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Der DGB fordert eine Verschärfung des Kündigungsschutzes

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) möchte durch einen schärferen Kündigungsschutz erreichen, dass Arbeitnehmer nicht so schnell ihren Arbeitsplatz aufgrund betriebsbedingter Kündigung verlieren.

Dazu sollen die Arbeitgeber nachweisen, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens eine solche Maßnahme erfordert.

So soll vermieden werden, dass Unternehmen wie z. B. die Allianz und Tochterunternehmen trotz schwarzer Zahlen einen Stellenabbau von in diesem Fall 7.500 Beschäftigten vornehmen.


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WebReporter: das minime
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kündigung, DGB, Verschärfung, Kündigungsschutz
Quelle: www.netzeitung.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.07.2006 10:36 Uhr von das minime
 
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Ich denke dass das eine gute Idee ist, die sich allerdings bei der jetzigen Regierung vielleicht etwas schwer durchsetzten lässt, da diese ja genau das Gegenteil (eine Lockerung) geplant hat.
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24.07.2006 12:46 Uhr von megaakx
 
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@ Autor: Ganz deine Meinung. Und die wollen sich an den Arbeitsmarktzahlen messen lassen, das ich nicht lache. Da wird höchstens wieder an der Statistik gepfuscht.
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24.07.2006 13:36 Uhr von kwikkwok
 
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Schwachsinn: Da hängen die Gewerkschaften mal wieder den Globalisierungsrealitäten weit hinterher: Solche Entlassungen werden ja nicht mit den aktuellen Zahlen eines Unternehmens begründet, sondern mit der befürchteten Entwicklung angesichts der Effizienz der Konkurrenz. Sowas zu verrechtlichen, wird nicht gelingen - und niemandem die Existenz sichern. Die Richter will ich sehen, die die wirtschaftliche Lage eines international agierenden Unternehmens INKLUSIVE seiner Aussichten für die nächsten Jahre rechtsfest beurteilen.


PS: Ich finde es natürlich überhaupt nicht lustig, wenn Menschen ihren Job verlieren, weil Manager glauben, dass sie mit der aktuellen Personaldecke dem zukünftigen Wettbewerb nicht mehr gewachsen sein werden.
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24.07.2006 15:37 Uhr von HackForce
 
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@kwikkwok: naja es reicht doch die aktuellen zahlen zu beurteilen...

schwarze zahlen --> entlassungen unnötig, wenn nicht betriebsbedingt
rote zahlen --> entlassungen zulässig ^^

ist eigentlich komisch wie schnell die leute diesen globalisierungsscheiss fressen ^^ die ist ja angeblich an allem schuld... ausserdem... ist es doch viel schöner, dass unternehmen zu verpflichten zu begründen warum die entlassungen notwendig sind...

aber stimmt schon... das ganze in gesetzte zu fassen ist unsinn.... aber auf jedefall ist es ne gute ablenkung von der debatte über die abschaffung des kündigungsschutzes ;-D
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24.07.2006 22:44 Uhr von eros007
 
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HackForce: Naja, auch wenn man schwarze Zahlen schreibt, können betriebsbedingte Kündigungen sinnvoll sein. Wenn man - überspitzt ausgedrückt - Leute hat, die einfach nur rumsitzen und nicht viel mehr machen als Däumchen drehen, dann sind Kündigungen wohl auch bei schwarzen Zahlen sinnvoll. Nur weil ich als Unternehmer trotz "Untätigkeit" noch schwarze Zahlen schreibe, muss ich mich doch nicht dazu verpflichten, dass ich weiterhin nicht benötigte Arbeitskräfte beschäftige. Oder? Muss ich warten, bis ich rote Zahlen schreibe und ein "Sanierungsfall" bin, und mich nicht mehr aus eigener Kraft retten kann?

Der DGB zeigt mal wieder, dass man immer noch an alten Zuständen festhält und sich in keinster Weise den Realitäten anpassen kann. Wer verhindert, dass Unternehmen unproduktive Kräfte entlässt, verhindert damit unter Umständen auch das Einstellen von Kräften für andere Geschäftsbereiche (da das Geld ja bei den Unproduktiven gebunden ist). Er verhindert den normalen Lauf der Wirtschaft. Unternehmen wie Siemens oder Infineon entlassen zwar in gewissen Feldern Leute, stellen aber in anderen Bereichen wieder verstärkt neue ein. Ich weiß nicht, ob sie das mit Kündigungsschutz auch machen würden.

Andererseits würde es gewissen Managern sicher gut tun, sich den Abbau der Arbeitsplätze in guten Zeiten gut zu überlegen. Nur allzu oft ist Unternehmen durch zu viel Abbau bzw. Produktionsverlagerung ins scheinbar billigere Ausland ein großer Schaden entstanden, der bei Beibehaltung des ursprünglichen Status nicht entstanden wäre. Aber das sind rein betriebswirtschaftliche Überlegungen; das, was der DGB fordert, scheint mir hingegen mehr Ideologie sein. Mit Rückblick auf die Verwerfungen der letzten 10 Jahre muss man sagen, dass durch Entlassungen und vorschnelle Verlagerung oft viele neue Probleme geschaffen wurden. Außerdem ist der deutsche Standort für qualifizierte Arbeiten meist doch günstiger als die meisten sog. Billiglohnländer. Schade, dass in dem Zuge einige hunderttausend Arbeitsplätze umsonst verloren gingen. Das muss man in Zukunft verhindern. Nicht Verhinderung von Abbau im Allgemeinen.

Jedenfalls wird der DGB durch diese Strategie kaum unser Problem lösen. Das ist, dass es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Aber da sich der DGB ja nur als Lobby jener sieht, die gerade in Lohn und Arbeit stehen, braucht man sich von ihm ja auch nicht den Heiligen Gral erwarten, den es wahrscheinlich eh nicht gibt. Für Deutschland als Staat fände ich es viel sinnvoller und erfolgsversprechender, die Bildung (auch der Erwachsenen) endlich deutlich zu verbessern (bei Qualifizierten besteht nämlich vielerorts Mangel an Arbeitskräfte), als durch weitere Zugeständnisse an irgendwelche Lobbys, seien es nun Unternehmerlobbys oder auch Gewerkschaften, die Situation noch weiter festzufahren.
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24.07.2006 23:13 Uhr von handels buffy
 
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Die einen wollen Die einen wollen, dass der Kündigungsschutz gelockert wird und die anderen eine Festigung. So wird keine Partei je richtig zufrieden sein.

Setzt sich nicht auch noch der Betriebsrat für einen guten Kündigungsschutz ein?

Ach ja, Bayern ist für eine Lockerung des Kündigungsschutzes (Stoiber) lol

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