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USA: Mann nach 18 Jahren wegen erwiesener Unschuld aus Haft entlassen

Im Gericht der Stadt Hartford im US-Bundesstaat Connecticut spielten sich am vergangenen Dienstag bewegende Szenen ab. Der 44-jährige James C. Tillman konnte als freier Mann den Gerichtssaal verlassen, nachdem ein DNS-Test seine Unschuld bestätigte.

Tillman saß seit 1989 18 Jahre wegen der vermeintlichen Vergewaltigung und Körperverletzung an einer Frau im Gefängnis. Seinen Anwälten war es gelungen, eine Wiederaufnahme des Verfahrens zu erreichen und einen DNS-Test herbeizuführen.

Der DNS-Test bewies, dass die Samenflecken auf der Kleidung der Frau nicht mit seinem DNS-Muster übereinstimmten. Tillman selbst gab an, er verspüre keinen Zorn, denn er habe immer an eine Entlassung wegen seiner Unschuld geglaubt.


WebReporter: DorianArcher
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Mann, Jahr, Haft, Entlassung, Unschuld
Quelle: today.reuters.com

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.07.2006 07:41 Uhr von DorianArcher
 
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Schon bewundernswert, dass er nie die Hoffnung aufgegeben hat. Mit einem absolut reinen Gewissen konnte er aber auch die härteste Zeit überstehen. Ich denke, er wurde seinerzeit nur verurteilt, weil die Polizei nach "einem Schwarzen" gesucht hat und die Beschreibung gepasst hat. Noch mehr Infos in der (englischsprachigen) Quelle.
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12.07.2006 11:01 Uhr von jens3001
 
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Traurig sowas: aber immerhin hat der Mann jetzt noch ein Leben (auch wenns extrem schwer wird).

Mich würde interessieren was die ganzen "Schwanz-ab" und "Richtet-ihn-hin"-Leute dazu sagen.
Immerhin wäre dieser Mensch nun tot wenn es nach den Wünschen von vielen hier auf SN gehen würde.

Allerdings macht mir noch mehr Sorgen das er überhaupt 18 Jahre eingesessen hat und der tatsächliche Täter vermutlich noch frei herumläuft.
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12.07.2006 11:27 Uhr von phoo
 
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Polizei sucht "nach einem Schwarzen" und da passte die Beschreibung ... lol, die haben sich mal wieder einfach einen gepickt und fertig, scheiss Faschisten.
Wäre ja nicht das erste Mal, daß der amerikanischen Polizei ein solches "Missgeschickt" unter kommt ...
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12.07.2006 11:33 Uhr von necesite
 
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@jens: Wo war es jetzt humaner, diesen Menschen 18 Jahre hinter Gittern zu verwahren?

Würde mich nicht wundern, wenn der Kollege nach 18 Jahren unschuldig im Knast sich einfach das Leben nimmt...

Fehlurteile können auftreten. Und egal welches Strafmass du dann angelegt hast, es ist dann immer ungerecht!
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12.07.2006 11:41 Uhr von Tyfoon
 
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Bei der: Denk- und Vorgehensweise der amerikanischen Justiz wundert mich das nicht im geringsten und ich kann mir nur zu gut vorstellen dass dieser Mann nicht der einzige Farbige ist der dort unschuldig im Gefängnis sitzt.
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12.07.2006 12:08 Uhr von jens3001
 
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@necesite: News-Zitat: "Tillman selbst gab an, er verspüre keinen Zorn, denn er habe immer an eine Entlassung wegen seiner Unschuld geglaubt."
Jemand der so eine Einstellung hat kommt damit klar.

Natürlich waren auch 18 Jahre Gefängnis ungerecht und ein Zeichen dafür wie löchrig das menschliche Urteilsvermögen sein kann.
Nur jetzt hat der Mann vermutlich einen Anspruch auf Entschädigung für den Justizfehler und wenigstens noch eine Zukunft vor sich.
Wenn er umzieht sollte es für ihn kein Problem sein nochmal neu anfangen zu können.

Wäre er getötet worden bezweifle ich das jemals seine Unschuld aufgeklärt worden wäre. Was nichts dran ändert das er auch bei Aufklärung jemals eine Chance gehabt hätte etwas davon zu haben.. denn er wäre ja tot.
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12.07.2006 14:16 Uhr von opppa
 
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Wäre das in Texas unter Bush gewesen: wäre er heute tot.

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