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LEGO: Verlagerung der Produktion nach Mexiko und Osteuropa - 1.200 Jobs weg

Ein Großteil der Produktion des Spielzeugherstellers LEGO wird nach Osteuropa und Mexiko verlagert, wobei 1.200 Arbeitsplätze in Dänemark und den USA verloren gehen werden.

Das Unternehmen mit Sitz in Billund teilte mit, dass explizit sehr "arbeitsintensive Produkte" ausgelagert werden. Für die Umsetzung wurden die nächsten drei Jahre eingeplant.


WebReporter: ZDRAVKO-1957
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Job, Mexiko, Produkt, Produktion, Verlag, Osteuropa
Quelle: www.echo-online.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2006 19:04 Uhr von ZDRAVKO-1957
 
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Wenn von den Eltern der Kinder in Mexiko und Osteuropa LEGO Spielzeuge gekauft werden, wäre die Verlagerung wenig Problematisch.

Anderseits, Eltern die keine Arbeit haben werden keine Kinder Zeugen die, die Spielzeuge hier in Westeuropa kaufen würden. So kann man sich auch ohne Zwang dezimieren.

Die Entwicklung wird immer mehr bedenklich wenn westeuropäische Unternehmen weiter so zwecks Gewinnmaximierung das Technische know how, mir nichts dir nicht ins Ausland transferieren.
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20.06.2006 19:32 Uhr von fifa2k2
 
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Boykott: Die einfachste art und weise diesem sehr bedenklichen Lauf ein wenig zu stoppen ist, solche Produkte zu boykottieren.

Da können jetzt auch einige sagen was sie wollen, abr ich finde auf diese Produkte muss dann eine zusätzliche Steuer o.ä. erhoben werden, so dass sich solche Auslagerungen nicht mehr oder nur im geringen Maße rentieren.
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20.06.2006 19:34 Uhr von opppa
 
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Frage: Sind die Staatlichen oder EU-Zuschüsse zu der Verlagerung schon genehmigt ?
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20.06.2006 19:58 Uhr von sandkastengeneral
 
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Ich empfehle MegaBlocks: kanadisches unternehmen. sieht ählich wie lego aus aber bis zur hälfte billiger.
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20.06.2006 20:09 Uhr von stellung69
 
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@fifa2k2: Zu deinem Kommentar:
<<Die einfachste art und weise diesem sehr bedenklichen Lauf ein wenig zu stoppen ist, solche Produkte zu boykottieren.>> bringt nix...

<<ich finde auf diese Produkte muss dann eine zusätzliche Steuer o.ä. erhoben werden, so dass sich solche Auslagerungen nicht mehr oder nur im geringen Maße rentieren.>> Sehr guter Vorschlag; wird aber wohl leider nicht so sein....
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20.06.2006 20:30 Uhr von ZDRAVKO-1957
 
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An Vorredner - Zusätzliche Steuer geht nicht! Aber: Boykott wäre eine machbare Möglichkeit und die beste weil praktikabele Lösung!

Die Verbraucher sollten wirklich diverse Produkte boykottieren, anders werden die gewinnmaximierende Unternehmensvorstände noch das letzte Porzellan in Form von "know how Transfer" ins Ausland bringen und die Menschen in Westeuropäer zu "arbeitsunwilligen" Deppen abstempeln.
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20.06.2006 23:08 Uhr von megaakx
 
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Naja,: zumindest mit einem größeren Boykott könnte man LEGO weh tun, denn ging es dem Unternehmen bis vor Kurzem nicht mieserabel?
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21.06.2006 01:06 Uhr von kebabpapzt
 
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@all: Der Großteil hier wäre doch nie und nimmer: bereit den Preis für Lego-Spielzeug zu bezahlen, der nötig wäre, damit man den Mitarbeitern in der Produktion einen anständigen Lohn bezahlen könnte und das Unternehmen Lego noch einen Gewinn dabei machen könnte. Lego geht es doch so schlecht, weil "Lego" vielen Leuten heutzutage "teuer" erscheint. Ferner steht man auch einem veränderten Freizeitverhalten von Kindern gegenüber.
Unternehmen sind nun mal keine altruistischen Gebilde, die dazu da sind möglichst vielen Leuten Arbeit zu bieten.
Unternehmen werden gegründet, weil man eine Nachfrage bedienen will und damit sein eigentliches Ziel, nämlich die Gewinnerzielung, verfolgen will.
Ein Bäcker gründet nicht eine Bäckerei, weil er aus Nächstenliebe heraus meint, dass die Leute im Viertel mit Brot versorgt werden müssen. Der Bäcker weiß, dass die Leute Brot wollen/kaufen und er dafür Geld bekommt. Nur deshalb gründet er eine Bäckerei.

