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"Tank & Rast"-Kette: Finanzinvestoren stocken Schulden auf und machen Kasse

Im vergangenen Jahr stieß der stellvertretende Bundeskanzler Franz Müntefering mit der Bemerkung: "Manche Finanzinvestoren fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter" eine heftig diskutierte Debatte an.

Doch genau jenes Verhalten legt die britische Private Equity-Gesellschaft Terra Firma beim ehemaligen Staatsbetrieb Tank & Rast an den Tag. Sie erhöhte die Schulden der Raststättenkette um ein Drittel und genehmigte sich 400 Mio. Euro Sonderauszahlung.

Zudem schraubte Terra Firma die Pacht von 2005 bis 2007 teilweise um das Doppelte nach oben und begann damit, Tankstellen zu "fusionieren". Einige Pächter bekamen außerdem die Kündigung. Banken stellten Terra Firma günstige Kredite zur Verfügung.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schuld, Schulden, Finanz, Kasse, Kette, Tank
Quelle: ftd.de

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35 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.07.2006 02:40 Uhr von no_trespassing
 
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Was Private-Equity-Firmen machen, ist jenseits von Gut und Böse. Hier wird nur noch Gewinn erzielt, indem man zu unverschämtesten, rüdesten Geschäftsmethoden greift. Das hat nichts mehr mit sauberem Wirtschaften zu tun. Die Finanzhaie sehen ihr Wachstum darin, tausende Mitarbeiter zu entlassen, der Firma Schulden aufzubürden und dann auszusaugen oder mit Hilfe von Kreditfälligstellungen den Geldhahn zuzudrehen.

Sowas gehört mit Schimpf und Schande aus dem Land gejagt!
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28.07.2006 09:57 Uhr von Borgir
 
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Eine Schweinerei: was die da betreiben. Solches Verhalten von Konzernen gehört kräftig bestraft. Bereichern und die Firma runterwirtschaften kann doch nicht legal sein.
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28.07.2006 10:18 Uhr von nchcom
 
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Und die Banken: spielen bei der Sauerei mit und verdienen kräftig daran. So auch die WestLB
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28.07.2006 10:42 Uhr von hirisc
 
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oute mich als Heuschreckenfan: Hm...ich persönlich stehe ja nicht so auf diese Hasstiraden.

Und wenn eine Private-Equity Firma es schafft, den Profit zu steigern...dann ist das vielleicht nicht "sozial", aber (markt)wirtschaftlich...

Zu den meisten Transaktionen braucht man nämlich immer mindestens 2 Beteiligte, damits funktioniert...
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28.07.2006 10:58 Uhr von zottelhaar
 
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@hirisc: Ehy Collega,
ich glaub, Du hast den Schuss nicht gehört !!
Die Läden machen keinen höheren Gewinn, sondern verschulden sich immer mehr. Das Geld aus dem Kredit streicht dann der Eigentümer ein.
Also Augen auf, Ohren auf und Hirn einschalten, dann schreiben !

lol
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28.07.2006 11:15 Uhr von pippin
 
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@hirisc: Ich kann zottelhaar nur zustimmen!
Was diese "Investoren" da betreiben hat nichts, aber auch gar nichts, mit marktwirtschaftlichem Handeln zu tun.

In den meisten Fällen bin ich zwar nicht unbedingt einer Meinung mit Müntefering, aber hier hatte er mit seinem Heuschreckenvergleich absolut zutreffend Recht.

Besagte Private-Equity-Investoren haben selbiges auch beim Armaturen-Hersteller Grohe betrieben:
http://www.manager-magazin.de/...
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28.07.2006 11:55 Uhr von hirisc
 
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Veträge und Regeln: das war vorher ein staatllicher betrieb?

prima beispiel für einen vertrag zwischen politikern und profis...

ich stehe ja nicht so auf verträge zwischen der privatwirtschaft und der politik...viele verpflechtungen und leider oft unterschiedliche kompetenzniveuas...

danke für das interesse am zustand meines gehirns
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28.07.2006 14:05 Uhr von Julizka84
 
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@hirisc: Ich stimmte dir absolut zu. Leider ist manchen hier die Bedeutung von Marktwirtschaft wohl nicht ganz klar, und ehrlich gesagt musste ich über den Kommentar von "Zottelhaar" etwas schmunzeln

"Die Läden machen keinen höheren Gewinn, sondern verschulden sich immer mehr. Das Geld aus dem Kredit streicht dann der Eigentümer ein."

