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Türkei: Maulwürfe gefährden prähistorische Fundstätte in der Türkei

Mit Schaufeln und Hacken versuchen Archäologen einer eher merkwürdigen Bedrohung der Ausgrabungsstätte von Kanesh Herr zu werden. Maulwürfe gefährden mit ihren Gängen den Erhalt der Zeugnisse aus der Vergangenheit.

Die Plagegeister graben in den Äckern neben der Grabungsstelle ihre Gänge. Von dort dringt Wasser, das die Bauern zur Bewässerung einsetzen, in die 4.000 Jahre alten Fundschichten ein. Die Wissenschafter versuchen jetzt dieses Wasser umzuleiten.

Aber Maulwürfe sind nicht nur eine Bedrohung für archäologische Fundstätten. 1870 wurden an dieser Stelle durch eben diese "Grabungsaktivitäten" der Tierchen Tontafeln der Assyrer freigelegt. Dadurch wurde das frühe Handelszentrum erst entdeckt.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Türkei, Türke, Geschichte
Quelle: derstandard.at

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2006 13:48 Uhr von Thothema
 
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Eine ungewöhnliche Bedrohung. Der Hauptgrund ist wohl aber die Bewässerung der Äcker. Wer hat da jetzt mehr Rechte. Die Archäologie oder die Nachfahren der damilgen Bewohner?
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30.07.2006 16:50 Uhr von hady
 
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@ Autor: Auch wenn´s schon in der Quelle so steht:
Sind 4000 Jahre alte Fundschichten nicht eigentlich zu jung um sie als prähistorisch zu bezeichnen?
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30.07.2006 18:40 Uhr von divadrebew
 
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@autor: Zitat Quelle:
"Laut Anadolu sind derzeit Bemühungen im Gange, die Besitzer der Äcker in der Nähe der Fundstätte zu enteignen, damit die schädliche Bewässerung der Felder aufhört."

Schade, daß du den wichtigsten Aspekt der Quelle in deiner News nicht untergebracht hast.
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30.07.2006 20:04 Uhr von summertime
 
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einfach: einsperren, wie die Deutschen damals ;)
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11.08.2006 15:26 Uhr von hovig
 
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Fragen:: @Thotema:
Ich verstehe nicht ganz was du in dem letzten Absatz meinst? "Aber Maulfwürfesind nicht nur eine Bedrohung..."
Dann kommt nicht die zweite Bedrohung, oder für was sie sonst noch Gefahr bringen?

Zweitens deine Meinung:
Wer sind denn die Nachfahren der damaligen Bewohner? Die Nachfahren der damaligen Bewohner (Armenische Stadt "Baghesh") leben nicht mehr da. Und wenn du mit damaligen Bewohner noch weiter in die Vergangenheit gehst, also die Assyrer oder Aramäer meinst, die leben auch nicht mehr dort.

Es sind die jetzigen Bewohner, die ohne Rücksicht auf das reiche Kulturerbe ihren eigenen Nutzen mit Vorang ansehen und dabei historischen (nicht-türkischen) Kulturerbe zerstören.
Beispiele:
- historische Kirchen die aus dem 3-10 Jahrhundert stammen werden als Quelle für Baumaterial genutzt, man macht damit Häuser in den Dörfern.
- diese Kirchen werden als Ziele für militärische Übungen genutzt und draufgeschossen wie noch was.
- Kirchen und Gebäude der Armenier wurden verändert wenn nicht zerstört.

Das Kulturerbe (Beweise für das Dasein der Armenier in der Türkei, wie auch für Aramäer) wurden rücksichtlos ausgelöscht. Und bis jetzt auch.

Auch wenn jetzt scheinheilig eine oder zwei Kirchen renoviert werden,. aber nicht von Experten dieser Baukunst. Da wird eher kaputtrenoviert.

Das ist ein Geselschaft/Staatsproblem und nicht ein Problem nur in diesem Dorf.

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