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Kindergeld für Reiche soll laut Gemeindebund gekürzt werden

Das Kindergeld für reiche Familien soll gekürzt werden. Das meint zumindest der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Damit soll dann mehr Geld für die Finanzierung von Betreuung und Integration übrig sein.

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Städtebundes, schlug in der Zeitung "Die Welt" eine Staffelung des Kindergeldes vor. Bereits zehn Prozent Umschichtung des Kindergeldes brächten 3,5 Milliarden Euro zur Finanzierung der Kinderbetreuung.

Außerdem forderte er eine vernünftige Sprachförderung im Kindergarten, um für eine bessere Integration für Kinder mit Migrationshintergrund zu sorgen. Auch müsse man laut Landsberg das letzte Jahr im Kindergarten in ein Vorschuljahr umwandeln.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Reich, Gemeinde, Kindergeld
Quelle: www.gmx.net

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2006 17:00 Uhr von Borgir
 
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Mit der Kürzung des Kindergeldes für Reiche wäre mal ein großer Schritt Richtung weniger Geldverschwendung getan. Wozu brauchen Millionäre Kindergeld? Was die Integration von ausländischen Kindern angeht, muss man Landsberg auch Recht geben. Eine art Vorschuljahr sollte eingeführt werden.
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01.08.2006 17:25 Uhr von Lonni
 
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Jetzt: Sollte nur noch definiert werden, ab wann man als Reich gilt. Wenn ich mir den Ar… aufreiße um viel zu verdienen und zur Strafe weniger bekomme, kommen wir wieder zu dem Punkt an dem man die Faulheit im Land unterstützt. Und Kinderreich sind dann wieder die ärmsten sowie Ausländer.
Da sollte schon differenziert werden. Politiker sollten am wenigsten bekommen. Viel Geld für wenig Leistung ?
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01.08.2006 17:41 Uhr von Teppichratte
 
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Leider: versickern solche Einsparungen meist in den unendlichen Tiefen der Haushaltspolitik, und wenn man später mal vorsichtig nachfragt, tauchte wieder mal ganz plötzlich aus dem Hinterhalt ein Haushaltsloch auf, von dem man natürlich nichts wissen konnte, weil es die pöse Vorgängerregierung einfach verschwiegen hat. Sowas aber auch.
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01.08.2006 17:58 Uhr von msi999
 
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Verfassungswidrig (... Sommerloch ...): Das Problem ist doch, dass das Existenzminimum steuerfrei sein muss, auch bei Millionärskindern. Und nichts anderes ist der Kinderfreibetrag. Den kann man gar nicht abschaffen!!!

Das Sehrgutverdienende über den Kinderfreibetrag am Ende mehr Geld bekommen, also Otto Normalverdiener über das Kindergeld ist eine Ungerechtigkeit, die im System liegt, aber aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht abgeschafft werden kann.

Ergo: Der Vorschlag - so gut er sein mag - ist nicht durchführbar und taugt nur fürs Sommerloch.
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01.08.2006 18:23 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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999: Hier geht es nicht um einen Freibetrag, sondern ums Kindergeld.
Was das mit einem Existenzminimum zu tun hat, ist mir schleierhaft, schliesslich sind die Eltern Empfänger des Geldes und nicht das Kind.
Bitte um Aufklärung.
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01.08.2006 18:33 Uhr von maki
 
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Da wird Frau Reiche aber traurig sein Nicht weinen, Katharina, Du kommst auch ohne KG aus...

;-)
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01.08.2006 18:43 Uhr von Shrine
 
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Bei den Reichen kürzen? Wer kommt denn auf so Ideen!? Die sind wohl von lauter Kommunisten unterwandert.

Tsä!
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02.08.2006 10:54 Uhr von msi999
 
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Berliner_Pflanze: Es gibt ENTWEDER Kindergeld ODER den Kinderfreibetrag auf die Einkommenssteuer, je nachdem was für den Steuerpflichtigen günstiger ist. D.h. ab einen gewissen Einkommen bekommt man STATT Kindergeld den Kinderfreibetrag.

Und dieser Kinderfreibetrag ist genau der Betrag, den das Verfassungsgericht als Existenzminimum für Kinder ansieht. DEN müßte man kürzen, wenn man bei Reichen das Kindergeld kürzen wollte.

Nichtsdestoweniger würde es schon viel Geld in die Kasse bringen, wenn man statt dem Freibatrag jedem nur das Kindergeld zahlen würde. Wäre gerecht, aber eben verfassungswidrig.

