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Spekulation: Wird die Lufthansa von französischem AXA-Konzern übernommen?

An der Börse werden durch verschiedene Indikatoren Übernahmespekulationen angeheizt, denen zufolge der französische Versicherungskonzern AXA angeblich die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa als Übernahmeziel im Visier hat.

AXA ist bereits mit 10,56 Prozent an Lufthansa beteiligt. Trotz des hohen Ölpreises, Billigfliegern und manchen Krisenregionen in der Welt konnte die Lufthansa-Aktie um 22 Prozent innerhalb des letzten halben Jahres zulegen.

Die AXA Private Equity hat zudem kürzlich geäußert, sie könne sich in der Rolle als Juniorpartner bei einer DAX-Konzern-Übernahme vorstellen. Das Luftverkehrsnachweis-Sicherungsgesetz gesteht ausländischen Investoren jedoch nur 50 Prozent Anteile zu.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Lufthansa, Konzern, Spekulation, AXA
Quelle: boerse.ard.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.07.2006 21:52 Uhr von no_trespassing
 
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Mein lieber Scholli. Ich gehe davon aus, daß das durchaus auch politisch motiviert sein kann. Die Querelen bei Airbus bzw. EADS, das die Franzosen gerne als "ihr Baby" ansehen, obwohl es ein deutsch-frz. Projekt ist, geht bei denen nicht spurlos vorbei, schätze ich mal.

Zudem ist eine unabhängige Fluggesellschaft wie in der Quelle erwähnt von hohem nationalen Interesse. Daß AirFrance nicht mehr unabhängig ist, Lufthansa aber schon, scheint den Franzosen nicht besonders zu gefallen.
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25.07.2006 23:03 Uhr von matth46
 
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@author: Wieso sollte den Franzosen es nicht besonders gefallen, dass die Lufthansa unabhängig ist, die AirFrance angeblich aber nicht (fast 3/4 der Gesellschaft per Aktienbesitz in Mitarbeiterhand) ? Missgunst? Neid?
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25.07.2006 23:44 Uhr von no_trespassing
 
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@matth46: Die AirFrance und KLM mußten fusionieren.
AirFrance hatte nach dem Absturz der Concorde nicht nur Passagierschwund, sondern auch noch den Verlust eines nationalen Prestigeobjekts zu beklagen. Die wunderschöne Concorde einmotten zu müssen, war wie ein Messerstich in die französische Fliegerei-Seele. Nur, daß es British Airways genauso ging, machte es wohl erträglich und ließ es wirtschaftlich vernünftig erscheinen. Geteiltes Leid ist halt halbes Leid.

Die Luft- und Raumfahrt ist für die Franzosen von einem hohen Stellenwert.

Aber nicht nur AirFrance ging es mies. Auch die italienische Alitalia entging mehrfach nur knapp einer Insolvenz. Mit Olympic Airways hat Griechenland beinahe ebenfalls seine bedeutendste Fluglinie eingebüßt. Bei beiden halfen nur staatliche Hilfen weiter.

DeltaAirlines, United, American Airlines und Northwest flogen seit dem 11. September praktisch sowieso unter Gläubigerschutz.

Und selbst die reiche Schweiz konnte ihre nationale Fluglinie (SwissAir) nicht mehr eigenständig halten.

Kurzum: Zahlreiche große europäische Länder büßten ihre nationalen Fluggesellschaften entweder ein oder die Gesellschaften entgingen nur durch Subventionen der Insolvenz.

Zwei dagegen haben sich herausgeputzt: Zum einen BritishAirways, die sich glänzend positioniert haben, trotz der aus England kommenden Billigfliegerwelle.

Und die andere fantastisch gemanagte große Airline in Europa ist die Lufthansa. Strategisch kluge Beteiligungen (Fraport), immer präsent bei Trends (germanwings), clevere Übernahme zum richtigen Zeitpunkt (SwissAir) und sehr breitgefächert aufgestellt in Sachen Cargo, Technik, Catering, IT, etc.

Und da spielt imho in der Tat der von Dir angesprochene Mißgunst bzw. Neid eine Rolle.

