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DGB-Kritik: Bundesagentur für Arbeit vernachlässigt Betreuungskunden

"Die BA tut kaum mehr etwas für die Betreuungskunden", bemängelt Annelie Buntenbach, Sozialexpertin beim DGB. Hierfür sieht sie finanzielle Erwägungen als Ursache, die die Aktivitäten der BA auf andere Arbeitslose lenkt.

Für Arbeitslose, die ins Arbeitslosengeld II rutschen, muss die Agentur eine Strafe von 10.000 Euro an den Bund zahlen. Ebenso wie die Haushaltssperre für Eingliederungsmaßnahmen müsse der Aussteuerungsbetrag abgeschafft werden, so Buntenbach.

Wie BA-Chef Weise fordert auch das DGB-Vorstandmitglied eine Klärung der Kompetenzstreitigkeiten, die in zahlreichen Arbeitsgemeinschaften zu Problemen bei der Betreuung von Arbeitssuchenden wegen unklarer Zuständigkeiten führt.


WebReporter: Ferkelwämser
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kritik, Arbeit, DGB, Bundesagentur für Arbeit
Quelle: www.ftd.de

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27.07.2006 14:08 Uhr von Ferkelwämser
 
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Inzwischen gibt es zahlreiche Meldungen, wonach die BA einseitig Arbeitslosengeld I Empfänger fördert und Arbeitslosengeld II Empfänger kaum noch Fördermaßnahmen und Stellenangebote bekommen.
Die Fallmanager müssen Quoten erfüllen, bekommen Zielvorgaben, die einem Controlling wie bei einem Unternehmen unterliegen. Dieses führt zu solchen Mißständen.
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27.07.2006 14:27 Uhr von jens3001
 
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Ist doch ganz logisch Das kommt davon wenn der Staat Behörden gegeneinander statt miteinander arbeiten lässt.

Wenn die AA für alle die ins ALGII rutschen Strafe zahlen muss ist doch logisch das sie versuchen genau das zu verhindern. Und somit sich hauptsächlich mehr darum kümmern die zu fördern die abzurutschen drohen.

Noch dazu kommt das die AA aufgrund mangelnder Planstellen selbst nicht alle Arbeitslosen so individuell betreuen kann wie es nötig wäre.... theoretisch.
Somit konzentrieren sie sich ausserdem hauptsächlich auf diejenigen, die eine "erhöhte Chance" auf Arbeit haben (jung, lernfähig, arbeitswillig, single, flexibel, etc.).

Unfair. Aber logisch.
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27.07.2006 14:38 Uhr von Ferkelwämser
 
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@jens: "die AA aufgrund mangelnder Planstellen selbst nicht alle Arbeitslosen so individuell betreuen kann wie es nötig wäre.... "

Und genau deshalb wird die Anzahl der Fallmanager weiter reduziert, um statt dessen einen Überwachungs-Außendienst aufzubauen.
Verfolgen statt Betreuen, Fordern statt Fördern.
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27.07.2006 16:12 Uhr von Borgir
 
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Eingentlich: sollten die Firmen, die trotz massiver Gewinne Leute entlassen, für jeden der ins ALG II rutscht 100.000 Euro Strafe zahlen. Vielleicht bekommt man damit diese Habsucht der Konzerne und ihrer Manager in den Griff.
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27.07.2006 16:33 Uhr von jens3001
 
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@borgir: Genau genommen fände ich es nicht schlecht, wenn Firmen die Leute einstellen "belohnt" werden (z.B. für einen gewissen Zeitraum der erst NACH der Probezeit beginnt).
Und die Firmen, die Leute entlassen eine Fürsorgepflicht aufgedrückt bekommen. Sprich wenn jemand "sozialverträglich gekündigt" wird muss die Firma schaun wo sie ihn wie unterbringt. Für Firmen, die ja doch in der Branche eher den Kontakt zu anderen Firmen haben als das ungeliebte Arbeitsamt (ich weigere mich Agentur dazu zu sagen) sollte das zwar Mehraufwand bedeuten aber immer noch einfacher sein als für die AA.
Erst wenn die Firmen je Einzelfall sagen "keine Chance. Den/Die können wir nicht weitervermitteln" sollte sich die Arbeitsvermittlung des/der AA einschalten.
Und dann sollten auch in erster Linie die Firmen eine Strafe erhalten... vorrausgesetzt die Entlassung ist aufgrund von Kosteneinsparungen/Stelleneinsparungen vorgenommen worden um den Gewinn (nicht Umsatz!!) der Firma noch zu vergrössern.
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29.07.2006 16:01 Uhr von Troll-Collect
 
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Agentur benachteiligt bewusst Arbeitslose: >>>
Als schwierig geltende Arbeitslose werden von den Arbeitsagenturen bei Fördermaßnahmen offenbar bewusst benachteiligt. Nach einem "Arbeitsmarktprogramm" der Agentur Bremerhaven soll es nur einen "geringen Produkteinsatz" geben, wenn eine Vermittlung auf eine Stelle "mittelfristig kaum oder nicht erreicht werden kann".

Mehr Maßnahmen sollen einem Arbeitslosen nur bewilligt werden, wenn sie "mit hoher Wahrscheinlichkeit" innerhalb eines Jahres zu einem Job führen. Die Strategie bestätigt Vorwürfe des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), dass so genannte Betreuungskunden weniger Aufmerksamkeit bekommen als Arbeitslose mit besseren Integrationschancen.
...
<<<
http://www.ftd.de/...

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