28.06.06 10:25 Uhr
 22.923
 

"Filesharing ist illegal!" - Filesharer werden postalisch gewarnt

Der Internet Service Provider AOL aus Hamburg hat einem Teil seiner Kunden postalisch einen Brief geschickt. Darin heißt es, dass Filesharing illegal sei und man auf Verlangen der Staatsanwaltschaft Daten herausrücken müsse.

Wie viele User diesen Brief bekommen haben, war AOL nicht zu entlocken. Der ISP möchte die Kunden sensibilisieren. AOL übersieht aber, dass Filesharing durchaus nicht illegal ist.

Erst wenn ein Copyright verletzt wird, macht sich der Kunde strafbar. Dies wird im Brief am Anfang erwähnt.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tdiesing
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: legal, illegal, Filesharing, Filesharer
Quelle: www.onlinekosten.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

USA: IT-Firmen wie Facebook gehen gegen rechtsradikale Nutzer vor
USA: Rechtsradikale bauen sich eigene Onlinedienste auf
US-Justiz will politische Gegner von Präsident Donald Trump im Internet ermitteln

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

50 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
28.06.2006 09:55 Uhr von tdiesing
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich finde so eien Brief auf postalischem Wege ehr unglücklich gewählt. Es kostet viel und der Nutzen ist mit Sicherheit gleich null.
Kommentar ansehen
28.06.2006 10:37 Uhr von Berliner_Pflanze
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
AOL tut dies aus zwei Gründen:

1. Sie denken, damit können sie ihr Transfervolumen senken.

2. Die Herausgabe der Daten ist mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden und damit auch sehr kostenintensiv.

Es geht AOL nur um die Schaffung eigener Vorteile.
Ein Schelm, der denkt, AOL möchte seine Kunden vor Straftaten bewahren.
Kommentar ansehen
28.06.2006 10:39 Uhr von Silenius
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zu meiner Bewertung: In der Quelle steht ganz deutlich:
"Ein Gesetzesverstoß wird erst dann begangen, wenn ein Copyright gebrochen wird. Darauf weist aber auch AOL zu Beginn des Briefes hin."
Kommentar ansehen
28.06.2006 11:03 Uhr von rolf.w
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Berliner_Pflanze: Ganz so rein eigennützig ist die Aktion vielleicht nicht, denn überleg doch mal, wer die Anschlüsse beauftragt und wer sie wirklich nutzt.
Wei sieht es denn aus, die Kiddies, Jugendlichen und auch noch die älteren Semester (Azubis, Studenten...) nutzen oft Anschlüsse, welche von den Eltern beauftragt und bezahlt werden.
Schickt man jetzt nur eine Mail zu dem Anschlussinhaber landet sie wahrscheinlich bei ebendiesen Nutzern, die sich dann eventuell denken "Das kriegen die Alten besser nie zu sehen". Die Eltern erfahren also erstmal nichts.
Schickt man aber einen Brief, so ist er an den Anschlussinhaber, also meistens die Eltern, adressiert und wird sie meist wohl auch erreichen.
Würde man jetzt noch konsequent sein, und nur mal das Datenvolumen für einen Abrechnungszeitraum hinzuschreiben, mit der Info wieviele Filme, MP3s, etc. das in etwa sein könnten, hätten die Eltern einen Grund, die "Nutzer" zur Rede zu stellen und zu erfragen, was da eigentlich diese Datenmengen verursacht hat. Es können ja auch legale Dinge, wie zB. Linuxdistributionen, solche Datenvolumen erzeugen, wenn man sie häufig saugt.
So können zumindest diese Eltern hinterher sich nicht darauf berufen, von allem nichts gewusst zu haben.
Eine Portion Eigennutz will ich aber AOL hier nicht absprechen obwohl dieser Schuss auch nach hinten losgehen könnte, wenn die Eltern den Anschluss dann abmelden oder auf "ByCall" reduzieren.
Kommentar ansehen
28.06.2006 11:23 Uhr von tobo81
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zweck unklar Ich glaube, der Brief wird einen positiven und auch negativen Effekt haben.

Positiv
1. für den ISP: Die Kosten für den Traffic sinken, weil die Kunden sich vielleicht jetzt dadurch weniger trauen und dadurch weniger laden...

2. für Labels/Filmindustrie/Softwareschmieden: Musik, Programme und Filme werden nicht mehr so viel getauscht, die Leute gehen lieber ins Kino, kaufen sich das Lied, Programm oder die DVD..

Negativ
1. für den ISP: Plötzlich fühlt sich der Kunde beobachtet (klingt ja ein wenig nach einer Drohung..) und wechselt dann vielleicht sogar den Anbieter...


