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Viele deutsche Soldaten kehren mit schweren Traumata zurück

Die "posttraumatischen Belastungsstörungen" (PTBS) nehmen unter deutschen Bundeswehrsoldaten, die von Auslandseinsätzen heimkehren, immer mehr zu. Angst, Pulsrasen und Depressionen machen ihnen zu schaffen. Es kam auch schon zu Selbstmorden.

Die Bundeswehr wurde seit 1992 in Kambodscha, Somalia, Bosnien, Kosovo und Afghanistan eingesetzt. Die Heimkehrer ertragen oft den Geruch von gegrilltem Fleisch nicht mehr, rasten scheinbar grundlos aus und schlagen ihre Frauen und Kinder.

Psychologen und Psychiater behandeln die betroffenen Soldaten mit Hilfe von amerikanischen Ärzten, die Erfahrung aus dem Vietnamkrieg haben. Wehrbeauftragter Reinhold Robbe fordert, dass Soldaten besser vor seelischen Erkrankungen geschützt werden.


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WebReporter: black cybercat
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Soldat, Traum, Trauma
Quelle: www.abendblatt.de

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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.07.2006 18:34 Uhr von moppsi
 
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"Wehrbeauftragter Reinhold Robbe fordert, dass Soldaten besser vor seelischen Erkrankungen geschützt werden."
Und wie?
Indem man sie nicht mehr ins Ausland schickt, oder wie?
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08.07.2006 19:01 Uhr von GuaranaJones
 
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naja: Vielleicht gibts ja bald nen Impfstoff dagegen. :)
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08.07.2006 19:08 Uhr von HolyLord99
 
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moppsi: In Zeiten wo Hartz - IV gekürzt wird, gibt es kein Geld für Psychologen. Es muss eben überall gespart werden *fg*
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08.07.2006 19:51 Uhr von Krusinator
 
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Ehrlich gesagt: verstehe ich diese ganze Traumata geschichten nicht. Ich bin 15, habe keine Ahnung, aber was ist so schlimm daran zu töten? Ich töte andauernd Insekten, und sogar davor habe ich mehr Skrupel, als auf jemanden zu schießen, der auf mich schießt. Kann mir das jemand erklären?
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08.07.2006 19:55 Uhr von blazebalg
 
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krusinator: wie gesagt, du bist 15 und hast keine ahnung. ich rate dir , dir selbst einen gefallen zu tun und nicht in solche gebiete zu fahren, besonders nicht als soldat, aber für den fall dass du nicht aufgehalten werden kannst... viel spaß.
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08.07.2006 20:17 Uhr von einz
 
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@Krusiator: Ich finde gerade er sollte mal in ein Kriegsgebiet fahren. Vielleicht nicht grad als Kämpfer, sondern nur um mal mit ALLEN SINNEN den Wahnsinn wahrzunehmen.

Ist schon traurig, wie abgestumpft einige heutzutage sind, dass selbst die Vorstellungskraft nicht mehr ausreicht um zu begreifen, was REALITÄT sein kann.!
Nichts für Ungut,
Einz
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08.07.2006 20:36 Uhr von Schattenlos
 
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@Krusinator: "Als Trauma (Plural: Traumata) oder Psychotrauma bezeichnet man in der Klinischen Psychologie eine von außen einwirkende Läsion der seelisch-psychischen Integrität.

Der Begriff bezeichnet also nicht, wie häufig gemeint wird, das gefährliche, bedrohliche Ereignis, welches die psychischen Verarbeitungskapazitäten fast jeden Menschens übersteigt und intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen auslöst. Sondern er meint die durch ein solches Ereignis ausgelöste Verletzung der Seele, der Psyche.

Seelische Verletzungen treten u.a. durch äußere Ereignisse auf. Beispiele hierfür sind: Flucht, Krieg, Unfälle, Katastrophen, Kindesmisshandlung, Vernachlässigung, sexueller Missbrauch, Mobbing, Verschüttungen bei Bergarbeitern, Miterleben der genannten Ereignisse, beispielsweise als Copatient usw. Maßgeblich für die Folgewirkungen des Traumas ist jedoch nicht die äußere Intensität des erlebten Ereignisses, sondern die subjektive Intensität des eigenen Erlebens.

