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"Graf Zeppelin" gehört Russland - Deutschland hat keine Besitzansprüche

Das Bundesverteidigungsministerium stellte klar, dass das Wrack der "Graf Zeppelin" nicht mehr Deutschland gehöre. Der ehemals deutsche Flugzeugträger sank vor Jahrzehnten und wurde am 12. Juli dieses Jahres vor der polnischen Küste entdeckt (ssn berichtete).

"Graf Zeppelin" war ursprünglich ein Schiff der deutschen Marine, wurde aber von der damaligen Sowjetunion im Krieg erbeutet. Zudem sind auch keine Leichen deutscher Seeleute an Bord des Wracks. Somit habe man keine juristisch begründbaren Besitzansprüche.

Russland sei nun der Eigentümer des nicht fertiggestellten einzigen deutschen Flugzeugträgers. Man müsse sich "mit der russischen Seite abstimmen", wenn Deutschland das Schiff wieder haben wolle. Dann sei das Finanzministerium die zuständige Stelle.


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WebReporter: Thothema
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Russland, Besitz
Quelle: www.rp-online.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.08.2006 14:55 Uhr von Thothema
 
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Wer will denn das Ding? Hat da jemand angefragt oder ist das eine Verlautbarung ders Verteidigungsministerium dass niemand auf den Gedanken kommt, sich darum zu streiten? Oder noch besser: Geht es darum, dass man in keinem Fall die Bergungskosten aufgebrummt haben will? Fragen über Fragen ;-)
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01.08.2006 15:10 Uhr von ciaoextra
 
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Ich: denke eher, dass Deutschland erst gar keine Besitzansprüche geltend macht, weil sie sonst ihre Felle davon schwimmen sehen könnten, bei all den Kunstschätzen, die Russland nach wie vor nicht an Deutschland zurückgibt (und die einst von den Russen geräubert wurden). Deutschland hat das neue Bernsteinzimmer zu 2/3 bezahlt und trotzdem haben die in Russland den Hals nicht vollgekriegt. Was sie hier geklaut haben, geben sie einfach nicht raus. Jetzt hat Deutschland denen quasi die "Graf Zeppelin" vor die Füße gelegt - mal sehen, wie es jetzt weitergeht zum Thema Beutekunst.
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01.08.2006 15:15 Uhr von snickerman
 
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Besitz? - Nebensache! Wichtig ist nur, dass Meeresarchäologen das Wrack
anständig untersuchen und vermessen können,
zu heben ist da wohl eh nichts mehr.

Hauptsache, keine Schatzsucher plündern!
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01.08.2006 15:16 Uhr von ciaoextra
 
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@ snickermann: Das mit den Plünderern ist so eine Sache. Angeblich sind jetzt schon Taucher an der Wrackstelle gesichtet worden: http://www.nzz.ch/...
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01.08.2006 15:31 Uhr von snickerman
 
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danke, ciaoextra! Gott sei Dank liegt das Wrack zu tief für Hobby-Taucher,
aber alle, die sie in der Nähe erwischen sollten, denen gehört meines Erachtens der Neopren-Hintern strammgezogen!
(und die Ausrüstung beschlagnahmt)
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01.08.2006 15:35 Uhr von Irminsul
 
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Warum sollte man das haben wollen
großer klumptasch metall der unter wasser ist... solln die russen das haben wenn sie es bergen wollen kaufen sie die nötige technik vermutlich eh in deutschland^^
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01.08.2006 15:48 Uhr von Tasko
 
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Zu tief für Hobby-Taucher? Ein paar Verrückte gehen mit Pressluft auf 86m. Der Rest, wenn er will, mit Trimix.
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01.08.2006 16:09 Uhr von S @ W
 
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Ich würde es schon haben wollen: wenn jemad es mir herausfischen würde :) Aber mal im ernst, das Teil war gute 33 500 Tonnen schwer und für ne Tonne Stahl wir auf dem Markt für 500 € gehandelt. Das würde Heißen, dass dort Stahl für ca. 16.750.000 € unten liegt. Würde man annehmen, dass das Bergen und zerlegen 6.750.000 € kosten würde kähme man immer noch mit knappen 10.000.000 € weg.
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01.08.2006 16:11 Uhr von Kid Rob
 
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Hrmf. Alle wollen nur haben haben haben. Und von wem? Deutschland.
Naja, ist mir egal. Der kleine Mann von der Straße kann da eh nich viel machen, wenn die "großen" das Geld zum Fenster rauswerfen.
Trotzdem schade um den hochreinen Stahl, der da unten liegt.
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01.08.2006 16:36 Uhr von exekutive
 
