20.06.06 14:14 Uhr
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Berlin: Posthume Ehrung für fünf Widerstandskämpfer gegen das Naziregime

Am gestrigen Montag wurden in Berlin Robert Havemann - ehemals berühmtester DDR-Dissident - und vier seiner Mitkämpfer durch den israelischen Botschafter Schimon Stein posthum mit dem Ehrentitel "Gerechte unter den Völkern" ausgezeichnet.

Die Ehrung mit dem Titel der Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem erhielten nebst Havemann die drei Mediziner Georg und Anneliese Groscurth und Paul Rentsch. Auch Architekt Herbert Richter erhielt diese posthume Ehrung.

Die fünf Geehrten hatten sich bereits 1930 zusammengetan, um Widerstand gegen Hitler zu leisten. Die Gruppe half Verfolgten des Naziregimes, indem sie ihnen gefälschte Ausweise, Unterschlupf-Adressen, Reisedokumente und Lebensmittel besorgte.


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WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Berlin, Widerstand, Ehrung, Posthum
Quelle: www.netzeitung.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.06.2006 13:32 Uhr von ciaoextra
 
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Sehr interessante Geschichte und eigentlich viel zu komplex für ne kurze News bei ssn - die Quelle ist sehr empfehlenswert.
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20.06.2006 14:48 Uhr von erdbewohner
 
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2006: die ehrung hätten sie mal ein paar jahre früher machen sollen .
wie wäre es mal mit einer ehrung israelitischer grenzsoldaten die keine palastinänser schikanieren ...^^
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20.06.2006 16:28 Uhr von gatito
 
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bin auch derr meinung, das: man die ehrung ein paar jahre früher hätte machen sollen!! ich schätze, das die geerten in den dreißiger jahren schon erwchsen waren ;) also dann müssten die ja heut so um die 70 oder 80 (vielleicht sogar 90) sein! dann haben die ja nicht mehr vviel vom preis :(
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20.06.2006 16:31 Uhr von ciaoextra
 
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gatito: da steht "posthum" - das bedeutet, dass alle schon nicht mehr leben.
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20.06.2006 18:38 Uhr von Generalstreik
 
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Warum keine Ehrung von deutschen Politikern? Bedauerlich an der ganzen Sache ist, dass sich niemand in Deutschland bereit gefunden hat die Genannten zu ehren. Zu jüdischen Organisationen hatten diese Widerstandskämpfer meines Wissens überhaupt keinen Bezug.
Mit dem Enkel von Robert Havemann war ich mal ziemlich gut befreundet, deshalb kann ich bei diesem Thema ziemlich gut mitreden.
Am interessantesten waren die Geschichten vom Robert Havemann aus seiner Gefägniszeit in Brandenburg/Havel. Lachend berichtete er von Erich Honecker der mit den Nazis kollaborierte und andere Insassen ans Messer lieferte. In der DDR galt Honeckers Verhalten im Knast als heroisch und Havemann wurde unter anderem auch deshalb kaltgestellt.
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20.06.2006 18:43 Uhr von gatito
 
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ciaoextra: uuuups ;)
das wusste ich nicht!! *gg*
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20.06.2006 23:39 Uhr von Borgir
 
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warum: dauert es immer so lange, bis es zu solchen ehrungen kommt? die taten der geehrten haben schließlich vor 76 jahren ihren anfang genommen. ein bisschen spät. na ja, besser spät als nie
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21.06.2006 00:04 Uhr von jesse_james
 
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Das dort im Grunde jeder der gegen die Nazis: zu Felde zog als Held angesehen wird ist ja nichts neues.
Aber hätten nicht wir diese Menschen ehren müssen ? Wenn andere das tun hat es immer einen recht faden Beigeschmack.
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21.06.2006 00:20 Uhr von SaSaLe
 
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was is mit Edelweißpiraten ? die ehrt aber auch keiner -.-
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21.06.2006 01:46 Uhr von Lienna
 
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also: zu DDR-Zeiten wurden Antifaschisten, Freiheitskämpfer usw. sehr verschärft geehrt. Egal mit welchem Hintergrund es in diesem Regime geschah, aber sie haben es ohne Zweifel mehr als verdient. Warum redet man nicht 1000 Mal mehr über diese Helden, als stets und ständig über dieses Hitlergesindel? Bitte keine ernsthaften Antworten, mir ist durchaus bewusst warum das so ist.
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21.06.2006 02:32 Uhr von jensdanne
 
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wenn mal mal so recherchiert: dann waren ja alle deutschen im Widerstand...sagten sie jedenfalls nach 45 einstimmig.
Mannomann, da waren die Nazis innenpolitisch ja komplett isoliert?!
Wie haben Sie es dann eigentlich soweit gebracht?! Und wo sind die hin, die nicht gegen die Nazis waren?

Fragen über fragen...
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21.06.2006 02:52 Uhr von jesse_james
 
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@jensdanne: Wenn etwas verpönt ist, wenn etwas verabscheut wird, dann wird so gut wie niemand, außer jenen die 100%ig an diese Sache glauben und dafür sterben würden, freiwillig zu geben dazu zu gehören.

Damals die Anhänger und Mitläufer des Naziregimes.
Heute die ehem. Angestellten der Stasi.

Es gab zu jeder Epoche unseres Staates/Reiches/Landes immer irgendetwas das verhasst war und deren Anhänger sich versteckten, wenn sie nicht zur dominierenden Klasse in der Gesellschaft gehörten.

Und warum ? Weil diese Menschen nie auch nur ansatzweise in unseren Staat in Frieden leben konnten.
Ihr Leben wurde ruiniert, ihr Ansehen, ihre Freunde, alles verschwand im Nichts.
Allein die Denunzierung reicht bei uns schon aus um das Leben eines Menschen zu vernichten.

Man sieht das derzeit an den Geschehnissen um die Aufdeckung der Taten der Stasi.
Allein der Verdacht dazu gehört zu haben, ruiniert einen Menschen in diesem Staat und selbst wenn der Verdacht sich nie bestätigt, ist das Leben vieler Menschen bereits ruiniert und nicht mehr wiederherstellbar.

In diesem Staat scheint man verhasster zu sein, wenn man möglw. ein Ex-Stasi-Mitarbeiter war, als wenn man zur rechtsextremen Szene gehört.
Das sollte einem mal zu denken geben.


Ich billige nicht was die Stasi damals machte, falls das jemand denken sollte.
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21.06.2006 12:49 Uhr von Alfadhir
 
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ich frage mich wie viele "terrorristen": später einmal als wiederstandskämpfer gegen das us-regime bezeichnet und ausgezeichnet werden .
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21.06.2006 13:18 Uhr von zenon
 
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@gatito: Stehst du mit Mathe auf Kriegsfuß?

Wenn sie in den 30igern Erwachsen waren wären sie heute eher Hundert...
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21.06.2006 13:58 Uhr von bravis
 
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Und wann: Werden Widerstandskämpfer gegen Sozialstische Systeme geehrt?
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21.06.2006 15:01 Uhr von Lienna
 
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Sozialismus ist doch nix schlechtes!
Ich glaube Du verwechselst da was...
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23.06.2006 19:51 Uhr von marshaus
 
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sehr gut: endlich mal eine gedenktafel fuer die wenigen mutigen aus dieser zeit.

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