15.07.06 11:57 Uhr
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"Demographische Rendite" für Bundesländer aufgrund Schülerschwundes

Laut der "Welt am Sonntag" könnten die Bundesländer bis 2020 rund 80 Milliarden Euro im Bildungssystem einsparen.

Grund sei die demographische Entwicklung, da es bis 2020 immer weniger Schüler geben wird.

Die meisten Einsparungen seien für NRW möglich, da dort der größte Schülerschwund verzeichnet wird.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schüler, Bundesland, Rendite
Quelle: de.news.yahoo.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.07.2006 12:57 Uhr von gatito
 
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ist ja toll, wenn man was zum sparen hat aber der nachteil ist dann dafür, das es weniger kinder gibt und deshalb wir irgendwann mal aussterben werden und außerdem gehen auch arbeitsplätze verloren, weil man ja weniger lehrer braucht..... :(
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15.07.2006 13:14 Uhr von vst
 
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da wäre es besser: die ausgaben zu lassen, das heißt auf jeden schüler kommt mehr geld, mehr lehrer etc.

das käme uns allen zugute.
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15.07.2006 13:18 Uhr von opppa
 
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vst: Geht nicht!

Die Lobby hat wahrscheinlich die Gelder schon als Steuervergünstigung für die Wirtschft angefordert.
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15.07.2006 13:20 Uhr von vst
 
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ist mir schon klar opppa: ich wollte auch nicht schreiben was kommt, sondern was besser wäre als das was kommt
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16.07.2006 11:44 Uhr von Kid Rob
 
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Lobbyarbeit gehört Illegalisiert, nicht Computerspiele, aber dann kriegen die Herren und Damen Politiker ja kein Geld mehr.
Nebenbei sollte das Geld, wenn es nicht gebraucht wird (also wenn wirklich keine Schüler mehr da sind und jeder Schüler einen Lehrer zur Verfügung hat), lieber dafür verwendet werden, die Schuldenlöcher zu stopfen.
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18.07.2006 10:29 Uhr von zenon
 
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Das Geld wandert: dann eh in den Rententopf da diese wenigen Schüler dann im Berufsleben viele Rentner finanzieren müssen...
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19.07.2006 10:21 Uhr von Garviel
 
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@vst: Wie wahr, wie wahr! Endlich kleinere Klassen, weniger ausfallende Stunden, bessere Ausstattung... es wäre sooooo einfach...
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21.07.2006 00:37 Uhr von eros007
 
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zur Studie: Ich finde die Situation in Deutschland schon erschreckend. Jetzt ist man schon stolz, dass man kein Geld mehr investieren kann. Super Zustände... Wen wundert´s, dass viele junge, gut ausgebildete Leute Deutschland den Rücken kehren (im vergangenen Jahr waren es inoffiziellen Angaben zufolge 250.000), wenn sich "das System" schön fleißig all seine Zukunftsfähigkeit einfach ruiniert...

Jetzt mal sachlich: Was mir bei der ganzen Studie fehlt, ist die Tatsache, dass nur über "Einsparpotential" gesprochen wird. Dabei sind die Bildungsausgaben Deutschlands jetzt schon im unteren Bereich der OECD-Länder. Ein Grund für die derzeit so hohe Arbeitslosigkeit liegt in der schlechten Bildung. Stellen für Ingenieure in der Industrie werden nicht besetzt, da es zu wenige Bewerber gibt. Im Dienstleistungsbereich ist unsere Lage nicht mit der Dynamik anderer Länder (Skandinavien, GB, USA) zu vergleichen, da mangels qualifiziertem Personal einfach keine Möglichkeiten da sind (ok, hier sind es auch die bürokratischen Hindernisse). Wenn man dann jeden Rückgang in den Schülerzahlen als Anlass nimmt, die Mittel noch weiter zu kürzen, braucht man sich nicht wundern, wenn der Schuss nach hinten los geht. Ein Unternehmen, das nicht investiert (bzw. die Investitionsausgaben laufend senkt), setzt sich dem Konkurs aus. Warum sollte es bei einem Staat anders sein?