In bestimmten Wirtschaftsfragen wollen die Franzosen es "den Deutschen zeigen" und geben sich nicht mit der Juniorrolle zufrieden. Das fängt bei Projektarbeiten an und hört bei der Geschäftsführung auf. Manche Franzosen sprechen inoffiziell von einem ´guerre économique´ ("Wirtschaftskrieg), den sie allerdings nicht auf Deutschland beziehen, sondern gegen die ganze Welt ausfechten wollen.

Als über die Danone-Übernahme von PepsiCola spekuliert wurde, planten französische Politiker, zahlreiche Firmen, die von nationaler Bedeutung sind, vor Übernahmen zu schützen.

Diese Aspekte beziehe ich zumindest alle mit ein, wenn ich lese, daß der Axa-Konzern plane, die Lufthansa übernehmen zu wollen.

Mal ganz abgesehen von der Tatsache: Was wollen die mit der Übernahme bezwecken? Die Luftfahrt ist eine besonders risikoreiche Branche, Ölpreis, Weltpolitik und harte Konkurrenz bilden kaum kalkulierbare Risiken. Die meisten Konzerne stoßen derzeit eher branchenentfernte Beteiligungen ab.

Ich bin der Meinung, daß es sich hier um ein Politikum handelt. Was genau passieren wird, bleibt abzuwarten. Zumal die gesetzlichen Hürden auch noch dabei eine Hürde sind.
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26.07.2006 00:32 Uhr von Gunny007
 
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auch wenn das höchstwarscheinlich sowieso unwarscheinlich ist sollte es auf jeden fall verhindert werden.
frankreich unterbindet jegliche beteiligungen oder übernahmen in frankreich (strom, wasser, alcatel,....), so sollte man auch ihnen dies versagen.
die sind einfach zu nationalistisch.
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26.07.2006 08:54 Uhr von Anubis71
 
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Die Franzosen sind: eben nicht so dumm wie wir Deutschen mit unserem globalisierungswahn. Wir lassen uns doch vom Ausland die Butter vom Brot nehmen und sagen dann auch noch höflich "Danke!".

Diese News ist wieder ein Beleg für diese Taktik und dann steht auch noch ein andere Sache im Raum, nämlich das Finanziers die Deutschen Post aufkaufen, zerschlagen und dann in Einzelteilen mit Profit wieder verkaufen wollen.

Und was macht die Regierung? Sie überlegt, wie sie den Menschen im Lande noch mehr Geld aus der Tasche zieht und die Wirtschaft damit ausbremst. Die sollten mal ein paar Gesetze machen, die deutschen bedeutsame Unternehmen und Schutz stellen anstatt einen auf weltoffen zu machen.

Es wäre zum Beispiel keine schlechte Idee GM mit der Enteignung von Opel zu drohen, wenn die wieder mit dem Gedanken spielen Werke in D zu schliessen. Ich denke es würde sich bestimmt ein deutscher Autobauer finden, der Opel übernehmen würde. Aber hier sche***t sich die Regierung mal wieder in die Hose vor der Wirtschaft.

Es gäbe hier noch einiges zu berichten, aber es sollte auch nur ein kleiner Kommentar werden :-)
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26.07.2006 09:45 Uhr von no_trespassing
 
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@Anubis: Das sehe ich in vielen Fällen genauso!

Spanien versucht derzeit alles, damit e.on bei Endesa nicht zum Zug kommt, Frankreich will sowieso alles schützen, übernimmt aber Aventis u.a.

Rein theoretisch kann kein ausländischer Investor die Post oder Lufthansa übernehmen, wenn die Regierung das nicht will. Aber der Großen koalition steht das Wasser bis zum Hals. Wer weiß auf was für Ideen die da kommen?

>>Ich denke es würde sich bestimmt ein deutscher Autobauer finden, der Opel übernehmen würde.

Hatte ich mir auch schon überlegt. Am besten würde es bei VW passen. Der Marktanteil in Europa wäre fantastisch. Und die Werke wären dann hier vor Ort.
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26.07.2006 22:11 Uhr von stellung69
 
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So schnell kann´s gehen Die Woche war noch bei ssn zu lesen, wie gut sich die Lufthansa gehalten hat im Gegensatz zu KLM, Air France und Swissair ; heute sieht es schon wieder ganz anders aus....

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