25.07.06 21:40 Uhr
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Prepaid-Streit: Nach O2-Präzedenzfall wird nun auch Vodafone verklagt

Prepaid-Nutzer des Anbieters O2 sahen sich bis vor kurzem gezwungen, ihr Guthaben innerhalb einer bestimmten Frist wieder aufzuladen. Das Oberlandesgericht München erklärte diese Praxis jedoch für unzulässig. Inzwischen ist das Urteil rechtskräftig.

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) knöpft sich mit Vodafone nun den nächsten Mobilfunkanbieter vor. Der Verband klagt auf Löschung einer AGB-Klausel, die den Prepaid-Guthabenverfall nach 15 Monaten vorsieht.

Man plant bereits ein, dass sich der Prozess gegen Vodafone durch alle Instanzen erstrecken wird. Vodafone will jedoch angesichts des O2-Urteils keine freiwillige AGB-Anpassung vornehmen und sich dem am Mittwoch beginnenden Verfahren stellen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Streit, Vodafone, O2, Prepaid
Quelle: www.heise.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.07.2006 22:13 Uhr von *50CeNT*
 
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die sollen t-mobile auch noch gleich mitverklagen.
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26.07.2006 00:22 Uhr von Phoebe5035
 
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15 monate ... lächerlich: ich weiß gar nicht, warum ihr euch aufregt.
ihr habt 15 monate (1 jahr + 3 monate) zeit, mal wieder das guthaben um ein paar euros aufzustocken. das sollte doch drin sein, oder?

in australien siehts bei prepaid-nummern folgendermaßen aus: man kauft eine SIM-card, inklusive telefonnummer und 25$ guthaben für 25$. damit hat man dann 6 monate lang zugang zum telefonnetz, d.h.: wenn man die nummer behalten will, muss man innerhalb dieser 6 monate das guthaben wieder aufladen. zum aufladen gibt es verschiedene beträge: 5$, 20$, 30$, 50$ oder 100$. je nach aufgeladenem betrag verlängert sich der zugang zum telefonnetz:
bei 5$: + 14 tage
bei 20$: + 1 monat
bei 30$: + 2 monate
bei 50$: + 3 monate
bei 100$: + 6 monate

früher waren die fristen länger, ist aber dieses jahr geändert worden. obiges beispiel ist übrigens das prepaid-angebot von telstra. telstra ist sozusagen das australische telekom. ist das weitverbreitetste und zuverlässigste netz, die meisten leute haben noch einen telstra-festnetzanschluss, telstra gehören die leitungen, etc.
alte + neue auflade-fristen nachzulesen hier:
http://www.telstra.com.au/...

wer es versäumt, das guthaben aufzuladen, verliert übrigens die telefonnummer. wenn da also nix draufkommt, wird die nummer einfach aus dem programm genommen, die existiert dann einfach nicht mehr.

und jetzt soll sich nochmal jemand über "nur" 15 monate beschweren ...
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26.07.2006 01:47 Uhr von Borgir
 
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1. Guthabenverfall ist Abzocke
2. Warum sollte für Vodafone was anderes gelten, als für O2
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26.07.2006 08:32 Uhr von Maurus
 
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@phoebe: Tolles Argument... ;-)

Mal bisschen überspitzt: In Amerika gibt´s auch noch die Todesstrafe, in einigen islamischen Ländern wird dir bei Diebstahl die Hand abgehackt, sollen wir das jetzt auch übernehmen? Wenn die Bevölkerungen dieser Länder mit diesen Gesetzen zufrieden sind, ist das doch deren Problem und nicht unseres.
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26.07.2006 11:08 Uhr von Phoebe5035
 
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@ Maurus: keiner hat gesagt, dass die prepaid-anbieter in deutschland das system von telstra übernehmen sollen.

aber ihr lebt hier in einem schloss und regt euch darüber auf, dass es "nur" ein schloss ist, während alle anderen in wellblechhütten leben.

in deutschland wird dem prepaid-nutzer so viel zeit zum aufladen gegeben, wie wohl sonst fast nirgendwo anders auf dieser welt. ihr solltet froh und dankbar sein, dass ihr überhaupt diese 15 monate habt, es könnte auch wesentlich schlechter sein.

