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Gang zum Psychiater noch immer mit Vorurteilen verbunden

Der Gang zum Psychiater ist in Deutschland noch immer mit Vorurteilen anderer und Ängsten der betroffenen Personen verbunden, dies erklärte jetzt Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP).

Personen, die zum Psychiater gehen, werden von vielen in der Gesellschaft "als verrückt abgestempelt" und werden daher auch nicht wirklich ernst genommen, berichtete Roth-Sackenheim.

Die Expertin rät auf jeden Fall dazu, bei anhaltenden Problemen einen Psychiater aufzusuchen. Die so genannte "Couch-Analyse" entspreche mittlerweile auch nicht mehr der Realität bei Therapeuten.


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WebReporter: alipop
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gang, Psychiater, Vorurteil
Quelle: portale.web.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.08.2006 13:52 Uhr von alipop
 
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Viele Menschen schämen sich einfach zu sehr um zum Psychiater zu gehen, allerdings sollte ihnen klar sein, dass sie ihre Probleme durchs Nichtstun nur weiter verschlimmern.
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02.08.2006 14:25 Uhr von Gregsen
 
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nachvollziehbar: bevor ich falsch verstanden werde, ich würde niemanden ausgrenzen oder als verrückt bezeichnen der beim psychiater war. Vor allem weil psychiater wirklich für die heilung von psychischen krankheiten oder zumindest wirklich schweren erlebnissen da sind.

Allerdings sehe ich eine zunehmende tendenz schon im frühen alter bei kleinsten psychologischen Problemen (mein Freund / Freundin hatm ich verlassen) sich auf die couch zu werfen... und dass kann nicht richtig sein. Wenn man bereits in jungen jahren, bei den kleinen problemen die man da hat hilfe braucht, wie wird man dann mit den wirklich schwerwiegenden Schwierigkeiten fertig werden die im laufe des lebens noch auf einen zukommen werden?
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02.08.2006 14:52 Uhr von jens3001
 
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Ausserdem würde es mich überraschen wenn die Vorsitzende des Psychiater-Verbandes was anderes sagt zu dem Thema.

An sich finde ich es auch nicht falsch bei schwerwiegenden Problemen zu jemanden zu gehen der weiss wie man nur durch Reden Probleme aus einem rausholt.
Allerdings würde ich trotzdem nicht zu einem Psychater gehen, da ich allein schon bei dem Gedanken das er/sie das nicht aus Nächstenliebe tut sondern weil er/sie Geld dafür bekommt.
Da fehlt dann der persönliche Bezug.

Ausserdem finde ich es traurig wenn man zu einem Psychiater gehen muss anstelle mit einem guten Freund / guten Freundin reden zu können.
Das ist für mich ein Anzeichen von sozialer Verarmung.

Wie gesagt. Bei schwerwiegenden Problemen die man weder alleine noch mit Freunden lösen kann halte ich den Gang zum Psychiater trotzdem für sinnvoll.
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02.08.2006 15:26 Uhr von bastibaer
 
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@alipop: Du hast vollkommen recht.
Den meisten ist es peinlich zum Psychiater zu gehen weil man dann gleich als bekloppt angesehen wird.
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02.08.2006 17:26 Uhr von Blackrose_de
 
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erschreckend wie wenig die menschen darüber wissen ...
Psychater/neurologen sind eher für organische sachen und die medikation zuständig, das andere sind die psychotherapeuten (wobei es natürlich auch vorkommt dass ein psychloge/neurologe eine psychotherapeutische ausbildung hat). und bemerkungen wie "... wegen kleinigkeiten wie zB xxx zum psychater gehen" sind auch absolut überflüssig, kein mensch kann wissen was die situation xxx bei einem anderen menschen ausgelöst hat, wie schwerwiegend es ist.
eigentlich hat mir hier nurnoch der satz "wenn er/sie nur wollte würde er/sie das auch alleine schaffen" gefehlt ....
naja, zumindest ist es schon positiv wenn nicht betroffenene versuchen sich mit dem thema auseinanderzusetzen.
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02.08.2006 17:32 Uhr von Teppichratte
 
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Dazu kommt, dass die Menschen zusätzlich noch mit diesem Kallwasszeugs zugemüllt werden, die halten den Ablauf teilweise echt für Realität, und sind hier in der Beratungsstelle schon mit Mann uned Maus aufgetaucht und wollten mal eben was geregelt haben.
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02.08.2006 17:34 Uhr von vst
 
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"wenn er/sie nur wollte würde er/sie das auch alleine schaffen
*g*

Wobei "leichtere Fälle" auch alleine zu schaffen sind.

Ich vergleiche das mit dem Gang zum "normalen" Arzt.
Wer wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennt muss irgendwann wegen jedem Sch... dorthin.

