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Studie belegt drastische Gehaltsunterschiede in den Großstädten Deutschlands

Eine aktuelle Studie brachte es an den Tag: So verdienen Ingenieure in München beispielsweise ganze 1.000 Euro mehr im Monat, als jene, die ihren Arbeitsplatz in Schwerin haben. Ein Nord-Süd-Gefälle kristallisierte sich durch die Studie heraus.

Aus 135.000 Datensätzen, bei denen 100 unterschiedliche Berufe aus mittelgroßen Unternehmen verglichen wurden, stellte sich heraus, dass Frankfurt und München die bestbezahltesten Arbeitsplätze bieten, Schlusslichter bildeten Cottbus und Schwerin.

Am deutlichsten zeigt sich dieser Gehaltsunterschied beim Beruf des Vertriebsleiters. Dieser verdient in Schwerin knapp 5.000 Euro monatlich, in Frankfurt fast 3.000 Euro mehr. Wo die höchsten Gehälter gezahlt werden, sind auch die Mieten am höchsten.


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WebReporter: [email protected]
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Studie, Gehalt
Quelle: www.manager-magazin.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2006 19:47 Uhr von [email protected]
 
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Ich denke, die 3000 Euro mehr, die ein Vertriebsleiter in Frankfurt am Main verdient, werden dabei aber den Mietunterschied locker ausgleichen können. Tja - habe ich in Erdkunde mal die Bedeutung des Begriffs Landflucht gelernt, wo die Menschen vom Land in die Städte abwandern, so zeigt sich nun ein Trend, der als Metropolflucht bezeichnet werden könnte.
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24.07.2006 21:09 Uhr von Lonni
 
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@ Autor: Wir wohnen auch auf dem Land und fahren jeweils eine ! Strecke ca. 70 km auf Arbeit. Bei den Spritpreisen lacht mich im Ort jeder Hartz IV "Patient" aus...
Hurra Deutschland...
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24.07.2006 21:21 Uhr von [email protected]
 
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@Lonni: Vielleicht wäre da ein Umzug sinvoll ;-) 70km eine Strecke- macht 140 am Tag - je nach Fahrzeug und Kraftstoff sind das ca. 12 Euro am Tag - 70 Euro die Woche und 280 Euro im Monat - die Frage ist, ob man für diesen Mehrpreis nicht eine gute Wohnung am Arbeitsplatz-Ort findet.

Natürlich ist auch eine Frage, ob ihr da zur Miete wohnt und ob ihr überhaupt Lust habt, umzuziehen ;-)

Ich fahre ca. 8 km zur Arbeit, würde aber wahrscheinlich auch umziehen, wenn es mehr wäre.

Beste Grüße
Oli
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24.07.2006 21:44 Uhr von Lonni
 
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Jetzt nicht mehr: haben gerade unser Haus fertig. Früher gab es genug Industrie (und Arbeit). Aber mit der (auch bei der Politik verständlichen) Verlagerung der Industrie in das Ausland sieht es nicht mehr so gut aus. Wenn man jodoch immer im Leben der Arbeit hinterher zieht, ist das auch keine Lösung. Wenn wir hier gehen, dann ins Ausland...

Gruß Lonni
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24.07.2006 22:24 Uhr von eros007
 
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Lonni: >> Wenn wir hier gehen, dann ins Ausland...

Im Ausland, jedenfalls im entwickelten, ist es aber auch nicht anders. Auch dort sind die Arbeitsplätze nicht sicher, die Unterstützung bei Arbeitslosigkeit ist in aller Regel (Skandinavien ausgenommen) deutlich geringer... Nur weil Deutschland momentan in einer Krise steckt und viele Nachbarländer in einer Aufschwungphase, muss man sich von einem Umzug ins Ausland nicht die Lösung aller Probleme erwarten. Wer eine ganz neue Herausforderung inkl. neuer Sprache und neuer "Kultur" sucht, dem wird das Ausland sicher gut tun. Ebenso, wer als Arbeitnehmer in Deutschland das Gefühl hat, die Hälfte der Zeit für irgendwelche anderen Leute zu arbeiten - Sozialabgaben, Steuern usw. Die Attraktivität Deutschlands für Qualifizierte ist nicht unbedingt sehr hoch, der vielen Abgaben sei Dank. Sichere Arbeitsplätze gibt es allerdings nirgends auf der Welt. Flexibilität wird auch überall sonst gefordert. Viel fahren muss man auch sonst, wenn man nicht in die Zentren zieht...

