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BA: Missbrauch beim Arbeitslosengeld II unter drei Prozent

Der Missbrauch beim Arbeitslosengeld II liegt unter drei Prozent. Das behauptet jetzt die Bundesagentur für Arbeit (BA), nachdem sie 3,2 Millionen Datensätze von Empfängern verglichen hat.

Mit 3,2 Millionen Datensätzen hat die BA bisher 70 Prozent der Empfänger überprüft. In fast 60.000 Fällen (also knapp drei Prozent) kam es daraufhin auch zu Leistungskürzungen.

In 4.200 Fällen wurde die Unterstützung komplett eingestellt. Insgesamt wurden insgesamt 35,7 Millionen Euro zu viel an Arbeitslosengeld II, Mietkosten und Heizungszuschuss gezahlt.


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WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Prozent, Arbeit, Missbrauch, Arbeitslosengeld
Quelle: www.spiegel.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.06.2006 13:39 Uhr von Luthienne
 
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Meinungsmache: Die Argentur für Arbeit "behauptet" nicht, dass der Mißbrauch unter 3% liegt, es wurde so festgestellt.
Oder sind 70% kontrollierte Empfänger immer noch nicht repräsentativ genug?
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22.06.2006 13:43 Uhr von Muta
 
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Luthienne: Nun vielleicht hätte man das "behauptet" besser formulieren können, z.B. mit "stellt jetzt die Bundesagentur für Arbeit fest...". Aber dafür ohne dass irgendetwas falsch wiedergegeben wäre ne 3 zu geben, halte ich doch für argh übertrieben ;).
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22.06.2006 13:49 Uhr von artefaktum
 
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Luthienne, Muta: Luthienne hat nicht so ganz unrecht.

Ich war gerade mal auf der Presseseite der BA. Die BA stellt dort tatsächlich lediglich die nackten Zahlen vor, die sie bisher aus der Auszählung von 70 Prozent des Datenbestandes ermittelt hat. Von drei Prozent steht da nichts, das hat dann die Originalquelle (Spiegel) daraus als Schluß gezogen (Originalzitat aus Spiegel-Online:"Bei weniger als drei Prozent aller Arbeitslosengeld-II-Fälle liegt Missbrauch vor.")

Trotzdem danke Muta, für die Schützenhilfe :-)
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22.06.2006 14:09 Uhr von opppa
 
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Wen das stimmt, dann wird "unsere" Regierung schnellstens die Voraussetzungen für den Empfang von Hartz IV drastisch verschärfen.

Sarkasmus aus!
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22.06.2006 14:19 Uhr von Muta
 
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Naja: Quellenzitat: "Bei weniger als drei Prozent aller Arbeitslosengeld-II-Fälle liegt Missbrauch vor. Das ist nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit das Ergebnis eines Datenabgleichs bei den Beziehern der staatlichen Leistung.". Ich denke das kann man dann schon so schreiben. Wenn jemand die Zahlen offiziell vorlegt, aus denen die Prozentzahl eindeutig hervorgeht, kann man schon indirekt schreiben "Er sagt, dass xy Prozent...".

Wobei der Spiegel mit "weniger als 3 Prozent" schon vorsichtshalber seine eigene Fehlerqoute mit rein gebracht hat. Genaugenommen sind es ja nichtmal 2 % :) (wenn man die Zahlen nachrechnet, hier stehts auch mit 2% http://www.mdr.de/... )
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22.06.2006 14:33 Uhr von LinksGleichRechts
 
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Da wurden mal ein paar Idioten in ein paar Talkshows gesehen die sich damit gebrüstet haben mehr Geld zu bekommen als wenn sie arbeiten würden, und jetzt denkt jeder natürlich (Politiker inkl.) dass wäre bei dem Grossteil so.

Typisch...
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22.06.2006 14:41 Uhr von snickerman
 
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Große "BILD"-Schlagzeile morgen: Mehr als 97 Prozent der Leistungsempfänger sind ehrlich!

