20.06.06 16:53 Uhr
 308
 

Museum für ethnische Kunst in Paris eröffnet: Es kostete über 235 Millionen Euro

"Mit diesem Museum soll der unendlichen Vielfalt der Kulturen und Völker angesichts der Gefahren der Uniformierung durch die Globalisierung Gerechtigkeit widerfahren", sagte Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac bei der Eröffnung.

Im Beisein von UN-Generalsekretär Kofi Annan wurde unweit des Eiffelturmes das "Musée du Quai Branly" eingeweiht. Auf den 39.000 Quadratmetern des Museums können Besucher etwa 300.000 Kunstwerke aus Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien sehen.

Das Gebäude von Star-Architekt Jean Nouvel ist mit mehr als 15.000 Pflanzen bestückt und wird von einem Gartenwald von 178 Bäumen umringt. Zudem fallen auf der Nordseite des "Musée du Quai Branly" die unterschiedlich hohen, bunten Kästen ins Auge.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Nessy
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Euro, Million, Museum, Paris, Kunst
Quelle: www.newsclick.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Exhumierung Salvador Dalís: Exzentrischer Schnurrbart ist vollständig erhalten
"Halal-Führer zu gigantischem Sex": Ratgeber einer Muslimin sorgt für Aufregung
Gloria von Thurn und Taxis relativiert Domspatzenskandal: "Schläge waren normal"

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
20.06.2006 16:10 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Paris ist einer der Kulturhauptstädte der Welt. Das „Musée du Quai Branly“ wird sich sicher in die zahlreichen Museen in Paris einreihen. Bei meinem nächsten Besuch in Paris wird das Museum auch eine Anlaufstelle für mich sein.
Kommentar ansehen
20.06.2006 19:38 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Link: wozu gibt es googel *gg*

http://joernborchert.twoday.net/...
Kommentar ansehen
20.06.2006 22:49 Uhr von meggaiwa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kunst Das Problem ist, dass solche Kunsthäuser meist nicht die Allgemeinheit erreichen, die sie eigentlich erreichen wollen.
Und selbts wenn: Viele "konsumieren" die Kunst einfach nur, ohne den eigentlichen Sinn zu erkennen bzw. sehen zu wollen und dann etwas darauf folgen zu lassen.

"Es kostete über 235 Millionen Euro"
Und die ganzen BILD-Leute werden bei dem Punkt in ihrer fiktiven Stammkneipe nicht erkennen, dass auch ein Kunstmuseum eine wichtige Sache ist, die ihr Geld wert ist bzw. sein kann, wenn sich die Leute darauf einlassen.
Kommentar ansehen
20.06.2006 23:37 Uhr von Borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
sorry: 1. das museum wird nie die allgemeinheit erreichen
2. zu viel geld für ein bauwerk
3. ein museum unter vielen.

mit anderen worten, geld zum fenster rausgeworfen. gott sei dank in frankreich und nicht hier...
Kommentar ansehen
21.06.2006 02:38 Uhr von meggaiwa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Borgir: 1. Naja, das ist aber die "Schuld" der Allgemeinheit. Wenn man sich Einschaltquoten anschaut dann erreichen "intelligente Sendungen" auch nur eine Minderheit.
2. Und genau das ist der Punkt. Wenn sowas nicht gefördert werden würde, dann würde die "Kultur" verarmen bzw. das Angebot an hochwertigen Dingen zurückgehen (man schaue sich nur Privatfernsehen an, was nicht heißt dass ich gut finde wie die Öffentlich Rechtlichen das Geld verschleudern...).
"Auf den 39.000 Quadratmetern des Museums können Besucher etwa 300.000 Kunstwerke aus Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien sehen."
Ich denke bei solchen Zahlen ist der Preis durchaus noch okay.
3. Wieviele Kinos gibt es? Oder Discos? Lokale? Ein Museumsbesuch kann schon auch unterhaltsam sein, wenn man sich drauf einlässt.

Geld wird für vieles rausgeworfen, aber ich denke gerade bei Kultur und Bildung (womit ich nicht so populistisch sinnlose Ideen meine) sollte man am wenigsten sparen.

Aber ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen. Hab im Bereich Kunst zu tun... und bei solchen Locations trifft man abgesehen von "Touristen die ihr Programm durchziehen" fast immer diesselben Leute, und das sind meist welche die selbst in dem Bereich zu tun haben (Künstler, Kunstklassen, Studenten, usw). Für Aussenstehende wird die Kunst immer entfernter hab ich den Eindruck. Aber was will man machen?
Man kann die Kultur nicht danach bewerten was sie kommerziell bringt und ob die Masse der Menschen die sie anspricht auch groß genug ist. Was dabei rauskommt kann man ja in den Charts/TV/ect. bewundern...
Kommentar ansehen
21.06.2006 13:05 Uhr von zenon
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Warum muss die Kunst und das drumrum: immer soviel Geld kosten? Tut es nicht auch ein günstigeres Gebäude?

Ich finds gesponnen!
Kommentar ansehen
21.06.2006 13:15 Uhr von meggaiwa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@zenon: "Tut es nicht auch ein günstigeres Gebäude?"

