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Russland: Für Chávez sind die USA schlimmer als das Römische Reich

Venezuelas Präsident Hugo Chávez ließ bei seinem Besuch im Kreml keinen Zweifel daran, gegen wen er einen politischen Gegenpol schaffen will. "Die USA sind ein absolut unmoralisches und zynisches Imperium, schlimmer als das Römische Reich", sagte er.

Russlands Präsident Putin hatte ihn mit offenen Armen empfangen. "Venezuela ist unser natürlicher Partner", erklärte Putin. Venezuela und Russland sind schon feste Partner, was umfangreiche Waffengeschäfte angeht (ssn berichtete).

Nachdem Hugo Chávez auf seiner Auslandsreise schon den weißrussischen Alleinherrscher Lukaschenko besucht hatte, will er nach dem Treffen mit Russlands Präsidenten nach Vietnam weiter reisen.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Russland, Reich, Hugo Chávez
Quelle: www.tagesschau.de
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28.07.2006 08:50 Uhr von Runeblade
 
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ich bin kein fan chávez´ aber wo er recht hat, hat er recht.
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28.07.2006 09:22 Uhr von jens3001
 
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@runeblade: Ja leider.
Chavez scheint sehr radikal zu sein und auch nicht vor militärischer Gewalt zurückzuschrecken.

Aber er hat, im Gegensatz zu manch anderen Regierungen, erkannt das die USA einen Gegenpol braucht.
Denn ohne diesen (wie im Moment) wird die USA weiterhin ungebremst agieren können.

Die UNO sollte die USA unter Kontrolle haben.. nicht als Gegenpol, sondern durch Eingliederung in eine internationale Staatengemeinschaft. Funktioniert aber auf dem momentanen Wege nicht.

Die EU könnte evtl. irgendwann mal einen Gegenpol bilden. Aber dafür sind die europäischen Staaten zu zögerlich, untereinander zu uneinig und haben im Allgemeinen mehr Innenpolitische Schwierigkeiten als sonstwas.

China ist auf dem Besten Weg wirtschaftlich und militärisch einen Gegenpol zu bilden. Aber derzeit noch nicht ganz soweit.

Die meisten anderen Staaten versuchen es im Alleingang, was gegen ein so mächtiges Land unmöglich ist, bzw. mit rein militärischem Aufrüsten. Was aber nur einen Teil des Problems darstellt.

Chaves ist auf dem richtigen Weg wenn er versucht Verbündete zu bekommen die sich dem Alleingang der USA in den Weg stellen. Die Frage ist ob er auch begriffen hat, das allein militärisch keine Aussicht auf Erfolg besteht.
Das muss auf allen Instanzen geschehen. Ein Gegenpol der militärisch, wirtschaftlich, weltpolitisch (internationale Anerkennung, Diplomatie, etc.) und Innerpolitisch den USA gewachsen ist.
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28.07.2006 09:54 Uhr von Her.Man
 
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@Jens: Irgendwie hast du schon recht, aber ich glaube kaum dass Venezuela einen besseren Gegenpol zu den USA bieten kann als der Nahe Osten.Im Kalten Krieg war die Opposition zu den USA(Kapitalismus) die Sowjetunion(Sozialismus). Wohin dass hätte führen können wissen wir alle, aber der Sozialismus ist so gut wie tot, selbst China kann man kaum noch sozialistisch nennen.
Vorteil der jetzigen Situation (zumindest im Bezug auf Venezuela) ist, dass wohl selbst wenn es irgendwann mal einen Krieg geben sollte, eher keine Atomwaffen eingesetzt werden würden. Venezuelas Möglichkeiten liegen aber wohl einzig und allein in - begrenztem - wirtschaftlichen Boykott und Guerillataktiken. Dass das aber die USA nicht aufhalten kann haben wir wohl in Afghanistan und im Irak gesehen.

Weitere Möglichekeiten zur Opposition wären Russland, China und die EU. Scheiden aber alle mehr oder minder aus, denn Russland ist einfach nicht mehr stark genug um sich Amerika entgegen zu stellen, es versorgt nur noch seine kommunistischen Brüder wie Venezuela und China mit Waffen und das wars praktisch.
China wäre möglich, ist aber (noch) schlecht ausgerüstet und bleibt bisher neutral, in Zukunft wird es aber ein Faktor sein, mit dem die USA rechnen müssen.
Die EU kann aus zwei Gründen nicht viel gegen die USA unternehmen: 1. Die EU beklagt nur alles, ändert aber nichts und kann auch keine UN-Resolution gegen irgendwen aussprechen, da die USA ihr Veto einlegen wenn es ihnen passt. Außerdem hören die nicht auf Worte (da haben sie was gemeinsam mit dem Iran) 2. Die EU kann sich den USA nicht militärisch entgegen stellen, weil es sonst mindestens zwei Gegner (USA und Islam) hätte und außerdem im Kapitalismus und Christentum größtenteils mit ihnen übereinstimmt, wäre also ethisch nicht vertretbar.
Ich denke dass es noch mindestens 15-20 Jahre dauern wird bis sich ein ebenbürtiger Gegner für die USA herausbildet. Und ich gehe davon aus, dass das China sein wird.

MfG, Herman
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28.07.2006 11:48 Uhr von jens3001
 
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@her.man: Ich stimme dir grösstenteils zu. Vor allem was die zukünftig möglichen Gegenpole zur USA betrifft.

