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Spanien: Katalonien nabelt sich teilweise von der Zentralregierung ab

Am Sonntag haben die Katalanen in einem Referendum über eine größere Autonomie gegenüber Madrid abgestimmt. Von 5,3 Millionen Wahlberechtigten haben nach ersten Wahlergebnissen etwa 75 Prozent dafür gestimmt.

Das wirtschaftlich starke Katalonien kann damit in Zukunft mehr von den erwirtschafteten Steuern selbst behalten. Bisher bekommen sie zum Beispiel aus dem Topf für die Infrastruktur nur sieben bis neun Prozent von der Zentralregierung.

Katalonien trägt mit 18,5 Prozent zur gesamten spanischen Wirtschaftsleistung bei. In Zukunft erhält die Region das Sagen über den Bahnverkehr. Arbeitsgenehmigungen für Einwanderer obliegen dann auch der indirekt als Nation zu bezeichnenden Provinz.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Spanien, Zentral
Quelle: www.welt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.06.2006 01:47 Uhr von la_iguana
 
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Die Katalanen (und die Basken auch, meine ich) werden damit wohl den grössten Schritt ihrer bisherigen Geschichte machen. Das muss doch gefeiert werden, oder? Im Jahr 2003 wollte die spanische Regierung alle ins Gefängnis werfen...: http://www.heise.de/...
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19.06.2006 08:54 Uhr von Daisenso
 
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Na ganz toll: Irgendwann spaltet sich dann Berlin von Brandenburg ab, Franken von Bayern, aber insgesamt leben wir ja alle in der europäischen Gemeinschaft. Ich versteh nicht wie diese Kleinstaaterei in unserer heutigen Zeit noch so "IN" sein kann. Eigentlich wollen wir etwas Grosses aufbauen und im inneren zersplittert alles wieder.
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19.06.2006 09:41 Uhr von grandmasterchef
 
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wirw aren mal in palamos und sollten im Anschluss an dieser Reise, ne webseite vom berufskolleg aus dazumachen. da hatte dann die Siegerseite ne spanienflagge auf der willkommensseite.

der repräsentant war gegenüber dem schuldirekt leicht angesäurt, und der mitschüler wurde getadelt. und die lehrer dann am heucheln...

man stelle sich vor, hier rege sich ein bayer über eine deutshclandfahne auf.

lä-cher-lich
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19.06.2006 10:32 Uhr von pfauder
 
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Spanien wie Yugoslavien. Ich sehe da nur paralellen. Spanien möchte so ein grosses und schönes Land sein, dabei habe ich selten ein Volk erlebt das so gesplittet ist, Zusammenhalt ist hier eher selten. Nicht dass da Hass auf die anderen wäre, aber jeder möchte sein kleines Fleckchen am liebsten als eigenes Land sehen. Ganz extrem ist es da natürlich im Baskenland und Katalonien, aber auch an anderen Orten macht es sich hin und wieder bemerkbar. Sonderbare Welt...
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19.06.2006 10:57 Uhr von la_iguana
 
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Und bei uns? Ist das nicht so etwa wie unser Freistaat im Süden der Bundesrepublik? Bayern hat doch auch Teilautonomie.
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19.06.2006 12:54 Uhr von ooo
 
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@la_iguana: Nicht wirklich. Der Begriff Freistaat leitet sich in D aus der Geschichte ab. Während die meisten Bundesländer aus dem Staat Preußen gegründet wurden, waren die Freistaaten Bayern, Sachsen Thüringen eigene Staaten. Das wird heute noch durch den Zusatz Freistaat kenntlich gemacht. Diese Länder besitzten aber keine besonderen Rechte.

http://de.wikipedia.org/...
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19.06.2006 14:24 Uhr von pedroche
 
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cool bleiben: die Katalanen bekamen nur solche Rechte, wie sie in der BRD jedem Bundesland zustehen. Für das zentralistsich organisierte Spanien kommt dies aber einer kleinen Revolution nahe. Meine katalanischen Freunde haben gestern jedenfalls begeistert dafür gestimmt. Die haben immer noch einen Hass auf Spanien, weil sie unter der Franko-Diktatur unterdrückt wurden und wären lieber ganz unabhängig.
Die weigern sich sogar Spanisch zu reden, und haben nur für mich ne Ausnahme gemacht. Schon etwas befremdlich der Nationalismus, zumal meine Freunde alle ultralinks sind. Wäre der Begriff nicht so negativ belegt, müsste man sie als waschechte Nationalsozialisten betiteln. ;-)
Schade finde ich eigentlich nur, dass das reiche Katalonien jetzt noch mehr Steuereinnahmen bekommt und sie nicht solidarisch mit dem immer noch verarmten Süden sind.

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