Es ist natürlich nicht schön für die Mitarbeiter, die entlassen werden, aber was kann das Unternehmen Lego dafür, dass Leute kein Lego-Spielzeug mehr kaufen. Einfach weiterbeschäftigen und auf das Käuferverhalten pfeifen, würde zu einem schnellen Ende des Unternehmens "Lego" führen. Die Leute wollen heutzutage "billig" und wenn dann ein Unternehmen aufgrund dessen gezwungen ist die Produktion zu verlagern, dann wird das Unternehmen beschimpft.
Man kann in Deutschland keine "Billigprodukte" herstellen. Das unterschwellige Verlangen von Konsumenten/Allgemeinheit viele Menschen in Deutschland zu beschäftigen, dann auch noch zu "angemessenen" Löhnen/Gehältern und dann auch die Produkte äußerst billig/günstig anzubieten, geht leider nicht auf.
Mal ehrlich : Weint heute noch jemand der in den 70er Jahren verschwundenen Textilproduktion in Deutschland/Europa nach ?
Und bitte nicht mit Trigema kommen. Herr Grupp in allen Ehren, aber nicht alles was der erzählt stimmt.
Allein seine Behauptung, dass, nur weil es bei Trigema noch funktioniert, es sei allein die Schuld der deutschen Textilindustrie, dass es kaum noch Textilproduktion in Deutschland gibt. Die Unternehmen richten sich nur nach dem Markt und das kann man ihnen nicht verübeln.
Hand aufs Herz, wie viele würden hier wirklich die Preise zahlen für Produkte, die nötig wären, um eine wirtschaftliche Produktion in Deutschland zu betreiben ?
Wie sagt man so schön in England "talk is cheap".
In solchen Diskussionen werden gleich mal Boykottaufrufe gestartet und man verschweigt dann ganz nebenbei, dass man auch immer nach dem günstigsten Angebot sucht, was ansich nicht verwerflich ist und der Annahme des "homo oeconomicus" entspricht, der sich durchweg "rational" verhält.
Niemand wäre heutzutage bereit mal locker 4000 Euro mehr für einen VW Golf zu bezahlen, wenn gewährleistet wäre, dass der Wagen zu 100% in Deutschland gefertigt würde, d.h. auch mit Teilen von deutschen Zulieferern.
Und bitte nicht kommen mit : Oh ja, es gibt so viele Arbeitslose, die sich nur immer das Billigste leisten können oder "die Löhne werden von den Unternehmen in Deutschland gekürzt, so dass sich die Arbeiter/Angestellten die Produkte/Güter nicht leisten können".
Es gibt nicht wenige Unternehmen, die ihren Mitarbeitern gute Löhne/Gehälte zahlen würden, aber auch nur, wenn sie dafür die Preise erzielen könnten, die nötig dazu wären. Ferner wird hier immer noch so getan, als wäre Deutschland eine "geschlossene Volkswirtschaft" ohne
Export & Import und ohne internationalen Wettberwerb.
Natürlich sieht sich der Bäcker aus Castrop Rauxel nicht einer internationalen Konkurrenz gegenüber, aber viele sehr viele Unternehmen, mittelständische und große Unternehmen, stehen unter einem internationalen Konkurrenzdruck. Da geht es auch nicht nur darum, möglichst günstig zu produzieren um möglichst großen Profit zu machen, nein, auch Marktpreise spielen da eine Rolle. Röhrenfernseher (also keine Flachbildschirmfernser/LCD oder Plasma-Fernseher) im unteren Preissegment lassen sich in Deutschland eben nicht wirtschaftlich produzieren. Wenn die Preise fallen für ein Produkt und die Konsumenten auch nicht bereit sind bestimmte Preise zu bezahlen, dann muss man leider über eine Verlagerung der Produktion nachdenken, wenn man weiter in einem bestimmten Markt mitmischen will.
Regelmäßig wird bei solchen Verlagerungen immer ein "Boykottaufruf" gestartet, der unterschwellig meint "Kauft nur bei Deutschen Unternehmen, die auch in Deutschland produzieren." Im gleichen Atemzug wird dann nach "Verboten" und Gesetzen geschrieen.
Wenn Unternehmen sich irgendwo "Verboten" oder "Gesetzen" gegenübersehen, die ihre Handlungsfreiheit einschränken, dann gehen diese einfach woanders hin.
Man kann kein Unternehmen nicht dazu zwingen in Deutschland zu produzieren. Und der unterschwellige
Ruf nach "Strafzöllen" ist leider genauso wenig ein intelligentes Mittel gegen Produktionsverlagerungen oder Billigimporte.
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21.06.2006 01:07 Uhr von kebabpapzt
 