Vernachlässigung oder äußere Gewalteinflüsse wirken sich dabei negativ auf die weitere seelisch-psychische Entwicklung aus und können zu einer akuten Belastungsreaktion, posttraumatischen Belastungsstörung, Anpassungsstörung oder zur Entwicklung von neurotischen Erkrankungen (Neurosen) führen."

Stimmt, teilweise kann man Deine Unwissenheit auf Dein geringes Alter schieben - aber eben nicht ganz.

Für einen normal entwickelten Menschen sollte es durchaus ein Problem darstellen Angehöriger seiner eigenen Art zu töten (ich meine Menschen insgesamt, nicht irgendwelche Rassengeschichten!). Solange Du also nicht selbst ein Insekt bist ist Dein Denken verständlich.
Du hättest also keine Skrupel auf einen Menschen zu schiessen? Das vielleicht nicht - aber was passiert danach? Wie kannst Du im nachhinein mit der Situation umgehen? Das kannst Du nicht wissen und ich wünsche Dir, daß Du es niemals erfahren musst. Denn die meisten die vorher keine Probleme mit dem Töten hatten, saßen danach als kleines Häufchen Elend beim Arzt oder Psychiater.
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08.07.2006 20:44 Uhr von realnircser
 
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@einz: srry, was redest du da für einen arroganten Mist? :)
Das ist total menschlich! Du kanns so viel herumheulen wie du willst, aber Menschen versuchen sehr oft auf kognitive, emotionale und soziale Art zu urteilen. Nichts für ungut^^ ;)
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08.07.2006 20:59 Uhr von takka
 
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Psychologen: In Einsätzen sind mit psychologischen Fragestellungen hoffnungslos überlastete, weil nicht dafür ausgebildete, Kommandeure und Chefs an der Tagesordnung, während im Gegenzug die Anwesenheit von Psychologen eingeschränkt wird (in aller Regel einer pro Kontingent, nur am Ort des Kommandostabes bzw. in seltenen Fällen einer im Lazarett). Einen Großteil müssen die kirchlichen Seelsorger (zwei pro Kontingent, wenn es gut läuft) übernehmen, die aber auch überlastet sind angesichts einer Kontingentstärke im vierstelligen Bereich.

Gruß, Tom
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08.07.2006 21:07 Uhr von Krusinator
 
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danke für die bisherigen Erklärungen. Es ist so, dass ich bisher gedacht habe: Er will mir etwas antun, also muss ich das abwenden. Ein Insekt nervt mich höchstens, also fang ich sie lieber und werfe sie nach draußen. Also habe ich es bisher als moralisch verwerflicher gefunden, die Fliege zu töten, als den Menschen. Nennt mich naiv, misanthropisch oder dergleichen, aber ist das nicht viel logischer? Müsste es nicht viel unverständlicher und psychisch belastender sein, ohne Grund zu töten, anstatt sich zu wehren?
Ich möchte nicht in solche Situationen kommen, ich versuche auch so jeglicher Gewalt mit Worten entgegenzukommen. Naja, das ist ein schwieriges thema, und ich versuche das ganze von einem Objektiven Standpunkt aus zu betrachten.
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08.07.2006 21:58 Uhr von BigFunny
 
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Weicheier mehr ned. Wenn man sich anschaut, wie es den Soldaten nach dem 2ten WK ging, welche nicht nach hause zurück konnten, weils kein zuhause mehr gab - fallen die Soldaten doch heutzutage ins gemachte Nest.

Und mal ehrlich - jeder der Bund war - kennt doch die große Klappe der Uffze - hab die Typen selbst erlebt, sprüche wie " ich bin nun 15 Jahre bei der Bundeswehr - langsam habe ich das Anrecht auf einen Krieg" oder " Die bundeswehr ist da um den Bimbos und Schlitzaugen in den Arsch zu treten" - und genau das sind die Typen, die dann nach einem Auslandseinsatz am Rädchen drehen.

Wo wäre unser Land, ohne die Männer und natürlich auch Frauen die vor 60 Jahren alles gegeben haben um das Land wieder aufzubauen - wo waren bei denen die Psychologen usw ?

