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Wohnung sollte zwangsgeräumt werden: Mutter tötet Kind, Katzen und sich selbst

Als die Gerichtsvollzieherin heute morgen kam, um eine Zwangsräumung einer Wohnung in Taufkirchen bei München zu vollstrecken, begab sich eine Frau in den achten Stock des Hauses und sprang in die Tiefe. Sie war sofort tot.

Nach der Öffnung der Wohnung wurde im Kinderzimmer ihr Sohn entdeckt, der tot im Kinderbett lag. Auch die beiden Katzen der Familie lagen tot im Zimmer ihres kleinen, dreijährigen Sohnes.

Bei den Untersuchungen des Todeszeitpunktes des Kindes wurde festgestellt, dass es wahrscheinlich schon einen Tag vor dem Räumungstermin getötet wurde.


WebReporter: hias57
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kind, Mutter, Wohnung, Katze
Quelle: www.region-muenchen.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.06.2006 15:49 Uhr von hias57
 
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Eine schlimme Familientragödie, die zeigt, wohin Verzweiflung führen kann. Die Frage, die offen bleibt: Wo ist der Vater? Ich hoffe nicht, dass er sich, wie so oft, rechtzeitig aus dem Staub gemacht hat und den Rest der Familie in Stich gelassen hat.
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26.06.2006 16:10 Uhr von Cenor_de
 
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Wie kann in einem der reichsten Länder der Welt: soetwas passieren? Daß eine Mutter eines dreijährigen Kindes in die Obdachlosigkeit geschickt wird.
Da müssen doch die Ämter eingreifen.

Auch so eine völlig unüberlgte sache an hartzIV ist es Mietzins und Nebenkosten nicht direkt an die Vermieter zu überweisen.
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26.06.2006 16:55 Uhr von Pitbullowner576
 
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keiner: wird in die obdachlosigkeit geschickt

die wär in eine sozialwohnung gekommen..
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26.06.2006 16:57 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Cenor_de: Ganz einfach, sie hat ihre Miete nicht gezahlt, der Vermieter hat Räumungsklage erhoben, die Amtsgerichte sind angewiesen die zuständigen Sozialämter über die bevorstehende Räumungsklage zu informieren.

Daraufhin bekommt man Post vom zuständigen Sozialamt, um von diesem prüfen zu lassen, ob eine Hilfe (Übernahme, Darlehen etc.) gewährt werden kann.

Ist ein Kind mit im Spiel wird in der Regel auch geholfen.
Wenn diese Frau sich dann nicht mal beim Sozialamt gemeldet hat, kommt es eben irgendwann zur Räumung.

Das hat auch nichts mit einem reichen Land zu tun, die Frau bekommt sofort bei Räumung eine Anschrift von einem Wohnheim, in dem sie sich melden kann.

Tragisch ist dieser Fall dennoch.
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26.06.2006 19:51 Uhr von delauer
 
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@Cenor_de: Wenn man keine Ahnung von dem deutschen Sozialgesetz hat, bitte ganz leise sein!

Außerdem:
Wo hast du etwas davon gelesen, dass man die Frau in die Obdachlosigkeit schicken wollte? :o

Das Lesen der Quelle kann dir helfen, das nächste Mal einen klügeren Beitrag abzugeben!

Und meiner Meinung nach, muss eine Familie unbedingt aus Vater, Mutter und Kind bestehen. Kann ja auch sein, dass der Vater oder die Mutter stirbt und man erkennt der Familie trotzdem nicht den Familienstatus ab.
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26.06.2006 22:39 Uhr von Johannes Fuß
 
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@delauer: lass ma gut sein: Cenor_de ist hier bekannt als der Pausenclown des Forums - aber zugegeben: Seine Witze waren irgendwie nie so richtig gut.
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27.06.2006 08:52 Uhr von abuechl
 
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WARUM muss sowas passieren??? Die Frau hatte schon zuvor den Vater des Kindes verlassen, da er gewalttätig war und die Frau misshandelt hatte:
Das persönliche Drama von Sylvia W. begann bereits vor gut drei Jahren, als sie – damals schwanger – mit ihrem wesentlich jüngeren Freund Jürgen zusammenzog. Das war im Frühsommer 2003. Sylvia hatte einen Teilzeitjob im Lohnbüro von Feinkost Käfer. Kolleginnen bekamen mit, dass sie von ihrem Freund übel misshandelt wurde. Immer öfter kam sie verletzt zur Arbeit, einmal sogar mit einem blauen Auge.