Schnupfen, Heiserkeit, blaue Flecken muss ich nicht vom Arzt kurieren lassen, Angst vor Spinnen oder Tunneln auch nicht.
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02.08.2006 17:41 Uhr von steve-rich
 
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Die meisten Menschen haben einfach nur Angst vor dem Thema. Es ist ihnen zu heikel, in bezug auf ihre eigenen Lebensumstände.

An psychischen Probleme anderer erfreut man sich nur gerne, wenn es sich vorwegen um Prominente oder einem bekannte Menschen handelt. Sobald aber in der eigenen Familie oder engerem Bekanntenkreis ein solcher "Fall" auftritt, zeigen die meisten Menschen eher ein Desintresse und Schweigen, um nur nicht in den Dunstkreis des Problemes zu geraten.

Wäre eine Betroffener nur körperlich sichtbar erkrant, wäre alles ganz normal, aber psychische Verletzungen sind nun einmal unsichtbar für unser Auge. Mehr Aufklärung und Öffentlichsarbeit zum Thema würde ich mir wünschen, um reine Vorurteile abzubauen.

Ich empfehle jedem Menschen einmal den normalen Spaziergang in eine öffentliche Psychatrie, nur um zusehen, das da auch nur Menschen wie du und ich rum laufen, die jediglich eine Krankeit haben und nicht Aussätzige sind!
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02.08.2006 17:48 Uhr von Teppichratte
 
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@vst: Das Problem ist, dass man nur sehr schwer erkennen kan, was eine "Kleinigkeit" ist.
Außerdem ist es (noch) so, dass du wegen einer Kleinigkeit gar nicht behandelt wirst, es ist ja nicht so wie beim Internisten, also du gehst hin, zeigst dein aua, bekommst was und gehst wieder.
Einer Psychotherapeutischen Behandlung gehen immer etwa 5 Probesitzungen vorraus, in denen das Problem benannt werden soll und vor allem erst mal festgestellt werden soll, ob Therapeut und Patient überhaupt zusammen passen.
Und glaub mir, wer wegen einem "Wehwehchen" dorthin geht, verliert sehr schnell die "Lust".

Der größte Teil läßt sich nach dem Erstgespräch eh nie wieder blicken, weil sie schlicht keine Ahnung hatten, was auf sie zukommt, denn wer ne Ecke zum ausheulen und rumjammern sucht, wird schrecklich endtäuscht sein, Psychotherapie ist eine harte und meist schmerzhafte Arbeit.
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02.08.2006 17:58 Uhr von vst
 
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teppichratte: mein Kommentar war kurz und zackig. Klar ist es nicht immer einfach zu erkennen was dem Schnupfen ähnlich ist.

Ich gehe da jetzt eher von einer Freundin aus, die ständig "auf der Couch liegt".
Oft wegen Dingen die normal sind.

Viele Menschen haben z. Bsp. Ekel vor Erdnussbutter die am Gaumen klebt. Aber die meisten essen dann eben keine Erdnussbutter mehr. Sie geht deshalb in Behandlung.

Ich war letztens im Daimler-Benz-Museum in Stuttgart. Es ist ein mulmiges Gefühl im achten Stock an der Scheibe zu stehen die bis zum Fußboden geht und keinen Rahmen hat. Man kommt sich vor als würde man ohne Schutz 30 Meter über dem Boden am Abgrund stehen.

Viele Besucher stehen einen Meter von der Scheibe weg. Aber kaum einer würde deshalb zum Psychiater gehen. Sie schon.

Das meinte ich mit kleinen Störungen.

Wobei die Frau eine einzige Störung ist und somit vielleicht doch recht hat :-)
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02.08.2006 18:12 Uhr von Teppichratte
 
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Na ja, für Außenstehende ist es immer schwer zu beurtelen, wie gravierend die vermeintlichen Kleinigkeiten sind, zumal diese Kleinigkeiten meist nur Symptome für andere, schwerwiegendere Dinge sind.
Also ich kenne keinen Psychologen, der sich auf diese Klerinigkeiten einläßt(es sei denn, er tritt auch im Fersehen auf), zumal ja auch eine Kostenzusage der Kasse eingeholt werden muss.

Anders kann es bei Privatpatienten aussehen, da geht es tatsächlich in die amerikanische Richtung, wo viele Patienten gar nicht mehr ohne ihren Therapeuten lebensfähig sind, und zusätzlich auch noch mit Medikamenten in der Abhängikeit gehalten wewrden. Versuch mal in Deutschland von einem Psychologen Psychopharmaka zu bekommen, diejenigen, die mit dem Zeug umsichwerfen sind die Hausärzte.

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