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@all: Fortsetzung: Manche Leute besitzen die Arroganz zu glauben, dass man so ungestraft "Zölle" erheben kann ohne dass sich die davon betroffenenen Länder "wehren".
Wenn "China-Billig-Importe" mit dicken Zöllen versehen werden, dann wird China nicht lange fackeln und im Gegenzug ebenfalls "Zölle" auf europäische Produkte verhängen bzw. dies androhen, was schlimmstenfalls in einem Handelskrieg enden kann. Was hierbei viele auch nicht wissen oder nicht bedenken : Zölle verteuern Produkte und damit müssen Konsumenten mehr bezahlen, als wenn es keine "Handelsbarrieren" wie Zölle gäbe. Das führt neben solchen Maßnahmen wie "Subventionen" leider zu volkswirtschaftlichen "Mehrkosten", die die Konsumenten zu tragen haben.
So schlimm es z.B. für die europäischen Landwirte sein mag, aber sie sind nicht wettbewerbsfähig und werden künstliche am Tropf namens "EU-Agrar-Subventionen" ernährt. Wer bezahlt das ? Natürlich der Verbraucher, der mehr bezahlen muss für Lebensmittel, weil deren Preise künstlich auf einem bestimmtem Niveau gehalten werden. Bei einer weiteren Öffnung des europäischen Agrarmarkts würden die Preise für bestimmte landwirschaftliche Erzeuge bedeutend sinken. Viele europäische Landwirte könnten dem Wettbewerb nicht standhalten und wären gezwungen aufzugeben und die Produktion einzustellen. Man darf aber hier nicht vergessen : Diese Landwirte können nur überleben, weil sie subventioniert werden, d.h. sind vorher schon nicht wettbewerbsfähig.
Der "Wert von Lebensmitteln" in unserer heutigen Überflussgesellschaft ist ein eigenes Thema und würde hier den Rahmen sprengen, aber eins muss wissen :
Man gibt heutzutage einen immer geringeren Teil seines Einkommens für Lebensmittel aus. Das erschließt sich einem schon, wenn man die monatlichen Ausgabenanteile am monatlichen Einkommen eines durschschnittlichen Arbeiters aus dem Jahr 1950 mit denen von heute vergleicht. Heute ist die Miete, der Teil der Ausgaben, für das meiste Geld vom Einkommen monatliche weggeht (mag natürlich Ausschläge nach unten oder oben geben, d.h. solche Sonderfälle wie "Großfamilien" oder Singles, die vielleicht weniger oder mehr für Lebensmittel ausgeben als der Durchschnitt)
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21.06.2006 07:21 Uhr von opppa
 
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kebabpapst: Du hast das Problem erkannt.

Aber, wenn uns in jeder Werbung das "geiz ist geil"-Prinzip eingebleut wiwrd, und der breiten Masse durch Steuererhöhungen, ERhöhungen bei dern Beiträgen zur Sozialversicherung, Preistreiberei durch den Euro, Lohnkürzungen u.a. die Kaufkreft entzogen wird, so bleibt dem kleinen Arbeitnehmer doch nichts anderes übrig, als der "Geiz ist geil"-Mentalität zu folgen und die Billigprodukte zu kaufen.

