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Ausstellung mit "Unausstellbarem" - Schau über Hitlers Lieblingsbildhauer

Im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin wurde am Freitag die Ausstellung "Zur Diskussion gestellt: der Bildhauer Arno Breker" eröffnet. Von dem als Lieblingsbildhauer Adolf Hitlers bezeichneten Künstler (1900-1991) sind 70 Skulpturen zu sehen.

Der Präsident der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck hält das Werk Brekers für "unausstellbar". Bei der Eröffnung gab es Aktionen, die auf die Verfolgten und den Widerstand während der Hitlerdiktatur aufmerksam machten.

Über das erste Wochendende haben mehr als 1.000 Interessierte die Schau besucht. Im Gästebuch stünden neben Kritik, seine Kunst sei von den Nazis benutzt worden, in der Mehrzahl positive Rückmeldungen, so die Veranstalter.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Ausstellung, Schau, Adolf Hitler, Liebling
Quelle: www.szon.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2006 14:50 Uhr von la_iguana
 
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Auch wenn der Bildhauer wie es heisst Talent hatte, meine ich, das muss nicht unbedingt sein. Er sei „unpolitisch gewesen“ ist keine Entschuldigung. Und sowas sollt schon gar nicht mehr „zur Diskussion gestellt“ werden.
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24.07.2006 15:06 Uhr von ottokar VI
 
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Soweit zum Thema Kunstreiheit: Kann zu hier der Dreck!

:-(((
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24.07.2006 15:16 Uhr von tobi-89
 
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nja schleswig holstein is mir zu weit weg, aber da werden ja bestimmt keine ns-propaganda sachen ausgestellt, sondern ganz normale kunst... also würd ich ned sagen, dass des "unausstellbar" ist. Hät hitler gerne kaffee getrunken, würden wir dann keinen mehr verkaufen dürfen?
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24.07.2006 15:17 Uhr von neeth2
 
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Skulpturen vergasen keine Juden Informiere dich doch wenigstens ein bisschen über Breker, bevor du so einen Unsinn in deinen Kommentar setzt.
Ein kleiner Blick in die Wikipedia hätte genügt:
http://de.wikipedia.org/...
dort steht z.B. über seine Rolle in der Nazidiktatur:

"Breker selbst wurde bei der Entnazifizierung durch die Spruchkammer Donauwörth in der damaligen US-Besatzungszone Bayern nur als "Mitläufer" eingestuft, da er sich für viele von den Nazis verfolgte Künstler eingesetzt hatte. In Paris bewahrte Breker während der Besetzung durch die Deutschen den Maler Pablo Picasso vor dem Zugriff der Gestapo. Der als Kommunisten-Freund bekannte Picasso entging so der Deportation in ein Konzentrationslager und dem frühen Tod."

Und würdest du mit den selben Argumenten eine Ausstellung antiker griechischer oder römischer Skulpturen schlecht reden, weil diese Skulpturen die Ideale einer Diktatur, die Sklaverei und das römisch/griechische Herrenmenschentum transportieren? Wahrscheinlich nicht.
Kunst und Politik muss getrennt voneinander betrachtet werden. Wenn ich als Franke an den Resten des Nürnberger Reichsparteitagsgeländes vorbei komme bin ich trotzdem immer wieder beeindruckt. Das macht aus mir aber noch lange keinen Sympathisanten für das dritte Reich!
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24.07.2006 15:53 Uhr von Phoebe5035
 
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@ autor: also ich finde deinen kommentar auch ein wenig übertrieben. nur weil ein böser mensch irgendetwas mochte, sollen wir das jetzt alle nicht mehr angucken oder mögen dürfen?
ich würde teile deines kommentars ja verstehen, wenn breker jetzt der größte busenfreund hitlers gewesen wäre oder er ausschließlich auftragsarbeiten für hitler angefertigt hätte. aber er war, wie du schon sagst, unpolitisch und hat, laut wikipedia, sogar verfolgten künstlern geholfen. er hat seine gunst bei hitler genutzt um anderen, die nicht in hitlers gunst standen, zu helfen.

bush mag die dixie chicks, sind die dixie chicks jetzt auch böse? dürfen wir ihre musik jetzt nicht mehr hören?
honecker mochte vollmilchschokolade. sollen wir jetzt vollmilchschokolade boykottieren?
stalin mochte rote uniformen. sollen wir jetzt auch alle roten klamotten umfärben?

ich wette hitler hatte bestimmt nicht nur einen lieblingsbildhauer, sondern auch eine lieblingsfarbe, ein lieblingsgetränk, eine(n) lieblingsschriftsteller(in), einen lieblingsfilm, eine(n) lieblingsschauspieler(in), eine lieblingjahreszeit, eine lieblingstageszeit, einen lieblingsbaum ...

aber deiner meinung nach sollte das sicher auch alles nicht "zur diskussion gestellt" werden. hitlers lieblingsfarbe wird verboten, sein lieblingsgetränk ebenfalls, alle bücher seines/r lieblingsschriftstellers/in werden verbrannt, alle filmrollen die seinen lieblingsfilm enthalten werden vernichtet, ebenso alle filme in denen sein/e lieblingsschauspieler/in mitgespielt hat. seine lieblingsjahreszeit wird umbenannt (vernichten geht ja nicht), zu seiner lieblingstageszeit (morgens?) müssen alle stillschweigen und trauern und alle bäume seiner lieblingsbaumart (deutsche eiche?) werden gnadenlos abgeholzt.

