20.06.06 15:31 Uhr
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Ärzte verschreiben zu viele teure Medikamente

Laut dem Arzneimittelreport für das Jahr 2006 verschwenden deutsche Ärzte Milliarden für die nicht notwendige Verschreibung von teuren Medikamenten.

Wenn die Ärzte mehr Nachahmerprodukte verschreiben würden, könnten die Krankenkassen drei Milliarden Euro im Jahr sparen. Dies gab Professor Gerd Glaeske, Autor der Studie, in Berlin bekannt.

Die Mehrausgaben der Kassen entsprechen 0,3 Prozentpunkte. Sie würden eine "Plage für die gesetzlichen Krankenkassen" darstellen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arzt, Medikament
Quelle: www.idowa.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2006 14:54 Uhr von Borgir
 
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Nur dass die 0,3 Prozentpunkte nicht dem Versicherten gut kämen. Die Kassen würden dann einen anderen Grund für die Beibehaltung oder Erhöhung der Beiträge finden. Hauptgrund für die hohen Ausgaben sind Verwaltungs- und Baukosten. Die Krankenkassen bauen doch ständig neue Verwaltungsgebäude für viel Geld. Da fließen die Millionen hin und der Dumme ist der Versicherte, der nichts mehr bezahtl bekommt.
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20.06.2006 16:41 Uhr von nabach
 
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Mann kann nur die Meinung des Autor teilen den Kranknkassen "leisten" neben den Krankenschutz auch noch viel mehr.
Alleine die Werbeausgaben um neue Mitglieder zu bekommen, wäre auch schon ein guter Batzen, aber das ist meist ja nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
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20.06.2006 17:19 Uhr von opppa
 
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nabach: Die Werbemaßnahmen für P f l i c h t krankenkassen sind - vorsichtig gesagt - unlogisch.

Es ist jedoch so, daß sich Ärzte teilweise weigern zusätzliche Medikamente zu verschreiben, um zu sparen.(hier wierden einer 89-jährigen Frau die Augentropfent gegen grauen Star verweigert, das sie in ihrem Alter leider nicht mehr so sparsam dosieren kann, wie es von der Krankenkasse vorgeschrieben ist.)

Außerdem muß ich, obwohl meine Mutter unter grauem Star leidet und meine Großmutter an grauem Star erblindet ist, meine Star-Vorsorgeuntersuchungen privat bezahlen.

Zusätzlich muß ich noch anfügen, daß ich mich von "meiner" BEK besch...en fühle. Details auf Anforderung.
Ich bin auch gerne bereit, "meiner" Barmer diesen Fall einmal detailiert darzustellen.

Die Werbemaßnahmen der Krankenkassen sind der Versuch, jeder einzelnen Zweigstelle ihre Existenzberechtigung nachzuweisen. - also überflüssig.
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20.06.2006 18:52 Uhr von opppa
 
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Nachtrag - Aber: den wirklichen Reibach im Gesundheitswesen machen hier die Pharamkonzerne.

Man muß nur einmal einen Preisvergleich von Medikamenten hier und im Ausland machen.

Ich weiß, daß die Preise in Deutschland gesetzlich geregelt sind, aber die Gesetze hat offensichtlich die Lobby gemacht.
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20.06.2006 19:45 Uhr von vea
 
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opppa: nein da liegst du falsch
der preisunterschied für medikamente in verschieneden ländern liegt nciht daran das die kassen pharma industrie bei uns mehr verdinen will nein einer der gründe, er ist auch der wichtigste, ist das man eine asprin in osteuropa nun mal nicht zum gleichen preis verkaufen kann wie in deutschland.
dennoch rentiert es sich für die pharma industrie in anderen ländern ihre medikamente sehr billig zu verkaufen, da dadurch ihre prodktionskapazitäten besser ausgelastet werden und somit die einzelkosten sinken, da die fix kosten(bei jeder produzierten menge gleich gross) auf grössere produktionsmengen verteilt werden.
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20.06.2006 21:22 Uhr von sacratti
 
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vea: Auch nicht ganz richtig, es ist einfach Politik, denn in Holland sind Medi´s auch billiger, obwohl es ein Hochpreisland ist. Dort wird aber der Pharmalobby nicht der gleiche Spielraum eingeräumt, wie von deutschen Politikern und Pharmareferenten a la Kohl.
Das gleich eSpiel macht bspw. Daimler mit seinen AUtos. Die werden bspw. in Rumänien viel billiger verkauft, weshalb sich der Herr Tiriac, der ja schon genug Holz hat, die Autos seiner Daimler Niederlassung in Rumänien viele Autos bestellte, aber in Deutschland zu niedrigeren Preisen verkaufte.
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21.06.2006 03:03 Uhr von Phoebe5035
 
