19.06.06 18:13 Uhr
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Gesundheitsreform: Einbeziehung der privaten Krankenkassen in Sicht

Bei der Konstruktion eines neuen Gesundheitssystems ist es nun doch absehbar, dass die privaten Krankenkassen in die Reformpläne einbezogen werden. Wie bereits Angela Merkel stimmt auch die SPD jetzt einer verstärkten Steuerfinanzierung zu.

Mit der Gründung der Gesundheitsfonds sieht Angela Merkel außerdem eine Chance, das Gesundheitswesen für alle transparenter zu machen.

Die Regierungskoalition einigte sich darauf, dass die privaten Krankenkassen dazu verpflichtet werden sollen, Mitglieder aufzunehmen.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Gesundheit, Krank, Krankenkasse, privat, Gesundheitsreform, Einbeziehung
Quelle: www.idowa.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2006 19:03 Uhr von ArrowTiger
 
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Wäre die Frage was gemeint ist mit "Die Regierungskoalition einigte sich darauf, dass die privaten Krankenkassen dazu verpflichtet werden sollen, Mitglieder aufzunehmen."

Zu einem für alle geltenden Beitragssatz, oder nur die Pflicht zur Aufnahme?

Wäre ersteres der Fall (was ich nicht glaube), wären private Versicherer hinfällig, da deutlich teurer...
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19.06.2006 19:24 Uhr von opppa
 
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Verpflichtung: Im Grundsatz werden die Privaten verpflichtet, Mitglieder aufzunehmen.

Das bedeutet m.E. die können nur noch über den Preis nein sagen.

Soviel ist es "unserer" Regierung wert, langfristig dafür zu sorgen, daß das Solidaritätsprinzip in der Sozialversicherung aufgehoben wird. Der bereits feststehende Erfolg: Die Arbeit g e b e r anteile werden festgeschrieben, um später gesenkt zu werden. A l l e zukünftigen Kostensteigerungen tragen dann die Arbeit n e h m e r.

Ich nehme Wetten an, daß im nächsten Schritt das Solidaritätsprinzip in den restlichen Teilen der Sozialversicherung aufgehoben wird.

Ich verstehe nicht, warum die Gewerkschaften noch nicht Amok laufen.

Warten wir ab, welche Überraschungen die "unsere" Regierung, wahrscheinlich noch während der Fußball WM noch für uns vorbereitet hat.

PANEM ET CIRCENSES, dann merkt es das Stimmvieh nicht so schnell.

1) Mehrwertsteuererhöhung, trifft besonders die Kleinen.

2) Gesundheitsreform = Die Arbeitnehmer tragen einen größeren Anteil an den Krankenkassenbeiträgen.

ES LEBE DIE DEMOKRATUR
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20.06.2006 08:25 Uhr von ArrowTiger
 
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@opppa: -- "Ich verstehe nicht, warum die Gewerkschaften noch nicht Amok laufen."

Vielleicht, weil sie selbst auch Arbeitgeber sind?

Na, keine Ahnung, aber alleine die ständige Wiederholung des Schwachsinns, daß der Arbeitgeberanteil gesenkt werden müsste, um konkurrenzfähig zu bleiben, macht mich kirre. Hierzu ein hervorragender Beitrag von Hartmut Reiners (etwas lang: 8 Seiten PDF), der u.a. darauf eingeht [*]. Prädikat: sehr lesenswert! ;-)

"Privatisierung der Absicherung von Krankheitsrisiken – Probleme und Grenzen"


-- "ES LEBE DIE DEMOKRATUR"

Du wiederholst Dich! Ich mich auch: Nö, verrecken soll sie (und ihre Protagonisten) jämmerlich! ;-)


---
[*] Ein kleiner Auszug aus dem Text:

"Es gibt keine Lohnnebenkosten, sondern nur Lohnkosten. Der Begriff Lohnnebenkosten verleitet zu der Annahme, dabei handele es sich um prinzipiell verzichtbare Ausgaben."

"Wird der Arbeitgeberanteil der GKV-Beiträge den Versicherten zugeschlagen. Bleiben die Arbeitskosten davon per saldo unberührt. Zwar wirken sich Beitragssteigerungen dann nicht mehr unmittelbar in derselben Höhe auf die Lohnkosten aus, bei den nächsten Tarifverhandlungen werden sie aber mit Sicherheit geltend gemacht. In den USA laufen zurzeit Streiks, weil Arbeitgeber ihre Krankenversicherungsleistungen gekürzt haben."

"Der Arbeitgeberanteil an den Sozialabgaben liegt in Deutschland nach Angaben des Gesundheits-Sachverständigenrates mit 49,9 % sowohl unter dem EUDurchschnitt (57,0%) als auch unter dem der OECD (68,9 %). In den USA zahlen die Arbeitgeber für ihre betrieblichen Health Plans durchschnittlich 6.700 $ bei einer Familienversicherung; auf einen solchen Betrag kämen deutsche Unternehmer bei einem hälftigen Arbeitgeberanteil (= ca. 7 % des Lohns) nur bei durchschnittlichen Gehalt von 95.0000 $ = ca. 77.000 €. Auch eine soeben von der Techniker Krankenkasse herausgegebene Studie widerlegt gründlich die Phrase von der Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch zu hohe GKV-Beiträge."

u.s.w.
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20.06.2006 08:26 Uhr von ArrowTiger
 
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@opppa / @wok! Sorry, den Link sollte ich natürlich dazutun:

http://forum-gesundheitspolitik.de/...

@wok! Der Text ist vielleicht auch für Dich interessant?

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