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Vermieter baute Tür bei säumigem Mieter aus

Im brandenburgischen Fürstenwalde konnte die herbeigerufene Polizei einem mit seinen Mietzahlungen im Rückstand stehenden Mieter bei dessen Hilferuf nicht helfen.

Dessen Vermieter hatte wegen Mietschulden seinem Mieter einfach die Tür ausgebaut und dieses mit seinem Vermieterpfandrecht begründet.

Mangels Zuständigkeit der Polizei in zivilrechtlichen Streitigkeiten blieb den Beamten nur der Hinweis auf anwaltlichen Beistand.


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WebReporter: Kulle78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Miete, Tür, Mieter, Vermieter
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.07.2006 21:50 Uhr von Kulle78
 
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Ich stell mir das schon etwas komisch vor, wenn die Polizei eintrifft und nicht anklopfen kann an der Tür, da diese fehlt...
Aber ob diese Aktion des Vermieters so rechtens war, wage ich zu bezweifeln. Wenn doch, ist es eine sehr wirksame Methode zum Eintreiben von Mietschulden...
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26.07.2006 22:09 Uhr von Kassiopeia
 
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Originelle Idee: Das ganze ist schon witzig. Ich glaube aber nicht, dass dies rechtens war.Stellen wir uns mal die umgekehrte Sachlage vor: Der Mieter baut seinem Vermieter die Tür aus,weil dieser Mängel in der Wohnung nicht beseitigt hat. Das kann man ja ewig so fortführen.
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26.07.2006 22:15 Uhr von Kulle78
 
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@ Kassiopeia: Der kleine, aber feine Unterschied dabei ist nur, dem Vermieter gehört die Tür, die er ausgebaut hat. Er hat sie allerdings für mein Dafürfinden dem Mieter zusammen mit der Wohnung zur Verfügung gestellt, gegen Bezahlung eines Entgeltes, der Miete, versteht sich.

Deswegen kann kein Mieter bei seinem Vermieter die Tür ausbauen...

Davon abgesehen halte ich diese Aktion trotzdem für rechtlich nicht haltbar.
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26.07.2006 22:21 Uhr von Alchemistin
 
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Rechtlich nicht haltbar mag sein.
Aber originell ist sie allemal.
Und der Mieter kommt damit ebenfalls - für ihn peinlicherweise - in die Schlagzeilen, weil er sein Geld nicht bezahlt hat.
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26.07.2006 22:36 Uhr von DarkMajesty
 
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@Autor: Eine nette Einladung für Einbrecher ist es allerdings auch.
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26.07.2006 22:57 Uhr von Curse
 
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@ kulle78: Der Mieter bezahlt aber nich, das ist das Problem :P
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26.07.2006 23:16 Uhr von indoxo
 
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Tja, dumm nur das dadurch ein eindeutiger Mißstand erzeugt wird, der dann auch noch das kürzen der Miete rechtfertigen dürfte. Wenn das nicht mal nach hinten losgeht...

Auch wenn man jetzt argumentieren könnte, der Mieter zahlt ja eh nicht. Mag sein, aber so verwirkt der Vermieter im Nachhinein noch die Möglichkeit ausstehende Zahlung einfordern zu können...

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27.07.2006 00:09 Uhr von Roichi
 
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Rechtlich absolut nicht tragbar: Das ist soweit ich das bisher mitbekommen hab schon mal passiert, worauf der Vermieter erfolgreich angezeigt und verurteilt wurde.

§13 Abs. 1 GG

"Die Wohnung ist unverletzlich."
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27.07.2006 00:23 Uhr von Gunny007
 
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nun: da fehlt mir der einblick in die einzellheiten.
wenn der mieter unverschuldet in seine missliche lage geraten ist finde ich diese aktion nicht gut.
ansonsten möchte ich nicht unbedingt vermieter sein.
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27.07.2006 12:41 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Rechtlich absolut nicht haltbar.

Ich würde dem Mieter empfehlen unverzüglich eine einstweilige Verfügung zu beantragen, das die Tür wieder eingesetzt werden muß.

Richter freuen sich meist über solche selbsternannten "Rechtsprecher".
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27.07.2006 13:20 Uhr von borg0815
 
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alles hat zwei Seiten natürlich darf - rein rechtlich gesehen - der Vermieter die Tür nicht ausbauen.

Auf der anderen Seite sieht es sehr oft so aus, als ob die Rechte des Täters (Mieter der nicht zahlt) höher eingeschätzt werden als die des Opfers (Vermieter der kein Geld bekommt).

Es könnte ja gut sein, dass der Vermieter dringend auf das Geld angewiesen ist, dadurch sich und seine Familie nicht mehr ernähren kann und der Mieter einfach nicht zahlen will weil er keinen Bock dazu hat. Ich kann mir gut vorstellen das dem ganzen eine monatelange - wenn nicht jahrelange Leidensgeschichte vorraus gegangen ist. Wobei ich diese Aktion noch relativ harmlos und originell finde.

Dem Vermieter hilft die Polizei auch nicht wenn er seine Miete nicht bekommt. Also ist das wohl eher ein Fall von ausgleichender Gerechtigkeit. Obwohl der Vermieter wohl vom Gericht einen auf den Deckel bekommt (leider).
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27.07.2006 22:22 Uhr von webschreck
 
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Sowahr: ich webschreck heiße - ich hatte einmal einen Vermieter, der das auch getan hat (Mietkürzung wegen Mängel). Der hat dann den gesamten Schrott gehalten und dufte für mich die Entsorgung bezahlen. Ich bin doch nicht blöd...
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28.07.2006 07:22 Uhr von XrayFF
 
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webschreck: Ich habe kein Wort von deinem Kommentar verstanden. Wer hat entsorgt? Du hast die Mietkürzung entsorgt und wurdest dafür bezahlt?
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31.07.2006 01:16 Uhr von rivezhead
 
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effektiv: Natürlich ist die Maßnahme nicht rechtens, aber wirkungsvoll: Der Typ war im Rückstand und der Mieter wil ihn loswerden. Natürlich kann sich der Typ en Anwalt nehmen, aber 1. von welchem geld wenn er angeblich keins hat 2. die deutsche justiz ist laaaaaangsam.. und bevor ich 4 wochen ohne wohnungstür lebe ziehe ich doch lieber aus...
@ Mietminderung: wenn er sowieso schon nicht zahlt ist es doch wurst. Ob ich 500€nicht bekomme oder 250€nicht bekomme ist mir kackegal.

Tja, man muss eben wissen wies läuft. Tolle idee vom Mieter ;D
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31.07.2006 01:53 Uhr von Cenor_de
 
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Immobilienfinazierung: Jeder bekam 30 Mark. Alle behielten ihr Land.
Miete ist etwas daß man bezahlt, bevor die Leistung erbracht ist.
Miete ist etwas, wo die Höher der Kosten bei den meisten die Hälfte des Einkommens ausmacht.

Miete ist Rendite auf Kosten der Schlechterverdienenden.
Spekulation mit der Eigentumslosigkeit der Massen.
Ich kann mir für 200.000 Knaller ne Eigentumswohnung kaufen. Mit 100.000 Euro Eigenkapital.
Dann deckt die Miete Zinsen und Tilgung.
100% Rendite in 15 Jahren.

Im Gegenzug wurde die Eigentumsförderung abgeschafft.

menschen bezahlen ihre Miete nicht, weil sie nicht können, nicht weil sie nicht wollen.

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