Ach hör auf oder? Die Eigentümer der Firma streichen das Geld ein? BOAH so eine Unverschämtheit ne? Du scheinst anscheinend nicht zu kapieren, was der Sinn von solchen Private Equity Firmen ist oder der Sinn der Marktwirtschaft.

Und ein Eigentümer kann mit seinem "Eigentum" nunmal weitestgehend das machen was er will und das ist auch richtig so! Ansonsten könnten wir versuchen Stalin zu reanimieren und hier den Kommunismus einzuführen!
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28.07.2006 14:17 Uhr von DER_Schnupfen
 
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Wir stecken uns: euer geld gegenseitig in die Tasche.

Vielen Dank Deutschland
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28.07.2006 14:25 Uhr von umn
 
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@ Julizka84: Also wenn man es verurteilt, dass einige wenige mit brachialer Gewalt Gewinne auf Kosten von anderen machen, ist das gleich Kommunismus?

Wir hatten in Deutschland mal was, was als "soziale Marktwirtschaft" bezeichnet wurde, das heißt, Firmenleiter wurden zu verantwortungsbewusstem Umgang mit ihren Firmen, der Belegschaft und dem Kapital angehalten. Denn: "Eigentum verpflichtet", wie es so schön heißt.

Was diese Firma da tut, hat damit allerdings gar nichts zu tun, isst verantwortlungslos und nur nach dem Motto "Ich zuerst - und was mit den anderen ist, ist mir egal." Auch wenn die Existenzgrundlage "der anderen" damit zerstört wird.

Was wäre wohl, wenn jene, die das gutheißen, auf der "anderen Seite" stehen würden, also selbst die von Kündigung oder unmäßiger Pachterhöhung betroffenen Pächter wären? Wäre das Verhalten von Terra Firma dann immer noch in Ordnung?
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28.07.2006 14:28 Uhr von DER_Schnupfen
 
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@julizka: >>Du scheinst anscheinend nicht zu kapieren, was der Sinn von solchen Private Equity Firmen ist oder der Sinn der Marktwirtschaft.<<

Du scheinst aber zu vergessen das konsumenten und Produzenten nichts von den Gewinnen der Verwaltung haben wenn diese das Plus ständig aus Deutschland abschöpft. Vielleicht setzt sich früher oder später bei dir auch der Denkprozess ein das, dies eine rechnung ist die nicht aufgeht. Denn ohne Produzenten und Konsumenten ist die Verwaltung nutzlos.

Hier will keiner den Kommunismus, aber in deutschland gibt es EIGENTLICH die soziale Marktwirtschaft, die jetzt durch globalisierung und EU immer weiter torpediert und wegrationalisiert wird. Da man meint sonst im wettbewerb mit anderen Staaten nicht mithalten zu können. Die folgen daraus kannst du in Geschichtsbüchern lesen.


Und du kannst mir nun wirklich nicht erzählen das es dabei überhauptnoch um den Wettkampf unter den Produzenten geht. Es geht lediglich um den Wettkampf zwischen den Verwaltungen.
Die lösung dieses Problems währe am einfachsten wenn man diesen Verwaltungs wasserkopf einfach abschneidet.
Denn das resultat dieses Wasserkopfes ist das die Masse von einer Minderheit gelenkt wird und auf Dauer funktioniert das, besonders hier in Mitteleuropa nicht.
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28.07.2006 15:22 Uhr von no_trespassing
 
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@Julizka: Selten so einen argumentativ schwachen und kurzsichtigen Beitrag gelesen.

Du meinst also, jeder Eigentümer kann mit seinem Eigentum machen, was er will?

Dann lese Dir Art. 14, Absatz 2 unseres Grundgesetzes durch. Der ist sehr eindeutig formuliert! Und eine Vorschrift, die mit Verfassungsrang ausgestattet ist, keine Kann-Sache!

