22.06.06 12:49 Uhr
 1.494
 

Trotz Milliardengewinn - Allianz streicht 7.500 Jobs

Trotz der Verdopplung des Gewinns der Allianz Deutschland auf 4,38 Mrd. € 2005 sollen bis zum Jahre 2008 5.000 Stellen bei der Allianz und 2.480 Stellen bei der Tochter Dresdner Bank gestrichen werden.

Der Versicherungsdienst soll für eine halbe Milliarde € umstrukturiert werden, dort allein fallen 3.300 Jobs zum Opfer und über 50 Prozent der Verwaltungsstandorte werden geschlossen. Die Allianz erwartet bis zu 600 Mio. € einzusparen.

Als Begründung gab der Vorstandsvorsitzende Gerhard Rupprecht unter anderem verlorene Marktanteile an.


WebReporter: Phyroad
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: 7, Milliarde, Job
Quelle: wcm.krone.at

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Dortmund: Jobcenter fordert von Bettler ein Einnahmenbuch
Kardinal Marx hält ein Grundeinkommen für "das Ende der Demokratie"
Prozess: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft für Anton Schlecker

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

49 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.06.2006 12:09 Uhr von Phyroad
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Es ist leider mitleiderweile "Normal" das fast jede Woche von horrenden Stellenabbau berichtet wird trotz riesigen gewinnen der Firmen. Ich Denke irgendwann wir es einen Knall geben...
Kommentar ansehen
22.06.2006 12:52 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wartet mal ab bis die Maßnahmen unserer Regierung greifen:

Die Unternehmermersteuern werden noch weiter gesenkt, und ratz fatz werden die 7.500 Angestellten, die bald auf der Straße stehen, wieder eingestellt.

Wer dann immer noch arbeitslos ist, ist halt nur zu faul zum arbeiten, und hält sich an der Allgemeinheit schadlos. Angela Merkel hat also recht, wenn Sie bei den Soziakosten (ALG, usw.)noch weiter kürzen wird.
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:02 Uhr von moddey
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@artefaktum: Wo sind den die Ironietags?

Die hast Du wohl vergessen?
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:04 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
moddey: Vielleicht meine ich es ja ernst ;-)

Aber du hast recht, es gibt Leute, die so was heutzutage ernst nehmen.
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:10 Uhr von Zipstah
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was hat der Gewinn denn immer damit zu tun? Ihr labert immer so eine Gülle. Das Unternehmen kann doch 100 Milliarden Gewinn erzielen. Wenn man die zu streichenden Stellen nicht benötigt, benötigt man sie nicht. Fertig. Hat rein gar nichts mit dem Gewinn zu tun. Ihr würdet doch auch nicht sinnlos Leute durchfüttern, die eigentlich gar nichts mehr zu tun haben. Deswegen leitet ihr auch keine Unternehmen, bei eurer Denkweise würden die sehr schnell zu Grunde gehen. Isso.
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:16 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
artefaktum: Wovon träumst Du nachts?
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:20 Uhr von G-T-I
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
naja, die Allianz ist ja auch meines Erachtens nach überbesetzt! Vergleibar große Versicherungskonzerne haben im Schnitt 25000 - 35000 Arbeitnehmer weniger! Von daher musste die Allianz ja irgendwann mal in dem Bereich was unternehmen
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:22 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Zipstah: Ich habe auch gar nicht in erster Linie die Allianz kritisiert, sondern die Bundesregierung.

Wenn die Allianz als Privatunternehmen Leute rauswirft, ist das ihre Entscheidung, und wenn sie das für wirtschaftlich geboten hält, kann es auch (mindestens vom wirtschftlichen her) vernünftig sein. (Solche Entscheingen können aber auch langfristig gesehen für ein Unternehmen wirtschaftlich falsch sein, weil es nur kurzfristig denkt, um den Shareholder Value zu bedienen, aber das ist ein anderes Thema).

Problematisch ist, das die Politik den Leuten vorlügt, man müsse Grossunternehmen nur genug entlasten (was seit Jahren passiert) und dann kommen die Arbeitsplätze.

In Wirklichkeit aber steigen nur die Gewinne und der Staat, der seine Kosten ja irgendwie bedienen muss, bleibt auf der Strecke.

Darum ging es mir.
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:28 Uhr von Katatonia
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Zipstah @opppa: Was dennn, hat die kapitalistische Weltsicht auch dein Hirn schon vernebelt? Aber du hast recht, es sind eine der Gründe, wieso ich kein Unternehmen leite und leiten will.

Aber zwei-drei Fragen hätte ich schon an dich: Wie kann man nächstes Jahr oder nur Quartal mehr oder gleich viel Gewinn erwirtschaften mit weniger Mitarbeitern? Weil man 600 Mio eingespart hat? Man, die 7500 Mitarbeiter müssen ja sicherlich nur einfach so 8-10h am Tag sinnlos rumgesessen, im I.Net gesurft und Zeitung gelesen haben.

