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Lobbyisten in den Bundestag: Abgeordnete und ihre Funktionärstätigkeiten

Der CDU-Abgeordnete und Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner, sieht keine Interessenskonflikte in seiner Doppelfunktion und lehnt die Aufgabe eines Postens ab.

Er sprach sich auch dafür aus, dass mehr Abgeordnete seinem Beispiel folgen sollten. Die Diskussion über die Trennung von Bundestagsmandat und Funktionärsämtern sei "eine künstliche Diskussion", die dem Bundestag schade, so Göhner.

Wichtig sei laut Göhner, dass Abgeordnete ihre berufliche Tätigkeit offen legen. Im Verlauf der Diskussion, in der Norbert Röttgen sich gegen den Posten als BDI-Hauptgeschäftsführer entschieden hatte, wurde auch Göhner aus Parteikreisen kritisiert.


WebReporter: hiddenangel
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Bundestag, Abgeordnete, Funktion, Lobby, Funktionär, Lobbyist
Quelle: www.netzeitung.de

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24.07.2006 09:45 Uhr von hiddenangel
 
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1.Offenlegung:Es ist immer noch nicht alles Transparent, trotz Gesetz(Bsp.Merz und Co.)
2.Vom Volk,fürs Volk gewählt,man kann nicht 2 Herren dienen!Das der Göhner keine Interessenskonflikte sieht,ist mir klar^^ Aber welche Interessen vertritt der im Bundestag?Bestimmt keine des Volkes,sondern die der Arbeitgeber.Ich bin gegen die Postenanhäufung:Mandat,Aufsichtsratsposten,
Funktionärsämter.
Bundestagsmandat ein Feierabendgeschäft,wobei Argumentiert wird,dass das viel Arbeit kostet(wers glaubt^^)
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24.07.2006 11:14 Uhr von blazebalg
 
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soso: und die habt ihr also gewählt? erlaubt mir diese unterstellung, einen wirds erwischen :P

hammerhart was die sich erlauben... in wievielen aufsichtsräten sitzt bzw saß der herr rechtsanwalt merz nochmal? 5? oder 7? ich weisses au nicht mehr...
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24.07.2006 11:27 Uhr von hiddenangel
 
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@blazebalg: bei merz is die kombination interessant, einmal axa-gruppe glaub ich und dann die tätigkeit in der renten-kommission glaub ich. private vorsorge kommt nicht von ungefähr, da wurde ein neues geschäftsfeld geschaffen mit hilfe des politikers, der im vorstand/aufsichtsrat von der industrie saß. wer blecht, der steuerzahler......
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24.07.2006 11:29 Uhr von pippin
 
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Traurig: Wenn Menschen in diesen Positionen schon nicht mehr in der Lage sind einen Interessenskonflikt zwischen ihren ganzen Posten und Pöstchen zu erkennen, dann gute Nacht.

Meiner Meinung nach müssten alle Politiker während ihrer Parlamentszugehörigkeit jeden anderen Posten während dieser Zeit zumindest ruhen lassen.
Selbst dann sehe ich da noch Interessenskonflikte en masse, aber das wäre immerhin ein Anfang.

So wie es jetzt ist, ist es doch nur eine Farce, wenn die als "Volksvertreter" bezeichnet werden.

Dazu fällt mir immer nur wieder ein:
"Der Staubsaugervertreter vertritt Staubsauger!
Der Versicherungsvertreter vertritt Versicherungen!
Und der Volksvertreter ....!"
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24.07.2006 11:38 Uhr von intruder1400
 
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Politiker an die Wand: Sobald die Rasse der Politker ausgerottet ist wird wieder
Ruhe einkehren in Deutschland.Die NS-PD und die NC-DU
(National Sozialistische Partei Deutschland und
National Christliche Deutsche Union ?)gehören wegen ihres
Menschenverachtendes Verhalten ,Meineids und Volks-
verrat verboten.Früher war es eher die Mafia die in Nadel-
streifenanzügen rumlief.Heut sind es eben die Politiker.
Die Politiker gehören in Anzüge mit gleichmäßig verteilten
Schwarzweißen Streifen
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24.07.2006 12:23 Uhr von mhoffmannw
 
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@pippin: kann es sein, daß du folgendes meinst:

"Der Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger!
Der Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen!
Und der Volksvertreter ....!"