In meinen Augen, haben die wenigstens heute ein wirkliches Problem - sondern die wittern eine schöne Entschädigungssumme - und ne feine Pension - so iss es doch in Wirklichkeit.
Und für die Jungs die wirklich da unten Scheiße erlebt haben - lasst euch nicht unterkriegen - und nichts einreden - euere Arbeit war wichtig.
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08.07.2006 22:47 Uhr von blazebalg
 
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bigfunny: ich hab keine ahnung was dein kommentar und dein vergleich mit dem wiederaufbau soll, aber wies aussieht braucht ein traumatisierter soldat hilfe. und die soll er auch bekommen. willst du keinen psychologen wenn du ernste probleme hast? also.
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08.07.2006 23:07 Uhr von BigFunny
 
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blazebalg klar sollen die "Bedürftigen" hilfe bekommen. Aber was glaubst du wieviel das machen um Kohle zu bekommen - und sonst nix.
Kenne selbst einige die Afgahnistan waren - und da ist es ein heißer Tip - um mit einem feinen kleinen Trinkgeld Feierabend zu machen.
Und der vergleich mit dem Wiederaufbau soll verdeutlichen, wie gut es den Jungs im Vergleich zu Damals geht.
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08.07.2006 23:17 Uhr von Schwertträger
 
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@Krusinator: Das Problem kommt wirklich erst hinterher.

Auch ich stehe der Gattung Mensch nicht so vorsichtig gegenüber und bin der Meinung, dass Du mit einem Menschen eigentlich nie einen Unschuldigen erwischt, wen Du auch töten würdest.

Aber nichtsdestotrotz hat der Mensch diese psychische Schranke -wie jedes Lebewesen - die das Töten von Artgenossen erschwert. Das wurde ja schon geschrieben.

Dazu kommt aber eine weitere Schwierigkeit: Es mag seelisch völlig in Ordnung gehen, einen Gegner zu töten, den man vorher dabei beobachtet hat, wie er einen Kameraden brutal getötet hat. Aber dummerweise sind die meisten Situationen ja nicht so einfach schwarz/weiss.

Da stürmt Dir bspw. ein Junge Deines Alters entgegen, von dem Du weisst, er hat wenig bis gar keine Schulbildung erhalten, jedenfalls keine aufgeklärte, freie und logische Weltsicht erlangen können. Du weisst, alles, was er in seinem jungen Leben gehört hat, war bspw. eine Koranschule, die ihm eingebläut hat, das alles Fremde die islamische Kultur vernichten möchte. Du siehst den Hass in seinen Augen, den Duaus Deiner intelektuell überlegenen Sicht gut verstehen kannst. Du würdest ihm eigentlich viel lieber erklären, dass Du nicht der bist, für den er Dich hält, aber stattdessen brennst Du ihm eine Kugel in den Leib, siehst die aufgerissenen Augen, siehst den Hass einer Mischung aus Schmerz und Erstaunen weichen, ehe der Blick starr wird. Und schon ist es zu spät für Erklärungen.

Eine Leiche hat zudem eine ganz besondere Art, anklagend zu wirken. Man kann einen Menschen hassen und es ist um so schöner, wenn er wütet, man ihn beschimpfen kann und er zurückschimpft. Wenn er aber plötzlich tot ist und vor allem mucksmäuschen still, ist man alleine mit seinen Gefühlen.
Komischerweise fragt man sich dann auf einmal, ob es nicht noch einen anderen Weg gegeben hätte. vielleicht nicht beim ersten Toten, aber beim 3. oder 20. meldet sich dann - ob gläubig oder nicht - das schlechte Gewissen, auch wenn man keinen Grund dafür hat.

Das passiert sogar schon, wenn man selber gar nicht getötet hat. Beispiel Familie: Eine Oma, mit der man nciht mehr viel Kontakt hatte und die einen öfter genervt hat, stirbt an Altersschwäche. Nach ein paar Wochen blitzen immer mal wieder Gewissensbisse auf, ob man sich nicht doch etwas mehr hätte kümmern sollen. Nicht das die immer begründet wären, aber sie melden sich. Sind sie begründet, macht das die ganze Sache noch schlimmer.