in den vereinigten staaten gibt vodafone den nutzern sogar noch weniger zeit als telstra in australien. auf der webseite ist zum thema prepaid-guthaben aufladen folgendes zu finden:
$15 - $29.99 expires in 30 days
$30 - $74.99 expires in 60 days
$75 - $149.99 expires in 90 days
$150 and above expires in 120 days

in hong kong bekommt der prepaid-nutzer 180 tage zeit und mit jedem aufladen (wenn über 100 HK$) kommen weitere 180 tage dazu.

in großbritannien bekommt der nutzer je nach betrag entweder 7, 60, 120 oder 365 tage zeit bevor das guthaben verfällt.


alle laufen mit einer holzperlen-kette um den hals herum, ihr habt ein diamantenhalsband. und es ist euch immer noch zu wenig?

irgendwie erinnert mich das an ein märchen. und zwar an das märchen vom fischer und seiner frau. da konnte die frau vom fischer auch nicht genug bekommen ...
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26.07.2006 11:48 Uhr von «azero»
 
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"in deutschland wird dem prepaid-nutzer so viel zeit zum aufladen gegeben, wie wohl sonst fast nirgendwo anders auf dieser welt. ihr solltet froh und dankbar sein, dass ihr überhaupt diese 15 monate habt, es könnte auch wesentlich schlechter sein. "

Wie bist du denn drauf?

Demnächst soll ich also "froh und dankbar" sein, wenn der Bäcker beschließt, mir nur gammeliges Brot anzubieten?! Und wahrscheinlich soll ich auch noch "froh und dankbar" sein, dass man die USt nur um 3% erhöht?!

Kann es sein, dass dein Demutsverhalten deinen Horizont beschränkt? Ich meine, wer ständig zu Boden starrt, von dem kann man wohl kaum erwarten, dass er besonders weit blickt, nicht wahr, phoebe2053?!

Es ist MEINE - und EINZIG MEINE - Sache, ob ich kaufe, was man mir anbietet, oder erzwinge, dass es für mich besser gestaltet wird. Immerhin reden wir von einem simplen Vertrag, der zwischen mir und dem Verkäufer geschlossen wird. Passen dem Einen oder Anderen die Bedingungen nicht, ist es wohl die selbstverständlichste Sache der Welt, diese Bedingungen neu zu verhandeln. Und da die Verkäufer sich hinter rechtlichen Bindungen (AGB)verstecken, ist es - zugegeben anscheinend nur für jene, die noch denken können - wohl absolut legitim, auf gleicher Ebene zu verhandeln, und ebenfalls rechtliche Bindungen zu insistieren.

Die Verkäufer dürfen froh sein, wenn ich ihnen dafür mein Geld gebe. So - und NUR SO - wird ein Schuh daraus, phoebe5053. Und wenn du es mit anderen Ländern vergleichst, dann solltest du auch betrachten, wie weit sie es mit derart unterwürfigem Verhalten gebracht haben: AFAIK gibt es das Sozialstaatsmodell nicht allzu häufig. Und - korrigiere mich, wenn ich irre - Deutschland schaffte, auch und gerade, weil die Deutschen immer mehr und mehr wollen, binnen weniger Jahrzehnte, von Null auf Jetzt das aufzubauen, was Australien oder die USA trotz jahrhundertelanger nahezu idealer Voraussetzungen (betrachtet man nur die Möglichkeiten wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung) nicht einmal im Ansatz zustande brachten.

Ist dir die Frage "Warum ist das wohl so?" zu kompliziert, phoebe5053? Oder verzichtest du nur aufgrund der Hitze aufs Denken?!
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26.07.2006 12:10 Uhr von Tyfoon
 
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@Phoebe5035: Ich weiß gar nicht wieso Du Dich so aufregst und uns unbedingt erklären willst wie gut wir es doch haben. Wenn das bei Euch anders läuft und Du diesen Betrug auch noch ok findest dann sei doch einfach ruhig. Man könnte sonst meinen Du wärst nur sauer darüber dass in D auch mal Dinge geschehen die bei Euch nicht möglich sind.
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26.07.2006 20:26 Uhr von Phoebe5035
 