Aber die Frage ist ja: was hat der ISP damit zu tun, wenn der Kunde urheberrechtlich geschütztes Material runterlädt?? Außer, dass dies vielleicht mehr Traffic verursacht als "normales" surfen...?? Mehr nicht!! Wenn der Kunde erwischt und angezeigt wird, ist es ja nicht das Problem des ISP.
Zudem darf der ISP doch gar nicht meine Verbindungsdaten bei einer Flatrate speichern.. sobald ich die Verbindung trenne, dürfte er die Daten doch gar nicht mehr haben...


Ich nehme mir jeden Tag mehrere Stunden Internetradio auf.. am Wochenende sinds schonmal an die 2GB.. dazu kommen Open-Source Programme (Unix-Distributionen) sowie schon mal kleine Filme von youtube.... macht eigentlich immer was an die 8-10GB/Woche... trotzdem alles legal...und ne Menge Traffic!!!
Kommentar ansehen
28.06.2006 11:38 Uhr von Berliner_Pflanze
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
tobo: "Zudem darf der ISP doch gar nicht meine Verbindungsdaten bei einer Flatrate speichern.. sobald ich die Verbindung trenne, dürfte er die Daten doch gar nicht mehr haben..."

Klar dürfen die das, bist du noch so jung oder lebst du nicht in dieser Welt, das du das nicht mitbekommen hast.
Ob du deine Verbindung trennst oder nicht, spielt dabei gar keine Rolle.
Sie dürfen das nicht nur, sie müssen diese Daten sogar speichern.
Kommentar ansehen
28.06.2006 11:54 Uhr von vtaker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Berliner Pflanze: Sehr wohl hat ein ISP bei einer "echten" Flatrate die Daten nach Verbindungstrennung zu löschen. Es existiert darüber ein Grundsatzurteil.
Kommentar ansehen
28.06.2006 11:59 Uhr von Berliner_Pflanze
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
vtaker: Bitte mach mich schlau, wo gibt es so ein Grundsatzurteil?

Wenn dem so wäre, hätte doch die Verfolgung von illegalen Filesharern gar keinen Sinn.

Ich lad mir einen Film oder ein Lied runter, schwups,trenn ich die Verbindung und alle Spuren sind verwischt.

Nee, so funktioniert das (leider) nicht.
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:19 Uhr von S8472
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@pflanze: Die Provider sind nach deutschen Recht (noch) dazu verpflichtet, die Verbindungsdaten nach Verbindungsende zu löschen, sofern sie nicht zu Abrechnungszwecken benötigt werden. Die Aufforderung Logisteps zur Aufbewahrung dieser Verbindungsdaten wird somit von Kritikern als Aufruf zu einem Gesetzesverstoß gewertet.

zitat aus wikipedia.

falls du das nicht glaubst, noch dashier:
http://www.winfuture.de/...
und dann empfehle ich dir google
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:24 Uhr von vtaker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Google mal ein bisschen. Ich habe es mal auf der Portalseite von T-Online gelesen. Eine Privatperson klagte gegen eben genannten ISP auf Löschung der Verbindungsdaten nach Trennung. T-Online begründete es sinngemäß so:

"Wir benötigen diese Information als Basis für die genaue Kundenabrechnung." Die Richter hielten dagegen. "Es sei bei einer Flatrate nicht von Nöten, Verbindungsdaten nach einer Trennung weiterhin zu speichern."

Eine grundsätzliche Überwachung ist also nur möglich, während man Online ist.
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:37 Uhr von FlashMasterSAC
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
AOL... aber T-online? Wenn ich mich richtig erinnere hat T-Online vor paar Monaten hoch und heilig versprochen nie Kundendaten herauszugeben
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:39 Uhr von Berliner_Pflanze
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
S8472: Ich glaube, wir beide meinen etwas anderes.

Ich meine, das der Provider deine IP in jeden Fall speichert, wenn du eine Verbindung zum Internet herstellst.

Also, z. B. lädst du dir ein Lied illegal runter, auch nach 3 Wochen (Beispiel) kann der Provider noch nachvollziehen, das du mit dieser IP online warst.
Was er nicht speichern darf sind die Seiten, die du besucht hast, bzw. welche Aktivitäten du im Internet unternommen hast.
Es wäre doch so auch kaum möglich Filesharer zu verfolgen, was aber doch geschieht.
Wenn ich mir jetzt beispielsweise einen Film runterlade, sagen wir mal 24 Stunden lang, irgenwelche Fahnder der Filmindustrie ermitteln meine IP und wollen mich verfolgen, dann wird es bestimmt ein paar Tage dauern, bis sie die Staatsanwaltschaft eingeschaltet haben.
Ich habe aber meine Verbindung getrennt, also sind meine Verbindungsdaten bzw. meine IP gelöscht, also keine Chance für die Fahnder mir was nachzuweisen.
Also irgend etwas stimmt da doch nicht, oder?
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:46 Uhr von ichbinimmerich
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
egal: wollen wir doch mal ehrlich sein, mit wem machen die provider die meisste kohle? wenn die
Filesharer ausgenockt werden, wer braucht dann noch ne Flaterate? nur fuer paar daten? glaube einige leute sollten erstmal nachdenken!
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:47 Uhr von news_freak
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Grund: Ich denke mal, dass sie das tun, damit FileSharer zumindest "vorsichtiger" sharen. Denn wenn jemand tatsächlich erwischt wird, wird er womöglich auch den Anschluss kündigen...
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:48 Uhr von S1Xpac
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Abzieherei, alles abzieherei: Meiner meinung nach haben die P2P betreiber das alles schon im Vorfeld geplant.
Die wollten sich nur das Know how aneignen um uns jetzt das ganze für eine Flatrate zu verkaufen.