Zum Thema: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. In München gibt es zu wenig qualifizierte Kräfte, also steigt der Preis des Einzelnen. In Schwerin gibt es kaum Unternehmen mit Bedarf an Ingenieuren, also ist der Preis niedrig.
Und bei den Mieten ist es ebenso. Dort, wo mehr Nachfrage nach "besseren" Wohnungen da ist (Frankfurt, München), ist auch der Wohnungspreis höher. Insofern gleichen sich die Gehaltsunterschiede wieder einigermaßen aus - in diesem Fall ist der Markt sogar "gerecht".

Aber im Prinzip sind Löhne nicht alles. Deutschland beispielsweise bietet für Ingenieure weltweit die höchsten Löhne, aber dennoch findet de facto eine Netto-Ingenieur-Abwanderung statt, da einfach das "Drumherum" anderswo besser ist. Ich als Ingenieur koste meinen Arbeitgeber mehr als doppelt so viel, wie ich netto im Monat aufs Konto bekomme. Ich hätte nichts gegen hohe Steuern/Sozialabgaben, aber ich habe was dagegen, so wie sie in Deutschland verwendet werden. Wenn meine Frau im Ausland eine bessere Stelle bekommt als hier, dann werde auch ich nicht bleiben. Vor allem weil es in Deutschland für die junge Generation (bin Anfang 20) bald ziemlich rau wird vor lauter Belastungen. Jedenfalls signifikant rauer als in Ländern mit "gesundem" Bevölkerungsaufbau wie Skandinavien oder GB oder den USA...
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24.07.2006 22:28 Uhr von Das allsehende Auge
 
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Ja, ja: Die Landluft bzw. das Ländliche. Da muss man schon einiges für in Kauf nehmen. Aber wie schon aus dem Begriff "Land" hervor geht, lohnt es sich auch. Denn auf dem Land da ist man noch Mensch und nich "Hausnummernnachbar", da kann man die Kinder noch spielen lassen, hat am Wochenende und nach Feierabend ein schöneres ruhigeres, auch gesünderes Leben und wahrscheinlich auch längeres Leben.

Also, es hat mehr vorteile, als nachteile, deshalb nimmt man gerne diese minimal Unbequemlichkeit in Kauf (und irgendwann geht auch jede Arbeit mal vorbei, sogar für immer). ;-) :-)

Ja und Automobilkosten. Tja, wenn man den "The Spirit" von Perendev hat, ists auch noch günstig und kompatible zum sauberen Land (fast Spam, aber für einen guten Zweck, den besten Zweck). ;-)

Schlussfazit; Das einzige negative was man/frau hat, ist die Zeit zur Arbeit und wieder wech, aber das "andere" entlohnt das Trillionenfach. :-)
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24.07.2006 22:34 Uhr von Lonni
 
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@ eros007: Kann dir schon im Prinzip Recht geben.

Wir haben jedenfalls (vor langem ausgewanderte Verwandtschaft) in Kanada sowie Australien. Wenn die uns alle paar Jahre besuchen kommen, verstehen die hier die Welt nicht.

Auch wenn es da eine andere Steuerpolitik gibt.
Nur zwei Beispiele: Die konnten nicht fassen, warum wir für ein Auto, wo wir beim Kauf bereits die MwSt gezahlt haben auch noch jährlich Steuer zahlen. Oder auf ein Grundstück Grunderwerbssteuer sowie jährlich Steuer usw.

Aber da kann man ewig diskutieren…
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24.07.2006 22:42 Uhr von plopp
 
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@Autor welches Frankfurt? In Deutschland gibt es 2 Städte, die Frankfurt heissen ;)
Das ist in vielen Köpfen noch nicht angekommen, ich weiss.
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24.07.2006 22:48 Uhr von [email protected]
 
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Frankfurt am Main: Hallo Plopp!