Bei humanitären Einsätzen gibt es aber noch weitere Probleme und die hängen mit der Einsatzzielsetzung zusammen. Als Friedenssicherungstruppe dürfen die Einheiten nämlich nicht irgendeine Partei unterstützen. Das kann unter Umständen bedeuten, dass sich direkt vor den Augen der Friedenstruppe zwei Kontrahentengruppen mit Feuerwaffen beharken und sie dürfen nicht eingreifen. Das kann schon krank machen.
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08.07.2006 23:18 Uhr von Schwertträger
 
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Fortsetzung @ Krusinator: Was auch noch ganz sicher krank macht, ist das Auffinden von Kinderleichen, oder das Verursachen von solchen.
Ich hatte ja oben schon als beipiel genommen, dass ein Gleichaltriger auf Dich zustürmt. Es geht aber noch jünger. In Afrika gibt es Kindersoldaten, die unter Drogen und Alkohol ein AK47 Sturmgewehr bedienen und Krieg halt live spielen. Vor´m inneren Auge läuft der Nachbarsjunge in Deutschland mit seinen Kumpels und Indianergeheul um´s Haus und spielt unter "peng, peng"-Rufen mit seinen Freunden Cowboy und Indianer, während man hier sieht, wie mit der gleichen Leichtigkeit echte Menschen erschossen werden, eben weil dieser Neunjährige das gleiche Problem hat wie Du, nämlich das Ganze gefühlsmässig noch nicht erfassen zu haben.
In irgendein Dorf zu kommen, wo vorher Fanatiker der Gegendseite Frauen und Kinder "gesäubert" haben, so dass bei einem das Gefühl des Zu-spät-Kommens ausgelöst wird, macht einen wohl auch mürbe.

Es ist also nicht unbedingt ausschliesslich das Selbertöten, was den eingesetzten Soldaten zu schaffen macht.

Aber Du wolltest ja vielleicht nochmal explizit auf´s Töten hinaus, weil Du das noch nicht so gut erfassen kannst (das kommt noch, mach Dir keine Sorgen):
Es gab deutsche Soldaten im zweiten Weltkrieg, die die anstürmenden Russen absolut nicht leiden konnten und keine Skrupel hatten, jeden abzuschiessen, der ihnen vor´s Rohr kam. Als aber in Stalingrad nur jeder dritte oder fünfte anstürmende, russische Soldat ein Gewehr in die Hand bekam, und die Deutschen mit Maschinengewehren stundenlang in die anrückenden Leiber geschossen haben, immer weiter, bis die Rohre glühten, Patronengurt um Patronengurt, tonnenweise Metall in weiche, platzende Leiber. Irgendwann war es einfach die pure Menge, die Übelkeit verursachte. Für Hass oder Nichtmögen war gar keine Zeit mehr, nur für Schiessen, Schiessen und wieder Schiessen, bis die Sinnlosigkeit des Ganzen die deutschen Soldaten übermannte. Zu dem Zeitpunkt gab es nicht wenige, die sich lieber selber hätten überrennen lassen, als weiter tonnenweise menschliche Fleischberge zu produzieren.
Dieses Phänomen kann einen schon viel, viel eher heimsuch
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08.07.2006 23:27 Uhr von Schwertträger
 
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Noch Nachtrag viel, viel eher heimsuchen, lange bevor es wirklich Berge sind. Sinnlosigkeit verstört einen bei allen möglichen Taten, nicht erst beim Töten.

Ich hoffe, das gibt Dir genügend Ansätze, mit denen du etwas anfangen kannst.
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08.07.2006 23:38 Uhr von Ronin3058
 
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@BigFunny: Mit der "schönen Entschädigungssumme" und ne "feine Pension" meinst du doch nicht wirklich die maximal 640 Euro die man bei einem qualifizierten Dienstunfall, mit bleibenden Schäden bekommt?
Mal ganz davon abgesehen, dass man als Dank noch aus der Bw entlassen wird und dann praktisch mittellos dasteht?

Sicher täuschen einige psychische Krankheiten vor - aber die machen es um aus der Bw rauszukommen, ohne kündigen zu müssen - wegen Geld an sich macht es zu 100% keiner.

Denn das was man als maximale Leistung bekommt ist, vorsichtig ausgedrückt, traurig.

Wer ein "wirkliches Problem" hat kann niemand entscheiden, der nicht persönlich in so einer Region war.

Ich glaube, das wahre Problem sind diejenigen, die sich einfach nicht mehr vorstellen können, wie es in so einer Region aussieht, weil sie nie aus ihrem behüteten Nest rausgekommen sind.

Soldaten die dann verändert aus dem Einsatz zurückkommen, erscheinen hier wie Aliens, weil sich ihre Prioritäten verändert, ihre Ansichten verschoben haben.

Um das Beispiel 2. Weltkrieg aufzugreifen:
Die Soldaten dort waren nicht "härter" als heutige Soldaten.
Sie haben es kein Deut besser verkraftet.