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@ Tyfoon: ich bin deutscher staatsbürger und wohne auch in deutschland. hab zwar mal ne zeit lang in australien gelebt, bin aber zur zeit wieder im heimischen deutschland. also nix mit "bei euch", etc.
meine anrede "euch" galt euch, den prepaid-nutzern. ich selbst habe telefon mit vertrag.
ich kann allerdings nicht verstehen, wie man sich über "nur" 15 monate aufregen kann. wenn ich ein telefon habe, nutze ich es doch auch. und dann nutzt man in der regel doch auch sein guthaben für sms und anrufe. wer lädt denn sein guthaben auf und nutzt es dann 15 monate lang nicht? oder wer nutzt davon so wenig, dass nach 15 monaten noch soviel übrig ist, dass man anfängt darum zu streiten?

aber danke, dass wenigstens du es schaffst, meinen nick richtig abzuschreiben. azero hat damit anscheinend sehr große probleme.
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26.07.2006 21:43 Uhr von Phoebe5035
 
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@ azero: also erstmal: es heißt Phoebe5035. nicht 2053 und auch nicht 5053 sondern 5035!
lese- und rechtschreibschwäche oder ist dein gemüt ein wenig zu heißgelaufen? und bitte nicht aufregen sondern ruhig bleiben, okay? ich kann ja regelrecht hören, wie du mich anschreist.

"Demnächst soll ich also ´froh und dankbar´ sein, wenn der Bäcker beschließt, mir nur gammeliges Brot anzubieten?! Und wahrscheinlich soll ich auch noch "froh und dankbar" sein, dass man die USt nur um 3% erhöht?!"

der vergleich zieht nicht.
es geht bei dem prepaid-streit nicht darum, dass irgendetwas schlechter werden soll als bisher und man sich dagegen wehrt, sondern dass die nutzer es bereits sehr gut haben, aber es noch besser, noch schöner, noch größer haben wollen.

warum verklagst du nicht deinen bäcker, weil das brot, dass er dir verkauft, nur 1 kilogramm schwer ist, du es aber 3 kilogramm schwer haben möchtest?

"Es ist MEINE - und EINZIG MEINE - Sache, ob ich kaufe, was man mir anbietet, ..."

ganz genau so ist es. und wenn dir eine prepaid-karte angeboten wird auf der steht, dass das guthaben, falls nicht vorher vertelefoniert oder weiter aufgeladen, nach 15 monaten verfällt, dann zwingt dich keiner dazu, diese zu kaufen.

wenn ich weiße socken kaufe, dann weiß ich, dass sie weiß sind. und dann kann ich mich hinterher nicht darüber beschweren, dass sie nicht blau sind.

die bedingungen für prepaid-karten sind jedermann zugänglich und werden auch immer beim kauf von solchen mitgeliefert. ich weiß also schon vorher, worauf ich mich einlasse. wenn mir das nicht gefällt, muss ichs ja nicht kaufen.
was ein anbieter anbietet, ist doch völlig seine sache. wenn ein t-shirt-hersteller nur t-shirts in größe L und XL anbietet, dann ist das seine sache. dann kauf ich seine shirts einfach nicht. aber ich verklage ihn nicht, weil er die shirts nicht in größe S herstellt.

wenn ich etwas kaufe, egal ob prepaid-karte oder toastbrot im supermarkt, gehe ich mit dem verkäufer einen vertrag ein und akzeptiere mit dem kauf die geschäftsbedingungen des verkäufers. wenn mir die bedingungen nicht gefallen, lass ich´s eben sein.
bei gutscheinen in normalen geschäften ist auch oftmals ein "gültig bis"- oder "einzulösen bis"-datum angegeben. wollt ihr dagegen jetzt auch klagen?

warum verklagt ihr nicht die krankenkassen, weil sie nicht alle medikamente voll bezahlen, obwohl in ihren AGBs steht, dass sie nicht alle medikamente voll bezahlen? warum verkagt ihr nicht die versandhäuser, weil sie die artikel nicht portofrei liefern, obwohl in ihren AGBs steht, dass beim versand von artikeln eine versandgebühr erhoben wird? warum verklagt ihr nicht die molkereien, weil sie nach ablauf des mindesthaltbarkeitsdatums nicht mehr für vergammelte joghurts haften, obwohl genau das in ihren geschäftsbedingungen steht?

im übrigen bin ich ganz und gar nicht demütig.
ich kaufe nur einfach keine sachen, die mir nicht gefallen (z.b. weiße socken).
und mein vergleich mit anderen ländern soll euch nur aufzeigen, dass wenn jemand grund zum klagen hat, dies doch wohl eher die amis, briten oder australier sind.
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27.07.2006 09:25 Uhr von «azero»
 
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lese- und rechtschreibschwäche sprach die Phoebe3505, die noch nicht einmal die Großmach-Taste gefunden hat und/oder wohlweislich meidet. ;)

> ... ist dein gemüt ein wenig zu heißgelaufen?
> und bitte nicht aufregen...
> ich kann ja regelrecht hören, wie du mich anschreist.

