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Kambodscha: Anführer der Roten Khmer ist tot - sie nannten ihn "Schlächter"

Ta Mok, ein ehemaliger Militärführer der Roten Khmer, starb am heutigen Freitag im Alter von achtzig Jahren in Phnom Penh. Er war einer der Hauptverantwortlichen für die Massenmorde während des Pol Pot-Regimes zwischen 1975 und 1979.

Während der Herrschaft der damals in Kambodscha regierenden "Steinzeitkommunisten" kamen fast zwei Millionen Menschen um. Sie starben an Hunger, den prekären Lebensumständen oder waren hingerichtet worden.

Vor drei Wochen hatte ein internationales Tribunal damit begonnen, Ta Mok und ehemalige Funktionäre aus der Diktatur für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen. Ta Mok, er wurde auch "der Schlächter" genannt, starb im Militärgefängnis von Phnom Penh.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Tod, Kambodscha, Anführer
Quelle: www.dw-world.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.07.2006 13:35 Uhr von la_iguana
 
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Die Korruption in Kambodscha hat seit dem Ende des Regimes verhindert, dass die Mörder eines Viertels der damaligen Bevölkerung nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Das war auch so geblieben, nachdem das Land 1993 (nach einer der teuersten UNO-Aktionen das Land demokratisiert worden war) eine neue Verfassung erhalten hatte.
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21.07.2006 15:06 Uhr von stellung69
 
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Da bleibt er doch straffrei Das ist für Hinterbliebene der Opfer bestimmt noch mal sehr bitter...
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21.07.2006 15:20 Uhr von Garviel
 
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@stellung69: Möglich. Es kann aber auch sein, dass die Gewissheit seines Todes für die Hinterbliebenen eine Erleichterung ist. Schließlich kann man nie genau wissen, was das erneute Rekapitulieren der Grausamkeiten für die Angehörigen bedeutet, was es in ihnen bewirkt.
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21.07.2006 15:33 Uhr von Muta
 
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Anmerkung zur Khmer-Ideologie: Die Bezeichnung "Kommunisten" beruht eher auf der anfänglichen Propaganda der Khmer, die anknüpfend an Erfolge in Vietnam sich als Kommunisten bezeichneten und Revolutionsrhetorik übernahmen um Unterstützung zu gewinnen.
Eigentlich prägt die Khmer aber eine rein nationalistische Ideologie und Stadtentwicklungsfeindlichkeit (unter Pol Pot wurden die Städte aufgelöst und die Stadtbevölkerung aufs Land deportiert um besser die Kontrolle über das Land zu erreichen).

Ansonsten hätten sie wohl auch nicht die US-Unterstützung gehabt, die Khmer waren dort als eine Art Gegenbewegung zum vietnamesischen Kommunismus geschätzt (und bald kam es ja auch zum Krieg mit Vietnam, nach dem vietnamesischen Sieg und Einmarsch wurde dann das Khmer-Regime aufgelöst) um Vietnam weiter "zu beschäftigen".
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21.07.2006 15:41 Uhr von la_iguana
 
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Die Khmer Rouge: hatten auch lange Zeit, auch als sie nach 1979 aus dem Untergrund operierten, die Unterstützung des maoistischen Chinas. Auf jeden Fall ein finsteres Kapitel der Weltgeschichte.
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21.07.2006 15:43 Uhr von Muta
 
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Weitere Infos zum Tribunal allgemein: zur Tribunalentwicklung:
http://www.freitag.de/...

zum Tribunal:
http://de.wikipedia.org/...
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21.07.2006 15:49 Uhr von Muta
 
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@iguana jup: Die Khmer-Exilregierung wurde von China, USA, Großbritannien, Thailand und Singapur unterstützt. Da hatte sich eine "nette" Koalition gebildet.

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