Würde dir da vollkommen Recht geben *g*
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24.07.2006 12:43 Uhr von megaakx
 
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Auch dafür: das die Politker die nen Nebenjob haben, diesen für die Zeit ihres Mandates ruhen lassen müssen - aber wer soll das durchsetzen? Ihr kennt ja den Spruch mit der Krähe, die einer anderen kein Auge aushackt.
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24.07.2006 12:59 Uhr von pippin
 
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@mhoffmannw: Stimmt, da hab ich bei der Hitze hier ein bisschen was durcheinander gebracht *schäm*

Aber genau das meinte ich.
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24.07.2006 13:04 Uhr von Alfadhir
 
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spitzen idee: wenn die schafe von wölfen bewacht werden aber genau so ist es im moment und da sie zu viel macht haben wird sich das wohl auch nicht ändern .
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24.07.2006 13:19 Uhr von wewuma
 
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Was regt ihr Euch auf?: Der Bundestag ist voll von "beurlaubten" Beamten.
So viele, deren Zahl ist ebenfalls keinesfalls repräsentativ für die Bevölkerungsstruktur.
Und die machden doch solche Gesetze, dass z. B.
Rentner künftig ihre Renten voll versteuern müssen, obwohl die Damen und Herren Beamten keinen einzigen Cent selbst in ihre Altersvorsorge zahlen.
Und ein pensionierter Richter ( Altersrente ca. 6.000 € ) schafft es, dass ein solches Gesetz zur "Gleichbehandlung der Beamten" durchgesetzt wird.
Oder diese Beamten fordern z. B. in NRW, dass sich möglichst alle arbeitenden Menschen - auch die Selbständigen - in das Solidarwerk Altersversorgung einschliessen lassen sollen und !!!!!ACHTUNG!!!!!
gönnen sich dann selbst eine Verdoppelung ihrer Diäten mit der Begründung, dass sie dann ja eine eigene Altersvorsorge aufbauen können.

Das sind die Schäden, die unserer Volkswirtschaft von Volksvertretern zugefügt werden.
Da sind Leute wie Merz, Graf Lampsdorf und wie sie alle hier aufgeführt werden nur kleine "Übeltäter".

Ihr prügelt - wieder einmal - auf die Falschen ein!
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24.07.2006 13:29 Uhr von kwikkwok
 
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On topic: Natürlich finde ich derlei Kombinationen auch reichlich unappetitlich. Aber mir fällt schon auf, dass häufig dieselben Personen, die solche Mehrfachfunktionen anprangern, zu anderen Zeiten und unter anderen Umständen ´den Politikern´ vorwerfen, keinen Bezug zur Realität zu haben, außer dem kräftigen und halbwegs regelmäßigen Pupsen in ihren Abgeordnetensitz nichts zu beherrschen und letztlich nur ungelernte Schmarotzer des geschundenen (Wahl)Volks zu sein.

Wir sollten uns mal einig werden, was wir eigentlich für Abgeordnete wollen.
(Gab es übrigens noch niemals SPD-Abgeordnete, die zeitgleich Gewerkschaftsfunktionen innehatten? Bin jetzt zu müd und zu faul, dem mal nachzugehen.)
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24.07.2006 14:05 Uhr von leeson
 
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Je höher der Affe klettert, je mehr sieht man von seinem A*sch.

Das trifft so ziemlich auf jeden Menschen zu, gebt ihm Macht und er missbraucht sie.
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24.07.2006 16:03 Uhr von leeson
 
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Wo das mit den Lobbyisten hinführt sieht man ja.
Gesundheitswesen, Öl und Benzin und und und...
Warum sollen die Gesetze erlassen die die Bereicht für die Lobbys negativ beeinflussen?

