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Spinnen können mit Hilfe ihrer Fäden durch die Luft über das Meer "surfen"

Dass Spinnen kurze Distanzen mittels der Fäden überwinden, wusste man schon lange. Britische Forscher fanden jetzt heraus, dass Spinnen weite Strecken, auch über das Meer, überwinden können. Man wusste bislang nicht, wie sie auf Inseln gelangen.

Die Forscher gehen von der Elastizität der Spinnenfäden aus. Wenn sich der lange Faden verdrehe, könnten die Spinnen gewissermaßen im Wind surfen, so erklären die Forscher Andy Reynolds und Dave Bohan den Effekt. Der Faden würde wie ein Segel wirken.

Die Forscher kamen den "Fernreise-Möglichkeiten" durch mathematische Berechnungen auf die Spur. Jetzt will man diese Fähigkeit der Spinnentiere im Windkanal untersuchen.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Hilfe, Luft, Meer, Spinne
Quelle: www.rp-online.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.07.2006 16:01 Uhr von Thothema
 
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Unglaublich was diese meistgehassten Tierchen für Fähigkeiten und Möglichkeiten haben. Zualledem fressen sie ihren "Flugapparat" dann auch noch auf wenn sie es nicht mehr brauchen.
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27.07.2006 16:11 Uhr von ciaoextra
 
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*lol*: "Man wusste bislang nicht, wie sie auf Inseln gelangen."

Die Spinnen haben sich aus ihren Fäden Rettungsvesten und Schlauchboote gestrickt. :o)
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27.07.2006 16:25 Uhr von RoOsT
 
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mhh: das verstehe ich nicht so ganz, weil durch das eigengewicht der spinne müsste sie doch eigentlich nach unten zum wasser hin gezogen werden, oder nicht? ansonsten ekel ich mich sehr vor spinnen und wills gar nich wissen wo die her kommen, ich kanns mir denken, direkt vom teufel ;)
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27.07.2006 17:05 Uhr von Last-Prophet
 
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@RoOst: Die Spinne hat ein gewisses Eigengewicht.
Ist das "Netz" jedoch groß genug überwiegt die Zug-/Auftriebskraft des Windes und die Spinne "surft" durch die Luft ;-) Ist als wenn Du anstatt eines normalen Drachens eine Doppelluftmatraze umfunktionierst :) Ähnlich dem Kitesurfen halt...
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27.07.2006 17:36 Uhr von Generalstreik
 
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Last-Prophet: Deine Erklärung ist kurz und schlüssig. Sehe ich genauso. Einen Haken hat diese Theorie aber. Diese Art der Fortbewegung funktioniert nur wenn zumindest ein laues Lüftchen weht. Es gibt jedoch durchaus windstille Perioden auf den Meeren und währenddessen müssten die Spinnen notwassern. Wenn man Insekten im Teich beobachtet stellt man fest dass Spinnen kaum eine Chance haben, wenn sie erst einmal im Wasser gelandet sind.
Aber vielleicht ist das dann eine Art natürlicher Auslese, bei welcher nur die glückhaften Spinnen das rettende Ufer erreichen.

In diesem Sinne, schönen Abend noch
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27.07.2006 17:38 Uhr von RoOsT
 
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mhh: @last nette erklärung! :)
aber ich bin zum selben problem wie general gekommen!naja natur halt, wir werden nie alles wissen ;D
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27.07.2006 17:54 Uhr von ciaoextra
 
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Vielleicht: fahren die Spinnen auch per Anhalter und hängen sich mit ihren Fäden an Möwen oder Albatrosse und lassen sich so von Insel zu Insel bringen. *lol*
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27.07.2006 18:02 Uhr von CorLeonis
 
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Ich sehe da schon die nächste Spezialfähigkeit von Spiderman in Teil 3 *weglol*
@Vorredner: tja, dann gibts wohl ne natürliche Auslese. Es müssen ja auch nicht viele schaffen...

...und was habt "ihr" bitte gegen diese kleinen nützlichen Tiere? Man muss sich doch nicht vor allem ekeln...."Iiiiieeh....Milben." "Jaaa, das hier ist die Erde...."^^
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27.07.2006 19:10 Uhr von Her.Man
 
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Hmmm: "Das Praktische an der Reise-Leine: Wenn es der Spinne an einem Ort nicht gefällt, folgt sie dem Faden zurück zum Ausgangsort."

Versteh ich irgendwie nicht, zieht die sich dann irgendwie zurück durchs Meer??