Von daher entbehrt Dein Beitrag jeglicher Grundlage! Ein Unternehmer hat gleichzeitig verantwortlich zu handeln in jeglicher Hinsicht, auch und vor allem gegenüber seinen Mitarbeitern.
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28.07.2006 15:42 Uhr von zwed120281
 
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verdammt, ich kapier nix: kann mir einer erklären , wie die ganze scheiße funktioniert ich kapiere irgendwie nix, hat vielleicht einer Link zu den ausführlichen Beschreibung dieser ganzen undurchsichtigen Masche
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28.07.2006 17:54 Uhr von Julizka84
 
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"das heißt, Firmenleiter wurden zu verantwortungsbewusstem Umgang mit ihren Firmen, der Belegschaft und dem Kapital
angehalten."

Es ist ja ok wenn man sich an "Empfehlungen" hält, aber man kann nicht staatlich vorschreiben wie sich rein staatliche Unternehmen zu
verhalten haben bzw. ihre Geschäftspolitik auszurichten haben. Und wenn man es versucht wandern halt noch mehr Firmen ab. Es gibt soviele
andere schöne Länder.

"Denn: "Eigentum verpflichtet", wie es so schön heißt."

Es heisst auch die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.

"Auch wenn die Existenzgrundlage "der anderen" damit zerstört wird."

Welche Existenzgrundlage wird denn hier bitte zerstört?!

"Wäre das Verhalten von Terra Firma dann immer noch in Ordnung?"

Niemand wird gezwungen ein Gebäude von der Firma zu pachten, genauso wie niemand gezwungen wird für diese Leute zu arbeiten.


@DER_Schnupfen

"Du scheinst aber zu vergessen das konsumenten und Produzenten nichts von den Gewinnen der Verwaltung haben"

Ähm also vergessen nicht, mir ist nur nicht klar was das mit dem Thema zu tun hat.

"wenn diese das Plus ständig aus Deutschland abschöpft"

*lach* Ok willst Du Investoren daran hindern ihr Geld nach ihrem eigenen willen zu lenken? Das wäre allerdings schon wieder sehr nahe am Kommunismus. Am besten diese bösen Investoren gleich enteignen was? :D

"Denn ohne Produzenten und Konsumenten ist die Verwaltung nutzlos."

Hier geht es um Investoren ... Verwaltung hört sich da irgendwie so komisch an. Aber du hast natürlich recht, wo nichts zum investieren ist, kann ein Investor nichts machen und weiter?

"Es geht lediglich um den Wettkampf zwischen den Verwaltungen."

Worum es geht ist nicht der Wettkampf sondern Gewinnmaximierung und das hat jedes Unternehmen zum Ziel.

"Vielleicht setzt sich früher oder später bei dir auch der Denkprozess ein das, dies eine rechnung ist die nicht aufgeht."

Diese Rechnung geht sehr wohl ein, das sieht man an den Rekordgewinnen der Equity Firmen ;-)


@no_trespassing

"Selten so einen argumentativ schwachen und kurzsichtigen Beitrag gelesen."

Naja immerhin hast du noch eine Begründung geschrieben warum du das so siehst...

"Dann lese Dir Art. 14, Absatz 2 unseres Grundgesetzes durch."

Das ist Theorie und hat mit der Praxis überhaupt nichts zu tun. Was nützt denn sonst bitte dein Privat PKW der Allgemeinheit? Was nützt der Kugelschreiber der neben mir liegt der Allgemeinheit? Wenn Du schon aus Gesetzen zitierst, dann solltest Du dir auch die vom Gesetzgeber gelieferten Kommentare bzw. Auslegungsrichtlinien anschauen.

"Ein Unternehmer hat gleichzeitig verantwortlich zu handeln in jeglicher Hinsicht, auch und vor allem gegenüber seinen Mitarbeitern."

Musst du dabei nicht selber lachen? Wenn dieser Paragraph so ausgelegt werden würde, wie du es tust, dann müsste es jeden Tag hunderte Verhaftungen geben. Denn jeden Tag handeln Manager und Unternehmer ganz offen gegen das Allgemeinwohl und für private bzw. Anlegerinteressen.
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28.07.2006 17:58 Uhr von Julizka84
 
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"verdammt, ich kapier nix kann mir einer erklären , wie die ganze scheiße funktioniert ich kapiere irgendwie nix"

Finazinvestoren haben die Merhheit an dieser Kette erworben. Die Kette verpachtet offensichtlich Gebäude an Autobahnen als Raststätten.