Nur damals hatte keiner die Probleme wirklich erkannt, weil psychische Erkrankungen erst in den letzten Jahren /Jahrzehnten erforscht und behandelt wurden.
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09.07.2006 00:32 Uhr von simonl
 
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hm, ist doch irgendwo normal wenn man mal "live" in einem kriegsgebiet war - als pazifist behaupte ich natürlich, jenen soldaten denen das spaß gemacht hat haben das psychologische problem.

ist halt scheisse wenn man nach für nach realisiert welchen horror die menschen im krieg durchleben, und dass man aktiv als soldat daran teilnimmt. dann fängt man an sich dafür zu hassen, ist jedoch nicht manns genug es sich einzugestehen, denn immerhin ist man ja soldat geworden um "zu helfen". der ganze erwartungsdruck von aussen, dann noch die nörgelnde ehefrau + kinder die einen nicht verstehen... da würd ich auch irgendwann ausrasten.

so, jetzt klappe ich aber mein psychologie-für-dummies buch wieder weg. Ich Finde es toll dass dieses Verhalten als "Störung" bezeichnet wird, nur weil man sich ein paar mehr gedanken über krieg macht.
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09.07.2006 00:35 Uhr von P. Panzer
 
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@Krusinator: "Ich möchte nicht in solche Situationen kommen, ich versuche auch so jeglicher Gewalt mit Worten entgegenzukommen. Naja, das ist ein schwieriges thema, und ich versuche das ganze von einem Objektiven Standpunkt aus zu betrachten."

In so einer Situation willst Du nicht kommen?

Dann bleib der Bundeswehr fern damit sich Deine Chancen stark erhöhen sowas nicht mitzumachen^^
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09.07.2006 01:24 Uhr von mäGGus
 
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Ist doch ein altes Phänomen: Das wurde doch von den Angelsaxen Anfang der 70er erstmals erforscht oder?
Da hiess es noch "Shellshock" und hatte tatsächlich was mit dem Krieg zu tun dann kamen "Operational Exhaustion", "Battle Fatigue", "Post Traumatic Stress Disorder" (alles das gleiche nur immer weiter verniedlicht und schöngeredet) dazu und heute werden Soldaten dafür als Weicheier beschimpft?

Irgendwer hat hier in den Kommentaren von großmäuligen Uffz-Idioten gesprochen die total geil sind auf Krieg weil sie mit ihrer Dauerverpflichtung in der Bundeswehr ihre Rente sichern wollen. Wenn dann Leute die beim Bund studieren oder sich anders ausbilden lassen wollen in einen Einsatz geschickt werden und dort keine politischen Ziele vertreteten oder nachvollziehbare Handlungen durchführen sondern die Machtphantasien von solchen Bastarden umsetzen müssen dann ist es wohl klar das man davon einen an der Klatsche bekommt.

Das viele der Soldaten ihre Frauen o.ä. schlagen schätze ich als eine Reaktion ein diesen Druck den man sonst nirgendwohin abgeben kann auszugleichen ... deinem Vorgesetzten kannst du schließlich nicht die Befehle verweigern sonst wirste noch dafür verknackt und dann ist die einzige Möglichkeit selbst wieder "Kontrolle" über deine Handlung zu erlangen selbst solche schwachsinnigen Dinge zu begehen. Kennt man aus vielen anderen strafrechtlichen Bereichen wie z.B. Vergewaltigungsopfer und Kinderschänder.
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09.07.2006 02:20 Uhr von Gunny007
 
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äha, ja und: was soll der quatsch mit soße? wenn ich henker als beruf wähle muß ich töten.
wenn ich berufssoldat werde muß ich in den krieg.
wer blöd ist soll nicht weinen. - tut mir leid, das ist das leben. ein soldat ist nun mal ein potentieller mörder.
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09.07.2006 10:12 Uhr von nw051653
 