Wir entschuldigen uns für unsere überzogenen
Verdächtigungen!

DIE "BILD" würde ich mir sogar kaufen...
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22.06.2006 14:54 Uhr von SchlachtVati
 
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nur ein beispiel, "Seit März gibt es den Außendienst der Jobcenter in der Region Hannover, 520 Mal haben die Mitarbeiter seitdem Empfänger von Arbeitslosengeld II zu Hause besucht ...

Betrügereien – also Fälle, in denen Unterstützungsempfänger vorsätzlich falsche Angaben machten, um Geld von der Hartz-IV-Behörde zu bekommen – konnten die zehn Mitarbeiter des Außendienstes bislang nicht feststellen"


http://www.haz.de/...

und wie kriegen die ihre 200 Mißbrauchsfälle Quote nun zusammen?

Da werden dann wohl Fallen gestellt ...
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22.06.2006 15:07 Uhr von Super-Ingo
 
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Voll der Missbrauch. Also beruhigen wird das niemanden. Das heißt doch nur, dass 97% nichts nachgewiesen werden konnte.
Wer sagt, dass Leute die anscheinend berechtigt sind nicht absichtlich ihre Jobs platzen lassen, weil sie nicht arbeiten wollen.

Die Arten von Betrug, die augedeckt werden sind die, ob es Bedarfsgemeinschaften gibt und sowas.

Es stellt sich halt die Frage, ob für den Kontrollaufwand das Geld gut angelegt war. Die Kosten kommen ja auch durch die Verwaltung.
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22.06.2006 15:11 Uhr von Isamu_Dyson
 
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lügen missbrauch...klar...aber so selten. besser konnten die politiker diese meinungsmache garnicht ausnutzen. erzählen wunders was von millionen an einspaarungen die möglich sind durch schärfere kontrollen. nur das diese kontrollen millionen kosten, wegen mehr mitarbeiter, mehr papierkram usw. will keiner wissen.

tatsache ist...die regierung schafft 0 arbeitsplätze und will nur davon ablenken!
die sollten lieber mal den missbrauch von 1€ jobbern oder praktikanten beobachten...da werden firmen reich dran und die leute verarmen.
denn dort herrscht auch so eine quote...1€ jobber übernahme? von wegen...wenn es 1 von 1000 schafft ist das schon ein erfolg.
praktikantenübernahme? fehlanzeige...geht ein praktikant kommt der nächste.

firmen entlassen mitarbeiter und fahren millionen und milliarden gewinne ein...so sieht die wirklichkeit aus.

die menschen werden heutzutage wie vieh behandelt. sie leisten die arbeit, sie erwirtschaften den gewinn...und am ende führt man sie zur schlachtbank.
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22.06.2006 15:25 Uhr von Luthienne
 
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@ Muta: Der Unterschied zwischen einer "Behauptung" und einer mit Fakten untermauerten Feststellung ist dir aber schon klar?
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22.06.2006 15:32 Uhr von Muta
 
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Luthienne: Offenbar mein Kommentar nicht gelesen.
Klar wäre "stellt fest" besser gewesen, aber der Autor schreibt ja selber noch in der news dass es auf umfangreichen Untersuchungen basiert ("... nachdem sie 3,2 Millionen Datensätze von Empfängern verglichen hat.
Mit 3,2 Millionen Datensätzen hat die BA bisher 70 Prozent der Empfänger überprüft. In fast 60.000 Fällen (also knapp drei Prozent) kam es daraufhin auch zu Leistungskürzungen."), von daher ist das "behauptet" wohl kaum so wild.
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22.06.2006 15:48 Uhr von nabach
 