Die Politik und die Wirtschaft treten doch seit geraumer Zeit so stark auf der Kaufkraft der kleinen Leute herum, daß denen doch garnichts anderes übrig bleibt.

Zusätzlich hören wir doch aus der Politik täglich wieder neue Meldungen, wie dem kleinen Mann weitere Kürzungen seiner Kaufkraft zugemutet werden sollen.
Daß das die allgemeine Nachfrage nicht anheizt, ist doch jedem klar.

Außerdem wird das Wahlvolk doch vor jeder Wahl straflos von jeder Partei schamlos belogen.

All das schafft eine Verunsicherung beim Volk, die jeden dafür sorgen lässt, daß er seine Reserven. soweit möglich, aufstockt. Jedes Konsumklima, das unserer Wirtschaft helfen würde, wird dadurch schon im Ansatz abgewürgt.

Dazu kommt noch, daß die hohen Arbeitslosenzahlen der Wirtschafthelfen, die Löhne noch weiter zu senken, um ihre Rekordgewinne noch weiter zu steigern.
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21.06.2006 10:06 Uhr von Mancus Nemo
 
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muhahaha, Problem erkannt, aber keine Lösung Parat.

Im Gesundheitswesen gäbe es eine Lösung, aber die wird ja durch die Lobby unterdrückt. Einfach den Markt öffnen, kann doch nicht so schwer sein, wenn wir eh eine Marktwirtschaft sein wollen.
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21.06.2006 10:35 Uhr von no_trespassing
 
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@kebabpapzt: Ich lese Deine Beiträge immer wieder gerne!
Nicht nur, weil sie wirtschaftlich durchdacht sind, sondern auch eine gute Grundlage zur Diskussion sind.

Du hast völlig recht, daß die Leute gerade bei kurzlebigen Konsumgütern mehr auf den Preis achten und sie nicht bereit sind, einen Aufschlag zu zahlen.

Ebenso stimmt das mit dem Freizeitverhalten der Kinder, das sich verändert hat. Hier hat LEGO allerdings einiges versucht (LegoTechnik, Verbindung mit dem PC, usw.).

Jede Firma hat als Ziel, die Gewinne zu maximieren. Jetzt kommt allerdings das Problem hinzu, daß einzelne Wirtschaftssubjekten eine 15%-Rendite schon heute nicht mehr ausreicht.
Das ist einer der Hauptgründe, warum Arbeitsplätze verlagert werden. Lego ist soweit ich weiß keine Aktiengesellschaft, sondern ein Unternehmen wie Grohe - bekannter Markenname, solide Produkte, gängige Ware in den Heimatmarkt-Ländern und Europa. Das verleitet dazu, daß sich z.B. Private Equity-Fonds einkaufen und das Unternehmen auf Renditeziele trimmen, die nur durch eine Verlagerung möglich wird.

>>Hand aufs Herz, wie viele würden hier wirklich die Preise zahlen für Produkte, die nötig wären, um eine wirtschaftliche Produktion in Deutschland zu betreiben ?

Wohl nicht so viele, wie es notwendig wäre. Aber die Leute wachen z.T. auf: Paradoxerweise wollen die Jugendlichen, welche heute mit Samsung-Handys in der Tasche rumlaufen, bei Siemens eine Ausbildungsstelle. Warum suchen die sich nicht in Korea etwas? So rational denkt der "homo oeconomicus" dann wohl doch nicht.

>>Niemand wäre heutzutage bereit mal locker 4000 Euro mehr für einen VW Golf zu bezahlen, wenn gewährleistet wäre, dass der Wagen zu 100% in Deutschland gefertigt würde, d.h. auch mit Teilen von deutschen Zulieferern.