Dass wir viel zu wenige Kinder haben, können wir in den nächsten 20 Jahren nicht ändern. Die frei werdenden Gelder sollten zunächst dazu führen, dass die Klassen kleiner werden, schwierige Klassen teilweise auch von Lehrer und Psychologen gleichzeitig unterrichtet werden (das bringt sehr viel, wenn 2 Leute vorne sitzen und nicht nur einer), die Chancen von Migrantenkindern endlich auf das Niveau von "deutschstämmigen" Kindern gehoben werden (auch wenn es den Migranten zunächst "weh" tut, dass die Kinder schon ab dem 2. Lebensjahr in die Kinderkrippe müssen und später mindestens 6-8 Stunden in Kindergarten/Schule verbringen) und die schon lange vorliegenden Vorschläge zum Verbesserung des Schulbetriebs (Bezahlung der Lehrer nach Leistung, kostenlose Kindergärten und -krippen...) endlich umgesetzt werden.

Daneben muss das Engagement bei der Erwachsenenbildung deutlich verstärkt werden, damit Qualifizierte künftig länger arbeiten können - also bis ins 65. Lebensjahr und darüber hinaus. Dazu ist ständige Weiterbildung - in Betrieben wie auch privat - nötig und der Staat hat die dafür nötigen Voraussetzungen zu schaffen.

Für Einsparungen bleibt wahrlich kein Platz; es gibt so viele drängenden Aufgaben, die endlich angepackt werden müssen. Nein, ich glaube, dass die Bildungsausgaben in den nächsten Jahren deutlich steigen müssen. Bildung ist unser einziger Rohstoff, und wenn wir ihn weiterhin so vernachlässigen, wird Deutschland bald kaputt gespart sein. Danke, Regierung. Danke, Bundesländer. Ihr macht es wahnsinnig gut! Weiter so, dann wird auch bald der letzte Begabte das Land verlassen haben.
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21.07.2006 00:52 Uhr von eros007
 
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und nur nebenbei: um die Krise des Ungleichgewichts im Bevölkerungsaufbau wenigstens halbwegs in den Griff zu kriegen, sollten wir keine Möglichkeit auslassen, die Menschen zu Kindern bringt. Keine Frau und kein Mann soll sich trotz ausdrücklichem Kinderwunsch gegen ein Kind entscheiden müssen, nur weil er Nachteile befürchtet. Jeder, der sich ein Kind wünscht, soll auch die Möglichkeiten bekommen. Nicht jeder wünscht sich ein Kind und niemand ist verpflichtet, ein Kind (oder im Idealfall etwas mehr als zwei) in die Welt zu setzen. Das ist auch gut so, schließlich leben wir in einer freien Gesellschaft. Aber wir können es uns nicht leisten, dass Leute, die sich Kinder wünschen, dann doch gegen sie entscheiden, nur weil es die Rahmenbedingungen nicht zulassen. Hier müssen wir alles Mögliche tun.

Ich habe ja immer noch die Hoffnung (besser gesagt, den Wunsch), dass in den nächsten 10 Jahren in Deutschland zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Kinder geboren werden (fände ich eine gute Zahl; wir schrumpften zwar immer noch, aber in "gesunder" Weise). Derzeit sieht es aber viel eher nach 6-6,5 Millionen Kindern aus.

Und nur nebenbei: Einwanderung von Qualifizierten wird in den nächsten Jahren noch wichtiger werden. Wir haben schließlich zu wenige, und nur Einwanderer können die Lücken schließen. Dann entstehen auch Arbeitsplätze und - wahrscheinlicher als ohne sie - sinkt dann auch die Arbeitslosigkeit. Wir müssen attraktiv werden für Einwanderer aus allen Ländern der Welt. Gerade im Ingenieursbereich (Chemie, Automobil, Maschinen- und Gerätebau, Elektronik) sind wir spitze und müssten diesen Trumpf ausspielen. Wenn wir es nicht jetzt tun, werden wir es wohl nie mehr können.

Sicherlich ist die Abwerbung qualifizierter Kräfte aus dem Ausland nicht gerade nett gegenüber den jeweiligen Ländern (die trugen ja die Kosten für die Ausbildung). Aber andere europäische Länder (Skandinavien, GB, Irland) sowie die USA, Kanada und Australien machen dies längst auf unsere Kosten. Sie werben "unsere" Ärzte ab, obwohl auch wir zu wenige haben. Wer hier Skrupel hat, schadet sich nur selbst. Globaler Wettbewerb heißt auch, globaler Wettbewerb um Arbeitskräfte (qualifizierte). Wir können mitspielen und das beste daraus machen (Wettbewerb ist manchmal hart, aber wenn andere Länder ihn wollen, können wir ihn auch mitgehen) oder nur verlieren (wie in den letzten 5 Jahren). Es liegt an uns.

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