zufrieden?
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24.07.2006 15:59 Uhr von Phoebe5035
 
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nachtrag: reden wir eigentlich über die gleiche person?

du schreibst im ersten satz "Arno Becker", im zweiten absatz dann: "das Werk Bekers".

nun, der mann hieß Arno Breker.
ist schon irgendwie traurig, wenn du eine news verfasst, einen nicht nachvollziehbaren kommentar dazu schreibst und nicht ein einziges mal den namen der person, um die es in dieser news geht, richtig schreiben kannst ...
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24.07.2006 16:11 Uhr von Ali_Mente
 
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Lieber Arno Breker als soundsoviel Hektoliter Menschensperma im Plexiglaswürfel (war doch erst vor ein paar Tagen hier zu lesen).

Zumal Breker auch so einiges auf dem Kasten hatte, um es mal salopp zu sagen. Zu blöd das ihn ausgerechnet seine Skulpturen aus dem 3. Reich bekannt gemacht haben. Aber muss man ihn deshalb als Künstler verdammen? Müssen wir dann auch Heinz Rühmann hassen und seine Filme im Schrank verschwinden lassen? Immerhin hat er seine jüdische Frau verlassen um damals weiter arbeiten zu können. Und Ratzinger war Flakhelfer....

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24.07.2006 16:50 Uhr von la_iguana
 
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vom Autor: Breker: dafür entschulgige ich mich. Die Berichtigung ist beantragt...
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24.07.2006 17:00 Uhr von la_iguana
 
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"zur Diskussion gestellt:...": genau darum geht meine Kritik. Ich denke wenn es eine gute Ausstellung ist, dann schafft sie es auch die Licht und Schattenseiten im Leben eines Künstlers zu zeigen.

Wenn ausschliesslich die siebzig Skulpturen gezeigt werden, und deren Geschichte ausserhalb des Museums bleibt (sag ich mal so, ich war nicht dort), dann halte ich Kritik für angebracht.
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25.07.2006 00:46 Uhr von mister_e
 
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Nur weil Hitler diesen Bildhauer gut fand, ist noch lange nichts anrüchig am Bildhauer selbst. Kunst ist Kunst und niemals ist Kunst vollständig ausnutzbar für Politik und Propaganda, denn dies ist eine Kunst für sich; man schalte einmal den Fernseher an oder lese Nachrichten über Kunst , die auf gegessene Geschichtsereignisse bezug nehmen und eine Meinung färben. Wie kann man so blind sein und Kunst und Werk einfach nehmen wie es ist. Schließlich hat jeder Mensch irgendein Werk vollbracht, das dem Ganzen dient. JEDER MENSCH, tot oder lebendig !
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25.07.2006 01:09 Uhr von la_iguana
 
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Iein weiterer Gedanke vom Autor: Vielleicht hat Breker in dieser Zeit seinen "Mephisto" gefunden? Es gibt auch eine "Entmachtung der Kunst" und wahrscheinlich auch eine Entmachtung der Künstler.

Hoffentlich kann all dies in der Ausstellung rüberkommen! (Wenn ich in der Nähe wäre - das würde ich mir doch gerne angesehen haben!)
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25.07.2006 11:43 Uhr von delauer
 
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Naja: Ich glaub jeder der da reingeschrieben hat, dass man seine Kunstwerke nicht hätte austellen dürfen, hat überhaupt keine Ahnung von Geschichte.

Mag sein, dass die Nazis einen Teil seines Stils in Bauwerken verwendet haben.
Aber Hitler hat damals auch wasser getrunken. Und da Wasser nun ein "Nazigetränk" für diese Leute ist, bitte ich sie, nie wieder im Leben irgendeine Flüssigkeit zu trinken, die Wasser enthält.

LG delauer
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25.07.2006 16:57 Uhr von galgo espagnol
 
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the turning point is nicht nur hitler war ein fan von ihm -
aber auch Breker selber war ein begeisterter anhänger und freund des kleinen österreichischen
morphinisten hitler
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26.07.2006 01:07 Uhr von SaSaLe
 
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so schlimm sind die Skulpturen nicht erinnern irgendwie an die Skulpturen in den römischen Museen.
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26.07.2006 02:12 Uhr von la_iguana
 
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@SaSaLe: hattest Du etwa Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen? Wenn ja: haben die auch die andere Seite der Medallie gezeigt?
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26.07.2006 13:47 Uhr von Ötschie
 
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Arno Breker war nicht so "unpolitisch", wie es immer heißt. Er hat das Interesse Hitlers für seine Zwecke genutzt und sollte sämtliche Skulpturen für Hitlers "Germania" herstellen.

Er hat zur Propaganda mit seinen "Werken" beigetragen, denn er hat Hitlers "Vision" vom arischen Übermenschen in seinen Skulpturen verkörpert.

Ich glaube aber, dass man trotzdem die Skulpturen ausstellen KANN, denn wir Deutschen sind ja mitlerweile mündig genug um uns ein eigenes Bild von seiner Kunst zu machen.

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