Und wann stellt ein Konzern überhaupt noch Mitarbeiter ein, wenn nichteinmal in guten Zeiten mit viel Gewinn? Und wer soll diese 7500 Mitarbeiter demnächst wiederbeschäftigen?

@opppa

Von Usern, die Ironie auch ohne Tags erkennen. ;)
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:32 Uhr von tobo81
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nur ein weiterer kleiner Schritt bis zum Ende der kapitalistischen Gesellschaft...

Also für mich nicht überraschend!! Denn die Arbeit wird immer weniger, weil immer mehr Maschinen angeschafft werden... damit müssen wir uns wohl bald abfinden..
Kommentar ansehen
22.06.2006 13:50 Uhr von karo4ever
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
wie sagte mal jemand "Das mit den Stellenstreichungen trotz traumhaften Profiten geht solange gut, bis die Leute sich daran erinnern was man mit ein paar Mistgabeln und Fackeln feines machen kann."
Kommentar ansehen
22.06.2006 14:10 Uhr von Irminsul
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Zipstah: les mal Artikel 14 (2) des Grundgesetz

Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

das hat der Gewinn damit zutun, und jetzt überleg dir mal wer gülle labert..
Kommentar ansehen
22.06.2006 14:10 Uhr von Pinocio75
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Abgezockt: Die Mitarbeiter erhalten alle paar Monate Emails vom Management, dass der Tournaround geschafft ist und werden gelobt für ihren Einsatz und bekommen dann die Kündigung. Super Einstellung des Konzerns. Und über Langeweile können sich die Leute nicht beklagen, es wurden in den letzten Jahren erheblich Stellen gestrichen, so dass es in einigen Bereichen überhaupt nicht mehr richtig funktioniert, da die Know-How - Träger weg sind und dieser geniale Plan, man könnte alles schön Outsourcen nicht immer funktioniert und teilweise teurer ist und man das dann auch nicht wieder bezahlen will. Kurz und bündig, für die Aktien ist es gut wenn man Leute rausschmeißt. Der Rest ist von der Wirklichkeit ablenken, man schmeißt halt Leute raus die 25 Jahre für einen gearbeitet haben, na und ..
Kommentar ansehen
22.06.2006 14:14 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Irminsul: Mit deiner Ergänzung hast du völlig recht.

Leider herrscht in Politik und den meisten Medien in den letzten Jahren ein Meinungsklima vor, dass jedem, der die Begriffe Wirtschaft und Ethik auch nur ansatzweise in Zusammenhang in den Mund nimmt, als realitätsfernen Spinner abstempelt.
Kommentar ansehen
22.06.2006 14:21 Uhr von LinksGleichRechts
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ich wünschte: die Regierung würde diese Möglichkeiten einbauen um Bürokratie stark zu verringern...
Kommentar ansehen
22.06.2006 15:44 Uhr von nabach
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Und die Beiträge steigen weiter das dann irgendwann auch die ehemaligen Mittarbeiter diese nicht mehr bezahlen können!
Frau Merkel schon mal über eine HARZ 4 Steuer für gewinnorientierte Unternehmen nach gedacht?!
Kommentar ansehen
22.06.2006 16:42 Uhr von eherzel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Strafgeld: Wenn ein Konzern Mitarbeiter entlässt trotz Gewinn, sollten die Unternehmen gesetzlich dazu verpflichtet werden, statt eine Abfindung an die entlassenen Mitarbeiter auszuzahlen, für jeden entlassenen Mitarbeiter einen spürbaren Betrag x in die Sozialkassen einzuzahlen, so dass diese Mitarbeiter, welche dann ja von Arbeitslosengeld und später von HartzIV leben müssen, ihren Lebensstandard beibehalten können, solange sie arbeitslos sind. Da würde sich dann sicherlich so mancher Konzern das Ganze dreimal überlegen, bevor er jemanden entlässt.
Kommentar ansehen
22.06.2006 17:04 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Versicherungen: Wenn Versicherungen Angestellte entlassen bedeutet das nicht unbedingt, daß sie dann weniger Mitarbeiter haben.

In der Regel werden etwa angestellte Außendienstler durch (Schein)Selbständige ersetzt, Vertriebsstrukturen auf Finanzvertriebe verlagert, die ebenfalls hauptsächlich (Schein)Selbständige einsetzen.

Aber während die Gesellschaften bei ihren Angestellten auf eine angemessene Auslastung und Rentabilität achteten haben sie bei Externen diesen Druck nicht, da sie aber weiter um Neugeschäft bemüht sind, wird nach dem Motto je mehr je besser agiert was zur Folge hat, daß die viele der neugeschaffenen "Unternehmer" nicht auskömmliche Einnahmen haben.
Kommentar ansehen
22.06.2006 17:22 Uhr von questchen999
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
krass: natürlich hat der gewinn nichts mit der zahl der arbeitnehmer zu tun, aber man muss bedenken: wo alte bereiche abgeschafft werden, kommen neue dazu.

ich hab hier einen kommentar gelesen: die EDV macht alles einfacher --> 50% weniger arbeitskräfte

aber man könnte doch die mitarbeiter intern umschulen und sie in neue bereiche eingliedern. naja. wäre es nicht auch für das firmenimage besser?