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Macht so weiter und dann glaubts auch bald jeder, das die neune Agentur mit altem Amtstrott hier was bewegt.
Sind die letzten 30 % die schwierigen Fälle die noch nicht überprüft wurden und davon faßt 100% jene, die die Leistungen zu unrecht beziehen?
Mal abwarten, ob das dann auch in den Zeitungen steht.
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22.06.2006 16:01 Uhr von Muta
 
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Nein: "Sind die letzten 30 % die schwierigen Fälle die noch nicht überprüft wurden und davon faßt 100% jene, die die Leistungen zu unrecht beziehen?"
Grade die verdächtigen Fälle werden doch wohl zuerst von der BA überprüft und Kontrolleure hin geschickt. Schließlich will man beim Arbeitslosengeld sparen (was mittlerweile scheinbar die Aufgabe mit der höchsten Priorität bei der BA geworden ist).
Wäre schön, wenn die BA bei der Förderung von Arbeitslosen dieselbe Energie aufwendet wie sie es für Datensammeln und Überprüfen tut.
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22.06.2006 16:45 Uhr von Nico_
 
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Heute: wurde in der Haushaltsdebatte im Bundestag auch mal wieder mit dem Argument Sozialleistungsmissbrauch um sich geworfen.
So lange man weiterhin abstreitet eine falsche Diagnose gestellt zu haben, wird es auch keine korrekte Behandlung geben.
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22.06.2006 16:46 Uhr von Apostel
 
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Tatsache ist nun leider aber mal, das es eben diese Mißbrauchsfälle gibt. Wenn der Außendienst u. der Datenabgleich vielleicht nicht alles aufdeckt, so hat er zumindestens eine abschreckende Funktion, die den Leistungsempfänger von vorn herein dazu bewegt, richtige Angaben zu machen, z.Bsp. bei der Antragstellung.
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22.06.2006 16:50 Uhr von erkanltd
 
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Damit: ist die Missbrauchsquote erheblich niedriger als die Misbrauchsquote bei den Anwesenheitsprämien im Europäischen Parlament sowie bei Pauschalen für an und abreise?
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22.06.2006 16:52 Uhr von erkanltd
 
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Wobei: ich als zertifizierter mich frage, wir kann man Geld überhaupt missbrauchen?: )
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22.06.2006 17:04 Uhr von Luthienne
 
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Jedenfalls ist die Mißbrauchsqoute um einiges geringer, als die im Steuerrecht.
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22.06.2006 18:10 Uhr von ArrowTiger
 
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Die Quote ist noch deutlich geringer als 3%: Denn: gezielter Mißbrauch konnte nur bei einem Bruchteil der 3% gefunden werden, der Rest lag eher an versehenlich falschen Angaben (aus Unkenntnis, etc.). Wenn ich es recht entsinne, liegt die echte Mißbrauchsquote bei rund 0,8% der ALG2-Empfänger. Hierbei seitens der Politik Zeter und Mordio zu schreien, KANN nur böse Absicht sein, denn diese Zahl liegt _bedeutend_ niedriger, als Betrug seitens der Wirtschaft, etc...

Zitat:

"In den knapp 60.000 Fällen wurden der BA zufolge 26,9 Millionen Euro ALG II und rund 8,8 Millionen Euro bei den Miet- und Heizkosten zuviel gezahlt. In 22.900 Fällen bestehe der Verdacht einer Ordnungswidrigkeit oder Straftat wegen falscher Angaben. In 4200 Fällen sei der Anspruch auf Arbeitslosengeld II gestrichen worden."

http://www.spiegel.de/...
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22.06.2006 18:50 Uhr von Heinrich1871
 
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Missbrauch bei Politikern? In der letzten Zeiab es fast schon eine Hetzkampagne von diversen Politikern gegen HartzIV Empfänger und den hohen Missbrauch.

Nachdem dem die Polemik bisher im Vordergrund stand, kommt nun die BA mit den reellen Zahlen von kleiner 3 %. Jetzt müssen doch alle diese Politker Entschuldigungsopern abgeben.
Glaubt Ihr das?

