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Bayreuth: Freud und Leid lagen nah beieinander bei der Aufführung der "Walküre"

Gestern Abend kam es bei der neu inszenierten Aufführung des Stückes "Der Ring der Nibelungen" zu Buhrufen und tosendem Applaus gleichermaßen.

Dabei wurde die kanadische Hauptdarstellerin Adrianne Pieczonka für ihre Rolle als Sieglinde von den Zuschauermassen gefeiert, während sich der Darsteller des Siegmunds, Endrik Wottrich, der Rolle nicht gewachsen präsentierte.

Ein weiterer Seitenhieb für Wottrich müssen die Beifallsbekundungen für Placido Domingo, der sich unter den Zuschauern befand und früher in der Rolle des Siegmunds brillierte, gewesen sein.


WebReporter: zenon
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bayreuth, Aufführung, Leid
Quelle: de.news.yahoo.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.07.2006 11:26 Uhr von zenon
 
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Schade für die Zuschauer - eine Wagneroper sollte immer ein besonderes Erlebnis sein, ich habe keine Ahnung warum man die Rolle nicht besser besetzen konnte.
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28.07.2006 13:15 Uhr von India.Arie
 
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Ich mag Wagner nicht: Seine Musik klingt immer so ... wie soll man das beschreiben ... wie unsere Nationalhymne. Taram taram ta ta
Außerdem war er ein Antisemit und hat mit den Nazis kooperiert. Ich perönlich würde mir aus Prinzip keine Wagner-Aufführung anschauen. Da bleib ich doch lieber bei Tschaikowski und Beethoven. :-)

Trotzdem ist es natürlich traurig für das Publikum, dass ihnen das Stück so versaut wurde. Gerade "Der Ring der Nibelungen" ist ein sehr schweres Stück und sollte gut besetzt werden.
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28.07.2006 13:40 Uhr von savra
 
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@India.Arie: Man kann viel Mist schreiben, wenn der Tag lang ist.
Wagner starb noch vor Hitlers Geburt und einige
Jahrzehnte vor dem Entstehen des Nationalsozialismus.
Sicherlich hatte er eine Zeitmaschine und ist in die Zukunft
gereist, um mit den Nazis zu kooperien, ja? Also
manchmal ...
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28.07.2006 13:46 Uhr von India.Arie
 
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@ savra: Entschuldige, du hast natürlich recht. Peinlich, peinlich *g*.
Es hätte natürlich heißen müssen, seine Stücke wurden während des Dritten Reiches sehr häufig aufgeführt. So ist das, wenn man nebenbei noch 5 andere Sachen macht.
Also nochmal Entschuldigung an alle und schönen Tach noch! ;-)
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28.07.2006 14:04 Uhr von jens3001
 
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@india.arie: *g* Jetzt hat savra dir aber den Wind aus den Segeln genommen.

Und wie ist das jetzt mit deiner Argumentation warum du Wagner nicht magst? ;-)

Ich finde Wagner sehr gut. Aber solche "Heldenopern" gefallen mir Allgemein.
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28.07.2006 14:19 Uhr von zenon
 
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@savra: India hat da vielleicht einiges durcheinander gebracht - was in jedem Fall stimmt ist die Tatsache, daß Hitler mit der Familie gut befreundet war und sogar die Wagner Kinder auf dem Obersalzberg gespielt haben.
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28.07.2006 14:28 Uhr von zenon
 
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Ergänzung: In Wikipedia stehet dazu:
Wagners Antisemitismus zeigt sich in seinem Aufsatz Das Judenthum in der Musik (1850 zunächst anonym veröffentlicht, später dann unter seinem Namen). Wagner beklagt darin die Verjüdung der modernen Kunst ...
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28.07.2006 15:12 Uhr von DarkMajesty
 
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@Autor: Vielleicht hielten die Regisseure die Besetzung ja für erstklassig ... warum sonst sollte so entschieden worden sein?
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28.07.2006 19:52 Uhr von India.Arie
 
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@ jens3001: Meine Argumentation bleibt die selbe. Was sollte sich daran ändern, bis auf die Richtigstellung?
Wagner war ein Antisemit und das offenkundig. Er hat damit nicht hinter´n Berg gehalten.

Bsp.: Er hat verschiedene Aufsätze geschrieben, welche eindeutig seine nationalistische Einstellung beinhalteten: "Was ist deutsch?" und "Das Judenthum in der Musik".

Ich denke das spricht für sich.
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01.08.2006 09:30 Uhr von numerobis
 
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ich mag wagner nicht: weder den Judenfeind, noch den Komponisten.

Grausige Musik.
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01.08.2006 23:49 Uhr von DorianArcher
 
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Hab Ausschnitte gesehen Sah mir alles ein wenig überladen aus, das Bühnenbild und auch die Kostüme, aber wem´s gefällt...
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10.10.2006 08:32 Uhr von Rhicey
 
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Wagner: Man sollte aber auch unterstreichen, dass Wagner mehrere persönliche Freunde hatte, die jüdisch waen - insbesondere Hermann Levi, Kapellmeister in München und (sogar) Sargträger bei Wagner´s Beerdigung.

Zur Aufführung, @ DorianArcher
Ich weiß nicht, wie es dieses Jahr war. Ich habe mir vor drei Jahren die "Götterdämmerung" in Bayreuth angesehen; und das war eine "moderne" Inszenierung - das Schloss war ein Hochhaus (gebaut aus Stahlrohren, wie bei Hausfassaden-Reparaturen), der König war der Bürochef (im Armani-Anzug), die Höhle war ein mit Signalband abgeklebtes Reparaturloch... da haben wir uns irgendwie alle eine "klassischere" Inszenierung gewünscht.

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