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Ex-Tour de France-Fahrer Manzano: "Jeder der die Tour bestreitet, ist gedopt"

"Kortison, weibliche Hormone, Wachstumshormone, Testosteron, EPO" - Manzano nannte im aktuellen Sportstudio nur einige der illegalen Substanzen, die ihm unter Androhung eines schnellen Karriereendes von seinem Teamarzt verabreicht wurden.

Manzano, der selbst im Jahre 2003 während einer Tour-Etappe aufgrund einer Überdosis Hundehämoglobin am Boden liegend um sein Leben bangte, ist davon überzeugt, dass die Tour de France des 21. Jahrhunderts ohne Doping nicht zu bestreiten sei.

"Jeder der die Tour bestreitet, ist gedopt", so Manzano. Jedoch istdas Thema Doping im Fahrerfeld unangesprochen, verdrängt und tabu. Die Tatsache, dass etwaige Nebenwirkungen sofort gegenmedikamentiert werden, ist dabei sehr hilfreich.


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WebReporter: spocht
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fahrer, Tour, France, Tour de France
Quelle: www.zdf.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.07.2006 08:32 Uhr von Buster_
 
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Ein frustrierter? Warum sollte es nicht möglich sein die Tour ohne Doping zu fahren? Da sind Fahrer im Feld die mehrere Stunden Rückstand im Klassement haben, weil sie in den Bergen halt nicht so schnell fahren können.
Ich bin ziemlich sicher das im Starterfeld der Tour de France viel mehr Fahrer verbotene Mittel einnehmen als man bisher glaubte. Aber gleich alle Fahrer und Teams unter Generalverdacht zu stellen ist unehrenhaft. Nur weil Manzano nicht den Mum hatte sich dem Doping in seinem Team zu wiedersetzen, darf er diese Schwäche nicht allen anderen vorwerfen. Für einen Leistungssportler ist es durchaus möglich eine Leistung, wie sie auf der Tour de France gefordert wird, zu erbringen. Zumindest um die Tour zu Fahren, möglicherweise nicht um zu Siegen.

Genauso wie man Doping nicht wegreden sollte, sollte man jetzt aber auch nicht jede Leistung eines Sportlers automatisch in Zweifel ziehen.
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31.07.2006 08:43 Uhr von Moloche
 
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von: den hinteren Rängen redet er sicher nicht.
Aber es ist kein Geheimnis das die Leistung nur durch Doping zu erreichen ist.

Genau das gleiche bei den Extrembodybuildern.
Da dopt auch keiner, obwohl jeder weiß das es unmöglich ist durch reines Training zu solch unnatuerlichen Muskelmassen zu kommen.
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31.07.2006 09:33 Uhr von DerFrischi
 
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@buster: Woher willst du wissen, dass er nicht absolut Recht hat? Ihn direkt als Frustrierten darzustellen ist vielleicht ein bisschen hart.

Ich hab mir auch schon Gedanken zu dem Thema gemacht und dachte: Hey warum entschärfen die die Tour nicht einfach. Ich mein, wenn man sich das mal anguckt was die leisten müssen...das ist doch echt unmenschlich. Leistungssport hin oder her, aber man kann es auch übertreiben. Kürzere Etappen führen eh zu mehr Spannung.
Wird zwar das Doping nicht verhindern, aber ich denke es würde sicherlich zurück gehen.
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31.07.2006 09:33 Uhr von kantonanton
 
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Dreckiger Radsport: Das Problem sind die Veranstalter selbst, die Teammanger, Ärzte die die Fahrer zwingen zu dopen und nicht wie ich dachte irgendwelche Leute die auf dem Schwarzmarkt agieren.

Dieser Sport gehört verbannt.
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31.07.2006 10:13 Uhr von Buster_
 
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@kantonanton: Warum redest du nur vom Radsport. Du kannst gleich jede Form von Leistungssport verbannen, bei der Doping "sinnvoll" ist.
Aber wir brauchen die Helden im Leistungssport. Die bringen Kinder zum Sport, die schaffen Begeisterung für den Sport. Und Sport ansich ist sicher nicht Schlecht. Doping macht das alles kaputt, deshalb muss der Missbrauch des Sports noch härter bekämpft werden. Du hast völlig recht, die Hintermänner dieser Machenschaften muss man suchen.
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31.07.2006 10:33 Uhr von Deck
 
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ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es zu schaffen ist, die tour zu fahren ohne doping. nicht bei diesem schwierigkeitsgrad. und ich denke auch nicht, dass die fahrer mit mehreren stunden rückstand nicht gedopt sind. denn so viel schlechter fahren die nicht. deren leistung macht für mich auch noch den eindruck, dass das ned nur mit training schaffbar ist.

man muss es aber auch so sehen, dass die teams sich leute suchen, die das doping eben mitmachen. wer sich nicht dopt, der wird eben gefeuert bzw dessen vertrag wird nicht verlängert. was will man da machen als fahrer? entweder man macht mit oder man sucht sich einen anderen beruf. für die teams sind ungedopte fahrer doch keine hilfe. die fallen doch gleich am ersten berg zurück, wie sollen sie da noch dem kapitän helfen, der um den toursieg fährt? allein aus dem grund kann ich mir gut vorstellen, dass echt alle dopen.

