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Wirtschaft: Wachstumsprognose für Elektroindustrie bei fünf Prozent

Die deutsche Elektroindustrie konnte ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr auf fünf Prozent nach oben korrigieren. Bisher hatte der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) nur mit einem Wachstum von 2,5 Prozent gerechnet.

Grund für den Boom sind nach Angaben von ZVEI-Hauptgeschäftsführer Gotthard Graß "schnell wachsende Auftragseingänge aus dem In- und Ausland".

Für das Jahr 2006 rechnet der Verband mit einem Umsatz von 173 Milliarden Euro. Die Bestellungen stiegen in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahr um fast zwölf Prozent.


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WebReporter: urxl
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Wirtschaft, Prozent, Wachstum, Elektro, Wachs
Quelle: de.biz.yahoo.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2006 16:05 Uhr von urxl
 
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Ich frage mich bei solchen Meldungen, ob sich nicht diese Lage auch auf den Arbeitsmarkt niederschlagen müsste.
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12.07.2006 16:50 Uhr von Schattenlos
 
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Früher hieß es mal, daß ab 2 - 3% Wachtum Arbeitsplätze geschaffen werden. Aber das war einmal ...
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12.07.2006 17:12 Uhr von eros007
 
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@autor: Die Lage würde sich schon auf den Arbeitsmarkt niederschlagen, wenn denn genügend qualifizierte Arbeitskräfte (v.a. Ingenieure) verfügbar wären. Leider aber klagen viele Unternehmen, dass sie keine qualifizierten Bewerber finden können. Es gibt einerseits schon recht wenige arbeitslose Ingenieure (ich las kürzlich was von 47.000 in Deutschland, was wohl einer Arbeitslosenquote von weniger als 4% entspricht), und die sind meistens nicht entsprechend qualifiziert. Entweder zu viel Spezialwissen (aber leider auf dem falschen Gebiet) oder zu wenig Allgemeinwissen. Hier rächt sich, dass die früheren Arbeitgeber nicht genug auf Weiterbildung setzten. Die Unternehmen haben sich die Probleme in den letzten 15 Jahren zu einem guten Teil selbst gestrickt. Eine (Um-)Schulung der Arbeitskräfte ist teuer und frisst dann einen Teil des Wachstums wieder auf, wodurch die Beschäftigung nicht so stark steigt. So einfach ist das.

Insgesamt rächt sich natürlich, dass wir in Deutschland ein zu schlechtes Bildungssystem haben (Stichwort: vor allem Unqualifizierte sind arbeitslos), sodass wir in Bereichen, wo Bedarf an Arbeitskräften da wäre, einfach zu wenige haben, während in anderen Bereichen Arbeitskräfte im Überfluss vorhanden wären, aber eben nicht gebraucht werden, weil sie zu teuer sind. Ich habe schon von Betrieben gehört, die nur deshalb outsourcen, weil sie in Deutschland keine guten Fachkräfte bekommen.

Als Lösung bietet sich kurzfristig nur Einwanderung von Qualifizierten (bzw. Verhinderung der Abwanderung, die im vergangenen Jahr beträchtlich war) an. Wir müssen daran arbeiten, dass viele qualifizierte Leute nach Deutschland kommen können. Nach dem Motto: Kommt zu uns, versucht euer Glück! Nicht wie bisher mit all den fehlgeschlagenen Green-Card-Regelungen: „Weise erst mal einen Job von mind. 84.000 Euro Jahresgehalt vor, bevor du kommst.“ Mittelfristig führt nichts drum herum, die Ausgaben für Bildung, von Kinderkrippen bis Universitäten, zu erhöhen (und natürlich auch die Effizienz gesteigert, etwa Leistungsanreize für gute Lehrer/Schulen/Unis), sowie die Unternehmen von einem verstärkten Engagement in der Aus- und Weiterbildung der derzeitigen und künftigen Mitarbeitern zu überzeugen.
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12.07.2006 17:52 Uhr von eros007
 
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noch was zu dem Thema: Die Süddeutsche Zeitung schreibt derzeit:
http://www.sueddeutsche.de/...

Der Mangel an Fachkräften in gewissen Bereich wird offensichtlich. Wenn man sich vor Augen führt, dass viele Entschlüsse gegen Aufstockung des Personals in Deutschland (das Fehlen der Ingenieure ist beispielsweise durchaus schon seit Längerem bekannt) in den aktuellen Zahlen erst gar nicht auftauchen, kann man sich vielleicht ausmalen, was uns da an Wachstum (und Beschäftigungsaufbau) verloren geht. Aber so lange große Teile der Öffentlichkeit weiterhin die Unternehmen als stellenabbauende Monster sehen und sie nicht auf die Vorteile der Ausbildung sowie Aufnahme von qualifizierten Kräften nach Deutschland hinweisen, kann man nicht erwarten, dass sich an der dramatischen Lage am Arbeitsmarkt jemals was ändert. Ach ja, das Bildungssystem samt (staatlicher) Forschung ist chronisch unterfinanziert. Weil wir für alles Geld haben, nur für die Zukunft keins. Das rächt sich derzeit.
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12.07.2006 23:08 Uhr von opppa
 
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Sind in der Prognose: der durch die exportierten Arbeitplätze erwirtschaftete Umsatz und die niedrigeren Auslandslöhne enthalten?
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13.07.2006 01:17 Uhr von Borgir
 
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immer: diese verdammten prognosen. die sind nur dazu da, um zu zeigen, dass sie nicht eingehalten werden und wie schlecht es der wirtschaft geht. folge sind entlassungen. immer die gleiche blenderei.

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