Keiner sägt sich selbst den eigenen Ast ab!
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24.07.2006 17:16 Uhr von hiddenangel
 
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das problem ist nur: 1. politiker argumentieren, dass sie auch sicherheit für danach (nach der politik-karriere) haben wollen
2. sich wissen aneignen können
3. göhner sieht sich als vorreiter

wozu braucht man das volk noch, wenn die von uns gewählten politiker nur noch lobby-vereinigungen hörig sind ?
Lasst Sie doch einfach wie damals aufgrund Ihres Standes in den Bundestag/-rat ziehen. Sie entscheiden eh schon lange nicht mehr in unserem Sinne. Höchstens im Sinne der Lobby-Vereinigungen(haben komischerweise immer Büros näher an Politikern als wir je rankommen würden an solche). Wir werden doch von Politikern richtig abgeschirmt....

ist das nicht demokratie-ad-absurdum ? ? ? ?
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24.07.2006 18:24 Uhr von daggetthebeaver
 
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Ich bin Deutschland. Ich muß 40 stunden pro woche für einen arbeitsgeber malochen. Dieser verweigert mir laut arbeitsvertrag das annehmen interessensgleicher arbeitstellen, wobei ich DIE gerade am effektiefsten ausschöpfen könnte.
Wie lange sitzen die politiker denn an den problemen der nation, um verhältnis zu ihrer diät? Ich verlange, dass sich angesprochene politiker ebenso mindestens 8 stunden täglich den a*sch aufreissen, dass hier alle zufreiden sind (wie ich bei meinen kunden!). Stupide unterschriften leisten oder präsenz zeigen rechtfertigt noch lange kein poilitiker-posten. Ich fordere, dass die politiker ihren kopf hinhalten, wenn die kacke am dampfen ist. Und ich fordere, dass die interessen der wähler und steuerzahler stärker im vordergund stehen, als die interessen der eingenen industrie in der sie ihre vorstandsposten innehalten. Ich fordere dass politiker die ehre und den anstand zeigen, für die umsetzung ihrer wahlversprechen zu sorgen.

Ich zahle mit meinen steuern das klopapier für die herrn minister, ich zahle ihnen das eisgekühlte getränk in der trockenen sommerhitze, ihre reisen, ihr vergnügen.
Ich bin die treibende kraft in der wirtschaft, ich bin Deutschland. Ich verlange wertschätzung und anerkennung meiner leistung für den staat von dem staat!
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24.07.2006 18:39 Uhr von jack200034
 
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Heuchler: ist ja wieder tyisch.... hier gehts wieder darum, seinen allgemeinen Frust über Politiker zum Ausdruck zu bringen und jeder schreibt, ohne weiter zu denken....

Einen Politiker ohne Verbindung zu irgendeiner Interessengruppe wird es NIE geben. Politiker sind z.B. Lehrer und somit eigentlich Experten für Bildung, aber ungeeignet für Reformen in dem Bereich... Ein Gewerkschafter wird sich in seiner Funktion als MdB immer in diesem Bereich zu Wort melden und zwar ebenfalls einseitig... Das geht soweit, dass man als langjähriger Förderer von Greenpeace ebenfalls "einseitig" geprägt ist..

Es gibt KEINEN völlig neutralen, völlig ungeprägten Menschen in der Politik. Die Vitas der Politiker ist nunmal auch ein Abbild seiner Interessen und Neigungen. Sein Beruf vor der Politik prägte ihn ebenfalls.... Doch wo fängt für EUCH verbotene Lobbyarbeit an ?? Bei Aufsichtsratposten eines Unternehmens ?? ( woher soll Herr Politiker denn bitteschön seinen Einblick in die Funktionen der Wirtschaft bekommen ?? ) Bei einer Mitgliedschaft oder hauptamtlichen Tätigkeit in einer Gewerkschaft ? ( woher soll das Verständnis für Arbeitnehmerpositionen kommen ? )
Sind Nebentätigkeiten etwa nur erlaubt, wenn sie unbezahlt sind ?? ( Prima, schließen wir die Firmen der Mittelständler, die im Bundestag sitzen und schaffen schnell mal ein paar Arbeitslose dazu )

Hier wird IMMER wieder davon gesprochen, dass Politiker dumme und überbezahlte Volksverräter sind. Also überlassen wir den ganzen Laden Vollprofis, die wissen was sie tun und die Lobbyisten in Reinkultur sind.

