehr lange dauern, bis die erste Reaktion auf so einen Vorfall weglaufen ist. Mit der Hoffnung nicht erkannt zu werden.
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03.08.2006 19:43 Uhr von nester
 
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richtige entscheidung: noch dazu ist es nur einem arzt gestattet jemanden als tot zu erklären. und wenn dieser arzt der meinung war, dass das kind hoffnungslos tot ist, ist das seine entscheidung. wenn der notarzt kommt und das kind dennoch wiederbelebt, ist das gut gelungen, hätte aber nicht pasieren müssen. nur weit weniger als 5% aller reanimationen verlaufen positiv. und damit meine ich nicht zu sterben, nicht nicht keine bleibenden schäden zu haben.
und was dazu kommt: JEDER der einen erste hilfe schein hat (und ndas hat fast jeder, denn sonst hätten wir ein paar autos weniger im umlauf) kann eine reanimation durchführen. hätte also jeder der in der umgebung stehenden durchführen können. die frage ist nur, ob man sich das zutraut. und auch für den Gynäkologen wäre es wohl die erste reanimation gewesen...

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