7500 jobs einfach weg... ich komme aus der schweiz, von dem her ist das eine grosse zahl für mich... bei uns hört man manchmal streichungen von 50-300 stellen... und das führt schon zu einer riesen empörung unter der bevölkerung... und wenn die betriebe noch dazu viel gewinn erwirtschaften, ist es nicht mal richtig begründet... solche firmen werden von vielen leuten hier boykottiert.
Kommentar ansehen
22.06.2006 17:47 Uhr von eherzel
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@questchen999: >>ich hab hier einen kommentar gelesen: die EDV macht >>alles einfacher --> 50% weniger arbeitskräfte

>>aber man könnte doch die mitarbeiter intern umschulen >>und sie in neue bereiche eingliedern. naja. wäre es nicht >>auch für das firmenimage besser?

so einfach ist das leider nicht, ich arbeite für eine Firma, welche Software für DMS-Systeme herstellt und unsere Kunden kaufen diese unter anderem deswegen, um Mitarbeiter einzusparen, da kommt dann immer das berühmte ROI mit ins Verkaufsgespräch
Kommentar ansehen
22.06.2006 18:21 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@questchen999: -- "und wenn die betriebe noch dazu viel gewinn erwirtschaften, ist es nicht mal richtig begründet... solche firmen werden von vielen leuten hier boykottiert."

Ein wenig mehr schwyzer Geist täte uns hier auch Not. Im Privaten halte ich es, wenn möglich, genau so: von solchen Firmen kaufe ich nichts mehr, bis sich deren Haltung ändert.
Kommentar ansehen
22.06.2006 19:27 Uhr von Der Weiser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Der Unterschied, zwischen dem Kommunismus und dem Kapitalismus ist der, das der Kommunismus vor dem Kapitalismus kaputtuliert hat.
Oh, sorry ich meinte kapituliert.
Ist nicht von mir.
Kommentar ansehen
22.06.2006 19:42 Uhr von Der Weiser
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Revulution: Die Manager und die Reichen, verhalten sich wie die Aristokraten vor der französischen Revulution.
Wenn sie sich ändern wollen, wird es zu spät sein.
Ich möchte nicht hinter den versammeltem Mob stehen, um zuschauen zu müssen, wie man die Köpfe, aus den Körben, an den Haaren gezogen, dem Mob entgegen zeigt. Nein, Ich will derjenige sein, der die Köpfe, aus den Körben nimmt, und es dem jubelndem Volk, hochhält.
Ich bin nicht neidisch.
Ich will nur, Einigkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit.
Kommentar ansehen
22.06.2006 21:01 Uhr von kawa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Katatonia: Ja im Komunismus hätte man die Leute nicht entlassen, aber im bösen Kapitalismus schon.

Im Kommunismus hätte man die Leute behalten, Ihnen 2,50 Euro in der Stunde bezahlt, und den Gewinn trotzdem erwitschaftet. Nur das der Gewinn dann unter 3 Parteibonzen aufgeteilt würde.

Im Kapitalismus ist es das gleiche, nur das der Gewinn unter 3 Managern und 20000 Arbeitern lebenswürdig aufgeteilt wird.

Eigentlich bin ich auch ein Kommunist, denn ich mag die linke Art besonders gern....lol...

Ironie Tags wollte ich mir sparen, denn die erkennt ja unser Katonia auf einen Blick!

MFG
Kommentar ansehen
22.06.2006 21:35 Uhr von Bibip
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
man braucht kein Hellseher zu sein um zu prophezeien, dass wir in nicht allzuferner Zeit eine blutige Revolution haben werden.
Es ist mehr als pervers, stellen abzubauen, wenn man jedes Jahr aufs neue die höchste Rendite der Firmengeschichte meldet und zu gleicher Zeit Stellen abbaut.
(Mercedes; Siemens, Allianz, DB,...)
Einzige Chance am Aufstand vorbei zu kommen ist der Sieg des schon Tod geglaubten Kommunismus (oder Nationalsozialismus).
Die etablierten Parteien haben sich als unfähig erwiesen.
Ebenso hat die Merkel bewiesen, dass sie genauso korrupt ist wie die anderen. Und noch schamloser lügen kann.
Grüße
Bibip

Refresh |<-- <-   1-25/49   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Jamaika-Aus: SPD kann sich Tolerierung einer Minderheitsregierung vorstellen
Razzien: Terrormiliz IS plante angeblich Anschlag auf Essener Weihnachtsmarkt
Karlsruhe: Fußball-Zuschauer stirbt vor Stadion nach Faustschlag


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?