*lol, ich liebe diese fundierten Ferngutachten. Mehr davon. Bitte. :)

> der vergleich zieht nicht.

Natürlich nicht, denn dann müsstest du zugeben, dass du nicht nachgedacht hast, als du diesen Humbug niederschriebst. Wären die deutschen Verbraucher nicht so bärbeißig, hätten sie genau die gleichen, schlechten Konditionen, wie es sie in anderen Ländern gibt. Erst ihre offensichtliche Sucht nach sinnvollen ALLGEMEIN-Bedingungen sorgte dafür, dass sie über einen besseren - aber noch lange keinen guten - Standpunkt verfüg(t)en.

Doch das ist dir sicherlich zu kompliziert, denn um dessen Tragweite verstehen zu können, muss man für ein paar Sekunden die Füße still halten und das Köppi anstrengen, liebe Phoebe5305.

> warum verklagst du nicht deinen bäcker, weil das brot,
> dass er dir verkauft, nur 1 kilogramm schwer ist, du
> es aber 3 kilogramm schwer haben möchtest?

Nicht alles was hinkt, ist auch ein Vergleich, Phoebe0355. Wenn es verbraucherrechtlich sinnvoll und technisch sowie wirtschaftlich vertretbar wäre, würde ich es machen. Listigerweise macht ein 3kg-Brot aber - wie etliche andere deiner "Beispiele" - nun gar keinen Sinn.

> und wenn dir eine prepaid-karte angeboten wird auf der steht,
> dass das guthaben, falls nicht vorher vertelefoniert oder
> weiter aufgeladen, nach 15 monaten verfällt, dann zwingt dich
> keiner dazu, diese zu kaufen.

Nein, sicherlich nicht. Aber wenn du begriffen hättest, worum es in diesem Rechtsstreit geht, würdest du solchen Humbug auch nicht behaupten, Phoebe5035.

Tatsächlich handelt es sich um einen "Standardvertrag", der schlicht verhandelt wird. (Mir ist absolut unklar, warum ich deiner Ansicht nach, nicht einmal einen Vertrag verhandeln darf. Anscheinend bist du der perfekte Arbeitnehmer: Einfach einen Vertrag aufsetzen und dir zeigen, wo du unterschreiben sollst.) Sicherlich wäre es möglich, diesen jeweils einzeln zu verhandeln. Leider versteckt sich der Hersteller/Vertrieb aber hinter seinen "ALLGEMEINGÜLTIGEN rechtsverbindlichen" AGB. Ein Verbraucher hat also nur die Möglichkeit, seine Interessen ebenfalls auf dem ALLGEMEINGÜLTIGEN Rechtsweg durchzusetzen. So einfach ist das. Und für dich anscheinend so schwer nachzuvollziehen.

> was ein anbieter anbietet, ist doch völlig seine sache.

Nicht ganz. Es geht - in letzter Zeit viel zu wenig - darum, die Verbraucher auf Augenhöhe zu behalten.
Wenn das missachtet wird, ensteht in Windeseile ein "judikatives schlechtes Gewissen", und die Folge wären absurde Verbraucherrechtsstreits, wie es sie in den USA und gelegentlich auch in Australien immer wieder gibt.

Warum nicht mit Versta... ach, jetzt verstehe ich. :) ... Wer ohne Verstand tönt, erkennt zwangsläufig auch den Sinn nicht.

Ganz einfach - und extra für dich, liebe Phoebe5035 - noch einmal zum mitmeißeln:
Wir haben - abstrakt gesehen - zwei Alternativen:

1. Wir behalten den weltweit hoch gelobten rechtssicheren Raum, in dem zwar gelegentlich ALLGEMEINGÜLTIGE Bedingungen "neu verhandelt", danach aber allgemein anerkannt werden.
2. Wir etablieren ein amerikanisches Rechtsverständnis und verklagen O2 oder Vodafone nicht auf die unbegrenzte Freigabe der Nutzungsdauer, sondern auf ... sagen wir 65 Milliarden Euro ... Schadenersatz. Pro "Missbrauchsfall".