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@Kid Rob: "Alle wollen nur haben haben haben. Und von wem? Deutschland."

tja so ist das halt mit einem land, das schon seit über 60 jahren besetzt ist... erstmal werden alle wünsche der anderen erfüllt.. und ganz am ende kommen die eigenen "nationalen" interessen ran
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01.08.2006 16:37 Uhr von i.kant
 
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mal im ernst der krieg ist seit der wiedervereiigung zu ende ...
... wir bezahlen die entsorgung ihrer gottverdammten atomgetriebenen unterwasserschüsseln ... und jetzt wolln die auch noch unsren flugzeugträger behalten ?? werd ich verrückt ?? wann isn die gesunken ?? war das vor oder nach hiroshima & nagasaki ?? denn dann wäre der stahl noch um einiges mehr wert ...
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01.08.2006 16:50 Uhr von bernduwe
 
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die russen sollen das mal schön bergen, denn die haben es ja versenkt!!! und dann an deutschland zurückgeben, denn von uns haben die das ja genommen!!! aber nein, unsere regierung zieht gleich feige den schwanz ein!!
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01.08.2006 16:54 Uhr von Verdunster
 
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naja: die werden sich schon einigen ... denn ich glaube schon das rein aus historischen Gründen einige Museen an diesen Stahlgrab verdienen möchten is halt nur die Fragen ob es technisch noch machbar ist.........
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01.08.2006 19:31 Uhr von orimbor
 
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Wozu ??? Also vor Scapa Flow liegt auch noch einiges an deutschem Qualitätsstahl rum und an die Graf Spee zu kommen ist vergleichsweise einfach. Aber wo will man sich den Schrott hinstellen ?
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01.08.2006 19:43 Uhr von tommy-25
 
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ciaoextra: schäden die D im 2Wk in Russland angerichtet hat sind sowieso nie bezahlt worden. Nur zerbombter und völlig zerstörter Stalingrad hätte mehr als 200 Miliarden $ gekostet.
Kunstschätzen die russen erbeutet haben sind dagegen nichts wert.
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01.08.2006 20:31 Uhr von plopp
 
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@tommy: du irrst. Die DDR hat mächtig Reparaturen an Russland gezahlt. Obwohl, du hast auch Recht, die BRD hat nicht einen Pfennig gezahlt, die DDR zahlte es.
Tja, auch so eine Sache, die eine deutsche Seite wurde vom Russen ausgesaugt und die andere Seite hat derweil im "goldenen" vom Ami geförderten Westen gelebt.

Was den Träger angeht: Deutschland wurde er von den Russen abgeknöpft. Die Russen haben ihn vor Polen versenkt. Gehört der nun nicht Polen? *g* Was man verliert ... tja, Pech gehabt ;)

Nach all den Jahrzehnten sollte sowas eh egal sein. Das Teil gehört, wenn man es überhaupt noch bergen kann, in ein deutsches Museeum, ist immerhin deutsche Geschichte.
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01.08.2006 21:03 Uhr von orimbor
 
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Wahhhh So viel dummes Zeug habe ich noch nie gehört. Diesen Blödsinn das die Ostzone den ganzen Krieg bezahlt hätte kriegt man aus den Ostköpfen nie raus. Und das bisschen Abschrauben von alten Schrottmaschinen gab es im Westen auch. Im übrigen wurden Deutschland als Folge des WK2 über 2,5 Millionen Patente geklaut. Gröstenteils von den Westmächten .Alleine für dieses Nachkriegsverbrechen müssten wir noch Geld rauskriegen.
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01.08.2006 21:42 Uhr von Mitmirnicht
 
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Deine Rechnung geht nicht auf!
Rost ist kein Stahl mehr und nach 60 Jahren Salzwasser kannst du davon ausgehen,das dir der grösste Teil des ehemals guten Stahls zwischen den Fingern zerbröselt.
Also nix is mit de Milliönchen ;)
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01.08.2006 21:43 Uhr von ferry73
 
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müll entsorgen: clever, die russen müssen/ sollten nun den schrott entsorgen....
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01.08.2006 21:50 Uhr von Mitmirnicht
 
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@plopp: <<Die DDR hat mächtig Reparaturen an Russland gezahlt. Obwohl, du hast auch Recht, die BRD hat nicht einen Pfennig gezahlt, die DDR zahlte es>>

Aber sicher,die Russen haben sich bestimmt über 1000 Tonnen Aluminiumschrott in Form von Hundemarken sehr gefreut :)
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01.08.2006 21:50 Uhr von mondwolke
 
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museum: Der gehört wirklich in ein deutsches Museum, falls der Zustand es noch zu lässt... also warum ihr das alle nicht sehen wollt und so kann ich nicht verstehen! Ich würde den gerne mal besichtigen, wenn das möglich wäre.