Jetzt erhöhen die neuen Besitzer die Pachtkosten bzw. kündigen teilweise Verträge und nehmen für die Firma selbst Kredite auf die sie dann an die Eigentümer bzw. Investoren ausschütten.
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28.07.2006 21:58 Uhr von Troll-Collect
 
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passend zum Thema: >>>
Moral im Geschäftsleben nimmt ab
Geplündert, verschoben, begraben

Sie sind die Missgeburten vieler Unternehmenskrisen: Firmenbestatter lassen im Auftrag der Eigentümer marode GmbHs verschwinden. Die Dummen sind die Gläubiger.
<<<
http://www.handelsblatt.com/...

Aber da gibt es bestimmt auch zwischenmenschliche Wildsäue, die das geil finden und das Verhalten solcher ökonomischen Soziopathen mit "Marktwirtschaft" verteidigen.
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28.07.2006 23:56 Uhr von Davor
 
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warum auch nicht?

Am liebsten sind mir jene Kalte-Kriegs-Gewinnler die aus den ehemaligen Sowjet-Staaten nach D abgehauen sind mit dem Zaster was man dem Volk geklaut hat, Kinder bekommen, vielleicht eine kleine ganz utschige Tochter die sich dann ganz schick vorkommt wenn sie in dickem Pelz kuschelt -

wie soll z. B. so eine Person, deren eigener WOhlstand von der "marktwirtschaftlichen" bzw. wirtschaftskriminellen Energie des Vaters herrührt, irgendetwas Schlechtes sagen können über Wirtschaftskriminalität oder Skrupellosigkeit? Wenn doch ihr eigener Lebensstandard ganz beträchtlich davon abhängt?
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29.07.2006 11:26 Uhr von marshaus
 
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warum: die meisten firmen arbeiten so und die amerikaner sind noch brutaler....auch in deutschland...sieh wal mart
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29.07.2006 13:51 Uhr von Julizka84
 
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@davor: Sollte das jetzt eine Anspielung auf mich sein?

""marktwirtschaftlichen" bzw. wirtschaftskriminellen Energie"

Ich würde marktwirtschaftlich und wirtschaftskriminell nicht gleichsetzen. Diese Firmen handeln streng nach Gesetzeslage!
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29.07.2006 17:25 Uhr von Davor
 
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zum Wahnsinnig werden: erst die Spam-Tante mit den NULLAUSSAGEN beim shortieraffeln Version 2826.B -

dann die Manchestertumshumanistin die den Humanismus freilich im Wirtschaftsliberalismus (sieht, um nicht zu sagen im Feudalismus, irgendwie möchte man sich ja schon unterscheiden von den einstigen feudalistischen Zeiten - Zur Abgrenzung kommentiert man dann halt per erhobenen Zeigefinger in all den Jungliberalen-Dornstichthreads in denen erhitzte Kommentatoren Köpfe rollen lassen wollen - egal wie unsinnig und wenig ernst gemeint diese Kommentzare auch sind - ein gefundenes Fressen für jene die dann auf der anderen Seite keine Probleme haben Arbeitslose auf der Straße verhungern zu lassen wenn es nur legal wäre...

"Ich würde marktwirtschaftlich und wirtschaftskriminell nicht gleichsetzen."
ich habe das auch nicht im globalen Sinne getan.
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31.07.2006 20:16 Uhr von DER_Schnupfen
 
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@Julizka: "Diese Rechnung geht sehr wohl ein, das sieht man an den Rekordgewinnen der Equity Firmen ;-)"

Das diese rechnung nicht aufgeht zeigen vor allem die Zahlen in Deutschland.

Keine Arbeitsplätze mehr für leute ab 50, tendenz fallend.
Über 2,5 Millionen Kinder in Armut.
Nicht genügend Ausbildungsplätze (wenn überhaupt welche angeboten werden).
Lohndumping mit Praktika und 1€ Jobs.
Wiedereinführung der Studiengebühren.
Ghettobildung.
Grosser Zuwachs bei den rechten Parteien.