Am 25. November 2003 kam Kevin zur Welt. Sylvia W. warf ihren Freund hinaus, wechselte die Schlösser aus und zeigte ihn wegen Körperverletzung an. Im Jahr 2004 verlor sie ihren Job, zog zweimal um und zahlte drei Monate lang doppelt Miete. Damit begann vermutlich ihre finanzielle Not, die sich bald dramatisch verschärfte. Sylvia geriet in die Schuldenfalle, konnte auch bald keine Miete mehr zahlen. Für Kevin jedoch war sie eine wunderbare, überaus liebevolle Mutter. Ihm sollte es an nichts mangeln.

Was die eigentlich so starke und energische Frau letztlich in eine derartige Verzweiflung trieb – das ist noch nicht geklärt. Das amtliche Schreiben, dass ihr die Wohnungsräumung für Montagfrüh Uhr ankündigte, war offenbar der Auslöser für die Verzweiflungstat. Als die Gerichtsvollzieherin um 7.45 Uhr in Begleitung eines Schlossers im Haus Platanenstraße 29 klingelte, öffnete Sylvia W. die Tür nicht. Die Gerichtsvollzieherin lief ums Haus herum und schaute von hinten in die Parterrewohnung. Diesen Moment nutzte Sylvia W., um aus der Wohnung in den obersten Stock auf den Flur-Balkon zu huschen. Dort stieg sie auf die Brüstung.

In der Hand ein Handy, mit dem sie selbst die Polizei rief und ihren Selbstmord ankündigte, falls die Wohnung geräumt werde. Feuerwehrmann Jochen Schendel war als einer der Ersten vor Ort, begann ein Gespräch mit der verzweifelten Frau und entlockte ihr den Namen der besten Freundin, die auch sofort kam. Auch die Gerichtsvollzieherin versuchte, die Frau zu beruhigen. Doch das alles verfehlte seine Wirkung. Um 8.25 Uhr warf Sylvia W. ihrer weinenden Freundin ein Foto von Kevin hin-unter und rief ihr zu: „Pass gut darauf auf…!“

Ein letztes Mal winkte sie noch der Nachbarin zu, sagte „Tschüss“ – und sprang dem Foto hinterher. Die 39-Jährige prallte auf die Platten vorm Hauseingang. Sie war auf der Stelle tot. „Wir haben so sehr gehofft, dass das Kind wohlauf ist“, sagte der zutiefst geschockte Jochen Schendel – selbst Familienvater – später. In der Wohnung hatte Sylvia W. einen Abschiedsbrief hinterlassen, den die Polizei sicherstellte. In der (trockenen) Badewanne lag ein Föhn. Möglicherweise hatte die Frau ursprünglich geplant, sich mit einem Stromschlag zu töten. Sogar ihre beiden Katzen hatte Sylvia W. getötet. Sie lagen bei Kevin im Zimmer – weil er die Tiere so geliebt hatte.

Aber jetzt mal ehrlich: Warum muss sowas in einem Staat passieren, in dem es "angeblich" keinem schlecht gehen kann? Armes Deutschland... Ich hoffe, der Frau und ihrem Kind geht es jetzt besser.... Irgendwo in einer anderen Welt...!!!!
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27.06.2006 08:55 Uhr von abuechl
 
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Obdachlosigkeit gbt es leider auch in Deutschland und da spreche ich aus eigener Erfahrung. Auch heißt es, daß man keine lebensnotwendigen Dinge (Schränke, Tische, etc.) pfänden darf... Aber selbst das macht der deutsche Staat möglich. Leider ist das so. Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich würde es nicht glauben....
Ich kann die Frau gut verstehen...

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