Kann mir aber schon vorstelölen wie sie da hinkommen, denn die werden ja nicht ein bis 2 Meter über deM Boden dahinsegeln, sondern in sagen wir mal 100-150 Metern Höhe (=>Auftrieb)
In großen höhen ist es aber fast immer windig, was die Chancen der Spinne ja gewaltig erhöht. Was mich mal interessieren würde ist, wie die wieder runterkommen...
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27.07.2006 19:36 Uhr von Moloche
 
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müssen: aber schon extrem viele auf die Reise gehen, damit wenigstens n paar das Glück haben, und auf einer Insel landen.
Ansonsten ist das mit dem Fliegen und dem Spinnenfaden eigentlich ein uralter Hut.
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27.07.2006 21:16 Uhr von Renas
 
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nicht jede spinne nicht jede spinne hat diese fähigkeit. ich glaube eher das kleine spinnen, die sehr wenig wiegen, das können und das problem mit den notwassern-> wie wir wissen hat wasser eine gewisse oberflächen spannung und die spinnen haben haare am körper. zwischen den haaren ist luft. wenn die kleinen spinnen aufs wasser fallen bilden sich zwischen den haaren luftpolster die die spinnen am untergehen verhindern.
so das meine theorie.

mfg Renaz
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27.07.2006 21:17 Uhr von lsdangel
 
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@Renas: Mit der Oberflächenspannung klappt das aber nur bei relativ ruhiger See (hab ich so in Erinnerung).
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27.07.2006 21:22 Uhr von Schwertträger
 
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@Moloche: Genau, frag mich, wie ich morgens zur Arbeit komme. :-)

Nee, aber mal im Ernst, Du hast schon recht, die Menge macht´s.

es ist ja nicht so, dass das ein von der Spinne gewollter Vorgang ist. Da werden im Laufe von Hunderten von Jahren zig Millionen Spinnen gegen ihren Willen vom Winde verweht, die allermeisten ersaufen, ein paar kommen dummerweise auf einem Schiff runter, dass wieder dahin fährt, wo sie herkamen, ein paar landen auf einem Walrücken, der dann aber doch wieder abtaucht und ein paar ganz wenige landen auf fremden Inseln.

In irgendeinem Roman habe ich neulich einen Satz gelesen, der das ganz gut beschreibt:
Wenn es in einem Raum mit Holzfussboden ein einziges pfenniggrosses Loch gibt, und man versucht, mit einer Trockenerbse das Loch zu treffen, ist das ein verflixt schweres Unterfangen. Hat man jedoch einen Eimer voll Trockenerbsen, ist das Loch praktisch schon gefüllt.
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27.07.2006 23:33 Uhr von melman01
 
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zumindest: kann ich mir jetzt vorstellen, wie die viecher es schaffen manchmal aus dem nichts aufzutauchen und rumzuschweben (schon oft im wald gesehen). das hat dann nicht so ausgesehen, als würden die nur an 1 faden hängen, sondern eher so als ob sie fliegen könnten :)
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28.07.2006 09:54 Uhr von hady
 
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@ SaarFredDurst: Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dieser Theorie glauben darfst!
Denkst du ernsthaft, dass die Natur von technischen Hilfsmitteln der Menschheit (Flugzeug, Schiff etc.) abhängig ist?
Selbst wenn von 1000 in See stechenden Spinnen nur 10 (also 1%) bis zur nächsten Insel kommen reicht das unter Umständen aus, um eine neue Population aufzubauen. Hier geht es schließlich nicht um 5 oder 10 Jahre. Das sind eher Dimensionen von Millionen von Jahren in denen du denken musst.
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28.07.2006 11:50 Uhr von Kid Rob
 
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Wieviel wiegt so eine Spinne denn?
Es muss nicht gerade eine Kamelspinne sein (würg), aber sagen wir mal die durchschnittliche Wald-und-Wiesen-Spinne, die wiegt so etwa 2-4 Gramm (die großen =), und? was ist das schon!
Wenn die verreisen wollen, klettern die auf n Baum, spulen den Faden ab und spulen und spulen bis sie vom Wind mitgenommen werden.
Je länger der Faden, des do mehr Wiederstand in der bewegten Luft, Ende und fertig.
Ausserdem sind Spinnen verdammt clever und können ganz gut sehen *Spinne rumscheucht*
Viele Insekten und auch Spinnen sind intelligenter als mancher Mensch...
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28.07.2006 13:37 Uhr von zavelbrox
 
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Q Kid Rob: **************
Viele Insekten und auch Spinnen sind intelligenter als mancher Mensch...
Kid Rob
*************

Mit dieser Offenbarung gehörst du zumindest zu den Kandidaten ;-)
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29.07.2006 19:07 Uhr von hady
 
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@ SaarFredDurst: Es gibt aber auch Inseln, die im Meer entstanden sind und nie mit dem Festland in Berührung kamen.

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