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Wieder deutlich weniger Krankmeldungen in Deutschland

Erneut hat der Krankenstand in deutschen Firmen im ersten Halbjahr 2006 einen Tiefststand erreicht, nur 3,13 Prozent der Arbeitszeit wurden aus Krankheitsgründen versäumt, zwölf Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten 2005.

Das ist der geringste Fehlzeitbestand seit 1970, als die Lohnfortzahlung begann, im Januar fielen sogar nur 2,27 Prozent der Arbeitszeit krankheitsbedingt aus. Hauptgrund dafür sei die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, sagten Forscher.

Außerdem gebe es immer weniger Arbeiter mit krankmachender schwerer Arbeit und immer jüngere Belegschaften, dafür mehr Frauen und Teilzeitarbeiter.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Krank, Krankmeldung
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.07.2006 10:26 Uhr von snickerman
 
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Das einzige, was zunimmt, sind psychische Erkrankungen. Meiner Meinung nach ist der Druck so hoch, dass immer mehr Menschen daran zerbrechen werden.
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10.07.2006 10:43 Uhr von Pinok
 
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ist schlimm: die leute gehen nicht mehr zum arzt wegen praxisgebühren und druck vom arbeitgeber, bin ma gespannt was sich noch draus entwickelt, unser gesundheitswesen wird wohl in zukunft rapide abnehmen.
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10.07.2006 11:14 Uhr von ippich
 
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Kennt jemand die genaue Statistik weiter aufgeschlüsselt? Mich würde mal interessieren, um welchen Faktor der Krankenstand im öffentlichen Dienst höher ist als in der Privatwirtschaft...
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10.07.2006 12:04 Uhr von bodensee1
 
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?? Immer weniger Leute krank: aber die Krankenkassen machen Defizite ohne Ende, das passt doch nicht zusammen ??
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10.07.2006 12:16 Uhr von jens3001
 
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@bodensee: Die Krankenkassen (AOK z.B.) baute vor einigen Jahren in Coburg neu. Ein Riesiges Gebäude, mehrstöckig, vollverglast, anstelle des Alten.

Was war das Ende vom Lied? Das Gebäude war viel zu gross, die AOK nutzt es nur zu einem geringen Teil (unwesentlich mehr Platz als das alte hatte) und die übrigen Räumlichkeiten sind entweder an andere Firmen vermietet oder dienen als Lagerräume bzw. stehen leer.

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Die Gelder der Krankenkassen werden zum Fenster rausgeschmissen um ein gewisses Budget zu erreichen. Damit im nächsten Haushaltsjahr wieder der selbe bzw. mehr Etat zugeteilt wird. Anders machen es staatliche Organisationen auch nicht übrigens (Bauämter z.B.)

Und dann werden die Kosten für unsere Sozialversicherungen angehoben.

Schweinerei sowas!!!
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10.07.2006 12:16 Uhr von Troll-Collect
 
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@bodensee: Wenn man mit einer verschleppten Krankheit zum Doc geht sind die Kosten höher. Außerdem haben nach der letzten "Gesundheitsreform" die Apotheken 500 Mio in den Anus gepustet bekommen. Die Pharmafirmen langen auch ordentlich zu.


Das Problem der GKV sind aber in erster die wegbrechenden Einnahmen:
Durch die sinkenden Löhne und immer mehr Arbeitslosen gehen die Beitragseinnahmen zurück.
Die Kassen werden z.B. gezwungen Arbeitslose für etwas über hundert Euro zu versichern, egal wie alt, egal wie krank - welche private Kasse macht das?
Wenn der Chef Weihnachts- und Urlaubsgeld streiche, bekommen die Kassen auch weniger. Wenn eine Vollzeitstelle durch mehrere Minijobs ersetzt wird, bekommen die Kassen auch weniger - müssen aber den gleichen Versicherungsschutz bieten.
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10.07.2006 12:27 Uhr von Borgir
 
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das wird sich auf dauer rächen: denn wer nicht gesund ist und trotzdem arbeiten geht weil er angst um seine stelle haben muss, wird irgendwann richtig krank. das rächt sich alles irgendwann mal.
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10.07.2006 14:26 Uhr von opppa
 
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Chorkrin: Diese Aussage ist falsch!

Wenn ein Arbeitsloser erkrankt, bekommt er ab der 7. Woche Krankengeld statt ALG.

Und jetzt kommt das dicke ABER!

Die Krankenkass wird den Arbeitslosen sofort nach Eintritt der Krankengeldzeit zum sogenannten Vertrauensarzt schicken. Ich schreibe "sogenannten", weil der Vertrauensarzt wohl nur das Vertrauen der Krankenkasse hat.

Mir ist es jedenfalls passiert, daß ich vom "Vertrauensarzt" der Krankenkasse mit einem schweren Bandscheibenvorfall als kerngesund wieder an das Arbeitsamt überwiesen wurde. Ich habe daraufhin versucht, mein Recht einzuklagen. Der "Erfolg" war, daß die das (Un)Sozialgericht schon e r s t m a l s nach einem Jahr genötigt sah, den Fall überhaupt anzufassen.
Da ich in der Zwischenzeit längst meinen Rentenantrag stellen musste, habe ich dann meine Klage mit entsprechenden Bemerkungen zurückgezogen.