entschärfen der tour klingt sicher gut, aber würde auch nix bringen. das müsste man machen, wenn echt alle dopingfrei sind, denn dann werden sie nicht mehr 5 schwere anstiege auf einer etappe überstehen. wenn die aber nach wie vor dopen und nur noch 1 oder 2 anstiege der hohen kategorien haben in einer etappe, werden sie trotzdem weiter machen, denn dann gewinnt trotzdem der, der am meisten dopt. man muss zuerst das doping unterbinden und dann den schwierigkeitsgrad den natürlichen leistungen anpassen und nicht umgekehrt.
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31.07.2006 13:43 Uhr von a thief
 
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Doping: Ehrlich gesagt finde ich die Leistungen die die da vollbracht werden auch unmenschlich. Ich fand den Sport immer sehr toll und hab ihn mir auch gerne angeguckt. Aber dieses Jahr bin ich ganz schön ins zweifeln gekommen, weil da die Geschichte mit dem Doping war. Aber wenn ich bedenke das alle doping betreiben dann würden bestimmt mehr Fahrer vom Fahrrad fallen, weil sie bis aufs übelste gedopt sind. Ich kann mir nicht vorstellen das alle Fahrer wirklich so etwas betreiben einige wenige vllt.
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31.07.2006 15:54 Uhr von nogaroblau
 
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Wir sind Schuld ! Wir die Fans oder Leute die es sich anschauen.
Würden sich nur wenige für gewisse Sportarten interessieren, dann braucht man kein Doping oder Megamillionen Gehälter.
Es sind nur wir die das wollen.
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31.07.2006 16:05 Uhr von ciaoextra
 
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Die Tour De France: war noch nie ehrlich - vom allerersten Rennen im Jahr 1903 schon nicht. Zwar benutzen de Renner damals kein Doping, aber dafür sprangen sie heimlich (oder auch nicht) ins Gebüsch., wo dann ein Taxi oder teamwagen wartete und liessen sich so über die Betrge fahren. Einige Clowns, haben sich sogar mit Rennrad aufm Zug nach paris gesetzt und haben die letzten 10 Kilometer erst wieder selbst gefahren. :o)

Info am Rande:
Der Franzose Maurice Garin war der Sieger der ersten Tour der Geschichte, mit einem Stundenmittel von über 25 km/h; das Preisgeld für den Sieg betrug 3.000 Francs. (Quelle wikipedia).

Dafür würde heute kein Profi sein Rad auch nur anschauen, geschweige sich abstrampeln. :o)

Die Tour De France für Frauen wurde 2003 abgeschafft - Die Tour De France Männer, wird bald das gleiche Schickssal ereilen - zurecht. Alles nur noch Lug und Betrug.
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31.07.2006 20:50 Uhr von Rhicey
 
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@ Buster_: Warum gerade Generalverdacht bei der Tour de Farce?

Mit den Temperaturen der letzten Jahre (es wird überall immer heißer, Dreckswetter - das musste mal raus :-),
den Etappen und dem "gestiegenen Leistungsniveau" (wie auch immer erreicht) liegt das ziemlich nahe. Und vor allem ist die Tour doch mit die härteste "Sportart", die man überhaupt bestreiten kann (vielleicht gleichauf mit Ultra- und Eisenmännern).

Ich erinnere mich, vor einigen Jahren haben wir mal Urlaub in der Nähe von Bordeaux gemacht, als Erik Zabel gerade das erste oder zweite mal fuhr. Das war vor Ulrichs großen Erfolgen, der Hype war noch nicht so groß, wir konnten als simple Touristen einfach mit Zabel klönen und haben noch T-Shirts, Mützen und Flaschen bekommen (signiert).
Ob der da wohl auch was intus hatte? Hm
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31.07.2006 21:10 Uhr von Gunny007
 
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sag ich doch: 1998 oder 99 wurde doch auch die französische Gesundheitsministerin zurückgepfiffen. Als sie Fahrerunterkünfte und so von der Polizei hochnehmen ließ. Das ist ein großes Geschäft, und ein ganz dreckiges Geschäft dazu.
Frankreich ohne Tour, na ja, nehmen wir ihnen noch den Eifelturm dann haben sie außer Baguette nicht mehr viel.
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01.08.2006 10:21 Uhr von Buster_
 
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@heavyzmaster: Deine Erfahrungen sind traurig, aber auch nicht neu.
Nur würde ich deine pers. Erfahrungen aus diesem Land nicht 1:1 auf alle anderen Vereine projizieren.

Ich bin sicher das es Radsportvereine gibt in denen Doping geächtet wird, in denen zumindest der Amateur-Jugend beigebracht wird das Teamgeist und Fairness wichtiger sind als nur der Sieg. Aus eigener Erfahrung kann ich das allerdings nur für einen Verein sagen.

@Rhicey
Solange ich keinen konkreten Grund habe, werde ich einem Sportler wie Zabel nicht unterstellen das er gedopt fährt. Möglich ist zwar alles, aber warum soll ich mir eine ganze Sportart kaputtreden. Warum soll ich jede Leistung eines Sportlers in Frage stellen (Dallmann, Götz, Steffen, Liebs mit Weltrekord-die müssen gedopt gewesen sein)? Nur weil es in allen Sportarten "Schwarze Schafe" gibt?
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04.08.2006 16:47 Uhr von Johnnyb0y
 
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Manzano: "Jeder der die Tour bestreitet, ist gedopt", sagt ein frustrierter, erwischter Dopingsünder..

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