Nein. Das Gebäude ist Teil der Kunst. Vergleiche mal ein 08/15-Billig Museum mit dem Lentos in Linz. Ein intelligenter, guter Bau ist bei sowas unbedingt notwendig. Einfach nur ein Haus wo man Bilder reinstellt ist nicht der Sinn der Sache.

"39.000 Quadratmetern"
"300.000 Kunstwerke"

Ich denk mal solche Größenordnungen lassen sich nicht viel billiger realisieren, wenns überhaupt einen Sinn haben soll.

PS: 235 für sowas ist viel zu viel. Aber wenn die gleiche Menge für einen Film ausgegeben wird, und davon ein beträchtlicher Teil nur damit bestimmte Schauspieler auftreten, dann sind das normale Relationen? ;o
Kommentar ansehen
21.06.2006 13:51 Uhr von midhgard
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
An die Fürsprecher: Mal den Fürsprechern des Museums vor Augen halten will:

Habt ihr eigentlich mal gesehen was in den letzten Wochen in Frankreich los war? Die ganzen Demos der Jugendlichen? Denen wird gekürzt und genommen, genau wie bei uns auch und sie setzen sich zur Wehr. Und das zu Recht, wenn man sieht, das offenbar genug Geld da war, um so einen Koloss von Museum hinzusetzen!

Ich möchte die Wichtigkeit solcher Museen nicht einschränken. Aber in Zeiten, wo ein Land sparen muss, sollte man solche Pläne entweder verschieben und das Geld sinnvoller einsetzen, oder zumindest den Etat dafür deutlich einschränken.

Aber so ist es immer, das einfache Volk wird ausgeblutet, damit die Elite da oben es gut hat. In all den Jahrhunderten hat sich das bis heute nicht geändert!
Kommentar ansehen
21.06.2006 14:05 Uhr von meggaiwa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
"Aber so ist es immer, das einfache Volk wird ausgeblutet, damit die Elite da oben es gut hat. In all den Jahrhunderten hat sich das bis heute nicht geändert!"

Was hat das mit "Elite da oben" zu tun?

Und dieses "Zeiten zu sparen" ist mehr oder weniger Polemik. Durch Sparen wird nichts besser, und wenn man am falschen Ende spart wird nur alles schlechter.
Man müsste das ganze System reformieren. Dort, hier, im Prinzip überall. Solange das nicht passiert hilft nichts.
Gerade die Botschaft dieses Museums macht durchaus Sinn in der heutigen Zeit. Nur dass die meisten Menschen sie nicht hören wollen.
Kommentar ansehen
23.06.2006 20:57 Uhr von marshaus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
denke jeder der nun in paris urlaub macht wird aus neugierde schon diese museum besuchen gehen
Kommentar ansehen
23.06.2006 21:17 Uhr von Schwertträger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@midhgard: Wer, denkst Du, bekommt das Geld? Dekst Du, das Geld steckt sich irgend jemand "da oben" in die Tasche, während der Bau von alleine entsteht?

Kann es nicht vielleicht sein, dass auf dem Bau auch französische Jugendliche arbeiten, die, wenn sie nicht den Job eines Elektrikers, Fliesenlegers, Betonwerkers, Glasers, Inneneinrichters, Aufzugspezialisten, Estrichlegers, Putzers, Teppichlegers, IT-Spezialisten, Alarmanlagenspezialiste oder sonstwas hätten und ein schönes Museum bauen könnten, vielleicht auch auf der Strasse demonstrieren und randalieren würden ??

Im Gegenteil, wir brauchen viel mehr anspruchsvolle Projekte, damit wieder mehr Leute Arbeit haben. Und statt mit Minimalaufwand gedrehtes Billig-TV zu schauen, sollten wir ruhig öfter das Angebot der erreichbaren Museen nutzen, damit sie eben nicht überflüssig und zu teuer sind.

Ausserdem: Wer will schon einen hässlichen Museumsbau für 180 Mio., der nicht mal zum Reingehen inspiriert?? Da kann man dann auch noch 55 Mio mehr ausgeben und was Vernünftiges hinstellen.

Und gleich noch ein ketzerischer Gedanke hinterher:
Die ganzen alten Ruinen von Schlössern, Burgen, Pyramiden etc., die wir heute so gerne anschauen und die HEUTE diversen Völkern via Tourismus überhaupt erst einigermassen das Überleben ermöglichen, gäbe es nicht, wenn man schon immer so gespart hätte. DAMALS wurden eben diese Gebäude auch errichtet, obwohl gleich neben an Leute verhungerten.
Und so schlimm ist es ja heutzutage nicht mehr. Also schon ein Fortschritt, oder?
Kommentar ansehen
24.06.2006 09:18 Uhr von vst
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mein Dank geht an: meggaiwa und Schwertträger.

Refresh |<-- <-   1-12/12   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Hagen: Wohnung wegen Kakerlakenbefall geräumt
Münchner Amoklauf: Am Jahrestag wird Opfern gedacht und Mahnmal übergeben
Chester Bennington: Neue Informationen über seinen Selbstmord


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?