Bei langlebigen Gütern, wie einem Auto oder einer Waschmaschine sieht das etwas anders aus. Hier wollen die Leute wieder Qualität statt billig, billig.
Die Deutschen fahren ihre Autos immer länger und AEG wird mit in Polen produzierten Waschmaschinen ganz sicher nicht glücklich, wenn die Dinger nicht genauso haltbar sind, wie die in Nürnberg produzierten. Ich kaufe auch nur noch Elektronikartikel, die qualitativ hochwertig sind. Statt Rabatten handele ich längere Garantiezeiten aus. Das machen die wenigsten Firmen gern, aber ich bleibe da hartnäckig.
Von einer Miele erwarte ich, daß sie 20 Jahre hält. Ein Sony-Plasma-Fernseher für 5000 EUR muß in 25 Jahren noch das gleiche Bild liefern, wie ein fabrikfrischer. Warum? Weil die in den 70ern und 80ern hergestellten Produkte diese Kriterien auch erfüllten. Noch heute habe ich zahlreiche Produkte von Telefunken, SABA oder Metz im Einsatz, die alle Baujahr 197x oder 198x sind. Wenn die Chinesen meinen, sie könnten konkurrieren, dann bitte. Ich glaube aber kaum, daß die Firmen aus Fernost eine Flut von Garantiefällen verkraften würde.

Strafzölle bringen in der Tat nichts. Aber der Konsument hat es in der Hand. Einfach den Mund im Laden aufmachen und sagen: "Auf diesen Fernseher hätte ich gerne 15 Jahre Garantie auf die Funktionsfähigkeit". Mal sehen, was passiert. Da lassen sich interessante Diskussionen entwickeln.

Die Subventionen für Landwirte ist ein Sonderfall, denn man kann diese Arbeitskräfte nicht anderweitig unterbringen. Die Zahlungen, die wir für Subventionen als Verbraucher drauflegen, die müßten wir in Form von Transferzahlungen erst recht löhnen, wenn diese Leute arbeitslos sind.
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21.06.2006 10:46 Uhr von Luthienne
 
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Mal ganz davon abgesehn, dass die Lebensmittelpreise beim Stop der Subvention erst sinken und dann immens steigen würden, weil das Angebot rapide sinken würde und ausserdem alles erstmal ziemlich weit transportiert werden müsste.
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21.06.2006 11:02 Uhr von kebabpapzt
 