So gibt es die groteske Situation, dass jemand der 200 TEUR im Jahr verdient über den Kinderfreibetrag wesentlich mehr pro Kind bekommt, als ein Angestellter, der Kindergeld bekommt. Leider ist das - wie man hier sieht - viel zu wenig bekannt.
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02.08.2006 20:11 Uhr von nester
 
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@bleissy: wie wärs wenn du in einem zeitraum von, sagen wir, 20 jahren denkst?
arme bekommen ja nicht mehr als vorher, sondern genauso viel wie jezt. jedenfalls an geld. und eine zusätzliche vörderung um überhaupt eine chance zu bekommen um überhaupt jemals auch nur einen euro selbst zu verdienen. das brauchen kinder von reichen alles nicht, denn die werden wohl keine sprachprobleme haben, nachhilfe können sich reiche leicht leisten usw.
werden die armen nun aber gefördert, weil die reichen nichts !zusätzlich! bekommen, sind sie in der lage einen vernünftigen schulabschluss zu machen, klug zu werden und nicht dumm zu bleiben, und später somit eine ausreichene ausbildung zu haben um selbst geld zu verdienen. das nüzt dem staat weit aus mehr als reichen die 250.000€ im jahr zur verfügung haben monatlich nochmal 200€ extra zu geben. di merken doch nichtmal wenn ihnen 200€ im monat fehlen.


ich find es immer wieder bedauerndwert, wieso hier konzepote die in den skandinavischen ländern wseit jahren sehr sehr gut funktionieren als untauglich hingestellt werden..
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03.08.2006 11:50 Uhr von Tasko
 
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@msi999: Wobei die von Dir aufgezeigte "Ungerechtigkeit" am ungerechten Steuersystem selbst liegt. Was kann denn der mit dem größeren Einkommen dafür, daß ihm normalerweise 42-45% davon nur an Steuern abgenommen werden (von Sozialabgaben ganz zu schweigen), während Otto Normalverbraucher mit 25 opder 30% Steuern dabei ist? Und die 42% fallen IMO schon ziemlich zeitig an...

Immer nur dieses "Die haben aber mehr als ich, also müssen die auch mehr abgeben"... Ich kann´s nicht mehr hören. :-(

Kein Wunder, wenn in Deutschland keiner mehr was leisten will, wo man doch für mehr Leistung/mehr Verdienst mit mehr Abgaben bestraft wird. Als ob es nicht reicht, daß ein 100T€-Verdiener auch bei 30% schon 30T€ zahlt (statt 15T€, wenn er nur 50T€ verdienen würde), nein, der muß eben 42T€ Steuern zahlen. Und selbst dann meckern wieder welche, daß der eben auch 42% statt 30% von allem spart, was er von der Steuer absetzen kann...

Warum soll der Reiche nicht auch für Kinder belohnt werden? Die Wahrscheinlichkeit, daß dessen Kinder mal dem Staat auf der Tasche liegen, ist weit geringer als bei "Normalos" oder sozial schwachen Familien. Im Gegenteil: Selbst wenn die nicht arbeiten und Steuern zahlen, geben sie wenigstens ihr Geld aus und sorgen für Umsatz.
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04.08.2006 14:13 Uhr von msi999
 
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@Tasko: "Immer nur dieses "Die haben aber mehr als ich, also müssen die auch mehr abgeben"... Ich kann´s nicht mehr hören. :-("

ICH habe DAS nicht gesagt, aber...

Es ist nun mal Grundlage der sozialen Marktwirtschaft, dass der Einzelne zu den Aufgaben der Gemeinschaft entsprechend seiner Leistungsfähigkeit beiträgt. (Jeder, der das westdeutsche Schulsystem durchlaufen hat, sollte das besser formulieren können, als ich...).

An diesem Grundsatz wird niemand ernsthaft zweifeln wollen. Oder wer möchte schon amerikanische Zustände, dass es völlig normal ist, dass viele Menschen jeden Tag 16 Stunden in zwei Billigjobs arbeiten müssen, um einigermaßen überleben zu können.

Über die einzelnen Parameter kann man dann sicher streiten. Ob die Steuerprogrression, so wie wir sie derzeit haben, der Weisheit letzter Schluss ist, darf bezweifelt werden.

Hier ging es darum, dass jemand der 200 TEUR im Jahr verdient etwa doppeltsoviel "Kindergeld" (--> Kinderfreibetrag) bekommt wie jemand der 40 TEUR verdient. Ich empfinde das als ungerecht. Aber - wie gesagt - es ist derzeit aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht zu ändern. Oder: wenn man es ändern wollte, dann müßte man das Kindergeld erhöhen und den Freibetrag gleich lassen. Und dass will nun auch niemand wirklich bezahlen können... :-)
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04.08.2006 17:20 Uhr von Tasko
 
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@msi999: Das liegt an der Sichtweise. Während Du sagst, er bekäme doppelt so viel Kindergeld, sage ich ganz neutral, daß der pauschalisierte finanzielle Aufwand für das Kind (der für alle gleich hoch ist) steuerfrei gestellt wird. Warum schimpft keiner, daß der Großverdiener wegen dem gleichen Prinzip effektiv mehr Kilometergeld für den Weg zur Arbeit bekommt?

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