Naja, er ist in der Tat russische Kriegsbeute, allerdings ist der Krieg ja nun ein paar Tage her und von daher finde ich könnte Deutschland doch Besitz beantragen, zu mal es der einzige deutsche Flugzeugträger (damaliger Zeit?!?) ist.
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01.08.2006 22:22 Uhr von katatonia
 
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@orimbor: >>Diesen Blödsinn das die Ostzone den ganzen Krieg bezahlt hätte kriegt man aus den Ostköpfen nie raus.<<

War ja klar das auf erwiesenen Behauptungen wieder Gegenbehauptungen von gekränkten "Wessis" kommt. Und Argumente bleibst du uns ebenso schuldig. Mal wieder dumm gebrüllt...

"Eine der tieferen Ursachen für die wirtschaftlichen Probleme muß in den Reparationsleistungen an die Sowjetunion (1945-1953) gesucht werden. Die SBZ/DDR erbrachte die höchsten im 20. Jahrhundert bekannt gewordenen Reparationsleistungen, nach neueren Berechnungen mindestens 14 Milliarden Dollar (in Preisen von 1938) inklusive Besatzungskosten. Im Vergleich zum Westen Deutschlands hatte der Osten zwar geringere Substanzverluste durch Kriegsschäden, doch die Verluste durch die sowjetischen Beuteaktionen, Demontagen und Reparationsleistungen lagen deutlich über denen der Bundesrepublik. Zwischen 1945 und 1948 entstanden infolge der sowjetischen Demontagen industrielle Strukturschäden, die besonders die spätere Wettbewerbsfähigkeit der DDR negativ beeinflußten. In der SBZ und in Ost-Berlin demontierte die sowjetische Besatzungsmacht mindestens 2000 bis 4000 Betriebe, mehr als die Hälfte davon vollständig. Als die Demontagen 1948 endeten, betrug die Gesamtkapazität der Industrie der SBZ nur noch schätzungsweise 50 bis 70 Prozent des Standes von 1936. Letztlich haben die Demontagen die industrielle Substanz stärker geschädigt als die eigentlichen Kriegszerstörungen.

Einzelne Wirtschaftsbereiche vermochten sich von den Demontagefolgen nicht vollständig zu erholen. Beispielsweise lag Mitte der fünfziger Jahre die Personenkraftwagen-Produktion bei nur etwa einem Drittel des Produktionsstandes von 1936. Spätere wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen der SED-Führung ruinierten die einstmals führende Automobilindustrie schließlich auf Dauer. Noch gravierender waren die Folgen für das Transportwesen der SBZ/DDR. Die Transportleistungen erreichten aufgrund der umfangreichen Demontage von Gleisanlagen (Abbau des zweiten Gleises), der Mitnahme von Lokomotiven und Waggons sowie dem Abbau moderner Bahneinrichtungen 1950 nur noch etwas mehr als die Hälfte der Transportleistungen des Jahres 1936.

Neben den Demontagen führten die Reparationsleistungen, die als laufende Abschöpfungen eines Teils der industriellen und landwirtschaftlichen Produktion durch die Besatzungsmacht verstanden werden müssen, zu Verschiebungen des industriellen Strukturgefüges und zum Entzug von Investitionsgütern. Immerhin kamen 1949 drei Viertel aller Reparationslieferungen aus Betrieben des Maschinen- und Schwermaschinenbaus und des Schiffbaus, also aus Zweigen, die es im einstigen mitteldeutschen Raum nicht oder nur in geringem Umfang gegeben hatte."

http://www.bpb.de/...(Teil_2).html
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01.08.2006 22:59 Uhr von Mitmirnicht
 
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Heul doch: Deutsche Restitutions-, Reparations- und Entschädigungsleistungen ohne innerstaatliche Leistungen, vgl dazu II