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Bequem am Rechner sitzen und große Sprüche drüber schwingen, was ein Berufssoldat / "echter Mann" ertragen können muss... Meine Güte. Aber der Reihe nach. Natürlich weiß mittlerweile jeder, der sich für eine BW-Karriere interessiert, dass er dabei in Kriesengebiete geschickt werden kann und dass es da nicht immer schön und schnuckelig ist. Geschenkt. ABER... Gerade weil das nicht nur die Soldaten, sondern auch die Heeresführung und Politike usw. wissen, ist es Teil der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, dafür Sorge zu tragen, dass sich die negativen Schäden gering halten. Einmal, um die Arbeitskraft der Arbeitnehmer zu erhalten (und glaubt mir, jemand mit einer akuten PTSD/PTBS ist keine große Hilfe mehr), und zum andern auch aus scheißnormaler Verantwortung gegenüber dem Menschen, den ich in den Kriegseinsatz schicke.
Vergleiche: Nur weil ich weiß, dass es auf Baustellen Unfälle geben kann und manchmal dabei Leute sterben, nehme ich den Leuten ja nicht die Helme weg ("Ein Dachdecker weiß ja, dass sowas passieren kann, da muss er eben mit leben, wenn er sich für den Beruf entscheidet"). Polizisten, die z.B. Kinderpornographie bearbeiten, haben auch oft Belastungsstörungen und Stress-Symptome. Was sollen die denn in der gleichen Logik machen? Busfahrer werden und die Täter davonkommen lassen?
Ein letztes: Was mangelnde psychologische Nachsorge bei Soldaten anrichtet, sieht man sehr "schön" in den USA. Dort leben hunderttausende (!) traumatisierter Soldaten heute verarmt und obdachlos, psychisch schwer geschädigt und haben nicht nur ihr eigenes Leben, sondern vielfach auch das ihrer Familien und Freunde ruinieren lassen. Ich fände es ganz gut, wenn durch geeignete Präventionsprogramme (und die gibt es...) solche Schicksale vermieden würden. Leider, leider wenden sich viele (Soldaten, Polizisten etc.) zu spät an die Experten, weil sie gerade diesen Nimbus des "das muss ich doch abkönnen" und so weiter (der ihnen ja auch von einigen hohlköpfigen Usern dieser Seite angetragen wird) selbst manchmal glauben. Das wäre gut vermeidbar, wenn die Sesselpuper am PC nicht erst die Meinung bilden, sondern erst informieren...
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09.07.2006 10:28 Uhr von webschreck
 
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Was soll das? Jeder, der sich den Beruf "Soldat" aussucht weiß, daß er in die Verlegenheit des Tötens kommen kann und wird ja auch entsprechend ausgebildet. Wer das nicht abkann, muß ja nicht Soldat werden! Mit solchen Jungs habe ich überhaupt kein Mitleid, sie haben es schließlich nicht anders gewollt. Wo sich ein Soldat in Krisengebieten befindet, ist der Tod garantiert nicht weit!
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09.07.2006 10:59 Uhr von Peter_Sielje
 
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Es mag wohl einen großen Unterschied ausmachen ob jemand für sein Land und damit für sein Volk kämpft oder von unfähigen, gekauften Politikern in ferne Länder geschickt wird um bei den Amis als "verlässliche Freunde" darzustehen.

Grundlos würde ich niemals auf Menschen schießen, sollte aber jemand meine Familie oder mein Land bedrohen hätte ich keinerlei Skrupel.

Wenn unser Merkel schon damals Kanzlerin gewesen wäre so würden so einige Leichensäcke gefüllt in Deutschland eingetrudelt sein.

Deutsche Soldaten sollten nur für deutsche Interessen eingesetzt werden und nicht den Büttel für Ami machen.

Nun geht´s ab in den Kongo......

Warum? Und wer zahlt das? Das blöde Stimmvieh!

Aber wir haben es ja!
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09.07.2006 11:36 Uhr von einz
 
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@realnircser: Immer locker bleiben ;-)
Weiss nicht warum Du so ausfallend wirst, ist auch egal, wollte nur nochmal darauf hinweisen, dass mein Post etwas deutlicher ausgefallen ist, da Kursi Insektentöten mit Menschentöten verglichen hat (das auch noch in Bezug auf Traumas) und da `explizit keinen Unterschied findet´ , was ich schon sehr traurig und auch ungewöhnlich finde.
Das hat nichts mit arrogant zu tun, denn ich selbst weiss auch nicht wie es ist, einen Menschen zu töten. Bin generell gegen Töten von Mensch und Tier. Aber ich weiss wohl, dass es etwas anderes ist, wenn ich auf ne Fliege trete, als nem Menschen den Kopf abzureissen, oder?
Liebe Grüsse, Einz

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