In diesem, wie auch in einigen anderen Fällen, geht es also darum, dass Hersteller und Verbraucher sich eben NICHT aus den Augen verlieren. Das betrifft Mietrechtsstreits ebenso, wie Arbeitsrecht oder Verbraucherrecht. Immerhin - vielleicht bist du ja nur noch nicht so weit gekommen und merkst es deshalb nicht - leben wir nicht mehr im Mittelalter, sondern in einer Zeit, in der Hersteller und Konsument ebenbürtig zu sein haben. Und was dem Hersteller recht ist, sollte daher dem Konsumenten nur billig sein.

> wenn ein t-shirt-hersteller nur t-shirts in
> größe L und XL anbietet, dann ist das seine sache.
> dann kauf ich seine shirts einfach nicht. aber
> ich verklage ihn nicht, weil er die shirts nicht
> in größe S herstellt.

;) Nicht alles was hinkt, ist auch ein Vergleich, Phoebe0355.
Dein T-Shirt-Hersteller schränkt den Verbraucher auch nicht willkürlich ein.

Wäre er hingegen einer von fünf marktbeherrschenden Herstellern von T-Shirts und würde sich mit den anderen darüber einig werden, dass keiner T-Shirts der Größe S herstellen darf, obwohl dies technisch möglich und ohne Aufwand zu bewerkstelligen wäre, müsste er hingegen schon mit einer Klage rechnen. ;)
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27.07.2006 09:26 Uhr von «azero»
 
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Teil II: > wenn mir die bedingungen nicht gefallen, lass ich´s eben sein.

... oder verhandle nach. So einfach ist das.
Wären allerdings alle Deutschen so demütig und unterwürfig, wie du vorgibst zu sein, würden wir heute noch über den Nutzen einer möglichen Abschaffung der Leibeigenschaft oder der Inquisition debattieren.

> bei gutscheinen in normalen geschäften ist auch
> oftmals ein "gültig bis"- oder "einzulösen bis"-datum
> angegeben. wollt ihr dagegen jetzt auch klagen?

Bist du wirklich so einfältig, Phoebe5035?
Ja, wenn es sinnvoll ist, kann auch eine Klage dagegen gerechtfertigt sein. Eine solche Klage brachte dir beispielsweise die Sicherheit ein, dass das ausgewiesene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf den Verpackungen immer einige Zeit VOR dem tatsächlichen MHD liegt. So hast du sowohl die - heute selbstverständliche, weil ALLGEMEINGÜLTIGE - Sicherheit, dass du weder verdorbene Ware kaufst, als auch, dass du diese Ware auch am letzten Tag des angegebenen MHD noch bedenkenlos verzehren kannst.

Aber wahrscheinlich wirst du mir jetzt erklären, dass ich auch darüber froh und dankbar zu sein habe, anstatt es als Selbstverständlichkeit zu sehen, dass man die Menschen wenigstens vor den absurden Auswüchsen der Habgier schützt.

Offensichtlich gab es aber tatsächlich einige Leute, die zu lange froh und dankbar waren, denn in diesem Zusammenhang erinnere ich hämisch an den Fleischskandal als einen, der an der Spitze des Eisberges stand.

> warum verklagt ihr nicht die krankenkassen,
> weil sie nicht alle medikamente voll bezahlen,
> obwohl in ihren AGBs steht, dass sie nicht alle
> medikamente voll bezahlen?

*lol, du begreifst wirklich sehr langsam, hm? Hitzeprobleme?
Die Krankenkassen MÜSSTEN voll bezahlen, wären die Konditionen ähnlich, wie bei den Prepaid-Anbietern. Tatsächlich haben sie es sogar lange Zeit getan. Anders als die Prepaid-Anbieter haben es die Krankenkassen jedoch erfolgreich geschafft, der Öffentlichkeit (und der Regierung) das armselige Bild eines Habenichtses zu vermitteln, der zwar in Palästen lebt, aber nicht über die Mittel verfügt, sich sein Brot zu leisten. Das dürfte Konzernen, die ihre Gewinnzuwächse nach Steuern nur noch in Milliardenbeträgen zählen, relativ schwer fallen. --- Sollte sich das allerdings ändern, wirst du feststellen, wie auch Verbraucherrechte beschnitten werden, um das "Gleichmaß" zwischen den Interessen der Hersteller und der Konsumenten zu stabilisieren.