Fast zeitgleich gab es Meldungen, dass die neuen Bundesländer, mit Ausnahme Sachsens, den Soli bis zu 79% regelwidrig für Konsumausgaben genutzt haben. Werden jetzt die entsprechenden Beamten und Politiker bei Gericht verklagt?
Glaubt Ihr das?

Laut BA wurden ca. 35,7 Millionen Euro missbräuchlich gezahlt. Wieviele MILLIARDEN Soli wurden missbräuchlich eingesetzt?
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22.06.2006 19:12 Uhr von Generalstreik
 
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Generalstreik !!! Da sieht man wie verlogene diese ganze Bande von Politikern ist. Schwört bei Gott dem deutschen Volk zu dienen, aber verleumdet stattdessen die Ärmsten der Gesellschaft und verschärft sogar die Gesetze zum Bezug der entsprechenden Leistungen.

Das ist für mich Mobbing, Volksverhetzung, üble Nachrede, Aufstachelung zum sozialen Unfrieden......
Wer glaubt das die verschärften Gesetze nunmehr zurückgenommen werden, glaubt auch an grüne Männchen vom Mars.

Wo bleiben die Lichterketten gegen dieses verlogene und zynische Ausbeutersystem, wo der Aufschrei der Guten und Gerechten?
Auf die Gewerkschaften könnt ihr lange warten oder auf andere Räte und Gesellschaften die ständig Humanismus heucheln.

Ihr müsst schon selbst was tun und diese Bande nicht auch noch wählen. Die Situation erinnert sehr an "Animal Farm" von George Orwell. Ein Buhmann ist stets zur Stelle um die tumbe Masse von den ECHTEN Problemen
abzulenken.
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23.06.2006 18:19 Uhr von jack200034
 
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vorsicht: die BA hat nur den offensichtlichen Missbrauch untersucht, also das vorsätzliche Erschleichen von Geldern. Die Bewertung von überzogenem GEbrauch, oder die "Umgehung" von Regelungen waren nicht Aufgabe dieser Studie. So sehr mir das Gehetze gegen ALG2 Bezieher gegen den Strich geht, ist es LEIDER auch nicht so, dass 97% dieser Menschen ausschließlich aus edlen Menschen besteht.
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23.06.2006 18:47 Uhr von Muta
 
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@jack: Nein, es wurden nicht nur "richtige" Betrugsfälle in die Statistik aufgenommen, auch z.B. falsche Angaben durch Mißverständnisse etc., siehe den Kommentar von Arrow Tiger.
Freilich, wenn jemand irgendwie getrickst hat, ohne dass er gegen Regelungen verstoßen hat, taucht er in der Statistik nicht auf. Aber bei den strengen Regelungen gibt es da doch kaum Möglichkeiten.
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23.06.2006 19:01 Uhr von jack200034
 
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@Muta: das GROSSE Problem dabei ist doch auch das Gerede der Menschen untereinander. Wer hat denn noch nicht einen gewissen Groll im Bauch verspürt, wenn man früh morgens zur Arbeit fährt und bei seinen arbeitslosen Nachbarn sind die Jalousien noch unten. Das hat dann auch NICHTS damit zu tun, warum er arbeitslos ist, oder wie er finanziell dran ist. Es ist einfach menschlich, eine gewisse UNgerechtigkeit zu spüren. All diejenigen die sich hier bei SSN so wehement für soziale Gerechtigkeit aussprechen, überschätzen die Uneigennützigkeit der Mehrheit der Bevölkerung.

Das dumme Gerede von Volksaufständen und Generalstreiks ist doch VÖLLIG daneben, denn der ( deutsche ) Mensch an sich hält lieber an dem fest was er hat und geht nicht für andere auf die Straße.

In DIESER Stimmung gedeihen leider dumme Parolen von BILD und Co., denn differenzierte Betrachtungen würden die Mehrheit der Leser arg überfordern...

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