1 Westliche Besatzungszonen

Die von der Pariser Reparationskonferenz 1946 für die Abrechnung der Reparationen in der "Westzone" d h Bundesrepublik Deutschland und westliches Auslandsvermögen eingesetzte Inter-Alliierte Reparationsagentur IARA hat in ihrem Abschlußbericht im Jahre 1961 die von ihr erfaßten und verteilten Werte auf rund 520 Mio Dollar nach dem Kurswert von 1938 beziffert Diese Zahl ist jedoch zu niedrig gegriffen Ausgegangen werden muß hier von folgenden Leistungen:

11 Ablieferung von Münzen und Barren aus Edelmetall sowie ausländischen Valuten Proklamation der Oberbefehlshaber der Besatzungsstreitkräfte vom 20 September 1945, Abschnitt V Nr 15; ABl des Kontrollrates Nr 1, S 8 - 19: Wert nicht bekannt

12 Restitution von Vermögensgegenständen; Dienstleistungen zur Wiederherstellung zerstörter Gegenstände und Beseitigung von Schäden Proklamation vom 20 September 1945, Abschnitt VI

13 Entnahme von lndustrieausrüstungen, anderen Ausrüstungsgütern und Handelsschiffen Pariser Abkommen vom 14 Januar 1946, Art 1, Kategorie B In der Begründung zum Reparationsschädengesetz vom 12 Februar 1969 BT- Drucksache V/2432 vom 23 Dezember 1967, S 77 ff werden die Reparations- und Restitutionsschäden im Bundesgebiet auf insgesamt 4,782 Mrd RM Wert 1938 geschätzt

14 Holz- und sonstige Zwangsexporte aus der laufenden Produktion: 0,4 Mrd RM BT-Drucksache V/2432, S 77 ff

15 Urheberrechte: 0,1 Mrd RM BT-Drucksache V/2432, S 77 ff

16 Beschlagnahme gewerblicher Schutzrechte Patente, Warenzeichen, Handelsmarken sowie Herstellungsverfahren und Forschungsergebnisse im In- und Ausland Londoner Abkommen über die Behandlung deutscher Patente vom 27 Juli 1946: Nach einer Schätzung der Notgemeinschaft für reparationsgeschädigte Industrie vom Frühjahr 1951 betrug der Wert der im gesamten Reichsgebiet beschlagnahmten Patente und Gebrauchsmuster 12 - 15 Mrd RM und der Wert der Warenzeichen etwa 3 Mrd RM; der Gesamtwert der im In- und Ausland beschlagnahmten deutschen Schutzrechte wird mit 17 - 20 Mrd RM angegeben, davon kamen &frac23; den westlichen Siegerländern und &frac13; der Sowjetunion zugute Am Abend der Demontage - Sechs Jahre Reparationspolitik, herausgegeben vom Bremer Ausschuß für Wirtschaftsforschung, Bremen 1951, S 125 f

17 Reparationsschäden in den deutschen Ostgebieten, Umsiedlungsschäden ohne Ansprüche nach dem Lastenausgleichsgesetz LAG i d F vom 2 Juni 1993; vgl BT-Drucksache V/2432, S 77 f, Tabelle Nr 1 c, d, f und h: 1,312 Mrd RM

18 Einsatz deutschen Auslandsvermögens einschließlich Vermögen im neutralen Ausland vgl Kontrollratsgesetz Nr 5 vom 30 Oktober 1945, ABl des KR Nr 2, S 27 - 31 Die Abrechnung erfolgte nach den Richtlinien der IARA vom 21 November 1947 vgl Böhmer-Duden-Janssen, Deutsches Vermögen im Ausland, herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz, Bd 1 S 20 ff; Bd 3, S 26 ff Erfaßt wurden Grundbesitz, Unternehmen, Beteiligungen an ausländischen Unternehmen Aktien usw, gewerbliche Schutzrechte sowie Guthaben Der Wert ohne gewerbliche Schutzrechte, vgl dazu oben Nr 16 wird in der Begründung zum Reparationsschädengesetz BT-Drucksache V/2432, Tabelle S 78 Nr 1 e mit 13,042 Mrd RM angegeben

Summe 11 - 18 Wert 1938, soweit bezifferbar: 39,636 Mrd RM

19 Im Rahmen der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts Leistungen nach dem Bundesentschädigungsgesetz, dem Bundesrückerstattungsgesetz, dem Abkommen mit Israel und diversen Globalverträgen u ä sowie nach den Härteregelungen hat die Bundesrepublik bis zum 31 Dezember 1997 rund 102,1 Mrd DM gezahlt Rund 80 v H der Leistungen ca 81,7 Mrd DM gingen ins Ausland