> im übrigen bin ich ganz und gar nicht demütig.

Ja, nee, is´ klar. :D
Im Detail sicher nicht, liebe Phoebe5035, da stimme ich dir durchaus zu. Nur wenn es um das Verständnis des Ganzen geht, duckst du dich ganz tief. ;)

> und mein vergleich mit anderen ländern soll
> euch nur aufzeigen, dass wenn jemand grund
> zum klagen hat, dies doch wohl eher die amis,
> briten oder australier sind.

Das können sie doch gern machen. Und sie machen es doch auch immer wieder. Andauernd hört man von lustigen - und überaus erfolgreich die wirtschaftliche Stabilität fördernden - Urteilen von Hausfrauen, die Microwellenhersteller oder McDonalds auf Millionenbeträge verklagen. Sehr sinnvoll, das Ganze. Sehr nützlich. Und überaus produktiv. ;)

Nenne mir EINEN EINZIGEN sinnvollen Grund, warum Deutschland seine weltweit gelobte Rechssicherheit aufgeben und in diesen Wahn verfallen sollte, Phoebe5035.
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27.07.2006 12:16 Uhr von Phoebe5035
 
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@ azero: wo, jetzt hast du´s zumindest schon ein paar mal geschafft, meinen namen richtig zu schreiben. zwar noch nicht immer, aber was nicht ist, kann ja noch werden. kannst ja mal ein blatt papier und einen stift nehmen und ein bisschen üben. und wenn du´s 10 mal hintereinander geschafft hast, kannst du dich gern wieder bei mir melden.

was die sogenannte großmach-taste betrifft: ich meide sie wirklich absichtlich, weil ich nämlich sonst beide hände zum schreiben dazunehmen müsste. und dann müsste ich das stück kohlrabi weglegen, welches ich gerade in der rechten hand halte, und darauf habe ich keine lust.

so, und jetzt widme ich wieder wichtigeren sachen als eine diskussion mit jemandem fortzuführen, mit dem sich einfach nicht diskutieren lässt. auf all deine "argumente" zu antworten erachte ich als nämlich als zeitverschwendung. wozu soviel zeit und energie in eine diskussion stecken, wenn der diskussionspartner anscheinend sowieso keine andere meinung toleriert, als die eigene und sich in ein paar tagen eh niemand mehr an diese diskussion erinnert?
nur noch eine frage: wie lange hast du für deinen neusten kommentar (teil I + II) gebraucht? war es das wert?
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27.07.2006 12:18 Uhr von Phoebe5035
 
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korrektur: das erste wort sollte natürlich "wow" heißen, nicht "wo" :)
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27.07.2006 12:26 Uhr von DarkMajesty
 
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Zeit wars ja: Meiner Meinung nach wurde es Zeit das sich da mal was ändert. Immerhin ist das Guthaben ja bares Geld wert. Und jemand der wenig telefoniert hat dennoch Recht auf seine Investition.
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27.07.2006 13:32 Uhr von «azero»
 
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Zumindest konsequent. > was die sogenannte großmach-taste betrifft: ...

... lügst du wie gedruckt:

> ich meide sie wirklich absichtlich, weil ich nämlich
> sonst beide hände zum schreiben dazunehmen müsste. und
> dann müsste ich das stück kohlrabi weglegen, welches ich
> gerade in der rechten hand halte, und darauf habe ich
> keine lust.

Zwar mag es im Moment zutreffen, allerdings wage ich zu bezweifeln, dass du bei allen deinen posts permanent an einem Stück Kohlrabi knabberst. Und außerdem hattest du, als du das - meines Wissens nach - letzte Mal darauf angesprochen wurdest, eine andere Ausrede. ;)

> so, und jetzt widme ich wieder wichtigeren
> sachen als eine diskussion mit jemandem
> fortzuführen, mit dem sich einfach nicht
> diskutieren lässt.

