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US-Regierung ignoriert Entlastungszeugen eines Guantánamo-Häftlings

Der seit zwei Jahren in Guantánamo inhaftierte Abdullah Mujahid bekam die Möglichkeit, in einem Verfahren eigene Entlastungszeugen zu benennen. Vor seiner Verhaftung war er als Polizeioffizier in Afghanistan tätig.

Monate später teilte ihm der Vorsitzende des Tribunals mit, dass es leider nicht gelungen sei, die genannten Zeugen ausfindig zu machen. Der Gefangene befindet sich noch heute ohne rechtskräftiges Urteil in dem Gefängnis.

Journalisten des "Guardian" machten sich nun auf die Suche nach den angeblich unauffindbaren Entlastungszeugen. In nur drei Tagen gelang es ihnen, durch Internetrecherchen und Telefongespräche alle benannten Zeugen ausfindig zu machen.


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WebReporter: exekutive
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Regierung, Regie, Häftling, Entlastung
Quelle: www.guardian.co.uk

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.07.2006 23:19 Uhr von exekutive
 
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Was noch zu ergänzen wäre, ist das alle Zeugen, (4 Stück) die Unschuld des Inhaftierten beteuert haben.

Das ist auch wahrscheinlich der Grund, weshalb man die Zeugen auf "Offizieller" Seite nicht finden konnte.

Naja wenigstens trifft "The Guardian" noch den Nagel auf den Kopf : "Dieser Fall bestätigt die Zweifel an der Legalität der Guantanamo-Prozesse"

PS: Meine erste News -Juhuuu *g*
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06.07.2006 08:53 Uhr von Generalstreik
 
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Erster: Grauenhaft, mit welcher Überheblichkeit und Ignoranz die US-Behörden die Menschenrechte der Gefangenen mißachten.
Gefangene?....da diese weder einen Prozess noch eine Verurteilung erhielten....werden sie wiederrechtlich festgehalten.
Freiheitsberaubung !!!
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06.07.2006 11:13 Uhr von mort76
 
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Terrorgefahr! Viele Gefangene der USA sind von den Warlords auch einfach nur an die Amerikaner verkauft worden, weil diese ein Kopfgeld für die Terroristen zahlen- so haben die Amerikaner gleich noch die Kriegskassen der Warlords gefüllt.

So haben die Warlords einfach irgendwelche Leute von gegnerischen Clans und andere unschuldige oder mißliebige Personen als Terroristen an die Amerikaner verkauft, wie damals beim Sklavenhandel.

Daß nun nur ein kleiner Prozentsatz dieser Leute als "Terroristen" überführt wird, läßt sich so erklären.
Das können die Amerikaner natürlich nicht so einfach zugeben, und nach jahrelanger Folter die Leute auch nicht einfach so freilassen- schade schade.
Zwickmühle.
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06.07.2006 12:14 Uhr von Julizka84
 
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ist doch egal ob schuldig: oder unschuldig. Für die anderen mehrere Hundert Inhaftierten Folteropfer der USA gibts auch keine Beweise oder Gerichtsverfahren oder Menschenrechte.

Hauptsache man kann Foltern und Morden und seine pervesen Spielchen treiben... SCHEISS AMERIKA!
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06.07.2006 13:37 Uhr von opppa
 
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Ich kann mir nur vorstellen, daß diese Zeugen gehört haben, daß sie von den Amis gesucht werden. Wenn mir ein derartiges Gerücht zu Ohren käme, würde ich mich auch sofort verdrücken, weil ich nun mal nicht nach Guantanamo will!

Bush weiß schon, warum keine Amerikaner in Den Haag vor Gericht gestellt werden dürfen, denn sonst müssten in Den Haag für zu viele Amerikaner noch viel größere Gefängnisse gebaut werden.
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06.07.2006 14:45 Uhr von horror1
 
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schauprozesse: sonst nix.
wer nicht versteht das es scheissegal ist was die leute gemacht haben kapiert demokratie nicht.
jeder ist solange unschuldig bis seine schuld bewiesen ist,wer das nicht einsieht
der sollte in die länder gehen über die er sich immer beklagt ,denn dort wird nach seinem verständnis ja anscheinend richtig gehandelt wenn man leute einfach ohne grund oder anklage foltert und einsperrt,aber nicht in einer freien demokratie.
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06.07.2006 21:16 Uhr von V-max306
 
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tja da sieht man´s: mal wieder!!wieso muss sich die ganze welt an die menschenrechte halten, ausser unsere amerikanischen freunde?!?!?!traurig das sowas zugelassen wird
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06.07.2006 23:55 Uhr von opppa
 
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Sheriff George W. Bush: sieht das ganz einfach; und zwar nur er und seine Gehilfen dürfen Schußwaffen tragen. WEr sich nicht daran hält, wird hart bestraft!

Wir können Bush nach der Schuld jedes einzelnen Guantanamo Häftlings fragen und erhalten immer die Auskunft, der Häftling sei schuldig.

Offenbart hat Bush aber die eigene US-Justiz noch nicht so weit in der Hand, daß er sich trauen kann, die Häftlinge in seinem eigenen Land vor Gericht zu stellen.

Die Tatsache, daß seine Administration Entlastungszeugen ignoriert, zeigt mit wieder, daß er ei8nfach behauptet, bis zum Beweis des
Gegenteils, alle Häftlinge in Guantanamo sein Terroristen. Schlimm ist, daß wohl der größere Teil der amerikanischen Bevölkerung diesen Lügen glaubt, und dem Präsidenten einen Heiligenschein aufsetzt. Ich wäre jederzeit bereit, Bush scheinheilig zu sprechen.
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07.07.2006 10:45 Uhr von Koyan
 
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USA?? Und Häftling ist ein Moslem?? Wer erwartet: hier wirklich eine Gerechtigkeit im Bezug auf den Moslem?
Mal ganz ehrlich...

USA und der Islam ist so, wie Nationalsozialismus und Judentum...
Wobei wir von dem einen Grauen nur in den Geschichtsbüchern (der Siegermächte) lesen,
vom anderen wir jedoch aktuell ZEUGEN werden....und schweigen.
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07.07.2006 13:01 Uhr von opppa
 
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Koyan: Schau Die doch einmal den Herrn Bush an. Als Baptist glaubt er doch noch nicht einmal an die Evolutionstheorie.

Wenn so ein Mensch fest davon überzeugt sein will, daß alle Gefangenen in Guantanamo Terroristen sind, dann können wir machen was wir wollen. Der wird sich auf den Standpunkt stellen, daß er auf unsere Rechtsauffassung sch....t. Ansonsten zeigt doch die gesamte Außenpolitik von Bush, daß er sofort versucht, jeden zu entwaffnen, der seine Überzeugungen nicht teilt.

Ich bin fest davon überzeugt, daß diese Einstellung des mächtigsten Mannes der Welt die beste Grundlage für den nächsten Weltkrieg ist.

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