Hierin sind Leistungen in Milliardenhöhe für Wiedergutmachung in der Sozialversicherung und in der Kriegsopferversorgung nicht erfaßt; soweit sind genaue Zahlen statistisch nicht feststellbar
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01.08.2006 22:59 Uhr von Mitmirnicht
 
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Darüber hinaus wurden Leistungen zur Entschädigung der luxemburgischen, elsässischen und lothringischen Zwangsrekrutierten in Höhe von etwa 0,3 Mrd DM erbracht

110 Den Republiken Estland 1995 und Litauen 1996 wurden je 2 Mio DM für die Unterstützung humanitärer Investitionen zur Verfügung gestellt, die den individuellen Bedürfnissen von dortigen NS-Opfern nahe kommen sollen Eine entsprechende Vereinbarung mit der Republik Lettland steht noch aus Individualentschädigungen werden über die Stiftungen "Verständigung und Aussöhnung" in Moskau Republiken Lettland und Litauen und Minsk Republik Estland abgewickelt

111 Zu berücksichtigen sind ferner die Leistungen der Bundesrepublik nach Art 4 Londoner Schuldenabkommen, durch die Vorkriegsschulden des Reiches erfüllt wurden; sie betrugen insgesamt 14 Mrd DM

Summe 19 - 111 soweit bezifferbar: 96,0 Mrd DM

Auf Grund einer Verpflichtungsermächtigung im Bundeshaushaltsplan 1997 stellt die Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1998 bis 2000 einen Betrag in Höhe von insgesamt 80 Mio DM für Zuschüsse an einzurichtende Stiftungen "Verständigung und Aussöhnung" in den mittel- und osteuropäischen Staaten zur Verfügung, mit denen Globalentschädigungsabkommen bislang noch nicht geschlossen wurden

Darüber hinaus wird die Bundesrepublik Deutschland dem 1997 errichteten Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds einen Betrag in Höhe von 140 Mio DM zur Verfügung stellen Die Mittel werden der Finanzierung von Projekten gemeinsamen Interesses dienen In Betracht kommende Projekte sollen insbesondere Opfern nationalsozialistischer Verfolgungsmaßnahmen zugute kommen

2 Sowjetische Besatzungszone

Der Wert der Entnahmen aus der Sowjetzone und späteren DDR betrug nach Schätzungen des Bundesministeriums für innerdeutsche Beziehungen vgl DDR- Handbuch, herausgegeben vom BM für innerdeutsche Beziehungen, Bd 2, 3 Auflage, Köln 1985, Stichwort "Reparation" insgesamt 66,4 Mrd Mark der DDR Nach kritischer Auswertung dieser Unterlagen schlüsseln sich die geschätzten Beträge der Reparationsleistungen seit Kriegsende bis 1953 wie folgt auf:

21 Verluste an Sach- und Kunstwerten durch Beuteaktionen: 2,00 Mrd Mark

22 Verluste durch Demontagen: 5,00 Mrd Mark

23 Leistungen, die mit erbeuteten Banknoten bezahlt wurden: 6,00 Mrd Mark

24 Leistungen, die mit Besatzungsgeld bezahlt wurden: 9,00 Mrd Mark

25 Warenlieferungen aus der laufenden Produktion, soweit sie über R-Konten verrechnet wurden: 34,70 Mrd Mark

26 Nebenkosten der R-Lieferungen: 2,85 Mrd Mark

27 Stopp-Preissubventionen an deutsche und SAG-Betriebe für R-Lieferungen: 3,30 Mrd Mark

28 Ausstattung der SAG-Betriebe mit Umlaufmitteln vor 1950 und Kapitalentzug 1952/53: 1,00 Mrd Mark

29 Rückkauf der SAG-Betriebe: 2,55 Mrd Mark

Summe 21 - 29: 66,40 Mrd Mark

Den Rest kannste selbst lesen

http://www.politikforum.de/...
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01.08.2006 23:22 Uhr von tram05
 
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Interessant: ist das Frack doch nur für Museen, (Unterwasser-)Archäologen und andere Historiker.
Militärisch ist das Frack aus gegeben Anlass eigentlich unwichtig, da es in den Kriegszeiten schon unbrauchbar war, auf Grund zu schwacher Motoren.
Meiner Meinung nach, sollte man es kartographieren, erforschen, eventuell einige Objekte für Museen und die Nachwelt bergen und dann das Frack in Ruhe lassen, damit sich die Natur wieder dem Frack widmen kann.

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