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Amnestie in Italien: Zahlreiche Häftlinge vorzeitig entlassen

Die italienischen Gefängnisse sind so überfüllt, dass der Senat jetzt die Notbremse gezogen hat: Mit 245 zu 56 Stimmen stimmte er einem Gesetzentwurf des Parlaments zu, der eine Begnadigung von mehreren tausend Häftlingen beschlossen hatte.

Von der Amnestie, die Reststrafen bis zu drei Jahren erfasst, profitieren auch Häftlinge, die wegen Korruption einsaßen - dies löste im Vorfeld der Beratungen bei etlichen Mitgliedern der Mitte-Links-Koalition großen Ärger aus.

Dagegen zeigte sich der Vatikan erfreut: Die Amnestie sei immer ein Wunsch des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gewesen.


WebReporter: mercator
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Italien, Entlassung, Häftling, Amnestie
Quelle: www.blick.ch

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.07.2006 12:29 Uhr von mercator
 
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Auch wenn die Begründung, dass die Gefängnisse zu voll sind, sicher stichhaltig ist: Angesichts dessen,
was gerade im Zusammenhang mit dem Fußball-Skandal abläuft, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Justiz in Italien anders funktioniert als in anderen europäischen Ländern. Und mit Sicherheit hat Berlusconi wieder seine schmutzigen Hände im Spiel.
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30.07.2006 13:49 Uhr von spacekaisa
 
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Gesetz vor dem gesetz sind alle gleich....und manche gleicher!!!!
in deutschland hat es wie amnestie nie gegeben....die leute die hier eingesessen haben wären eh´ in 3-5 monaten entlassen worden....und die hat man ihnen dann(wenn es kein schwerwiegender fall war) erlassen....
in italien zählt eben die familie...und ganz italien ist die familie....da drückt man schonmal ein auge zu!!!!
nicht nur berlusconi...da sind noch ganz andere kaliber die sich wünschen den einen oder anderen gerne wieder in freiheit zu sehen!!!
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30.07.2006 19:09 Uhr von Der_Basti
 
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Justiz+Politik=1: Man bekommt grundsätzlich immer mal wieder den Eindruck, dass Justiz und Politik in Italien nicht wirklich zwei getrennte Dinge sind.

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