Mir sind auch viel zu viele Beamte in den Parlamenten ( angefangen von Stadträten ) , aber wer sich beschwert, kann sich bei der nächsten Kommunalwahl aufstellen lassen und dann SEIN Bild eines Politiker leben.
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24.07.2006 19:29 Uhr von mcgrasi
 
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nun: eine gewisse "vorbildung" wie du es nennst, mag sicherlich positiv zu sehen sein.
aber zwei herren gleichzeitig dienen?
selbst das verbot von bezahlten nebentätigkeiten wird nichts helfen. dann werden eben die politpromis erst im nachhinein mit ihren pöstchen belohnt... wenn der ex-postminister dann nen dicken vorstandsjob bei ner mobilfunklobbyfirma bekommt... oder der ex-kanzler bei der ostseepipeline im aufsichtsrat sitzt...
die perfekte lösung wird es vermutlich nie geben, die alle zufriedenstellt...
nebenbei... gerechnete 600 MdBs mal 100000 eu/jahr diäten macht ca 60 millionen euro an diäten. nicht mal 1 promill der jährlichen zinsausgaben des bundes. es mag zwar für unsereins viel erscheinen, aber wer es schafft, sich in einer partei so hochzuboxen, dass er MdB wird, muss schon was könne und würde in der wirtschaft vermutlich in leitender position mindestens das gleiche verdienen...
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25.07.2006 00:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: Dann bezahlt die Politiker vernünftig...
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25.07.2006 07:23 Uhr von scuba1
 
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Lobbyisten: Wer immer noch CDU/CSU bzw SPD wählt ist selbst schuld daß wir diese nichtsnutzigen Typen in Berlin haben.Da sich der deutsche Michel nicht gegen diese Selbstbediener wehrt , ist es an der Zeit bei der nächsten Wahl bei einer radikalen Partei sein Kreuzchen zu machen.
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25.07.2006 08:43 Uhr von «azero»
 
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Ich glaube, kwikkwok,: dass "Interessenvertretung" und "Realitätsbewusstsein" (lies: Bodenständigkeit) durchaus trennbar sind.

Und das sogar sehr einfach. Als Linker (oder jemand, der dafür gehalten wird) macht man sich ja neuerdings sogar verdächtig, wenn man sich unverdächtig verhält. Und da ich keine übermäßige Lust verspüre, von der bundesdeutschen Gesta ... errr ... vom "Verfassungsschutz" observiert zu werden, schlagen wir es der Einfachheit halber am besten gleich im Grundgesetz nach. Im Artikel 48, Absatz 3, Satz 1 lesen wir:

> Die Abgeordneten haben Anspruch auf eine angemessene,
> ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung.

Damit sollte einst sichergestellt werden, dass nie passiert, was heute gang und gebe ist: wirtschaftliche Abhängigkeit. (Oder was denkst du, wie lange Herr Merz noch seinen Aufsichtsratsjob bei der AXA-Gruppe hätte, wenn er für eine staatsfinanzierte Rente plädieren würde?)

Noch deutlichere Worte finden wir im Abgeordnetengesetz, §5, Satz 1. Dort steht, leider nur auf Dienstverhältnisse im öffentlichen Dienst beschränkt:

> Die Rechte und Pflichten aus dem Dienstverhältnis eines
> in den Bundestag gewählten Beamten mit Dienstbezügen
> ruhen vom Tage der Annahme der Wahl für die Dauer der
> Mitgliedschaft mit Ausnahme der Pflicht zur Amtsverschwiegenheit
> und des Verbots der Annahme von Belohnungen und
> Geschenken.

Absolut begrüßenswert. So - und NUR SO - werden Interessenkonflikte vermieden. Und dabei dient dieser Beamte so oder so nur "EINEM Herrn".

Aber es gibt eine noch einfachere - allerdings auch radikalere - Lösung zur Trennung von Politik und Wirtschaft (Oder sollte ich angesichts des ultimativen Anbetens des "Freien Marktes" sagen: Trennung von Staat und Kirche?) bei gleichzeitiger Sicherstellung der "Bodenständigkeit": Man müsste nur das Konzept der Berufspolitiker überdenken. Wo bitte wäre das Problem, Wirtschaftsvertreter auf Zeit in die Politik zu wählen? In dieser Zeitspanne könnten sie bequem ihr (wirtschaftliches) Amt ruhen(!) lassen und sich den politischen Interessen widmen. Nach ihrer "Abwahl" könnten sie wiederum alle verfügbare Kraft in ihre wirtschaftlichen Interessen stecken.

Mittelständler, die für die Zeitspanne ihres politischen Amtes nicht einmal einen Interimsgeschäftsführer finden, sind dann wohl in der Wirtschaft so unentbehrlich, dass eine Wahl in ein politisches Amt nur zur Folge hätte, dass sie sowieso keine Zeit haben, ihren neuen "Nebenjob" auszufüllen.