Und trotzdem, die höchsten Firmengewinne seit Jahren.

Da kann man doch nichts anderes machen als diesen überflüssigen Waserkopf aus Investoren und Managern abzuschneiden um endlich entlohnt zu werden für die Zeit die man selbst in seinen Beruf investiert hat.


Die Investoren muss man auchnicht enteignen, aber man müsste sie in ihrem Handeln einschränken, damit Leistung wieder richtig entlohnt wird. Weil Leistung für die Gewinnsteigerung und den Wachstum, bzw. die Konjunktur, unersetzbar sind. Oder willst du behaupten das Investoren wichtiger als Arbeiter sind?
Unerlässlich sind sie definitiv, aber nicht Gott.
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01.08.2006 00:10 Uhr von Cpt.Proton
 
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Ich seh so ganz das Problem nicht Die haben die Mehrheit gekauft und einen Preis dafür bezahlt. Dann haben die Kredite genommen, die den Wert der Investition mindert, dafür haben sie aber Bargeld, das jetzt ausgeschüttet wird.
Was hat das jetzt mit Heuschrecken zu tun ? Sie wandeln Anlagevermögen in Bargeld, und schütten das Geld aus, was ihre eigene Investition an Wert mindert...

Das soll jetzt daran Schuld sein:

>>>Ghettobildung.
Grosser Zuwachs bei den rechten Parteien.<<<

lol ich bitte dich Schnupfen
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01.08.2006 03:09 Uhr von DER_Schnupfen
 
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proton: Ghettobildung und Zuwachs bei rechten Parteien ist vielleicht nicht der direkte effekt dieser Handlung, aber letztenendes ist es doch der Effekt einer Investoren-Diktatur die die Leute in die Armut treibt, sich Ghettos bilden und die gefrusteten Bürger zu den rechten Parteien flüchten.



Spätestens wenn ein Pächter seine Kündigung durch eine Fusion erhält oder er die Pachterhöhung um 100% nicht erwirtschaften kann, wird er zumindest verärgert über die derzeitige Situation sein und gegen die Investoren und Politiker wettern.
Da er dazu angehalten wurde unmögliches möglich zu machen oder seinen Posten zu räumen.

Und das nicht etwa, weil er seine Arbeit nicht gut gemacht hat, sondern weil der neue Besitzer ganz anders rechnet und das einfach so will.

Dabei geht es ja schon garnichtmehr darum, ob es Tankstellen, Kuscheltierfabriken oder Wasserhahnhersteller sind, sondern es wird nur mit dem Objekt Unternehmen und dessen Gewinn gerechnet und gehandelt, da die "verwaltung" vom Fach keine Ahnung hat und sie diese Betriebe lediglich durch einen nicht fassbaren Wert besitzen.

Das bringt den Leuten, die bei diesen Investoren angestellt und deren Gutdünken ausgesetzt sind, überhauptnix und schafft grosses agressionspotential welches von Meinungsmachern gezielt ausgenutzt wird!

Mit welchem Recht also können Betriebsfremde Menschen, in diesem Fall die Investoren, den Wert von Unternehmen mindern und als Gegenwert den Angestellten mehrarbeit aufbrummen? Survival of the investor, not the fittest?

Ich weiss das es laut gesetzgeber eine rechtliche Grundlage dafür gibt, aber ist dies denn trotzdem gerechtfertigt?
Wenn Väter ihre Kinder auf die Arbeit schicken und mit dem erwirtschafteten Geld in Thailand frauen kaufen um nochmehr Kinder zu zeugen ist das doch auch verboten.


Investoren würden auch nicht investieren wenn es ihnen nichts bringt. Wieso müssen also Menschen ihre Zeit für etwas investieren was ihnen nichts bringt und teilweise nichteinmal ihre Zukunft sichert?

Sicher hat es wie gesagt keinen direkten effekt auf das Befinden der Bürger. Es ist aber leider auch nur ein Vorfall von vielen, welche alle zusammen die Moral der Bürger strapazieren.