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nachahmerprodukte: also ganz ehrlich: ich will keine nachahmerprodukte verschrieben bekommen (falls ich mal irgendwas verschrieben bekommen sollte). mag zwar sein, dass die genausogut helfen wie die "originale", aber trotzdem hätte ich immer ein blödes gefühl dabei.
das wäre wie als wenn ich im restaurant eine cola bestelle und dann billig-cola aus´m aldi serviert bekomme. die schmeckt vielleicht nicht mal doll anders, aber trotzdem würde ich das als eine frechheit erachten.
bei den medikamenten verhält sich das ähnlich. ich erwarte ein qualitäts-produkt und bekomme ein in taiwan von kindern zusammengebrautes nachgeahmtes billig-zeug. und das nur, damit die krankenkassen ein bisschen sparen können?
nee, bei den beiträgen, die ich da monatlich bezahle, erwarte ich auch vernünftige medikamente.
anders verhält es sich bei medikamenten, die ich eh selbst voll bezahlen muss. da kann ich mir ja selbst aussuchen, ob ich das original kaufe oder ein nachahmer-produkt probiere. jedoch würde ich wohl fast immer das original wählen, auch wenn es ein bisschen teurer ist. ich würde z.b. niemals eine nachahmer-antibabypille kaufen. kosten zwar nur halb so viel wie die originale, aber irgendwann stehste da mit nem ungewollten kind. und dann heißt es: "naja, war eben ein nachahmer-produkt, da kann man nicht allzuviel erwarten. da haben die kinder-arbeiter in der fabrik wohl mist gebaut ..."
nein danke.
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21.06.2006 04:36 Uhr von Kriterium
 
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Medikamente: @oppa
Ich denke, Du hast recht. Ich lebe auf Kreta und bekomme die Originalmedikamente für höchstens die Hälfte des Preises in Deutschland, Generica um bis zu einem Zehntel (gleiche Hersteller)
@ vea
Bis Du bei einem der Pharmariesen angestellt? Oder wirst Du dafür bezahlt, das angekratzte Image derselben zu polieren? Oder woher hast Du Deine "Informationen"? Wenn die Pharmariesen in der Lage sind, ihre Produkte im Ausland billiger abzugeben, dann doch deswegen, weil sie in Deutschland riesige Gewinne machen können. Warum haben sich in Berlin rund um das Gesundsheitswesen über 400 Lobbyisten der Pharmabranche angesiedelt?
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21.06.2006 06:48 Uhr von opppa
 
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vea: argumentiere mir nicht mit Grenzkosten. Wenn ich im Ausland für eine Medikament weniger bezahle, als ind Deutschland als Zuzahlung, kann ich nur noch von Beutelschneiderei reden.
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21.06.2006 10:19 Uhr von vea
 
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an die redner vor mir: tja wie komme ich zu meiner behauptung
ganz einfach das sind grundlagen der bwl
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21.06.2006 13:04 Uhr von delauer
 
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Ich glaube, dass mein Arzt mir meistens die richtigen Medikamente bezahlt. Was is denen lieber? Sie müssen 50€ mehr für meine Medikamente ausgeben, aber dafür bin ich ca. eine Woche eher wieder Arbeitsfähig.

Der Kommentar des Autor´s hat genau ins Schwarze getroffen. Die Kassen sollen mal sparen. Aber nicht an Personal und Meidkamenten sondern für unütze Ausgaben wie das Bauen neuer Gebäude, Instandhaltung der neuen Gebäude. usw......
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21.06.2006 23:56 Uhr von sacratti
 
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bwl: Bwl Studis sind jene Leuet, die in wirtschaftl. schlechten Zeiten ein Geschäft eröffnen, nur weil ein Baukonzern mit markigen Worten irgendwo eine neue "shoppingmall" placiert und in Hochglanzprospekten mit Kundenfrequenzen wirbt, die jenseits aller Realität sind.
Bsp. Stuttgart: ein Grossprojekt wird hochgezogen, mit Möbel- und Wohnaccessoireanbietern gefüllt, nach knapp 2 Jahren das Ende- in der City. Jetzt zieht ein Frauengym dort ein!!!!!!!
Kurz drauf wird eine shoppingmall mit 35 Wohnanbietern fertiggestellt, man rechnet mit 30 tsd. Kunden täglich-- in Stuttgart haha-.
Die Kathastrophe ist bereits im ersten Monat deutlich sichtbar, die oberen Stockwerke- Stilwerk- sind kundenleer! Die avisierten "hochniveauvollen" Anbieter der anderen Sparten entpuppen sich als Schnellimbiss, Billigklamotten und Tandverkäufer.
Allen gemein: sie haben einem zwischengeschalteten Immobilienmakler die Taschen gefüllt- wovon garantiert ein gehöriger Batzen an die Bauherren floss. Ja, und ide Verträge sehen wohl Ausfallzahlungen bei Kündigung vor. BWL eben.
BWL ist so bedeutend, wie die Tageszeitung von gestern. Personalführung wird beinahe täglich mit neuen Fakten revidiert, heute per Du mit dem Boss, morgen im Stabsfeldwebelton die Mannschaft brainstormen.

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