So wäre allen gedient. Naja, fast allen. Denn der eigentliche Grund, warum beispielsweise ein Herr Merz in 12 verschiedenen Aufsichtsräten und Vorständen sitzt, ist mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit wohl kaum die "Interessenvertretung". Ehrlich gesagt bewundere ich diesen Mann außerordentlich. Ich habe lediglich EINEN Job, und dieser treibt mich häufig genug 14, 15, 16 oder sogar 18 Stunden um. Wenn ich mir vorstelle, dass ich diese Arbeitszeit mit dem Faktor 13 belegen sollte ... Halleluja ...
Oder anders herum: Herr Merz hat für jeden Job rund eine Stunde täglich Zeit - inklusive Vorbereitungen, Anreisezeiten für Sitzungen, Meetings, etc. Wer glaubt ernsthaft, dass er dabei noch "Interessen vertreten" könne, wenn man diese Interessen nicht auf ihren gemeinsamen Nenner - Mammon - herunter bricht?!

Noch ein Wort zum vielkritisierten "Realitätsverlust".
Dieser entsteht zwangsläufig durch die rigorose Trennung der politischen Vertreter von jenen, die sie vorgeblich vertreten.

Glaubt man den Politikern, lässt es sich nicht wirklich verhindern, denn die politische Tätigkeit ist so zeitraubend, dass die Vertretenen im günstigsten Falle EINMAL WÖCHENTLICH FÜR EINE STUNDE mit "ihrem" Interessenvertreter reden dürfen. (Wobei sich wieder die Frage stellt, wie manche - tatsächlich die meisten - MdB es dennoch schaffen, zwei bis drei bezahlte und mindestens ebensoviele ehrenamtliche Nebenjobs hinreichend zu bedienen.)

Aber eindämmen kann man es sehr wohl: Es ist ein typisches Kennzeichen, dass der Realitätsverlust, also - und das wird eigentlich beanstandet - der Verlust der Bodenständigkeit (politisch korrekt: der Verlust des Bezugs zur Basis) - erst nach einiger Zeit, zumeist erst nach etlichen Jahren, eintritt. Das Gegenmittel heißt also: Schmeißt sie ab und zu ins Wasser, damit sie das Schwimmen nicht verlernen!

Du siehst also: Es ist gar nicht so schwer, "Mehrfachfunktionen" zu vermeiden und trotzdem nicht den Bodenkontakt zu verlieren. ;)
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25.07.2006 10:31 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: >>>Als Linker (oder jemand, der dafür gehalten wird) macht man sich ja neuerdings sogar verdächtig, wenn man sich unverdächtig verhält.<<<

Mir kommen die Tränen, Azero leidet unter der bundesdeutschen Mc Carthy Hetze.... lol
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25.07.2006 11:31 Uhr von hiddenangel
 
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Beispiele für Interessenkonflikte!!!! Mehrwertsteuer: BDA lehnte das ab. Als die Große Koalition im Mai die Mehrwertsteuererhöhung verabschiedete, fehlte Göhner; er war auf Dienstreise in München......

Gesundheit: Während die Parteien die Eckpunkte festzurrten, veröffentlichte Göhner als einer von drei Autoren die neuen BDA-"Leitlinien zur Gesundheitsreform". Die Finanzierung der Kinderversicherung über Steuern nannte er "wenig überzeugend". Die Große Koalition beschloss genau das Gegenteil!!!!!

Antidiskrimierungsgesetz: BDA-Präsident Hundt nennt das von der Koalition beschlossene Gesetz "Unfug". Als die Regierung das Gesetz verabschiedet, stimmt Göhner im Sinne seines Arbeitgebers BDA dagegen - somit gegen die eigene Partei!!!

Kündigungsschutz: Göhner (sitzt für die CDU im Wirtschaftsausschuss) hatte sich bei Koalitionsverhandlungen dafür stark gemacht, dass die Probezeit bei Neueinstellungen auf 24 Monate verlängert wird - die Position der Arbeitgeber !!!!
"Das hat er wie ein Evangelium angepriesen", erinnern sich Parteifreunde.


Und neben dem BDA-Job hat Göhner noch weitere Pöstchen: z.b. sitzt er im Konzernbeirat der Axa-Versicherungen (wo auch Merz ist) und ZDF-Fernsehrat.