Man siehe doch nur mal die Popups bei denn P2P anbietern ;-)
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:55 Uhr von XMas
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zur Bewertung: "postalisch einen Brief geschickt"

Das ist doppelt gemoppelt.. ich wüsste nicht, wie ich sonst einen Brief schicken sollte..

"Dies wird im Brief am Anfang erwähnt."

"Dies wird am Anfang des Briefes erwähnt". So klingt es besser und die Satzstellung ist auch korrekt.

Daher nur eine Bewertung mit 6 Punkten.

Gruß
XMas
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:58 Uhr von wyatt.cx
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@pflanze: hast du dir den artikel
http://www.winfuture.de/...
von S8472 durchgelesen ??
da heisst es im urteil "Außerdem muss T-Online all jene
Daten umgehend löschen, welche eine Verbindung zwischen
der zugeteilten IP-Adresse und dem Nutzer herstellen. "

das dürfte doch eigentlich nicht falsch zu verstehn sein ??
Kommentar ansehen
28.06.2006 12:58 Uhr von evilinge
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
ne berliner pflanze: s8427 meint schon dasselbe wie du, du hast nur keinen durchblick und willst es nicht wahr haben.

"Ich habe aber meine Verbindung getrennt, also sind meine Verbindungsdaten bzw. meine IP gelöscht, also keine Chance für die Fahnder mir was nachzuweisen.
Also irgend etwas stimmt da doch nicht, oder?"

Aus diesem grund gibt es auch personen die ihre isp verklagt haben, weil sie eben die ip`s eigentlich nicht hätten rausgeben können, weil sie die daten nicht speichern dürfen und es trotzdem getan haben."

nur weil irgendwo steht das etwas nicht getan werden darf, heißt das ja nicht das sich alle dran halten, warum sollten firmen da anders sein als privatpersonen.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:03 Uhr von Katatonia
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Pfff AOL: Da wechselt man, aus vielen guten Gründen, den Provider und gut ist. Ich versteh sowieso nicht, wie man mit diesem Verein ins Internet gehen kann.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:03 Uhr von Dr. Sick
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Flatrate`s gesetzlich verbieten!!! Ich bin dafür, das für Privatleite eine Flaterate verboten wirdund nur Firmen, Bibliotheken usw. diese beantragen dürfen, damit die Softwarepiraterie endlich aufhört.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:18 Uhr von vtaker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Dr. Sick: Wo lebst Du denn? Tauschbörsen gab es schon, als an einer Flatrate noch nicht einmal gedacht wurde. P2P hat mit einer Flat nichts zu tun.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:20 Uhr von evilinge
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Dr.Sick: dem kann ich mich nur anschließen, legt diesen kriminiellen privatpersonen-gelumpenpacks endlich das handwerk.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:27 Uhr von The_free_man
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Filesharing ist _NICHT_ illegal! Filesharing ist NICHT illegal, da man auch legale Sachen, wie Freeware Programme, Demos oder z.b. Linux Disturbitionen sharen kann.

Definitiv eine absichtliche Falschaussage.

Na, wer AOL nutzt ist eh selbst schuld.
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:30 Uhr von fiver0904
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ganz blöde Frage was darf ich überhaupt runterladen bei Tauschbörden? Text,
Musik, Filme, Bilder, ist doch alles urheberrechtlich
geschützt...
Kommentar ansehen
28.06.2006 13:34 Uhr von vtaker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
evilinge: Sei bitte sehr vorsichtig mit solch einer Aussage. P2P wurde von den Entwicklern als Datentransferoberfläche für "freie" Daten erdacht und entwickelt. Das es ebenso für urheberrechlich geschütztes Material missbraucht wird, bleibt nun mal nicht aus.

In übrigen bedienen sich teilweise sogar große Softwarehersteller dieser Technologie. Sind diese Deiner Meinung auch als "Lumpenpack" zu bezeichnen?

Refresh |<-- <-   1-25/50   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Terror in Barcelona: Mindestens 13 Tote
Terroranschlag in Barcelona: Verletzte und Tote
Nazi-Chiffriergerät: Hobbyschatzsucher entdecken bei München "Hitlermühle"


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?