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Dresden: Elbtal ist nun auf der Roten Liste der Weltkulturgüter

Am Dienstag hat das Welterbe-Komitee der Unesco das Elbtal auf die Rote Liste der gefährdeten Weltkulturgüter gesetzt. Das Elbtal würde durch den Bau der Waldschlösschenbrücke irreversibel geschädigt.

Bis Februar 2007 muss die Stadt Dresden die ergriffenen Maßnahmen vorlegen. Die nächste Tagung des Komitees ist im nächsten Sommer. Bei einem Bürgerentscheid im Februar 2005 hatten sich die Dresdner für den Bau der Brücke entschieden.

Nun fordert Ingo Zimmermann, Vorsitzender des Kuratoriums Welterbe Dresdner Elbtal, einen neuen Bürgerentscheid, mit dem Wissen, dass dadurch der Titel Weltkulturerbe dem Elbtal aberkannt wird. Der Stopp des Bauvorhabens könnte den Titel retten.


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WebReporter: Ampelmann
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Dresden, Liste, Elbtal
Quelle: www.freiepresse.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2006 09:07 Uhr von Ampelmann
 
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Interessante Sache. Vor allem wenn man überlegt, dass den Bau der Brücke die Dresdner entschieden haben. Ich finde die Idee mit dem neuen Bürgerentscheid sehr gut, da im Frühjahr letzten Jahres die Auswirkungen des Baus nicht bekannt waren. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung.
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13.07.2006 01:00 Uhr von necesite
 
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Beitrag. Armes Ampelmännchen.

Ich geb mal ein Mitleidskommentar ab.

Und stelle Nachos und eine Tasse voll Mitleid in den Thread.

|..|
\./

Vielleicht lockt es ja noch andere an... :-p
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13.07.2006 01:21 Uhr von JFranklin
 
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Denkmalschutz: Das ist wohl ein bisschen wie bei einem denkmalgeschützten Haus. Da darf man nichts verändern was sichtbar ist. Nur dass es hier nicht nur eine Familie betrifft sondern alle Einwohner einer Stadt.
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13.07.2006 05:40 Uhr von chartus
 
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ich finds armseelig: nur weil ein möchtegern "Liebhaber" der Stadt und selbsternannter Wohltäter eine paar "Freunde" in diesen Kommissionen hat wird eine Brückenbau der seit über hundert Jahren geplannt ist und nirgendwo auf der Welt eine Problem wär zum Politikum erhoben - abgesehen davon würde die Stadt wie auch das "Elbtal" eher davon profitieren als das deswegen die Welt untergeht, zumal ja nicht einmal die "weltbekannten" Elbblicke davon betroffen sind. Und weil wohl ein paar Alleebäume gefällt werden sollen... andernortes werden diese mit viel Elan ohne irgendwelche Gründe zersägt...

aber so kann man ja ein bischen Politik betreiben und ein paar Millionen vom Steuerzahler abzocken...

aber eigentlich ist es schon recht interessant wie hier Demokratie funktioniert, über 2/3 der Dresdner wollen eine Brücke aber eine absolute Minderheit kann mal einfach so einen Mehrheitsbeschluß unterlaufen und mit nicht vorhandenen Muskeln spielen...
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13.07.2006 07:25 Uhr von Stampede
 
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@chartus: Dass eine Brücke benötigt wird streitet keiner ab. Lediglich ist der gewählte Platz mit der dämlichste den man sich dafür aussuchen kann.

Entgegen dem Wahlergebnis ist auch der Protest innerhalb der Bevölkerung groß. Wie es zu dem Ergebnis gekommen ist, ist umso unverständlicher. Ich vermute, dass einige naive Geister sich vorher umentschieden haben.

Ein Bürgerentscheid ist an dieser Stelle meiner Meinung nach sowieso der falsche Weg. Zu große Teile der Bevölkerung haben keine ausreichenden Einblicke in die Materie, keine Ahnung über die Folgen. Warum also solche entscheiden lassen?
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05.08.2006 02:52 Uhr von chrwhm
 
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Naja Also erstmal braucht die Brücke nicht abgerissen werden, sie steht nähmlich noch gar nicht.
Die Unesco wusste von Anfang an dass dort eine Brücke gebaut werden soll. Damals hieß es, das diese Brücke kein Problem darstellen soll, den Unesco-Leuten wurde sogar der Bauort der Brücke bei einer Ortsbesichtigung gezeigt.
Jetzt kommt die Unesco plötzlich mit einer solchen bodenlosen Unverschämtheit an und versucht Dresden zu erpressen. Erst wird gesagt dass die Brücke kein Problem ist und jetzt plötzlich ist sie es doch.
Als Alternative wird angeboten, man könne doch einen Tunnel bauen: Die Kosten dafür wäre weit höher als die möglichen finanziellen Vorteile, die der Titel der Stadt bringen könnte.
Rein rechtlich gesehen muss die Brücke gebaut werden, ansonsten drohen der Stadt auch div. Schadensersatzforderungen. Davon abgesehen ist der Bürgerentscheid bindend, und die Bürger wussten sehr wohl worüber sie abgestimmt haben. Eine 2/3-Mehrheit für den Bau der Brücke sagt alles.
Eine repräsentative Umfrage hat gezeigt, dass die Anzahl der Brückengegner nach dem Entscheid der Unesco _nicht zugenommen_ hat. Nur einige derjenigen, die beim Bürgerentscheid dafür gestimmt haben waren sich nun unsicher. Eine Mehrheit für den Brückenbau würde jedoch trotzdem deutlich zusammenkommen.

Auch die Position der Brücke finde ich gut gewählt,weder weiter elbabwärts noch weiter elbaufwärts würde aus meiner Sicht Sinn ergeben.

mfg

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