Man könnte ja auch mal ganz einfach die Investoren ignorieren und den "besetzten" betrieb selbst in die Hand nehmen.
Hat zwar keine rechtliche Grundlage aber dann würde es den Angestellten wieder besser gehen, da sie dann auch selbst die Früchte ihrer Arbeit ernten könnten und sie nicht wie in Zeiten der franz. revolution an die Könige und Landherren abtreten müssten.

Bitte, schreib mir jetzt nicht, was du denkst, was ich denken könnte, sondern versuch, wenn dann auf meine Aussagen einzugehen.
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01.08.2006 10:44 Uhr von Cpt.Proton
 
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Hör doch mal auf jetzt: Der Vorgang war so, wie er beschrieben wurde von mir. Ich halte ihn für legitim, weil er wirklich nur Vermögensarten wandelt. Wenn überhaupt, dann schneiden sich die Investoren in ihr eigenes Fleisch, weil sie ihre Investition auch um den entnommenen Betrag vermindern.

Die Pachterhöhung ist bestimmt hart, aber wenn die Pacht zu hoch wird und der Tankstellenmann aufgeben muss, dann haben die Investoren auch nichts davon, also schneiden sie sich auch wieder ins eigene Fleisch und betriebsfremd sind sie auch nicht, denn so ist das nun mal wenn man Aktien seiner eigenen Firma verkauft:
Man kriegt viel Geld, aber man muß auch damit rechnen einen Mitsprecher auf der Chefbank sitzen zu haben.
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01.08.2006 13:04 Uhr von «azero»
 
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*lol, Cpt.Proton und Julizka84 erklären uns die Welt.

Lieber Cpt.Proton, die Investoren schneiden sich nicht ins "eigene" Fleisch, sondern sie schneiden - vorausgesetzt, du wärst Steuerzahler in Deutschland - in DEIN Fleisch. Verluste, und als diese werden diese "Belastungen" (Rückzahlung der Kredite) ausgewiesen, können in Deutschland steuermindernd geltend werden. Insofern zahlst du also die entnommenen Beträge aus deiner Tasche mit. Sogar mehrfach. ;)

Und um es auch für dich verständlich auszudrücken: Dieses Unternehmen bedient sich direkt aus der Brieftasche deines Vaters. Nicht über Umwege, nicht hinten rum. Nein! Sie langen direkt und ungeniert hinein. Und das hast du deinen ideologischen Genossen zu verdanken. Allen voran nahezu allen Größen der CSU, Herrn Schröder und der "Elite" der CDU. Die haben diesen Schwachsinn nämlich beschlossen, der Deutschland - also deinen Vater - Jahr für Jahr Milliarden und Abermilliarden Euronen kostet, und der so zu der bemerkenswerten Einsicht führt, dass der Sozialstaat bald pleite wäre, wenn man nicht "irgendwo anders" die eine oder andere Millarde einspare.

Julizka84 hingegen schießt mit ihrer völlig sinnbefreiten Bemerkung den Vogel ab:

> Und ein Eigentümer kann mit seinem "Eigentum"
> nunmal weitestgehend das machen was er will
> und das ist auch richtig so!

Bildung schadet nicht, Julizka84. Nicht einmal dir.
Schau mal ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Und, ob du es glaubst oder nicht: Die Tatsache, dass die Politik - ganz wie in Russland - von der Mafia unterwandert ist, bedeutet mitnichten, dass damit die mafiösen Gebaren legalisiert sind; auch wenn du es vielleicht anders gewohnt bist.

> Ansonsten könnten wir versuchen Stalin
> zu reanimieren und hier den Kommunismus einzuführen!

Geschichtlich eine ebenso große Niete wie wirtschaftlich und politisch, Julizka84? Was genau hat Stalin mit dem Kommunismus zu tun? Und was genau hat Kritik an der Maßlosigkeit mit Kommunismus zu tun?

> Und wenn man es versucht wandern halt
> noch mehr Firmen ab. Es gibt soviele
> andere schöne Länder.

*lol, wie merkresistent muss man sein, um diesen Humbug selbst zu glauben, Julizka84? Zeige mir EINE Studie, die deine Behauptungen belegt. Und gestatte mir, dich bis dahin der Lüge zu bezichtigen.

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