12.07.06 09:55 Uhr
 617
 

München-Perlach: Infineon schließt Werk - 560 Mitarbeiter erwarten Kündigung

Das Infineon-Werk in München-Perlach wird Ende März 2007 seine Tore schließen. Von den insgesamt rund 800 Beschäftigten wird 560 Angestellten aus betriebsbedingten Gründen das Arbeitsverhältnis aufgekündigt.

Die Schließung deutete sich bereits längere Zeit an. Im November 2005 fanden Warnstreiks aus Angst vor drohender Entlassung statt, die jedoch nichts an der Einstellung des Unternehmens ändern konnten.

Der Halbleiterhersteller kündigte an, dass 200 Arbeitnehmer im Rahmen der Altersteilzeit weiter bei Infineon beschäftigt bleiben. Die Schließung findet im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses statt, im Zuge dessen nicht profitable Werke geschlossen werden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: DorianArcher
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: München, Mitarbeiter, Kündigung, Werk, Infineon
Quelle: www.welt.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Luftwaffe wirbt ehemalige Air-Berlin-Mitarbeiter an
Fluggast verklagt Billigairline, weil er statt Champagner nur Sekt bekam
Niederlande: Start-Up möchte Krähen trainieren, Zigarettenstummel einzusammeln

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.07.2006 04:12 Uhr von DorianArcher
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kurz nach dieser endgültigen Meldung zog der Aktienkurs von Infineon wieder an. So läuft es heute leider, wo unternehmerische Verantwortung hinter dem "Share-Holder-Value" zurückstehen muss. Bin mal gespannt, wann AMD sein Werk in Dresden schließen wird.
Kommentar ansehen
12.07.2006 10:27 Uhr von Tankstellenbernd
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Warum sollte AMD in Dresden bitte dicht machen? Dort ist man bei der FAB30 gerade mitten bei der Umstellung, die FAB36 läuft gerade erst so richtig an. Selbst wenn sie dank Intels neuen CPUs in arge Bedrängnis kämen wäre der allererste Schritt die Fremdfertigung bei Chartered zu kündigen. Eine FAB die zig Milliarden verschlingt schließt man nicht so einfach. Infineon hat diesen Schritt nun auch nur gemacht weil ihre Probleme seit Jahren existieren, und das obwohl eine FAB die RAM produziert noch vergleichsweise günstig ist gegenüber einer Prozessoren FAB. Vor allem wenn die gerade mit hohen Kosten auf modernste Fertigungstechnologien umgestellt wird.
Kommentar ansehen
12.07.2006 10:57 Uhr von wixbubi
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
In NRW hätte man da solange Geld reingehauen, bis es endgültig nicht mehr ginge...

Der kleine aber feine Unterschied.. ;)
Kommentar ansehen
12.07.2006 11:07 Uhr von DorianArcher
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Tankstellenbernd: War nur eine süffisante Bemerkung. Dresden ist zwarnach wie vor produktiv, allerdings muss man sich ernsthaft die Frage stellen, ob die Region weiter ihre Vorteile auf die Dauer behaupten kann gegen billigere Standorte. Mittelfristig sehe ich wenig Gutes kommen. Siehe BenQ macht dicht, ebenfalls in München. Da es auch nicht mehr lange weitergehen wird mit Infrastruktur- und Steuergeschenken im Osten, kann es dort in 5 Jahren genau so aussehen. Ich hoffe das war dir ausführlich genug.
Kommentar ansehen
12.07.2006 11:19 Uhr von Alfadhir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
die ausbeutung und verarsche geht weiter: die politiker wissen es bleiben aber untätig .
ein tolles land
Kommentar ansehen
12.07.2006 11:25 Uhr von Julizka84
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Alfadhir: "die ausbeutung und verarsche geht weiter"

Falls du damit die Firmen meinst, naja bei den Abgaben und Gesetzen würde ich mir auch überlegen ins Ausland zu gehen du etwa nicht?

Falls du damit die Politiker meinst, naja die werden immer wieder von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt, bzw. durch Nichtwähler akzeptiert. Also da kann man auch nicht meckern... wo ist denn das Problem?

"die politiker wissen es bleiben aber untätig .
ein tolles land"

Die bleiben doch nicht untätig, die erhöhen ihre Diäten und kümmern sich um wichtigere Sachen wie bsp. ein paar Monate Diskutieren um die Gesundheitsreform die es dann nur in der Form gibt wie sie kein Bürger will...

"Tolles Land"

Ja solange man nicht viel bzw. kein Geld verdient schon.
Kommentar ansehen
12.07.2006 11:48 Uhr von marshaus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
leider kein einzelfall und wir werden es noch oefter erleben als und lieb ist.
Kommentar ansehen
12.07.2006 13:49 Uhr von Hafturlaub
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@DorianArcher: "Share-Holder-Value" bei Infineon? Dividende gab es noch nie und die Aktie steht auf Allzeittief .
Unterm Strich haben die Aktionäre jahrelang die Mitarbeiter subventioniert, nicht umgekehrt.
Kommentar ansehen
13.07.2006 13:33 Uhr von eros007
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zu Infineon: Gleichzeitig stellt Infineon mindestens 100 (ich glaube
sogar, dass es noch mehr sind) Entwicklungsingenieure für
ihre Entwicklungsabteilung "Campeon" im Münchner Süden
zusätzlich ein. Nur leider liest man in den Medien immer
nur, wenn Arbeitskräfte entlassen werden. Werden neue
eingestellt, sagt niemand was. Ist eben nicht so
spektakulär und passt nicht so in die
"Untergangsszenarien", die viele Medien seit Jahren
verbreiten. Ein weiteres Beispiel aus München: BMW erhöht
seit Jahren seine Mitarbeiterzahl in München, in diesem Jahr
meines Wissens um gut 1000 Leute.

Aber die große Aufregung um die 560 Leute (ist für die
Leute persönlich natürlich zunächst ein Schock) zeigt, wie
sehr die Medien den Hausverstand der Leute beeinträchtigt
haben. Was macht es, wenn ein unrentables Infineon-Werk
in Neuperlach/München geschlossen wird und statt dessen
bei vielen anderen Unternehmen in München genausoviele
neue Arbeitsplätze geschaffen werden? Nichts, das ist ein
vollkommen natürlicher Strukturwandel, ihn zu verhindern,
wäre wirtschaftlich höchst kontraproduktiv.

Wenn sich jemand fragt, warum Infineon gleichzeitig Leute
entlässt und neu einstellt, dann liegt das daran, dass die
Entlassenen Fertigungsarbeiten leisteten (niedriger
qualifiziert) und die neu Einzustellenden Entwicklungsarbeit
(hoch qualifiziert) leisten sollen. Das können leider nicht
dieselben Leute machen. Ein Grund mehr, unsere Kinder
besser auszubilden, die Erwachsenen ständig
weiterzubilden und immer am Zahn der Zeit zu bleiben.
Aber wenn wir das nicht einsehen, haben wir es nicht
anders verdient als unserem Land beim
"Herunterwirtschaften" zuzusehen.
Kommentar ansehen
19.07.2006 07:56 Uhr von zenon
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
In meinen Augen: ein ganz normaler und legitimer Vorgang...

Es gibt da andere Beispiele, die wirklich besorgniserregend sind.

Refresh |<-- <-   1-10/10   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Bonn: Hochzeitsgäste geben Freudenschüsse in der Innenstadt ab
"Bild" erstattet Anzeige gegen Münchner Polizei
Achtung: Dreiste Abschlepp-Abzocke


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?