Selbstverständlich, nichts anderes erwarte ich, Phoebe3550.
Stereotypes Denken verlangt nach stereotypem Verhalten. Oder anders ausgedrückt: Diese Flucht war vorhersag- und damit berechenbar. Das machst du nämlich ebenfalls nicht zum ersten Mal. ;)

> wozu soviel zeit und energie in eine
> diskussion stecken, ...

... Genau, Phoebe5350. Wozu überhaupt das Köppi anstrengen, nicht wahr? Einfach irgendwas behaupten und wenn jemand sagt, dass das Stuss ist, umdrehen und "wichtigeres" machen. Selbstverständlich. Viel Spaß beim "Wichtigeren". :)

> wie lange hast du für deinen neusten
> kommentar (teil I + II) gebraucht?

Da ich im Gegensatz zu dir (Du siehst, ich nehme, in dem Versuch, dich ernst zu nehmen, sogar deine Lüge für bare Münze. ;)) schreibe ich mit allen Fingern. Da geht das recht flott von der Hand. Aber danke der Nachfrage. Immerhin, und das gebe ich gern zu, war da auch noch ein latenter Optimismus, dass du doch nicht ganz so flach schwimmst, wie du insistierst.

> war es das wert?

Du wirst es sicher kaum glauben, aber es soll Leute geben, die den möglichen Nutzen VORHER abschätzen. Das hat zwangsläufig zur Folge, dass ich am Ende weniger überrascht werden kann und - leider - auch den kollateralen Effekt, dass ich, im offensichtlichen Gegensatz zu einigen anderen, permanent darüber nachdenken muss, was ich sagen und machen will.

Dennoch, auch hier: Danke der Nachfrage. Ja, das war es wert. Immerhin kann ich dich nur auf diese Weise kennen und einschätzen lernen. Und die vermittelten Einsichten sind es mir auch in diesem Fall wert gewesen.

> korrektur

Da waren noch zwei weitere Orthographie- und sechs Grammatikfehler. Übersehen? ;)

Ich habe sie jedenfalls nicht übersehen, aber da ich mich an anderen Dingen orientiere, überlese ich sie geflissentlich. So habe ich mehr Zeit, mich auf "meine wichtigen Dinge" zu konzentrieren. So hat halt jeder seine Prämissen... :)
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29.07.2006 01:32 Uhr von König_Bratwurst
 
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Viel Leistung - aber wenig bezahlen!? Natürlich möchte niemand zu viel bezahlen. Aber jeder möchte gerne mehr Geld verdienen. Und das kann nämlich nur funktionieren wenn Firmen wirtschaftlich sind und keine Samariter-Vereine!
Jeder will nen tolles buntes Handy. Paaah! Und was sind schon 2 Megapixel? Das Handy muß mindesten 3 oder mehr haben und das ganze natürlich für 1 €! Die Kosten für das Netz: Standortmiete, Aufbau- und Wartungskosten und alle Mitarbeiter der Netzbetreiber und Lieferanten zahlt ja der Liebe Gott.

Die meisten von uns üben einen Beruf aus.
Mal Hand aufs Herz, was würdet Ihr sagen, wenn Euer Chef käme und sagen würde, wir kürzen Eure Gehälter weil wir per Gericht verurteilt wurden unsere Waren/Leistungen nur noch zum halben Preis verkaufen zu dürfen?

PS: Und bevor jetzt das Argument kommt, die Mobilfunk-Industrie verdient ja so viel Kohle. Dem sei gesagt, das zur Zeit noch nicht mal die Investitionen für die herkömlichen (GSM) Netze eingespielt sind.

Sollte nach O² auch Vodafone und die anderen Netzbetreiber wirksam verurteilt werden, kann man davon ausgehen das die dadurch entsehenden Kosten auf die Kunden verteilt werden die ohnehin die Mobilfunknetze nutzen.

Und das nur um ein paar Schmarotzern den Luxus zu finanzieren.

Ein Beispiel:

Ein 10 Seelen-Dorf klagt erfolgreich gegen ein Busunternehmen das dieses Dorf nur morgens und abends einmal anfährt darauf das es nun stündlich fahren muß obwohl es unwirtschaftlich ist.

Preisfrage: Wer trägt die dadurch entstandenen Mehrkosten?

Kleiner Tip: Auch hier zahlt nicht der Liebe Gott!

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