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@Mancus Nemo: Teil1: Du scheinst keine Ahnung zu haben, wovon Du redest.
Sonst wäre Dir eingefallen, dass ein "freier" Gesundheitsmarkt, in dem es wirklichen Wettbewerb gäbe, vorrausssetzen würde, das der Markt "funktioniert".
Dies ist aber im Gesundheitswesen regelmäßig aber nicht der Fall. Für die Funktionsfähigkeit eines Marktes muss gegeben sein, dass die Leute ihre "Zahlungsbereitschaft" offenbaren, d.h. wie viel ihnen ihre Gesundheit wert ist.
Wenn es "der Markt" regeln würde, dann würde sich sicherlich ein Preis bilden, ein Preis zu dem aber nicht jeder sich eine Krankenversicherung leisten könnte. Mit anderen Worten : Die die es sich leisten könnten, wären krankenversichert und der Teil, der es sich nicht leisten kann, wäre ohne Versicherung. Eine gesetzliche Pflicht würde da nichts bringen, da sich der Preis ja in einem Markt "gebildet" hat und eine gesetzliche Krankenkasse für all diejenigen, die sich im Normalfall keine KV leisten können, würde nichts an der jetzigen Situation ändern, da man dennoch einen riesigen Berg an Kosten hätte, den man nur mit Steuereinnahmen finanzieren könnte, denn wenn sich die besagte Gruppe eine KV leisten könnte, dann könnte man dies durch Beiträge finanzieren, zumindest wären Zuschüsse jedes Jahr nötig, da sich, auch wenn die Leute Beiträge zahlen würden, niemals die Kosten damit gedeckt werden könnten.(Dies ist je im jetzigen System ja auch immer der Fall gewesen.)
Und was eine "Marktlösung" bzgl. der "Dienstleister" im Gesundheitswesen betrifft, d.h. Krankenhäuser, Ärzte und Unternehmen wie Pharmaunternehmen und dergleichen, dann würde das zwar die Preisspirale nach unten öffnen, aber die Gelackmeierten wären die Leute, die in dieser Branche arbeiten, denn dieser Preisdruck lässt sich zwar teilweise mit Effizienzverbesserungen auffangen, dennoch würde es bedeuten, dass man darauf abzielen würde "Wer macht´s am billigsten?" Schon jetzt beschweren sich ja Ärzte, dass sie im Ausland besser verdienen und bessere Arbeitszeiten haben. Auch Effizienzverbesserungen haben ihre Grenzen, so dass man früher oder später am Personal sparen muss oder bestehendes schlechter bezahlen muss, um die Kosten zu senken. Ob dies wirklich die medizinische Versorgung verbessert, ist doch sehr fraglich.
Ich bin auch für eine Senkung der Gesundheitskosten, aber bevor man sich auf eine "reine Marktlösung" stürzt bei der viele auf der Strecke bleiben könnten, sollte man erst mal hinbekommen "wirtschaftlicher" zu arbeiten.
Das zielt im Besonderen auf die Krankenhäuser. Nur weil die Krankenhäuser getragen werden von den Ländern, muss das nicht heißen, dass man da völlig "unwirtschaftlich" arbeiten muss. Mit unserem geliebten
und im letzten Jahr verstorbenen "Polen Paule" Papst kamen erstmals "Controller" in den Vatikan, das gab es vorher nicht, d.h. während der Zeit von Karol W. wurden Controller eingeführt. Wenn der Vatikan Controller hat, warum gibt es keine Controller in Krankenhäusern, die mal stärker darauf achten, dass man kostendeckend und vor allem effizient arbeitet. Viele Krankenhäuser werden ja nicht von "Managern" geleitet, sondern eben von Ärzten und denen fehlt regelmäßig das Know-How, wie man ein Krankenhaus effizient führt/betreibt. Warum wird nicht vermehrt Wissen von außerhalb in Krankenhäuser geholt, d.h. warum keine Unternehmensberater & Controller ? (bitte jetzt nicht mit McKinsey & Berger kommen. Es gibt sogar eine Studie von einem Unternehmensberater, wie man zu Effizienzverbesserungen in deutschen Krankenhäusern kommen kann.Und es handelt sich wirklich um eine ernsthafte Studie, bei der man Abläufe in zahlreichen Krankenhäuser in Deutschland analyisiert hat.)
Gesundheit ist eben eines dieser "meritorischen" Güter, d.h. man könnte es theorethisch über eine "reine Marktlösung" regeln, aber ob dies von der Mehrheit so gewünscht ist, ist eine andere Frage. Man könnte mit
"Pareto-Effizienz" ein Kriterium haben, um über verschiedene Modelle und Systeme zu urteilen, doch bedeutet "Pareto-Effizienz" nicht gleich "gerecht".
Man könnte hier noch schön über "asymetrische Information" und das "moralische Risiko" und über "adverse Selektion" sprechen, aber ich denke man kann es auch kürzer fassen : "Individuelles rationales Verhalten führt zu kollektiver Irrationalität"(bei bestimmten Gütern). Angebot und Nachfrage wär zwar vorhanden, aber der Markt vermag sie nicht zu koordinieren. Das ist leider das Problem von "öffentlichen Gütern".
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21.06.2006 17:51 Uhr von marshaus
 
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die werden es wie die brasilianer machen, grundstueck umsonst und die ersten jahre steuerverguenstigung und arbeitskraefte sind auch billiger
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21.06.2006 19:49 Uhr von Kid Rob
 
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@Kebabpabzt (Letzter Post, erster Absatz): Ich les mir das jetzt nicht komplett durch, dafür hab ich zu starke Kopfschmerzen.
Aber was ich zu sagen habe, betrifft sowieso nur den ersten Absatz und etwas darüber hinaus:
Wieviel ist die gegenwärtige KV überhaupt wert, wenn ich überall zuzahlen muss bzw gar nichts mehr bekomme?
Da kann ich mir die Beiträge auch gleich schenken und alles selber blechen, da hab ich irgendwie mehr von.
Klar gibts die Kronisch Kranken, aber könnten die nicht aus Steuergeldern finanziert werden (vorrausgesetzt die Politik "von denen da oben" würde nicht alles auffressen)?
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21.06.2006 21:10 Uhr von hrungnir1
 
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schande: die Legochefs sollten sofort ihres Amtes enthoben werden! Angestellte weht euch!!!

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