Aber...
1. Ich habe ja auch nicht geschrieben das Venezuela einen Gegenpol bilden kann. Ich habe nur gesagt das Chavez im Gegensatz zu anderen die Zeichen der Zeit erkannt hat und aktiv wird.
2. Richtig. USA / Russland _hätte_ zu etwas führen können. Hat es aber nicht. Die derzeitige Situation ohne diesen "kalten" Krieg ist ebenso gefährlich. USA im Alleingang gegen alle die ihnen nicht passen aber gleichzeitig keine nennenswerte Gegenwehr bieten können.
Staaten wie z.B. Nordkorea die offiziell (!!!) daran arbeiten militärisch gewappnet zu sein werden mehr oder weniger ausser Acht gelassen.

3. Guerillataktiken hatten in Afghanistan und Irak durchaus ihre Erfolge. Denn es ist ein Krieg den die USA nicht mit dem Allheilmittel "Massenvernichtungswaffen" bzw. "Massenbombardierung" gewinnen kann. Wir sind grösstenteils in der Meinung gelassen worden in den 2 Staaten ist halbwegs wieder Ruhe eingekehrt. Hauptsächlich denken wir das weil weniger Berichte als früher aus diesen Ländern kommen. Aber das ist ein Trugschluss. Die USA ist machtlos gegen die Rebellen, Guerillas, etc. Denn sie kann zwar gegen offene Kämpfe vorgehen und diese gewinnen. Aber Kämpfe im Verborgenen (nicht auf diplomatischer Ebene, sondern schon Auge-um-Auge) sind nicht wirklich ihre Stärke.

Was die Zukunft betrifft.. da gibt es in Bezug auf die UNO und EU noch weitere Probleme.
Die EU könnte durchaus mal einen Gegenpol zu den USA bilden.
Problem ist das ich nicht denke das die EU so lange halten wird um das zu erleben.
Was mehrere Feldherren mit militärischer Kraft zu erreichen versuchten, wird nun mit Diplomatie und Politik erstrebt. Ein vereintes Europa unter einer Regierung.
Wird aber an den gleichen Problemen scheitern wie schon Rom, Hitler, diverse Kaiser und Könige.
1. Geld
2. unterschiedliche Ansichten
3. Machtspielchen einzelner Staaten in der Gemeinschaft
4. Innenpolitische Schwierigkeiten

Des weiteren halte ich auch die UNO für sehr zerbrechlich.
Denn wenn sie sich _jetzt_ nicht durchsetzen kann werden die Mitglieder die an diesen Bund glaubten ihre Hoffnung verlieren.
Kofi Annan ist ein sehr kompetenter Mann mit viel Rückgrat in meinen Augen. Aber auch er kann nichts retten.

Ein dritter, Aussenstehender, wird nur sehen das sich eine an sich gleichgestellte Gemeinschaft einem einzelnen Staat beugt.
Dieser einzelne nutzt seine wirtschaftlichen und militärischen Möglichkeiten aus um die anderen im Zaum zu halten und selbst zu tun was er will.
Auf Dauer (ich spreche von Jahrzehnten, nicht Monaten) wird das, wenn sich nichts ändert, zum Bruch zwischen den UNO bzw. EU-Staaten führen.

China ist ein grosses, starkes Land das Jahrtausendelang Disziplin und Fleiss in die Köpfe der Bürger eingetrichtert hat.
Es wird nicht so leicht auseinanderbrechen.

Her.Man hat Recht wenn er sagt das China in naher Zukunft zu einem Machtfaktor wird mit dem die USA aber auch die EU rechnen muss.
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28.07.2006 12:03 Uhr von Curse
 
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Und wieder schafft es ein Politiker, mit Außenpolitik von seiner absolut misslungenen Innenpolitik abzulenken. Glückwunsch Herr Chávez.
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28.07.2006 12:11 Uhr von kantonanton
 
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chavez ist der beste: den Typ muss man einfach mögen. Jemand , der sich selbst ist.
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28.07.2006 12:46 Uhr von denksport
 
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Venezuela, waren die nicht pleite und unregierbar? Sollen lieber mal sehen, wie die Ihre eigenen Probleme in den Griff bekommen statt auf Möchtegern-Großmacht zu machen.
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28.07.2006 15:30 Uhr von sacratti
 
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curse und denksport: Denksport ist wohl Glückssache.
Weder war Venezuela pleite, noch unregierbar.
Die USA Haben in Venezuela 2 Putschverscuhe gestartet, weil Venezuela sein Öl in Euro handelt und nicht mehr in Dollar: Das bringt die USA in Gefahr, weil die US NOtenbank auf Bedarf Geld druckt- sonst wären die ganzen MAchenschaften der USA überhaupt nicht finanzierbar-.
So lange der internationale Handel in US $ abläuft , fällt das nicht weiter auf und kommt nicht zum tragen, eine natürliche Inflation ist nun mal da.
Auch der Irak wollte zumindest einen Teil seiens Öls künftig in Euro handeln, was - Irak ist einer der grössten Ölpoduzenten- die USA in Zugzwang brachte. Irak krieg und Venezuela Putsch fallen zeitgleich.
Also ,aufwachen und keine dummen Sprüche klopfen.
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28.07.2006 16:02 Uhr von Alfadhir
 
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recht hat er: mehr muss man dazu nicht sagen und auch die sowas immer abstritten und auf der seite israels und der usa wahren erkennen jetzt die warheit (zumindest die meisten).
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28.07.2006 18:50 Uhr von Curse
 
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@ sacratti: Ich kenn Leute die in Venezuela leben. Ich habe nie gesagt, dass das Land pleite ist, aber von halbwegs anständigen Standards z.B. in der Medizin, Infrastruktur etc. sind sie noch weit enfernt.

Und bevor man Millionen für Waffen ausgibt, sollte man erstmal diese Punkte angehen.

Und: die USA haben Reserven, solang man genug Geld drucken kann wird es gemacht, klappt das mal nimmer werden andere Wege eingeschlagen... alles kein Problem.

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