Ich kenne den Unterschied natürlich, war ich doch schon in beiden Städten. Allerdings denke ich, fast jeder kann die gemeinte Metropole, die gemeinhin sehr oft als Hauptstadt Hessens fehlinterpretiert wird, schon aus dem Kontext der News interpretieren.

Tatsächlich hätte ich es gerne noch in der News untergebracht, doch es ist nunmal Shortnews und mit den wenigen verfügbaren Zeichen muss man nunmal hier und da Abstriche machen ;-)

Beste Grüße
Oli
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24.07.2006 22:59 Uhr von eros007
 
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plopp: Da aus dem Kontext relativ klar zu sein scheint, welches Frankfurt gemeint ist, sehen wir dem Autor das fehlende Detail nach, oder? :-)
Im Prinzip hast du ja Recht. Wobei, Frankfurt ohne Zusatz ist allein wegen der Größenverhältnisse wohl eindeutig jenes am Main, während Frankfurt an der Oder wohl immer mit Zusatz genannt werden muss. Und sieh es so: Wenn es zwei gibt, muss man theoretisch ja auch nur eines mit Zusatz nennen. Im Zweifel wird dann wieder das wichtigere "zusatzfrei", was den Autor bestätigt.

Wenn man dann ein paar Ebenen runter geht, gibt es doppelte Namen in Deutschland zuhauf. Eching gibt es im Landkreis Freising und im Landkreis Landshut sowie ein drittes "Eching am Ammersee" im Landkreis Landsberg am Lech, also gleich drei Mal... Ist also nichts Besonderes. Und solange klar ist, welches Eching gemeint ist, stört sich auch niemand daran.

Übrigens war auch schon im Jahre 1906 eine gewisse Präferenz des Begriffs "Frankfurt" für "Frankfurt a. M." zu erkennen (im Brockhaus aus dem Jahre jedenfalls), also lange bevor jenes an der Oder in einen anderen Staat verbannt wurde. Insofern ist nicht alles nur auf Barrieren im Kopf zurückzuführen.
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24.07.2006 23:22 Uhr von [email protected]
 
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Frank - FURT: Um das einfach mal so einzustreuen: Eine Furt ist damals ein begehbarer Übergang eines Flusses gewesen. Somit konnte man damals sowohl in Frankfurt am Main als auch in Frankfurt an der Oder den Fluss ohne Brücke überqueren.

Deshalb kam es genau dort zu einer Siedlung und später entwickelten sich die Städte drumherum ;-)

Beste Grüße
Oli
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24.07.2006 23:35 Uhr von KingChimera
 
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@ erw: Ein klitze-kleiner Vermerk ist ja vorhanden, der ganz letzte Satz... ;)

Ist halt immer so ne Sache, also welchen Beruf man hat etc. Ich habe vor kurzem meine Ausbildung beendet und habe einen befristeten Vertrag erhalten, da ich auf der Suche nach einer anderen Stelle in meiner Heimatstadt bin (München). Ich verdiene nicht schlecht, werde aber in München wohl kaum mehr verdienen. Dafür zahle ich sicher knapp 200% meiner jetzigen Miete (okay, Whg. dürfte dann auch kleines bisschen größer sein).

Daher wäre es wünschenswert gewesen den "bereinigten" Gehaltsunterschied zu vermerken... Alleine am Gehalt kann man meiner Meinung nach keine Studie verfassen...

Servus, greetz KingChimera
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25.07.2006 00:04 Uhr von Gunny007
 
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toll: wenn wir es mal so weit geschaft haben daß frankfurt an der oder als teure stadt gilt dann steht deutschland wieder an der wirtschaftlichen spitze.
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25.07.2006 00:53 Uhr von Nico_
 
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@plopp: Selbst die Brandenburger nennen ihre Stadt immer automatisch "Frankfurt Oder". Es ist auf beiden Seiten üblich dass man mit Frankfurt die hessische Metropole meint.

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