Haben Politiker mehr als 24 h pro Tag zur Verfügung ? ?

Und wenn durch die oben dargestellten Beispiele kein Interessenskonflikt begründet wurde, was dann..... ?
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25.07.2006 14:27 Uhr von SchlachtVati
 
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wenn der herr göhner: durch sein mehrbedarf an nebeneinkünften im selben atemzug daran denkt , auch das geld wieder in den umlauf zu bringen , ist mir sein 100 stundentag völlig egal !

aber nun wieder zurück in das irrreale !!! lol

Bevor Sie jetzt Anne Will über das informiert, was uns der fußballfreie Tag heute sonst noch gebracht hat, macht sich Lisa ihre Gedanken. Worüber? Natürlich über das Thema des Tages, die Gesundheitsreform. Ich sage Tschüss, wir sehen uns wieder in drei Wochen, wenn Sie mögen.

Bericht:

Die Merkel will jetzt Deutschland ganz doll sanieren. Das Gesundheitssystem ist nämlich krank, sagt die Merkel. Die Arbeitnehmer müssen da ganz viel Geld reinpumpen. Und die Arbeitgeber auch.

Und trotzdem ist das viele Geld immer ganz schnell futsch. Deshalb sollen noch mehr ins Gesundheitssystem einzahlen. Die Selbstständigen zum Beispiel. Und die Sparer. Und die Arbeitnehmer auch noch ein bisschen mehr. Nur die Arbeitgeber nicht. Das heißt, ähh, Eigenverantwortung, sagt die Merkel.

Der Beck will auch die Steuern erhöhen. Aber nur für die Arbeitnehmer. Das ist dann doppelte Eigenverantwortung. Dann hat das Gesundheitssystem auf einmal wieder ganz viel Geld zum Verteilen. An die Ärzte und an die Krankenhäuser und an die Pharma.. ähh.. dingens. Die vielen Geldverteiler nennt man Bürokratie. Und die wird ganz schlimm, sagt der Westerwelle. Aber wen interessiert schon der Westerwelle?

Dann wird wieder alles teurer. Aber da müssen die Selbstständigen eben einfach noch etwas mehr einzahlen. Und die Sparer. Und die Arbeitnehmer. Nur die Arbeitgeber nicht, wegen der Eigenverantwortung. Dann läuft das Gesundheitssystem wieder ganz toll. Und die Merkel kann sich endlich um die Rente kümmern. Die ist nämlich auch krank. Aber die Merkel weiß ja schon, wie das geht mit dem Sanieren. Sie hat ja die Arbeitnehmer. Und die Sparer. Und die Selbstständigen. Und die Rentner. Und die Beamten. Und die Pendler. Und die Arbeitslosen.

http://www.swr.de/...
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27.07.2006 14:52 Uhr von quansuey
 
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Lobbyismus: sollte eigentlich immer so ablaufen. Wenn der Lobbyist selbst im Parlament sitzt, kann er sich wenigstens nicht der Abgeordnetenbestechung schuldig machen, er gibt das Geld für die Richtung seiner Entscheidung ja gleich an sich selbst. Schwerer ist es allerdings, wenn er sich selbst sein "Ehrenwort" geben muss um den Spender nicht zu veröffentlichen.
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28.07.2006 20:51 Uhr von jack200034
 
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@azero: <<Wo bitte wäre das Problem, Wirtschaftsvertreter auf Zeit in die Politik zu wählen?>>

und die wären Deiner Meinung nach KEINE Lobbyisten in eigener Sache ??

Politik nur von Experten wäre unsozial, unausgewogen und sicher nicht besser als die jetzige !!! Mir laufen schon ZU viele Mc. Kinseys in den Etagen der Entscheidungsträgern rum. Für die sind wir nur Kostenfaktoren. Soziale Errungenschaften nur noch Relikte aus alter Zeit die wir uns nicht leisten können. Die Firma "Deutschland" hätte einen Aufsichsrat der nur noch an Profit und nicht mehr an die menschen denkt.

Bevor gesagt wird "das ist doch schon jetzt so" sollte sich mal mit den Vorschlägen dieser Berater auseinander setzen. Gott sei Dank haben wir in allen Parteien noch Politiker mit Einfluss die soetwas verhindern.


...und ihr überschätzt doch gewaltig den Einluss des Abgeordneten Göhner

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