Kurz zusammegefasst:
1) Krankengeld nach 6 Wochen Krankheit verlängert die ALG-Zeit.
2) Nach 6 Wochen geht der Kranke zum Vertrauensarzt und wird ohne Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand gesundgeschrieben.
3) Eine Klage vor dem Sozialgericht kann man getrost vergessen, weil diese Gericht so unendlich lange Bearbeitungszeiten hat, daß der Patient inzwischen wahrscheinlich verstorben ist.
4) Und das ist wahrscheinlich der von "unserer" Regierung geplante Sinn der Sache!

ES LEBE DIE DEMOKRATUR !
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10.07.2006 16:41 Uhr von Der_Bestrafer
 
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Komisch, bei Beamten: wird das alles anders gehandhabt.

Die gehen wegen "Burn-Out Syndrom" (das verstehen selbst die Ärzte nicht) in eine bezahlte Kur, nur um dann weiter zu klagen...

Das Ende vom Lied ist das die Beamten manchmal schon mit 40 oder früher in Rente gehen und auf ewig ´ne tolle Rente beziehen.

Sowas wird auch noch vom Staat gefördert, weil es viel zu viele Beamte gibt, die ja bekannterweise nicht einen cent in irgendein Sozialsystem zahlen, sondern nur bekommen, genau wie die Politiker.

Und der normale Bürger hat kaum Geld mal zum Arzt zu gehen und wenn, dann darf er für die Medikamente einen Haufen zuzahlen.

Und das alles noch, obwohl er schon komplett die Politiker und die Beamten aushällt. Komplett die unnötigen Hunderten von Krankenkassen bezahlt, wiederrum mit tausenden von Beamten die auch wiederum nie einen cent einbezahlen.

Ein kleines Beispiel der Verschwendung:
DER KIRCHENTAG...hauptsächlich bezahlt vom Staat, also den normalos, obwohl ich z.B. keiner Konfession angehöre muss ich das tragen.
Die Kirche zahlt nur einen mini Bruchteil.

Das müsste eigentlich VOLKSTAG gesponsort von der Kirche heissen.

Wir leben alle in einem riesigen Mindfuck.
Wenn jeder wüsste was abgeht, wär morgen ne Revolution, da bin ich mir sicher...aber durch gezielte Desinformationen, Beschuldigungen der Arbeiterklasse (was erlauben die sich uns für irgendwas zu beschuldigen? Wir bezahlen die...mecker ihr mal euren Chef an und beschuldigt ihn mal) und Doktrin gelaber kriegt man die dummen zum noch dümmer werden...schlimm, als Sklave der Elite zu enden.

Wobei jede Elitäre Klasse nur durch Betrug und Ausbeutung zu der ELITE wurde.
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10.07.2006 20:17 Uhr von detterbeck
 
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ich weiß nicht... wenn es einen grund gibt, den arzt wegen kleinigkeiten zu meiden, dann sind das die praxisgebühren. ich renn nicht mehr wegen jeder kleinigkeit zum arzt. das hat nix mit der angst vorm arbeitsverlust zu tun in meinen augen. wer einen guten job macht, muss wegen SOWAS bestimmt nicht um seine stelle bangen...
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11.07.2006 01:50 Uhr von Alfadhir
 
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klar wer will schon entlassen werden: das es weniger krankmeldungen gab heist aber nicht das es weniger kranke gab.
wei einer großem deutschen auto marke bei der ich auch arbeite sind schon eineige am fließband umgekippt weil die mit fieber u.s.w. zur arbeit gegangen sind .
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11.07.2006 02:06 Uhr von fNORD
 
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Später kommt dann das böse erwachen Da kommt eine düstere, dunkle ja schwarze Zukunft auf uns alle zu...... Ausser die schaffen die Kurve doch noch....
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11.07.2006 02:13 Uhr von Der_Bestrafer
 
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@fNORD: Leider lebst in einer Traumwelt...

"Autovertreter verkaufen Autos, Versicherungsvertreter Versicherungen. Und
Volksvertreter?"

Stanisaw Jerzy Lec (*1909, †1966), poln. Aphoristiker, in "Spätlese unfrisierter
Gedanken", übers. von Karl Dedecius (1976)
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11.07.2006 02:39 Uhr von jesse_james
 
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@bodensee und Rest: In der Meldung steht nicht, das weniger Menschen krank sind, dort steht nur das sich weniger Menschen krank gemeldet haben.

Die Anzahl derer die krank sind dürfte dieselbe wie vorher sein, nur gehen viele der Kranken jetzt auch krank zur Arbeit.

@opppa
Ja unser Gesundheitssystem ist schon lustig, allerdings nur für die Politiker.
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11.07.2006 23:37 Uhr von BreakingNews
 
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Sofern diese Statistik allein anhand der eingereichten gelben Zettel erstellt wird, hinkt das natürlich nach Kräften. In vielen Betrieben mit Teilzeitkräften gibt es entsprechende Praktiken (Lohnkürzungsmodelle etc.), die es den Arbeitnehmern gestatten, den gelben Zettel gar nicht erst zu ersuchen.
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12.07.2006 16:34 Uhr von marshaus
 
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ist doch klar: jeder hat heute angst seinen job zu verlieren und das ist nicht nur in deutschland so.

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